Verzweiflung puur?

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7 Antworten

Vielleicht helfen dir meine Erfahrungen mit einer Fernbeziehung: Ich war damals ähnlich unsicher wie du, habe eigentlich fast nur noch für den Moment gelebt, wo wir uns sehen konnten. Habe mich fast verrückt gemacht und an seinen Gefühlen gezweifelt und ständig auf die kleinsten Anzeichen von Zuneigung oder abnehmenden Gefühlen geachtet.

Im nachhinein betrachtet hat das bestimmt dazu geführt, dass ich mich auch in seiner Gegenwart oft nicht mehr wie ich selbst benommen habe, weil ich eben ständig auf "irgendwelche Anzeichen, dass die Sache zu Ende geht" gelauert habe.

Statt die Zeit und die Zeichen der Zuneigung zu genießen, habe ich sie mir selber vermiest, in dem ich immer nur nach Anzeichen gesucht habe, dass seine Gefühle mir gegenüber abnehmen.

Hätte ich die heute die Gelegenheit, mein damaliges Verhalten zu ändern, würde ich die Augenblicke des Zusammenseins genießen, auch die Zeichen der Zuneigung und würde aufhören, sie zu hinterfragen. Ich würde mir denken, entweder er will mit mir Zusammensein oder halt nicht. Wenn nein, hat er mich nicht verdient. Ich würde rausgehen und mein eigenes Leben leben, das macht dich auch selber zufriedener. Wenn du mit deinem Leben zufrieden bist, strahlst du auch Glück & Harmonie aus. Dies wirkt sich auch auf deine Beziehung (egal ob fern oder nah) aus. Denn dann bist du für deinen Partner ein in sich ruhender Mensch, und keiner, den man ständig aufbauen muss und seine Unsicherheiten nehmen. Jeder wird sich mal ein bißchen aufbauen lassen müssen, aber wenn so was ein Dauerzustand wird, wird es anstrengend für den anderen. Und kann eine Freundschaft/Beziehung belasten.

Also: freu dich an dem was du hast, vertraue deiner Freundin und vertraue in dich selber als liebenswerten Menschen. Führe dein Leben auch ohne deine Freundin, damit du für sie ein starker Mensch bist, mit dem sie die Zeit auch genießen kann, ohne ständig gegen die Windmühlen deiner Ängste zu kämpfen.

Viel Glück und alles Gute !

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Hallo Unbekannz, ich will mal versuchen, dir zu helfen. Erstmal vorweg, das ist total normal und ich kann der Aussage deiner Eltern zustimmen, das vergeht wirklich wieder. Sie scheint dir wohl sehr wichtig zu sein und von dem her was du schreibst, würde ich auch behaupten, Ja, du liebst sie wirklich! Zweifel bitte nicht an diesen Gefühlen. Ich möchte natürlich nicht von meiner Beziehung auf deine schließen (bei allem, was ich hier schreibe), aber ich gehe vom ersten Eindruck mal davon aus, dass es bei euch auch so ist. Bei mir und meinem Freund war es nämlich ähnlich. Lass nicht zu, dass ihr an irgendwelchen "Hirngespinsten" zerbrecht.

Besonders in der Anfangszeit einer Beziehung ist es total normal, wenn man den Partner am liebsten 24 Std. / 7 Tage die Woche um sich haben möchte. Da vermisst man den Partner einfach enorm schlimm. Man lernt sich auf Beziehungsebene ja erstmal richtig kennen. Das ist bei einer Fernbeziehung natürlich problematischer. Hier ist es vor allem wichtig zu lernen dem anderen zu vertrauen!! Das klappt natürlich nicht von jetzt auf gleich. 

Ich glaube aber, dass genau da deine Angst liegt, einfach mal total naiv zu vertrauen. Vielleicht gar nicht bewusst. Wenn der andere so weit weg wohnt, kommen natürlich Ängste hinzu, sowas wie: "Kann das so auf Dauer gut gehen? Wird er/sie in der langen Zeit, wo wir uns nicht sehen evtl. Gefallen an jemand anderen finden, der immer bei ihr/ihm ist? Kann ich ihm/ihr überhaupt genauso wichtig sein, wie er/sie mir?" und all solche ganz gemeinen Zweifel und Fragen, die einen wirklich zermürben können. Ich glaube, damit entstehen dann auch die Zweifel an den eigenen Gefühlen. Wobei die Frage "Liebe ich sie/ihn wirklich?" eher die falsche Frage ist, sondern eher "Will ich ihn/sie so lieben, wenn (in den Gedanken) das Risiko verletzt zu werden so hoch ist?"

