Frage von ISOO734745tf, 127

Verzichten Vegana/ Vegetarier grundsätzlich auf Fleisch?

Gibt es Ausnahmen für den Konsum von Fleisch? Das es keinen festen Regelwerk gibt, ist mir schon klar, jeder setzt seine Ausprägungen quasi selbst..

Was wenn man z.B. den Bauern um die Ecke kennt, genau weiß wie gut es den Tieren geht, das keine Genman. Nahrung aufgenommen wird und man sich vergewissern kann das die Schlachtung Ordnungsgemäß zugeht. Könnte man den dann mit guten Veganen gewissen gelegentlich Fleisch konsumieren???

(Ist klar das dies in der Praxis eher unwahrscheinlich ist, es handelt sich hierbei aber auch nur um eine hypothetische Frage)

Antwort
von PolluxHH, 30

Veganer (jetzt im Sinne von Veganer, nicht sich vegan ernährende, das ist ein Unterschied) sind seit den 70ern eingebunden in eine das Leben umfassende Ethik, die zentralen Ausdruck im Memorandum der Vegan Society findet. Selbst die Haltung von Haustieren wird eigentlich schon als nicht artgerecht abgelehnt. Da ist es recht egal, ob man dem Bauern um die Ecke vertraut. Eine Ausnahme wird bei Medikamenten gemacht, da in vielen Ländern Tierversuche bei Medikamenten Vorschrift sind.

Streng genommen, jetzt etwas übertrieben, dürften echte Veganer noch nicht einmal einen Apfel essen, der auf einem Laufband transportiert wurde, welches durch einen Lederriemen angetrieben wurde. "The manufacture and/or development of the product, and where applicable
its ingredients, must not involve, or have involved, the use of any
animal product, by-product or derivative." [aus den Vegan Trademark standards der Vegan Society]

Vegetarier sind zwar deutlich weniger homogen, also streuen auch die Gründe für den Verzicht auf Fleisch, aber es bleibt Fakt, daß ein Vegetarier kein Fleisch ißt (schon eine Frage der Definition, auch Pescetarier sind keine Vegetarier). Die Ethik unterscheidet sich dahingehend von Veganern, daß sie nicht jegliche "Grausamkeit" von Tieren ablehnen (wozu schon die Tierhaltung selber gehört), sondern jegliche Tötung von Tieren (dazu gehört auch das Essen selbst ... also nix da mit frischer Auster o.ä.), was aber auch Produkte wie Lab oder Gelatine beinhaltet. Also auch hier keine Ausnahme im nachgefragten Sinn.

Antwort
von Gingeroni, 29

vermutlich würde ich sehr ,sehr sehr lange überlegen und dann zu dem Entschluss kommen das ich es eigentlich nciht brauche, es mir trotzdem wiederstrebt und irgendwo auch durch die konditionierung auf vegane kost nicht mehr schmecken würde. Also ne. Ich glaub nicht. Allerdings kann ich mir dieses fiktive scenario irgendwie nur schwer vorstellen.
Ich hatte oft genug "den Bauern um der Ecke ". Deren Vieh war auch weder Genmanipuliert noch mit Antibiotikern/etc. vollgestopft. Aber dann gab es immer viele Missstände im Sinne einer artgerechten Haltung. Und irgendwie ist eine "ordentliche Schlachtung " ja auch Definitionssache und meine ist das es einfach mal keine schöne Art gibt ein Tier zu töten.

Antwort
von Moonwalker97, 23

NEIN!!! Meiner Meinung nach entscheidest du dich sobald du Vegetarier und erst recht wenn du Veganer wirst gegen den Konsum von Fleisch. Auslegungssache ist das ganze bei Gelatine (weil es sich hierbei nicht direkt um Fleisch handelt aber doch dem Tier nach dem Tod entnommen wird) und Fisch ( weil dieser ja offiziell nicht als Fleisch gilt). Bevor ich Vegetarierin geworden bin habe ich auf gute Tierhaltung geachtet und sowieso nur Biofleisch vom Bauer des Vertrauens ;) und auch dieses nur in kleinen Mengen konsumiert. Ich habe damals gesagt, dass ich meinen Fleischkonsum reduziert und auf bestimmtes Fleisch beschränkt habe aber nicht dass ich Vegetarierin wäre.

