Viele, viele Fragen zur Freiheits-Dressur?

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5 Antworten

zu 1) Lebewesen lernen so lange sie leben ..... ich trainiere gerade 2 Fahrpferde um, die nix weiter kennen als im Gespann zu gehen und die sind 17 und 27 Jahre valt.... wir sind gerade beim "Zahlen führen/reiten"

zu 2: ideal ist am Anfang ein absolut Futter (Gras-)freier übungsplatz, damit nix ablenken kann, später geht alles andere

wir haben immer Fr+Sa geübt, dann den Rest der Woche frei gegeben; am nächsten Freitag eine kleine Wiederholung, die meist super klappte und dann etwas neues usw usw usw

zu3)manche
Pferde sind schon nach 10 Min mental platt !!! bedenke, daß Du keine
Aufgabe öfter als 3mal pro Tag machst UND aufhörst, sobald Pferd es gut
macht, d.h. ggf schon nach dem eersten Mal, wenn das gut nwar:
ArbeitsPAUSE = Lob

zu n4) das hängt davon ab, was Pferd schon
kann., oder ob erstmal die Gemeinsame Basis gelegt werden muß: also
Führen, weichen, stehen, Geduld, Aufmerksamkeit auf feinste Fingerzeige,
Gleichgewicht, Seitengänge aller Arte usw

zu 5) immer GENAU dann
loben, wenn Pferd was richtig beginnt/macht und NICHT erst danach - sie
haben nur 2 Sek Kurzzeitgedächtnis !!!

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sowas lohnt sich immer! Also kennst die Grundlagen, das dass Pferd auf bestimmte Stimm Kommandos (schnalzen für schneller werden, Pfeifen für langsamer/stoppen)? Die kann man bei einem Spaziergang üben, oder beim longieren. Es gibt eine wichtige führ Position. Das Pferd muss so neben dir laufen das du vor der Brust, aber hinter den ganaschen läufst. Dein Pferd sollte da die Kommandos bereits kennen, damit du es so zum langsamer oder schneller werden bekommst wenn es die Position verlässt. Während es in der Position läuft wird gestreichelt und gelobt, sobald es sie verlässt sofort aufhören und das passende Kommando geben. Nimm eine Gerte mit und benutze einen langen Strick bzw Bodenarbeitsseil falls vorhanden. Wenn das Pferd stehen bleibt um zu fressen nicht sofort am Strick rum zerren! Du tippst es mit der Gerte an und läufst langsam weiter. Denn so kommuniziert zum Beispiel die Stute mit ihrem Fohlen. Sie schlagen mit dem Schweif bis sie es irgendwo treffen um die Aufmerksamkeit zu bekommen und laufen los, das Fohlen natürlich der ranghöheren= Mutter/Stute hinterher. Wenn das so weit klappt probiere wieder zu longieren aber die Longe immer ein kleinen wenig kürzer zu nehmen damit die Kreise um dich kleiner werden aber das Pferd nicht plötzlich aus dem Konzept gebracht wird vorher große und jetzt Mini Kreise zu laufen und es muss langsam lernen sich da aus zu balancieren. Auf beiden Händen natürlich. Wichtig ist das das Pferd dabei nicht in der führ Position ist! Es muss versuchen diese Position zu erreichen (es muss übrigens eine bestimmte Seite von dir sein, ob rechts oder links ist eigentlich egal) und du drehst ihm aber die andere Seite zu. Wenn du aufhören willst hörst du auf dich weiter zu drehen und lässt es die Position erreichen. Diese ist die Ruhe Position, wenn es so neben dir steht wird gelobt aber nicht gearbeitet! Diese Position muss das Pferd als Ruhepol haben, deshalb will es sie erreichen. So funktioniert das Spielen wie in Ostwind dann auch. Du läufst normal, das Pferd in der führ Position neben dir. Dann rennst du vor, springst zur Seite usw und das Pferd wird folgen weil es wieder in diese Position möchte. Nie vergessen dann zu loben, diese Position muss ja was positives sein ;)
Hier noch ein paar Links zu Videos die alles gut erklären, sie sind glaube ich alle von der DVD von Kenzie Dysli:

Hoffe es hilft dir, LG MilleW

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1. Ja es lohnt, egal wie alt dein Pferd ist, denn es ist eine Vertrauensbestätigung wenn du es so willst.

2. Koppeln sind ideal, noch besser gleich raus in´s Gelände, da hat man viel mehr Möglichkeiten als auf dem öden Platz oder der langweiligen Halle.

3. Die Trainingseinheiten richten sich nach der Auffassungsgabe des Pferdes. Dem einen reichts nach 20 Minuten alle 2 Tage, der nächste packt 30-40 Minuten täglich.

4. Anfangen würd ich mit Führtaining und Vertrauen. Also rückwärts durch ein L mit Stangen gelegt zum Beispiel und gleichzeitig das Pferd auf die Stimme trimmen, das wird dann noch ein wichtiges Werkzeug für dich.

5. Größte Fehler: zu wenig Geduld, zu wenig gelobt und nicht belohnt gleich sofort nach erfolgreich beendeter Übung. Auch noch wichtig wäre, zu merken, wann das Pferd keine Lust mehr hat, dann sollte natürlich aufgehört werden mit üben.

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Kommentar von LyciaKarma
27.04.2016, 06:28

Ich glaub nicht, dass die FS "Mika" heißt und einen schwarzen Hengst hat.. Nur als Anmerkung für die anderen :D 

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1. Lohnt es sich überhaupt noch mit einer 19 Jährigen so was anzufangen bzw. Kann sie es überhaupt noch lernen? : Gegenfrage: Lohnt es sich mit 20 noch anzufangen Tiermedizin zu studieren?;) (Natürlich, das Pferd ist doch nicht 28 Jahre)

2. Kann man einfach auf der Koppelung üben oder braucht man eine Halle/Reitplatz? : Ich würde sagen, überall wo ihr ungestört seid.  

3. Wie oft und lange sollte man ungefähr üben? : Das kommt auf euch an:)

4. Womit beginnt man am besten? Welche Übungen eignen sich für den Anfang? Langsam damit anfangen. D. h. das Pferd frei in der Halle laufen zu lassen, und dann, einfach auf sich zukommen lassen;)

5. Was gibt es zu beachten? Was sind die größten Fehler, die ich machen könnte? Da mach ich nochmal woanders schlau:)

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1. Sie muss es nicht lernen - du musst es lernen. Freiheitsdressur ist in dem Sinne keine Dressur, sondern einfach tun, was dem Pferd sowieso mitgegeben ist. 

2. Du kannst überall üben, wo ein Zaun drum ist.

3. Im Prinzip übt man das immer. Beim Führen, beim stehen bleiben, usw. Ansonsten wie gesagt: Das Pferd kann das und es ist keine Arbeit (außer das Laufen). Die Arbeit bist du, weil es nicht weiß, was du von ihm willst, wenn du nicht deutlich bist.   
Je besser du bist, umso einfacher für das Pferd.

4. Führtraining. Klingt einfach? Bleibt dein Pferd in jeder Gangart so, dass sein Kopf vor und die Schulter hinter dir ist? Auch in Wendungen und bei Stops aus Trab oder Galopp?

5. Für Beachten und Fehler such dir bitte einen Trainer!

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