verzeihen, hinter sich lassen und neu beginnen. Wie geht das?

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6 Antworten

Das ist ein Lernprozess:

Was auch immer passsiert ist und so blöd das klingt, sei dankbar dafür und lerne daraus. Z.B.: du wurdest ausgenutzt. Man kann nur jemanden ausnutzen wenn der sich ausnutzen lässt.. Also warst du zu gutmütig, in Zukunft wirst du also wachsamer und vorsichtiger sein. Wenn das nicht passiert wäre würde es dir immer wieder passieren..... Oder du hattest den falschen Partner. Dadurch weißt du jetzt was du falsch gemacht hast, was du willst und vor allem was du nicht mehr willst usw. Also: denke darüber nach WARUM etwas passieren konnte, WAS du ändern kannst und WORAUF du in Zukunft achten solltest. 

Lasse nicht zu dass etwas/jemand dein Leben zerstört. Denke dir "der/die ist es nicht Wert!" "Davon lasse ich mich nicht unterkriegen" "Jetzt erst Recht" usw. Du kennst doch den Spruch "was mich nicht umbringt macht mich stärker". 

Was auch hilft als Beispiel: mein Ex hat mich geschlagen, das tat nicht nur körperlich sondern vor allem in der Seele und im Herzen weh! Am Ende hab ich ihn gehasst, das hat mich innerlich zerrissen. Dann dachte ich "wer sich nicht mit Worten wehren kann und sich nicht anders zu helfen weiß ist eigentlich ziemlich dumm, was für ein armer Wicht!"... Wow, seitdem gehts mir besser!

Ich hoffe du verstehst worauf ich hinaus will. Du bist zu wertvoll und hast es verdient glücklich zu sein! Fange JETZT an zu Leben!

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Hallo ClowdyStorm, ich grüße dich.

Es ist eines der schwierigsten gedanklichen Probleme "wie werde Ich das Alte los". Es werden Antworten und Beratung zu Dir gelangen, dennoch wird deine Frage verbleiben: "Wie gehe Ich selbst damit um?".
Von mir nur ein Tipp.
Du weißt, wenn du etwas ins Feuer wirfst, dann verbrennt es und ist damit verschwunden. Baue dir gedanklich eine Sack. In diesen Sack steckst du alles was dich enttäuscht, beleidigt oder geärgert hat. Dann muss dies alles in dem Sack und aus deinen Gedanken, mehr noch aus deinen Emotionen entlassen sein. Letzteres ist außerordentlich wichtig. Erst wenn dies erreicht ist, kannst du zum nächsten Schritt übergehen.
Mache ebenfalls gedanklich ein großes Feuer. Lass es lodernd brennen. Nimm deinen Sack und wirf ihn ins Feuer. Sitze vor dem Feuer und sieh zu, wie er verbrennt. Kümmere dich nicht um den Inhalt. Der Sack muss ganz und gar verbrennen.
Ist er verbrannt, dann wärme dich zufrieden an dem Rest des Feuers.

Es ist nur eine Möglichkeit, sich von unangenehmen Dingen zu erlösen.
Schaue auch auf die Antwort von pingu72 und achte bei deinen nächsten Aktivitäten mit Menschen, dass du weniger "blauäugig" zu oder mit ihnen bist.

Ich grüße Dich und bleib gesund.

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Ja, aber erst, wenn Du Dir selbst verzeihen kannst...

Dass man Dich verletzen konnte, ist Deinem Zulassen geschuldet. Kein Mensch kann einen anderen psychisch verletzen und enttäuschen, wenn dieser es nicht zulässt...

Da Du es zugelassen hast und somit jetzt in dieser Trauer und Wut Dich befindest, ist der erste Schritt, den Du setzen solltest, Dir für dieses Zulassen an Verletzung und Enttäuschung zu verzeihen, und zwar ehrlich und wahrhaftig...

