Frage von matmatmat, 49

Verzeichnis auf NTFS Platte unter Linux nicht lesbar was tun?

Ich erhalte unter OpenSuse 64-bit eine Fehlermeldung beim öffnen eines Verzeichnisses: "Fehler beim holen der Information für Datei .....": Eingabe-/Ausgabefehler. Das gesamte Verzeichniss wird darauf hin als leer angezeigt.

Andere Verzeichnisse auf dem gleichen Datenträger bekomme ich problemlos geöffnet.

Ich vermute, das im Namen einer Datei oder eines Unterverzeichnisses Sonderzeichen oder sowas, das Windows (Da kommt die Festplatte gerade her, Dateisystem ist NTFS) toleriert vorhanden sind, kann die aber wegen des o.g. Fehlers nicht sehen / ändern.

Was kann ich tun ohne damit an einen Windows-PC zu müssen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GWBln, 25

Das gesamte Verzeichniss wird darauf hin als leer angezeigt.

wo liegt dieses Verzeichnis in Bezug auf den „Mount-Point?“ In der Wurzel?

Wie greifst du darauf zu? Eingebunden per /etc/fstab?

Könnte es sein, daß dieses Verzeichnis verschlüsselt ist?

Etwas mehr Information wäre schon hilfreich!

Kommentar von matmatmat ,

Das Verzeichnis liegt zwei Verzeichnisse tief (alles rund herum kann ich anzeigen und auch öffnen) auf einer per USB3 angeschlossenen externen Festplatte. Diese wird automatisch eingehängt, sobald ich das USB Gerät verbinde.

Weder dieses noch andere Verzeichnisse auf dem Laufwerk sind verschlüsselt worden. Es sollte eine Reihe von Textdokumenten und einige Videos enthalten, vielleicht auch Unterverzeichnisse (da bin ich nicht mehr sicher), wird aber nach der Fehlermeldung komplett leer angezeigt.

Die Platte ist NTFS und kommt von einem Win7-64bit System und ich schließe sie an ein OpenSuse leap 64bit System an.

Kommentar von GWBln ,

Hast du einmal probiert, die ganze Partition bzw. das Verzeichnis ab der Wurzel mal mit dem „Eigenschaften-Dialog“ (rechte MT) zu untersuchen?

Unter Umständen hilft auch „gparted“?

Was meldet „badblocks“?

Kommentar von matmatmat ,

Der Eigenschaftsdialog des Xfce Dateimanagers sieht fast 100 Dateien und die Größe kann auch hinkommen. Es besteht also Hoffnung :-D

gparted sieht die Patition, gibt mir infos zur Platte, etc. aber die "Suche nach einem Dateisystem" habe ich mal nicht angeworfen, ich sehe auf der Partition ja Dateien.

Badblocks schreibt doch auf die Platte um zu testen, oder? Das mach ich mal besser nicht?

Vielleicht ntfsfix? (s.o.) Das habe ich noch nie benutzt :-/

Kommentar von GWBln ,

Wenn du noch eine nicht benötigte Platte gleicher (oder größerer) Kapazität hast, solltest du versuchen, die USB-Platte unter Linux zu „klonen“:

dd if=/dev/sdb of=/dev/sdc ...

hier ist /dev/sdb die gesamte USB-Platte (sdb1 die erste Partition) und /dev/sdc die zuätzliche Platte (sdc1 analog)

Das Programm dd ist Bestandteil wohl jeder Linux-Distribution ... und mit gut gewählten weiteren Parametern dauert das Klonen auch nicht ewig ... (Puffergröße, Anzahl der Blocks, ...)

Auf diese Kopie kannst du dann alle möglichen Tools ansetzen ... eine eventuelle Beschädigung ist nicht relevant!

badblocks kennt auch einen nicht-zerstörenden Modus ... lies die ManPage

ich sehe auf der Partition ja Dateien.

Das ist leider kein Kriterium, sind das doch nur Einträge aus dem Inhaltsverzeichnis!

Ob ein Verzeichnis komplett gelesen werden kann, läßt sich auch mit einem Lesebefehl wie folgt ermitteln:

cat /Pfad-zum-Quellverzeichnis/ > /dev/null

Wenn jedes Byte lesbar ist, sieht man nichts! Aber Lesefehler werden natürlich angezeigt!

Mit einem gestarteten Windows im Reparatur-Modus kann man auch ein rekursives Lesen des Inhaltsverzeichnisses machen

X:\ dir /s

oder ähnlich (ich benutze Windows nur ganz selten)

Lies auch meine anderen Kommentare ....

Kommentar von GWBln ,

auf einer per USB3 angeschlossenen externen Festplatte

das habe ich übersehen ... macht die Sache aber wohl doch unproblematischer!

Mit einer Windows-Install-CD kannst du so ja sauber trennen! Ich gehe davon aus, daß ein startendes Windows die angestöpselte USB-Platte erkennt ... somit solltest du mit Windows-Mitteln die Platte auch selbst bei dir zu untersuchen können.

Kommentar von matmatmat ,

Ich habe die Platte jetzt am letzten Wochenende zu Freunden mit einem Windows-PC geschleift weil ich Angst hatte mit ntsfix was kaputt zu machen. Windows7 Explorer zeigte den Inhalt an und eines der Unterverzeichnisse mit der Fehlermeldung "das Ziel dieser Vrknüpfung existiert nicht" an, also ein Ordner im Dateisystem der keine Zuordnung auf dem Datenträger hat?

Weiß der Geier, wie es passiert ist, aber der Datenträgerscan von Windows hat den Hefter dann entfernt, alles andere funktioniert Problemlos jetzt :-D

Kommentar von GWBln ,

das Ziel dieser Verknüpfung existiert nicht

da ist es logisch, daß nichts angezeigt werden kann!

Verknüpfungen (egal ob Verzeichnisse oder Dateien) haben unter Windows m.W. die Erweiterung „lnk“.

Ich bin mir sicher, daß dein Linux-System das so angezeigt hätte ... und dann wäre die Antwort viel einfacher und schneller gewesen!

Man sollte immer so präzise wie möglich seine Fragen formulieren, auch im genauen Wortlaut!

Weiß der Geier, wie es passiert ist

unter Umständen mit einem verrutschten Mauszeiger ... dann aber unter Windows, weil es „lnk“-Dateien unter Linux nicht gibt.

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Computer & Linux, 30
Ich vermute, das im Namen einer Datei oder eines Unterverzeichnisses Sonderzeichen oder sowas, ...

so etwas könnte vielleicht eintreten, wenn Windows einen Slash ( / ) im Namen hat. Aber auch das scheint nicht sehr wahrscheinlich, denn die Programmierer wussten doch, dass man den hätte umwandeln müssen.

Wahrscheinlicher ist das ein Fehler im NTFS-Filesystem.

Das kann man wohl nur mit Windows reparieren.

Kommentar von matmatmat ,

Ist da ntfsfix einen Versuch Wert oder lieber gleich an einen Windows PC tragen? Ich habe keinen im Haushalt :(

Kommentar von guenterhalt ,

das ist es!

man ntfsfix 

zeigt einige Optionen an.
Selbst habe ich dieses Tool noch nicht benötigt und auch nicht getestet.

Kommentar von GWBln ,

Du könntest aber versuchen, den Rechner mit einer Windows-Install-CD zu starten, aber nur den Reparaturmodus laufen lassen.

Früher hieß das Programm „chkdisk“ heute aber anders ...

Natürlich nur für Windows „bekannte Dateisysteme“ anschauen

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