Frage von CarolusII, 46

"Verwirrter" Moment, nach dem Aufwachen?

Guten Tag, oder besser gute Nacht, allerseits,

ich bin mir ziemlich sicher, dass gutefrage.net nicht die richtige Plattform für meine Frage ist, aber ich will es trotzdem versuchen.

Seit etwa einem halben Jahr habe ich zunehmende Zustände der Verwirrung nach dem aufwachen. Es äußert sich immer anders. In einigen Fällen weiß ich einfach nicht, wo ich bin und verknüpfe es mit Situationen und Orten aus dem Traum, aus welchem ich erwacht bin (bzw. den ich zuletzt geträumt hatte). Oder ich wache auf und glaube, dass jemand anders im Raum ist (schäme mich für mein unaufgeräumtes Zimmer) und habe Angst, dass er mich in Unterwäsche sieht oder frage mich, wie lange er schon hier ist (er = jemand; dementsprechend kann es auch eine Sie sein). Heute hatte ich mich daran erinnert, dass unsere Nachbarn unter uns gewechselt haben, habe diese aber mit meinem Mitbewohner vertauscht, sodass ich glaubte, dass ich jetzt mit völlig Fremden zusammenwohnen würde. Insgesamt handelt es sich jedesmal um eine Art Angst, die mich dazu veranlasst im Bett zu bleiben und mich ruhig zu verhalten.

Dies tritt mittlerweile (fast) jeden Tag auf. Anomalien konnte ich bisher nicht feststellen; es ist unabhängig davon, ob ich mich wecke oder natürlich aufwache.

Außerdem verschlimmert es sich. Als es anfing waren es immer nur ein paar Sekunden, vielleicht eine Minute. Dann "erwachte" ich und amüsierte mich über den verflossenen Zustand. Mittlerweile hat sich dies auf etwa fünf bis etwas mehr als zehn Minuten ausgeweitet und es beginnt nicht nur unangenehm, sondern auch lästig zu werden.

Ich habe vor einigen Monaten als Proband an einer Studie teilgenommen, die einen Zusammenhang zwischen Schlafaktivität und Lernfähigkeit/fortschritt herstellen wollte. Die leitenden Student/innen haben mir am Ende mitgeteilt, dass sich bei mir eine "ungewöhnlich lange REM-Phase" gezeigt hätte. Da die Studie recht unprofessionell durchgeführt wurde kann ich allerdings nicht sagen, inwiefern dies den Tatsachen entspricht.

LG

Antwort
von piepsmausi26, 29

Es hört sich so an, als ob deine Schlaf Qualität nicht in Ordnung ist. Das kann physische oder /und psychische Ursachen haben. Sprich mit deinem Arzt, der kann dich in ein Schlaflabor und Psychologen überweisen.
Es ist gut, dass du das ernst nimmst. In Einzelfällen kann es normal sein, aber so regelmäßig nicht.

Ich wünsche dir alles Gute

Kommentar von CarolusII ,

Hallo,


danke erst einmal für die Antwort.

Die Qualität meines Schlafes sollte sich eigentlich nicht verändert haben, da mein Lebensstil zumindest im letzten Jahr konstant geblieben ist. Aber sicher ist dies natürlich nicht.

Bisher habe ich damit nur meinen Hausarzt konsultiert, welcher mir rezeptfreie Beruhigungsmittel empfahl. Diesen Rat habe ich, aufgrund der ungeheuren Preise von Baldrian-Präperaten in der Apotheke, über Bord geworfen. Aber da auch Kamille Tee oder Alkohol keine Unterschiede hervorrufen denke ich, dass mich dies sowieso nicht besonders weiterbringt.

Ich denke ich werde in den nächsten Tagen einen anderen Arzt aufsuchen und darauf hoffen, dass dieser mir eine Überweisung zum Psychologen ausfüllt, aber ich hatte gehofft diesen Schritt vielleicht vermeiden zu können und mich über Informationen hier selbst zu therapieren (oder es wenigstens zu versuchen).

LG

Kommentar von piepsmausi26 ,

Ein Termin beim Psychologen heißt ja nicht gleich, dass man eine ewige Therapie machen muss. Vielleicht hilft dir schon ein Beratungsgespräch.

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