Verwenden auch Atheisten Redewendungen, in denen das Wort "Gott" vorkommt?
Also z.B. "Gott sei dank", "mein Gott, was soll das?" oder auch "ein Bild für Götter" (obwohl mit letzerem ja mehr heidnische Götter gemeint sein könnten).
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Es geht noch schlimmer:
Denk mal an Atheisten, die Gottfried heißen!
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Diese Redewendungen sind tief im Sprachgebraucht verwurzelt. Sie werden überwiegend vollkommen unbedarft verwendet, also ohne religiösen Bezugnahme. Ich für meinen Teil, versuche sie mittlerweile bewusst zu vermeiden.
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Allein "Gott sei Dank". Wenn ich das schon höre. Da geht der Dank wirklich an den Falschen. ;-)
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Ja, ich sage manchmal, Gott behüte mich vor der Liebe der Religiösen, und das meine ich ernst.
Aber deine Frage gibt mir schon zu denken, denn manchmal benutze ich den Ausruf, ach Gottchen! (Ich meine, das sei ostpreussisch, ach jottchen...) Ich stelle mir einen kleinen Gott vor, so 60 cm hoch, ohne Hose, mit Schniedelwutz, nur mit einem kurzen Hemdchen gekleidet, mit Flügeln und dicken Beinchen... Halt wie so Putten sind!
Kommentar von PlaysWithWolvesPlaysWithWolves 07.09.2009LOL :- )))
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Na klar. Nur anstelle von "Grüß Gott" sage ich "Hallo", denn ich grüße keine Götter :D
Kommentar von madwemadwe 15.11.2009Aber "Tschüss" sagst Du doch bestimmt, oder? Und das kommt von "Adieu" = "Mit Gott, oder Gott befohlen"...
Kommentar von ComplexComplex 15.11.2009Na klar.
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tatsächlich ist mir diese Frage auch schon mal durch den Kopf gegangen. ich sage auch gern mal:
- Oh Gott
- Um Himmelswillen
- Heiliger Bimbam / Strohsack (jeh nach dem)
- Jessuus, Maria und Steppschuh (ich glaube, das habe ich mir von den Simpsons abgeguckt)
- Ach Goddlchen
- Gott sei Dank
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Gern geh ich auch so ans Telefon:
- Gott zum Gruße
- Grüaß Di Gott
(aber nur, wenn ich weiß, wer anruft...)Aber im Grunde genommen, mache ich das nicht, um meine Heiligkeit damit zutage zu fördern, sondern ich benutze den allegemeinen Sprachgebrauch, wie es jeder tut, der damit aufgewachsen ist.
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Ich sage ja auch z. B. "Etwas aus dem Hut zaubern", OBWOHL ich ganz genau weiß, dass niemand wirklich zaubern kann.
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So sind nunmal Redewendungen, die ihren Ursprung vor langer Zeit haben.Kommentar von AlleyneAlleyne 07.09.2009hab ich ganz vergessen: "Gott vergelt´s" find ich auch sehr putzig :)
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Ja, ich tue das manchmal. Da hat die christliche "Werte"erziehung leider ganze Arbeit geleistet. Aber ich versuche es zu vermeiden, wo ich kann.
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Wieso denn nicht?
Vegetarier oder Veganer können ja auch sagen "S'auschön"...
Kommentar von egarfegarf 05.09.2009Vergleich hinkt etwas, da Vegetarier/Veganer ja nicht die Existenz von Schweinen verneinen. Wohl aber Atheisten die Existenz Gottes.
Kommentar von CaptainPommesCaptainPommes 05.09.2009Da hast du wohl Recht.
Kommentar von SickChickJaySickChickJay 06.09.2009Naja, manche Redewendungen wie z.B. zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen versucht man als Veganer schon zu vermeiden. ;o)
Wen es interessiert, kann sich ja mal diese Forendiskussion über speziesistische Sprache durchlesen:
http://www.veganismus.ch/foren/read.php?f=1&i=2208&t=2208&v=t -
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Hallo!
Ja, das tun sie. Als ich 2005 JESUS meinem Herrn und GOTT die Führung in meinem Leben übergeben habe, nachdem ich fast Atheist geworden wäre, oder auf dem besten Weg war einer zu werden. Bemerkte ich öfters wie gottlos manche meiner Redewendungen waren.
Ich sagte statt GOTT sei Dank immer -zum Glück. Ich bedankte mich also immer für das erfahrene Glück bei diesem Glück.
Ich sagte statt GOTT einfach Man: mein GOTT, was soll das?-Man, was soll das?
Oder -oh Man!- statt -oh GOTT.
Ich habe wirklich versucht GOTT aus meinem Leben zu streichen. Um so mehr ich das versuchte, um so mehr Zweifel packten mein Herz.
Um so mehr ich versuchte GOTT die Schuld an meinem Leben zu geben, um so mehr erkannte ich, dass ich selber schuld bin und alles passieren muß, damit etwas anderes entsteht. Und wenn ich Pech hatte, dann fragte ich immer warum, aber wem stelte ich immer diese Frage? Dem Pech?
+++ Nachdem ich mich in JESUS und Gotteswesen verliebte, begann ich bewußt überall GOTT mit zu einbeziehen.