Ich hoffe ich konnte dir helfen

Kommentar von PolluxHH ,

Fisch gilt nur religiös (im Kontext der römisch-katholischen Konfession) nicht als Fleisch i.w.S. (der Begriff Fleisch ist im deutschen Lebensmittelrecht und damit i.e.S. nur auf Teile von warmblütigen Tieren  beschränkt, nicht auf wechselwarme Tiere). Dies ist deshalb relevant,. weil die "Fleischlosigkeit" der Vegetarier sich nicht auf das Lebensmittelrecht bezieht, sondern auf die Summe von tierischen Produkten, welche eine Tötung der Tiere erfordert / beinhaltet (Gelatine wird aus Knochen gewonnen, also von getöteten Tieren). Kirchenrechtlich sieht es ähnlich aus, hier wurden die jüdischen Fastenregeln zunächst grundsätzlich übernommen, wobei Fisch (später) ausgenommen wurde, um diesen in Fastenzeiten als Nahrung zulassen zu können. Die kirchliche Definition ist auf Vegetarier, da nicht religiös orientiert, nicht übertragbar.

Antwort
von Maisbaer78, 56

Nein, natürlich kann jeder selbst entscheiden, was er wann ißt.

Aber die Bezeichnung "Vegetarisch" oder "Vegan" schliesst den Verzehr von Fleisch egal zu welchem Zeitpunkt aus. Wenn man doch ab und zu welches zu sich nimmt, naja dann ist die Bezeichnung eben nicht ganz treffend. Sowas würde man Flexitarier nennen.

Menschen die sich aus ihrer persönlichen Überzeugung für diese Lebensweise entschlossen haben, würden sich von positiven Haltungsbedingungen nicht wieder umstimmen lassen.

Der vorzeitige Tod des Tieres an sich ist für diese Menschen inakzeptabel.

Kommentar von Jonas711 ,

Ich habe durchaus schon Vegetarier getroffen, die sich aufgrund ihrer persönlichen Überzeugungen (Unzufriedenheit mit der Massentierhaltung, etc.) für eine gänzlich vegetarische Ernährung entschieden haben, aber bereit waren, das bei einer entsprechenden Änderung der Tierhaltung wieder aufzugeben. Kam mir auch komisch vor (wäre ich selbst nicht bereit zu), existiert aber durchaus. Man sollte also nicht verallgemeinern ...

Kommentar von PolluxHH ,

Allerdings gäbe man damit auch den Status als Vegetarier auf, denn das definiert sich von der Ernährung her. Nur eine Frage: meinst Du mit "gänzlich vegetarisch" nun "streng vegetarisch" im Sinne der Veganer, also eine vegane Ernährung? Dann wäre auch eine Rückkehr zu einer Ovo-, Lacto- oder Ovo-Lacto-vegetarischen Ernährung denkbar, was auch schon eine Änderung der Ernährung bedeutete.

Kommentar von Jonas711 ,

Gemeint war gänzlich vegetarisch in Abgrenzung zum Flexitarismus.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Natürlich, wie ich ja sagte, es ist Jedem freigestellt, wie und wovon er sich ernährt. Der Schritt zum Vegetarismus oder Veganismus ist nicht unumkehrbar. Es ist keine unkündbare Mitgliedschaft in einem Club :)

Wenn eine Person für sich selbst entscheidet, dass die Bedinungen unter denen seine Nahrung produziert wird, akzeptabler geworden sind, ist es nur folgerichtig, dass er sich wieder seiner alten Ernährungsweise zuwendet, sofern das den einzigen Beweggrund darstellte.

Allerdings ist er dann natürlich kein Vegetarier mehr.

Kommentar von Omnivore11 ,

Allerdings ist er dann natürlich kein Vegetarier mehr.

Na ein Glück auch. Und ich bin stolz drauf. Auf Ernährungsideologien habe ich nämlich keine Lust.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Und ich bin stolz drauf.

Es freut mich sehr, dass auch du etwas hast, auf das du stolz sein kannst, das ist sehr wichtig für das seelische Wohlbefinden.

Aber ich sehe leider keinen Zusammenhang zwischen meinem Kommentar und dem Deinen. Wenn du mir die Beziehung(en) zwischen den beiden Beiträgen erläutern könntest? Immerhin hast du mich ja zitiert.

Es bliebe die Möglichkeit deine Zeilen so auszulegen: Du warst mal Vegetarier und hast dich dazu entschieden, wieder Fleisch zu essen?  Ist das so korrekt?

Zu deiner, offenbar pejorativ verwendeten, "Ideologie":

Du verzehrst was du möchtest - Ich verzehre was ich möchte.

Ich sehe da keinen Unterschied. Solltest du also, wenn du unbedingt diese Bezeichnung benutzen möchtest, etwa doch einer Ideologie folgen?

Nebenbei: Ich dachte du postest nur unter solchen Fragen, wenn du die Bauern und die Lebensmittelindustrie in Schutz nimmst? Das hast du zumindest mehrfach betont.  Ich sehe da gerade wenig Parallelen zu verleumdeten Landwirten. Oder lese ich zu wenig zwischen den Zeilen?

