Frage von fraueisbar, 78

Viel Krebs in der Familie , erhöhtes Risiko?

Hallo , mein Papa ist vor 2 Monaten an Krebs gestorben. Väterlicher seits hatte der Opa von meinem Papa Darmkrebs , mein Papa hatte Darmkrebs und mein Onkel hatte Darmkrebs. Das heißt ja das jede 2te männliche Generation Darmkrebs hat. Ich bin weiblich und 14 Jahre alt und wollte fragen ob ich jetzt zum Arzt gehen sollte um abchecken zu lassen ob ich das auch haben könnte. Ich habe Mitte September einen arzttermin für die J1 Untersuchung , kann der Arzt da rausfinden ob ich auch Krebs habe? Und reicht es wenn ich erst im September zum Arzt gehe?

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Antwort
von greulinchen, 31

Erstmal mein Beileid. Ich kann verstehen, warum du dich nun sorgst und dir Gedanken um deine Gesundheit und dein eigenes Risiko machst.

Darmkrebs tritt familiär gehäuft auf. Darum ist es wichtig, wenn es diese Familiendisposition gibt, die Vorsorge ernst zu nehmen.
Mit 14 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit für einen Darmkrebs aber äußerst unwahrscheinlich. Es gibt die regulären Vorsorgeuntersuchungen ab 50, bei Risikopatienten entsprechend eher.
Aber bespreche deine Sorgen auf jeden Fall mal mit deinem Arzt uns lass dich beraten, was du beachten kannst, was du tun kannnst, damit du nun nicht überängstlich wirst und du deine Jugend genießen kannst.

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 24

Zunächst einmal herzliche Anteilnahme.

Darmkrebs tritt vermehrt bei Männern im Alter von über 40 Jahren auf. Daher rät man genau diesen Personen ja auch, regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge zu gehen.

Du bist erst 14 Jahre alt und zudem noch ein Mädchen. Die Gefahr von Darmkrebs ist bei Dir daher kaum vorhanden. Eine 100%ige Garantie gibt es zwar nie, aber Du solltest Dich jetzt auch nicht verrückt machen.

Du solltest aber, wie jeder andere Mensch auch, stets wachsam bleiben und sobald Du irgendwelche merkwürdigen Symptome bemerkst, welche sich nicht einordnen lassen, solltest Du zum Arzt gehen.

Wenn Du zu dieser J1 gehst, solltest Du den Arzt mal auf Deine Bedenken ansprechen. Er kann Dir dann erklären, wie genau das mit der Entstehung von Krebs ist. Was Du da beschreibst, dass Krebs nur jede zweite Generation befällt, ist leider ein absolutes Ammenmärchen.

Man kann im Leben so einiges dafür tun, um das Krebsrisiko zu vermindern. So ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit frischen Produkten sehr, sehr wichtig. In Fertigprodukten sind häufig Stoffe enthalten, welche in Verdacht stehen, das Krebsrisiko zu erhöhen. Auch solltest Du nicht rauchen oder Alkohol trinken und Übergewicht vermeiden.

Hier ist mal eine Seite, wo steht, was man tun kann, um das Krebsrisiko zu mindern:

http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id\_76814966/krebsrisiko-senken-dies...

Wichtig ist aber vor allem, dass man die von den Krankenkassen empfohlenen Krebsvorsorgeuntersuchungen wahrnimmt. Das betrifft Dich im Alter von 14 Jahren aber noch nicht. Bei Dir fängt das im Alter von 20 Jahren an, wo einmal jährlich beim Gynäkologen die Krebsvorsorge bezüglich Gebärmutterhalskrebs beginnt. Ab dem Alter von 30 Jahren kommt dann die Brustkrebsvorsorge hinzu, ab 35 Jahren die Hautkrebsvorsorge und ab 50 Jahren die Darmkrebsvorsorge. Bei Risikopatienten treten diese Vorsorgeuntersuchungen früher in Kraft. Das kann Dir aber Dein Hausarzt erklären.

Am wichtigsten ist und bleibt aber, dass Du selber wachsam bleibst und bei Dir seltsam vorkommenden Symptomen zum Arzt gehst.

Es ist aber nicht gut, wenn Du Dich aus lauter Angst vor dem Krebs ein Leben lang verrückt machst. Wenn diese Ängste bei Dir zu groß werden, wäre es vielleicht nicht verkehrt, wenn Du eine Psychotherapie machen würdest. Das wäre schon alleine deshalb nicht verkehrt, damit Du auch den Tod Deines Vaters besser verarbeiten kannst ... wie eben auch die Angst davor, selber an Krebs zu erkranken. Sprich doch mal mit Deiner Mutter oder mit einer anderen erwachsenen Person Deines Vertrauens darüber und auch mit dem Arzt, zu welchem Du wegen der J1 gehen wirst.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und ein langes, gesundes und krebsfreies Leben.