Erst wenn Du dies vollbracht hast, bist Du auch bereit, die anderen wahrhaftig und in tiefer Ehrlichkeit verzeihen zu können, und dies kannst Du auch in gedanklicher Weise vollziehen...

denn Dein Geist vermiitelt dies dem Geist desjenigen, dem Du verzeihen möchtest...

Doch vergesse eines nicht: Es war auch ein Lernprozess für Dich, denn dadurch hast Du auch etwas über Dich und Deine Gefühle in Erfahrung bringen und zwischen Richtig und Unrichtig unterscheiden lernen können...

Also, arbeite zuerst an Dir, lerne Dir zu verzeihen und Dich so zu lieben, wie Du bist...

sonst wirst Du andere nicht ehrlich lieben und somit auch nicht wahrhaftig verzeihen können...

Gruß Fantho

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Ja, das geht.
Wenn du an den vergebenden Gott glaubst, kannst du ihn regelmäßig auch für die Menschen bitten, die dir etwas angetan haben. Du kannst ihn auch bitten, deine Wunden zu heilen und dir Kraft geben, Vergebung zu schenken.

Sorry. Leider dauert das erfahrungsgemäß ziemlich lang.

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Übers Verzeihen


„Vergebt euch gegenseitig, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat! Wie der Herr euch vergeben hat, müsst auch ihr vergeben“ (Kolosser 3:13, Neue evangelistische Übersetzung)

Im Detail:
Die Bibel erklärt die Sache mit dem Verzeihen so: Wer einen Fehler macht, macht bei der anderen Person Schulden. Wer vergibt, erlässt diese Schulden (Lukas 11:4).

In einem Lexikon wird erklärt, dass das griechische Wort, das für
„vergeben“ gebraucht wird, wörtlich bedeutet: „auf eine Schuld
verzichten, indem man sie nicht einfordert“. Wenn wir also jemandem
verzeihen, sind wir bereit, auf jede Form der Wiedergutmachung zu
verzichten. Das bedeutet nicht, dass wir sein Verhalten in Ordnung
finden oder unsere verletzten Gefühle nicht zulassen. Nein, wir
entscheiden uns vielmehr ganz bewusst dafür, ihm nichts mehr
nachzutragen, obwohl wir eigentlich guten Grund hätten, ihm die Sache
vorzuwerfen.


Für das Leben heute: Keiner ist fehlerfrei — auch wir machen mal was falsch (Römer 3:23).
Gut also, wenn wir uns das Verzeihen angewöhnen, denn früher oder
später werden wir auf die Vergebung anderer angewiesen sein. Außerdem
tun wir uns beim Verzeihen auch selbst etwas Gutes. Wie das?


Wenn wir wütend bleiben und nachtragend sind, anstatt zu verzeihen, schaden wir uns nur selbst. Es hindert uns am Glücklichsein, schränkt unsere Freiheit ein und macht uns für uns und andere ungenießbar. Außerdem gefährdet es unsere Gesundheit.

Im Journal of the American College of Cardiology schrieben Dr. Yoichi Chida und der Psychologieprofessor Andrew Steptoe: „Aktuelle Forschungsergebnisse legen nahe, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Neigung zu Wut bzw. Feindseligkeit und KHK [Erkrankung der Herzkranzgefäße] gibt.“

Auf der anderen Seite bringt Verzeihen so viel Positives: Wir fördern Frieden und Harmonie. Wir retten und schützen Beziehungen. Und das Beste: Wir zeigen, dass wir uns an Gott orientieren, der uns — wenn uns ein Fehler wirklich leidtut — auch verzeiht und der bei uns gern das Gleiche sehen möchte (Markus 11:25; Epheser 4:32; 5:1).
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Quelle:
Der Wachtturm, 1.10.2015, auf jw.org

Viele praktische Tipps findest Du in dem Artikel:

Vergebt einander bereitwillig

http://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/w20121115/christen-vergeben-gern/


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Die Wut am besten verrauchen lassen, erst dann ist sie wirklich weg.

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