Kommentar von Omnivore11 ,

Du warst mal Vegetarier und hast dich dazu entschieden, wieder Fleisch zu essen?  Ist das so korrekt?

Nö. Wozu auch.

Du verzehrst was du möchtest - Ich verzehre was ich möchte.

Ich verzerre nichts, sondern stelle fest wieviel ideologische Mythen der Veganismus bedient!

Ich dachte du postest nur unter solchen Fragen, wenn du die Bauern und die Lebensmittelindustrie in Schutz nimmst? Das hast du zumindest mehrfach betont.

Auch ich bin dazu berechtigt meine Meinung zu etwas Kund zu tun.

Oder lese ich zu wenig zwischen den Zeilen?

Das weiß ich nicht. Das kannst nur du beantworten. Bei der Ideologiefrage habe ich jedenfalls mit gutem Gewissen etwas entgegenzusetzen, weil ich nun mal weiß wie viele Mythen der Veganismus bedient. Übrigends: JA auch DU!

Wünsche eine angenehme Nachtruhe!

Gruß
Omni

Kommentar von Maisbaer78 ,

Du verzerrst nichts? Das ist zwar inkorrekt aber ich sagte, du verzehrst was du möchtest, ebenso wie ich. Deine Antwort darauf offenbart nur eine extreme Leseschwäche.

Antwort
von Caize, 54

Vegan / Vegetarisch = Kein Fleisch

Entweder ganz oder gar nicht. Menschen, die von sich behaupten, sie seien Vegetarier / Veganer (wie es übrigens richtig geschrieben wird) , obwohl sie Fleisch essen, haben keine Ahnung oder sind einfach nur sau blöde. Das ist quasi wie "Ich bin Atheist, bete jedoch zu Allah." Es funktioniert einfach nicht :)

Kommentar von ISOO734745tf ,

Na ja ich glaube das ein geringer Anteil der Menschen aus ideologischen Gründen Vegan oder Vegetarier werden, weswegen dies eher ein schlechter Vergleich ist. 

Kommentar von Jonas711 ,

Welche Gründe hältst du denn für relevanter? Viele Menschen entscheiden sich aufgrund ihrer Moralvorstellungen und ihres Wertesystems für eine vegetarische oder vegane Ernährung oder Lebensweise. Diese Gründe lassen sich durchaus unter dem Begriff Ideologie (=Weltanschauung) zusammenfassen.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Vegetarier und Veganer gehen diesen Weg weil der Ihnen anerzogene für Sie moralisch nicht vertretbar ist. Mit Ideologie hat das nichts zu tun. Der Nationalsozialismus war eine Ideologie. Der Glaube an freie Märkte und freie Banken ist auch eine.  Sich für andere Lebewesen einzusetzen, egal wie sinnvoll das für andere wirken mag, ist alles Mögliche, ideologisch sicher nicht.

Kommentar von Omnivore11 ,

Sich für andere Lebewesen einzusetzen, egal wie sinnvoll das für andere wirken mag, ist alles Mögliche, ideologisch sicher nicht.

ROFL....eye nicht dein Ernst oder?

  • Alle Tiere leiden
  • 16kg getreide
  • 15 Kubikmeter TRINKwasser
  • Böden sind alle ausgelaugt
  • mit Antibiotika vollgepumpt
  • vegan ist angeblich gesünder
  • weil wir ja angeblich auch alle Pflanzenfresser sind
  • Fleisch = Welthunger (=perfideste Lüge in meinen Augen)
  • für vegan sterben angeblich keine Tiere
  • B12 wird Tieren supplementiert, weil die das irgendwie angeblich nicht mehr selber können
  • 90% Sojaernte
  • Earthlings zeigt 100% deutsche Landwirtschaft.
  • Fleisch wird extra subventioniert
  • Wohlstandskrankheiten kommen ALLE immer vom Fleisch
  • Fleisch übersäuert angeblich den Körper
  • Fleisch ist ungesund
  • Veganer sind viel ethischer
  • Viehzucht ist moralisch nicht vertretbar
  • "artfremde Milch"
  • Tiere sind ständig in Angst
  • Tiere leben immer in kompletter Enge
  • Fleischesser essen nur aus Bequemlichkeit Fleisch
  • "The China Study" hat bewiesen
  • Futtergetreide kann der Mensch auch gleich direkt essen
  • angeblich sind "alle" Nährstoffe in Pflanzen
  • Fleischessen sei angeblich eine Ideologie, angeblich irgendein Karnismus...
  • usw.
  • und so fort...

