Verzweifelt ! Vater lehnt Krankenhaus ab !
hallo ihr,
meine mama, ich und meine schwester sind am ende unserer kräfte !
vor 4 wochen hatte mein vater ( 57 j. ) einen herzinfarkt. nach knapp 3 wochen hat er sich selbst entlassen. natürlich gegen den rat der ärzte !
er ist ein vollpflegefall. läuft nicht, liegt oder sitzt nur, geht nicht mal allein auf klo.
nun hat er auch noch seid 2 wochen flecken und blasen an den füßen.
er war tatsächlich vorgesterrn bereit und hat es zugelassen, das ein krankenwagen ihn abholt...denn er hat schmerzen in den füßen.
tja, auch da war er nicht bereit mitzuarbeiten und ist gestern auf eigenen wunsch wieder nach hause gekommen.
wir reissen uns das bein aus und er arbeitet in keinster weise mit.
nun ist es so schlimm, das meine mum kaum das zimmer verlassen kann.
nach 2 min.schreit er rum...vonwegen "hilfe" etc.
das ist der reinste psychoterror und ich mache mir nun auch sorgen um meine mama !
sie ist fertig mit den nerven. er will alle 10 minuten umgebettet werden...selbst das macht er nicht mal allein obwohl wir der meinung sind, das er das könnte.
wir reden wie bekloppt auf ihn ein....aber keine chance.
er war immer schon ein pascha und was er sagt, zählt und ist richtig.
wir wissen nicht mehr weiter !
er sagt ständig, er hat angst..meine mum darf kaum das zimmer verlassen. das geht auf dauer doch nicht !
er hat wohl angst zu sterben sagt er.....was wohl typisch bei menschen ist, die einen infarkt hatten.
doch er lehnt alles ab.....das widerspricht sich doch total, mit dem, das er sagt, er hat angst zu sterben.
was können wir nur tun ?
wir denken, das er psychisch total einen abbekommen hat !
ich denke, allein kommt er zu hause nicht auf die beine...denn er lehnt ja alles ab.
am liebsten würde er sich sogar füttern lassen von meiner mum. unfassbar ! aber da hat sie ihm heute den marsch geblasen. denn er kann es ja allein.....
was haben wir für möglichkeiten ?
ich will nicht, das meine mum auch noch abklappt !
lg bianca
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Offenbar ist Dein Vater ein Pflegefall geworden, der einer intensiven Betreuung bedarf.
Nach Deiner Schilderung scheint Deine Mutter mit der Pflege überfordert zu sein; sie ist in derartiger Krankenpflege sicherlich auch unerfahren.
Deshalb ist es wahrscheinlich erforderlich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Meine Empfehlung:
Erkundige Dich näher, u. a. bei der Krankenkasse (es gibt mehrere Anlaufstellen!), welche Möglichkeiten es gibt, derartige Hilfe einschließlich der jeweiligen Kosten in Anspruch zu nehmen.
Ich hoffe, dass eine für alle Beteiligten einvernehmliche Lösung gefunden werden kann und übermittle hierzu beste Wünsche.
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4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Hallo Wildrose!
Natürlich kann es sein, dass nach einem Herzinfarkt jemand psychische Probleme hat, zum einen durch die traumatisierende Erfahrung, zum anderen ev. auch durch eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff.
Prinzipiell: Man kann keinen Menschen ändern. Man kann immer nur bei sich selbst etwas ändern. Und dafür ist Deine Mutter verantwortlich. Du trägst keine Verantwortung für Deine Eltern! Aber vieleicht kannst Du mit Deiner Mutter ganz in Ruhe reden. Koch ihr einen Tee, zünd ein paar Kerzen an, massier ihr die Schultern und dann sag was Du zu sagen hast ;)
Deine Mutter müsste mit Deinem Vater sprechen und ihm erklären, dass sie diese intensive Pfege nicht leisten kann. Wenn sie will und so fühlt kann sie ihm auch sagen, dass sie ihn liebt und für ihn da ist. Dann soll Dein Vater erklären wie er sich vorstellt, wie die Pflege laufen soll. Und dann wird verhandelt und geklärt, wieviel Deine Mutter machen kann und will ohne dabei selbst kaput zu gehen und wieviel er selbst bereit ist zu tun.
Habt ihr einen ambulanten Pflegedienst eingeschaltet? Ist für Deinen Vater eine Reha geplant? Hat er eine Pflegestufe beantragt? Hat sich Deine Mutter bei der Sozialberatung beraten lassen? Ist Dein Vater psychisch erkrankt (z.B. Depression) und braucht professionelle Hilfe und Medikamente? Hat er Schmerzen und verhält sich deshalb so?
Das sind alles wichtige Fragen, die Deine Mutter klären sollte und wodurch Euch sehr geholfen werden kann.
Ich wünsche Euch viel Geduld und Kraft! Deine Felicitas
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Vielleicht wenn er schreit Hilfe oder so einfach nicht reagieren aber dann heimlich gucken ob er vielleicht doch hilft braucht
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@hourriyah29: Superantwort! DH!