So war das bei mir zumindest. Wir (mein Freund und ich) sind trotzdem zusammen geblieben und heute schäme ich mich ja fast schon, dass ich so an uns gezweifelt habe. Mit wachsendem Vertrauen sind diese Ängste und Zweifel nach und nach einfach verschwunden. (Info für zwischendurch: wir sind jetzt ein bisschen mehr als 6 Jahre zusammen)

Uns hat besonders zur Anfangszeit sehr geholfen, viel miteinander zu telefonieren oder zu skypen. Gesehen haben wir uns alle paar Monate mal. Später, als mehr Geld in unser beider Kassen war, könnten wir uns entsprechend öfter sehen, in guten Zeiten sogar fast jedes Wochenende. Zusammengezogen sind wir dann nach 4 Jahren. Ich denke, dadurch, dass wir diesen Abschnitt mit der Entfernung (inklusive aller Streitereien, die es in Beziehungen nun mal gibt) als Paar überstanden haben, ist die Beziehung auch sehr stark geworden. Weil wir eben ganz genau wissen, dass wir auch in schwierigen/belastenden Situationen auf einander zählen und uns vertrauen können. 

Ich hoffe mein "Erfahrungsbericht" motiviert dich ein bisschen nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken.

Versuch mal deine negativen Gedanken zu überspielen, dich abzulenken oder dich zumindest nicht so krass reinzusteigern (ist sau schwer, ich weiß). Die bringen nur schlechte Stimmung zwischen euch und sonst nichts. Ihr könnt und sollt ja auch darüber reden, aber nicht nur. Sprecht auch über schöne und lustige Dinge (das nur so als Tipp). Wenn ihr nur das Negative zu eurem Thema macht, ist klar, das darüber auch viel mehr nachgedacht wird, als über das Schöne. Darum versucht irgendwie es andersherum zu machen und viel mehr über Positives zu reden. Mindestens 10 mal so viel, wie über das Negative.

Ich kenne deine Freundin nicht (logisch) und kann dir nicht versprechen, dass sie dir nicht dein Herz bricht. Aber ganz ehrlich, das kann dir auch eine Freundin antun, die mit dir Tür an Tür lebt. Das musst du einfach herausfinden. Aber wie, wenn du noch bevor irgendetwas passiert ist schon aufgibst? Dann wirst du nie wissen, ob es mit euch gut gegangen wäre.

Normalerweise ist ein gewisses Misstrauen seinen Mitmenschen gegenüber ja gut. Aber (meine Meinung) in der Liebe darf man auch mal großen Mut zur Naivität haben. 

Wenn es schief geht, wird es weh tun. Das muss einem dabei natürlich bewusst bleiben. Aber immerhin weiß man, woran man ist und kann dann wahrscheinlich besser damit abschließen. Eine Beziehung, die wegen der Entfernung zerbricht, wäre eh nichts gutes geworden. Aber wenn man schon vorher kapituliert, tut es auch weh. Nur die Frage "Wie wäre es ausgegangen, wenn ich es versucht hätte" wird einen länger beschäftigen.  

Ich hoffe, dass dir Irgendetwas aus meinem Getippe hier helfen und/oder Mut machen kann. Ich wünsche euch beiden in jedem Fall, dass ihr es schafft.

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Kommentar von Unbekannz
07.09.2016, 03:53

Dankeschön!!!! Das hat mit weiter geholfen! Und du hast recht! Ich darf nicht aufgeben!!!

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Dir wird diese Antwort nicht gefallen...
Ich persönlich glaube, dass du nicht der Typ für ne Fernbeziehung bist (es hört sich für mich jedenfalls danach an). Du machst dich mit deinen quälenden Gedanken und dem Rückzug aus dem Alltag total kaputt.
Nicht jeder ist für ne Fernbeziehung geschaffen (ich übrigens auch nicht). Es braucht ne ordentliche Portion Lockerheit und Vertrauen um das zu meistern.
Wenn es dir öfter schlecht geht als gut, dann rate ich dir dazu, die Beziehung zu beenden. Du bist noch jung und wirst deine große Liebe finden...und das in deiner näheren Umgebung.