Soll ich noch weiter machen???

Oder erkennst du selbst, dass der Veganismus nichts anderes als eine Ideologie ist? Nämlich eine Ernährungsideologie!

Und nur so am Rande: Veganer setzen sich mitnichten für irgendwelche Tiere ein. Außer wenn einige ganz harte Fälle, solche Tierrechtsaktivisten, nachts Straftaten begehen und in Ställe einsteigen und irgendwelche Kälber stehlen!

Wie kann man da noch behaupten, dass der Veganismus keine Ideologie ist? Das kann nicht dein ernst sein! Oder doch?

Gruß
Omni

(BG)

Kommentar von Jonas711 ,

Klingt für mich nach Wortklauberei.

Das Problem scheint zu sein, dass du den Begriff Ideologie eher negativ auffasst, während ich ihn als zunächst relativ wertneutral gemäß des Dudens als "an eine soziale Gruppe, eine Kultur o.Ä. gebundenes System von Weltanschauungen, Grundeinstellungen und Wertungen" verstehe.

Ich selbst habe also keinerlei Problem damit, mich als Vegetarier aus ideologischen Gründen zu verstehen und halte das für relativ treffend.

Kommentar von wickedsick05 ,

3. weltfremde Theorie

http://www.duden.de/rechtschreibung/Ideologie

steht auch im Duden. manche wollen eben nur das lesen was in ihr Weltbild passt.

Machen übrigends die Zeugen Jehovas nicht anders. Wenn sie als Sekte betitelt werden dann suchen sie sich eine definition raus die es "schön" darstellt um sich dann der illusion hinzugeben "Alles richtig zu machen" und Sekte als was "harmloses" oder "paradiesisches" hinzustellen...man kleidet einfach rethorisch die umgangssprachlich "bösen" worte neu ein...

Antwort
von bekind, 48

klar kann man das machen aber dann ist man nicht vegan

Antwort
von Omnivore11, 32

Nahrung aufgenommen wird und man sich vergewissern kann das die Schlachtung Ordnungsgemäß zugeht.

Man kann bei fast allen Fleischprodukten davon ausgehen, dass die Schlachtung ordnungsgemäß abläuft. Die deutsche Schlachtverordnung gilt ausnahmslos für JEDEN gewerblichen Schlachter. Selbst auch für Privatzüchter. Man kann nicht einfach den Knüppel übern Kopf ziehen, wie es einem gerade beliebt. Das würde gegen die Tierschutzgesetze inklusive Schlachtverordnung verstoßen. Und die Betriebe werden dahingehend auch von den Veterinärämtern kontrolliert.

Könnte man den dann mit guten Veganen gewissen gelegentlich Fleisch konsumieren???

Nein. Veganer verzichten immer dogmatisch auf Fleisch.

Ist klar das dies in der Praxis eher unwahrscheinlich ist,

Was ist in der Praxis unwahrscheinlich? Dass die Schlachtung ordnungsgemäß ist? Das ist sogar die Regel, weil sonst die Schlachtbetriebe Schnurstracks mit dem Staatsanwalt zu tun hätten.

Gruß
Omni

(BG)

Antwort
von Leonie1213, 72

Veganer essen generell keine tierischen Produkte (Milch, Eier,...) und
Vegetarier essen nur kein Fleisch...
Veganer, als auch Vegetarier essen kein Fleisch, auch wenn sie den Bauern kennen ;)

Antwort
von eostre, 69

Vegane Ernährung  bedeutet sich ohne  tierische Produkte  zu ernähren. 

Kommentar von ISOO734745tf ,

Ach was du nicht gerade schreibst... darauf währe ich niiiiemals drauf gekommen..NICHT!

Kommentar von GangsterToast12 ,

Wenn man vegan ist, konsumiert man kein Fleisch. Das sollte auch klar sein. Also tu nicht so besserwisserisch :)

Kommentar von Maisbaer78 ,


Ach was du nicht gerade schreibst... darauf währe ich niiiiemals drauf gekommen..NICHT!

warum stellst du dann diese Frage?

Kommentar von ISOO734745tf ,

Da ist ein ganz konkreter Beispiel/ Situation..

Kommentar von eostre ,

Nein ist es nicht. 

Kommentar von Maisbaer78 ,

Da ist ein ganz konkreter Beispiel/ Situation..

So konkret wie die Antwort von eostre.

Kommentar von eostre ,

Aus deiner frage War das jetzt nicht herauszulesen^^

Antwort
von sunnyhyde, 65

ja, das ist sinn der sache..der vegetarier isst kein fleisch und der veganer verzichtet auf alle tierische produkte

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