Frage von LisaLifeL, 40

Verzweifelt, überfordert und traurig?

Guten Abend euch allen! Ich bitte euch die nachfolgende Message ernst zu nehmen und keine verletzenden Kommentare zu schreiben. Mir geht es im Moment leider sehr schlecht, ich bin mit meinem Studium/Job sehr überfordert, habe ständig neue Arbeiten zu erledigen, immer kommt noch etwas oben drauf und obwohl ich äußere, dass ich es nicht so wirklich schaffe, wird darauf eigentlich wenig Rücksicht genommen. Ich habe sozial überhaupt keinen Anschluss auf der Arbeit, da ich leider erst später zu einer eingeschweißten Gruppe hinzugestoßen bin und mir derzeit Zeit und Energie fehlen um zu versuchen mich da noch zu integrieren. Hab dadurch auch beruflich keinen Austausch und muss alle Fragen und Arbeiten immer mit mir selbst ausmachen, fühl mich dadurch oft sehr verzweifelt und alleine. Hinzu kommt, dass bei mir vermutlich immer noch eine Depression vorliegt. Ich war bereits bei 2 Psychologen für jeweils 8 Sitzungen aber hatte das Gefühl es hilft mir wenig. Bei beiden ging es sehr sehr schleppend voran und war dadurch akut für mich eher noch mehr zeitliche Belastung. Wirklich konkrete direkt umsetzbare Tipps gab es eigentlich nicht. Lief beide Male eher so ab, dass ich erzählt habe und gegen Ende dann ein sehr pauschaler Vorschlag kam, was ich machen könnte, häufig Vorschläge, die sich wenn man ohnehin total müde und traurig ist, gar nicht umsetzen lassen. Womit wir beim nächsten Thema wären :-( ich bin seit Monaten total erschöpft, könnte ständig nur schlafen und bin fast nie entspannt oder glücklich. Medikamente habe ich bisher nie längerfristig versucht. War meist enttäuscht, dass sie kurzfristig nicht helfen und hatte Angst, wenn ich sie über Wochen und Monate nehme mir eventuell auf Dauer zu schaden. So wie ich mich informiert habe, hat man die Wirkweise von vielen Antidepressiva noch gar nicht im Detail verstanden und die lange Liste der Nebenwirkungen schreckt auch sehr ab. Möchte mich nicht noch müder oder schlechter fühlen und nicht eventuell irgendwelche Langzeitschäden davon tragen. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Sobald ich zu Ärzten gehe, bekomme ich Medis, gehe ich zu Psychologen erwartet mich eine lange lange Zeit voller Sitzungen, die mir eventuell doch nicht helfen werden. Eine stationäre Behandlung/Therapie würde bedeuten, dass ich meinen Beruf/Studium abbrechen muss und dadurch noch mehr Probleme kriege. Keine Ahnung was ich noch tun soll, es fühlt sich alles schrecklich aussichtslos an, ich hab jeden Tag nur Sorgen und Ängste und mag eigentlich nicht mehr weiter. Vielleicht gehts hier irgendwem ähnlich und es hat jdm einen Tipp oder ein nett gemeintes Wort.

Tut mir leid, dass der Text so lang geworden ist. Allen noch einen angenehmen Abend!

Antwort
von Minyal, 27

Schon mal über ein Urlaubssemester nachgedacht? Es schadet nicht wirklich, auch wenn man das aus deiner Situation heraus erstmal anders sehen mag. Also für mich hört sich das nach einem baldigen Burn Out an, wenn du so weiter machst. Ich würde ein Urlaubssemester erstmal vorziehen. Kommt natürlich darauf an, ob der Job am Studium hängt.

Kommentar von Minyal ,

Vielleicht kannst du auch über ein Teilzeitstudium nachdenken. Der Druck ist momentan einfach zu viel bzw zu gross. Du solltest dich vielleicht auch mal mit Studenten treffen, die sich nicht nur ferngesteuert mit Zukunfts- und Prüfungsängsten beschäftigen. 

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