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Kommentar von ragazza001
07.09.2016, 02:30

" Und dennoch ist es für mich wie Entzug, Entzug von ihr und ihrer Anwesenheit! Ich denke oft nur an das negative, auch daran es zu beenden, aber das will ich garnicht! Dennoch versucht mein kopf es immer wieder, aber warum?"

Meine Antwort auf deine Frage:
Du weißt eigentlich eh selbst, dass es nicht das Richtige für dich ist. Diese Gedanken sind ein Selbstschutz, ein Schutz davor weiter im Elend zu versinken. Sie ist wie eine Droge für dich, wenn du sie nicht siehst ist es wie ein Entzug. Liebe sollte nicht so sein.

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Das tut mir leid, ich bin genau in der selben Situation. Aber die andern hier haben recht. Entweder, man beißt die Zähne zusammen und macht sich klar, dass man eine Zukunft miteinander haben möchtte, also früher oder später zusammen leben wird oder man erkennt, dass diese Entfernung einen mehr kaputt macht, als die Beziehung einem geben kann.... Aber als Leidensgenosse sag ich dir, wenn sie dich liebt und wenn außer der Entfernung alles stimmt, dann gib sie nicht auf, so Etwas findest du nicht so leicht.... Viel Glück weiterhin!!!

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Kommentar von Unbekannz
07.09.2016, 03:05

Dankeschön, das macht mit Mut! Und sie tut auch alles dafür im mir alles recht zu machen, daher will ich sie erstrecht nicht aufgeben!

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Kommentar von PersiaPrince
07.09.2016, 21:41

❤️🙏🏾🙏🏾

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hey du!

Ich hab mir grad deine Frage durchgelesen und mir sind ein paar Sachen dazu eingefallen.

Also erstmal eine Fernbeziehung ist nicht einfach und braucht viel Kraft und auch sehr viel vertrauen.

Ich habe selber seit 2 Jahren ein Freund und sobald wir uns 2 Tage nicht sehen wird die Sehnsucht nach ihm sehr groß. Dass du sie sehr vermisst kann ich komplett nachvollziehen.

Wichtig aber ist, geh raus lenk dich ab, mach was mit Freunden und und und. Glaub mir es wird besser werden.

Du schreibst ja, dass du das Gefühl hast, dass du deine Freundin mehr vermisst als sie dich. Dazu kann ich 2 Theorien aufstellen. Entweder du bildest es dir ein und es kommt dir nur so vor, oder sie kann halt besser mit der Situation umgehen.

Du schreibst auch, dass ihr ja bald beide einen Führerschein habt wenn eure Liebe so groß ist, werdet ihr dass bis dahin schaffen. Und dann wird es auch besser werden.

Bis dahin heißt es aber Zähne zusammen beißen.

Hoffe konnte dir helfen!

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Kommentar von Unbekannz
07.09.2016, 02:16

Ja danke, wir wussten beide es wird kein Zuckerschlecken werden! Und das mit dem ablenken mach ich jetzt mal, dann wird es sicher auch besser :) Danke auf jedenfall

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Ich kann dir nur sagen sprich mit ihr wenn sie dich wirklich liebt und du sie wirklich liebst dann solltest du die Beziehung niemals wegen Entfernung beenden!

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Ich denke dass sie dich liebt sie hat Vertrauen zu dir und in die Beziehung .,.deswegen so lockere Einstellung 

Bei dir denke ich du bist wenig Selbstbewusst und misstrauisch, vielleicht etwas depressiv

Ich würde sogar raten zu einen Psychologen zu gehen.

Oder du beendest die Beziehung,...mit quälenden Gedanken wird man nicht glücklich, bei einer Fernliebe muss es hundert Prozent passen

LG Sound

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Kommentar von Unbekannz
07.09.2016, 02:17

So gesehen passt es auch, ich vertraue ihr blind ect. Aber ich vermisse sie extrem! Schluss machen will ich auf garkeinen fall!

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