Kommentar von dasadi ,

Eine ganz tolle Antwort - da kann ich mich 100 ig anschließen.

Antwort
von Huflattich, 11

Erst mal mein allerherzlichstes Beileid für deinen Verlust . 

Als mein Vater vor zwanzig Jahren am Darmkrebs starb (mein Großvater väterlicherseits ist auch daran gestorben) fing ich kurz darauf an, mich selbst mit der Gesundheit zu beschäftigen.

Vermutlich ist das genetische Risiko bei uns wohl erhöht. Jedoch hat die ach so beschworene "Vorsorge" die mein Vater über Jahre im fünf Jahres - Rhythmus betrieben hat, ihm letztendlich auch nix gebracht. 

Daher bin ich der Meinung sich als wirkliche Vorsorge Blutgruppen gerecht zu ernähren und sich über die Möglichkeiten zu erkundigen/informieren wenn es uns "erwischen" sollte, das Beste ist ... 

Wenn Du ruhiger bist, kannst Du ja irgendwann mal eine Darmspiegelung machen lassen, vielleicht so mit 50 (?). Beobachte deinen regelmäßigen Stuhlgang und achte auf Blutbeimengungen, dass wäre dann wirklich ein Alarmsignal, das man ernst nehmen sollte.

Aber mit 14 Jahren brauchst Du Dir da echt noch keine Sorgen zu machen und dich damit zu belasten . .

Wenn Du wirklich etwas für Dich tun möchtest, fange an, viel zu wissen was für Dich gesund ist.  Bewege Dich, schlafe lange und in Ruhe, Meditation finde ich z.B. sehr gut  - esse viel Obst und Gemüse. Lerne was alternativ gegen Krebs  - allein über die Ernährung - gemacht werden kann - ja, das ist dann wirklich tägliche "Vorsorge"..  

Ein Buchtipp der mir sehr weiter geholfen hat ist "vier Blutgruppen vier Strategien für ein gesundes Leben von Dr. Peter D'Adamo und Catherine Whitney" der mir die Augen öffnete. 

Alles Gute für Dich. 


Antwort
von DieLange, 40

Auch von mir mein Beileid,...

wenn Du zur Untersuchung gehst, dann schildere Deine Sorgen einfach erstmal dem Arzt. Dieser wird, wenn er gut ist, auch darauf eingehen und Dich vielleicht einfach erstmal dazu befragen.

Ich denke, solange Du keine Anzeichen hast, solltest Du Dich nicht sorgen. Aber wenn der Arzt denkt, dass es angebracht ist, dann klärt er dies mit Dir ganz sicher ab.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute

Antwort
von Teeliesel, 39

erzähl dem Arzt deine Sorgen. Er wird dir sagen, was du in der Zukunft machen kannst, ggf. zwecks Vorbeugung/Vorsorge.

Antwort
von juliavoo, 20

Mein Beileid!

Bei mir in der Familie waren auch mehrere von Krebs betroffen, auch mein Vater starb an Hirntumor. Deshalb verstehe ich deine Sorgen.

So bald ich starke Kopfschmerzen oder Schwindel habe, bilde ich mir die schlimmsten Dinge ein.

Natürlich kann so etwas zu einem erhöhten Risiko führen, jedoch muss es nicht heißen, dass du auch daran erkranken wirst.

Zur Vorsicht würde ich vielleicht paar mal im Jahr oder wenigstens 2x eine Vorsorgeuntersuchung machen.

Alles Gute!

Antwort
von Shany, 24

Natürlich aber Vorsorge unbedingt

Mein Beileid!!

Antwort
von MrSeegurke, 35

Das Risiko ist auf jeden Fall erhöht, ja.

Kommentar von dasadi ,

Das stimmt nicht. Erst durch eine Blutuntersuchung und einen Stammbaum kann in der Uniklinik mittels einer teuren Untersuchung festgestellt werden, ob eine genetische Veranlagung für diese Krebsart besteht. Bei Frauen ist der Brustkrebs deutlich wichtiger, ich habe 4 Erkrankungen in der Familie, trotzdem ist mein Risiko nur 0,5 % erhöht. Auch so etwas kann bei den Uniklinikuntersuchungen, die bei gewissen Voraussetzungen die Kasse zahlt, herauskommen.

Antwort
von Uhrzeit005, 35

ja denke schon und mein Beileid...

Antwort
von Marshall7, 10

Ja bei euch ist das Risiko an Krebs zu erkranken gross.Du bist aber noch zu jung,aber vielleicht macht eine Darmspieglung Sinn bei dir,lass das deinen Arzt entscheiden.

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