Grüß GOTT, Mein Herr, Mein GOTT, Ohje oder Oh JESUS sage ich nur, wenn ich danke, nicht wenn ich mich beklage. GOTT sei Dank, wem denn sonst?, ist mein Lieblingsspruch.
Heute ist JESUS der Mittelpunkt meines Lebens, ich beziehe Ihn überall mit ein. JESUS liebt mich und dich, ich gebe mich nicht mit weniger zufrieden.
GOTT ist Vater, GOTT ist gut, gut ist alles, was er tut.
GOTTES Segen und Liebe.
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jo ich bin atheist und meine friend nennen mich auch manchmal jesus ( nur weil ich mal son paar latschen an hatte)
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Versuche es mir schon lange abzugewöhnen, ist aber im allgemeinen Sprachgebrauch so stark verwurzelt, dass es kaum geht....
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Antwort von Doriline 05.09.20092 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Ja, also ich zumindest:-)
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Naja, "Gott" ist auch nur eine Redewendung. Gott steht als Metapher für die vollkommenheit, das Ganze.
Wenn Gott auch für eine Redewendung steht, was ist dann eine Redewendung? ;-)
Gruß
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Aber sicher tun sie das.
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ja, das tun sie.
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o gott o goot sagen sie sicherlich denn, wenn sie ihren (brillanten) verstand nicht ganz unter kontrolle haben, z.b. übermüdung.
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Wo liegt Dein Problem?
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Es gibt soviele Menschen, die von sich behaupten, dass sie Atheisten wären, aber sich was zu Weihnachten wünschen...
Ich kenne etliche davon, aber zum Glück für mich (weil ich dadurch den Glauben an Atheisten behalte) kenne ich auch Menschen, die wirkliche Atheisten sind und auch keine Redewendungen göttlicher Art verwenden.
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Antwort von freenetkatze 06.09.2009
Ich kenne Atheisten, die trotzdem ihren Glauben haben an den einen Gott, den alle meinen und doch verschieden bezeichnen in den verschiedenen Glaubenslehren. Wie doof, Glaubenskriege zu führen, wo es doch sowieso nur der EINE EINZIGE und WAHRE ist, um den es sich immer dreht in den verschiedenen Glaubensrichtungen. Aber Menschen sind nun mal doof. Sonst wären wir Götter - Also: Warum sollte bitte ein Atheist, nicht an Gott glauben. Dieser Mensch ist ja nur deshalb Atheist geblieben, weil die Menschheit sich in ihren verschiedenen Konfessionen gegenseitig umbringt.Der glaubende Atheist will nicht solchen kopfkranken Konfessionen angehören u. mitmischen müssen in den Kriegen! Also bleibt er in seinem Glauben an Gott ohne KOnfession u. verwendet logischerweise in seinen Zwiegesprächen mit dem EINEN EINZIGEN auch die Bezeichnung Gott. Mal abgesehen von den Floskelreden, die oft unbedacht so hingesagt werden wie z.B. in Schrecksekunden: Mein GOtt oder in Angstsekunden: Um Gottes Willen
Kommentar von PlaysWithWolvesPlaysWithWolves 06.09.2009Atheisten, die an Gott glauben? Entschuldige, aber aus welchem Mustopf bist du denn geklettert?
"Atheismus“ geht auf das altgriechische Adjektiv „ἄθεος“ („átheos“) zurück, das wörtlich „ungöttlich, gottlos“ bedeutet. (Quelle: Wikipedia)
Wer als Gottgläubiger sich Atheist nennt, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank oder versucht nur klug zu erscheinen, in dem er ein Fremdwort benutzt. Abgesehen davon denke ich, dass kein Gläubiger freiwillig mit Atheismus in Verbindung gebracht werden will. Nicht nur, weil der Begriff Atheist negativ behaftet ist, sondern vielmehr, weil ein Atheist die theistische Haltung in Bezug auf einen Gott ablehnt (so wie ich zum Beispiel).
Kommentar von egarfegarf 07.09.2009@freenetkatze: Wenn sie an Gott glauben sind es keine Atheisten, denn Atheisten vertreten die Auffassung, dass es keinen Gott gibt.
Zu deinem letzten Absatz. Wenn der Dank an den Falschen geht, ist das nicht konsequent durchdacht. Denn dann gehtst du ja von einer Existenz Gottes aus. Nur wäre er eben der falsche...
Beste Antwort. DH Mir geht es genauso. Ich lebe in München und habe mir bereits des Öfteren die Frage gefallen lassen müssen, warum ich nicht mit "Grüß Gott" zurückgrüße und statt dessen Hallo oder Guten Tag sage. Der Einfluss des Glaubens und der Religion hat zu lange zu großen Einfluss gehabt, und das nicht nur auf unsere Sprache.
Ich glaube auch dass sich das wirklich kaum vermeiden lässt.
"Oje!" zum Beispiel geht meines Wissens auf "o Iesu Domine, also „Oh Herr Jesus“" zurück.
Aber Gott sei Dank benutz ich das nie! :)
So ist es. Diese Redewendungen sind so tief verwurzelt, dass einem das immer mal wieder herausrutscht. Ist aber an sich auch unproblematisch.
Seh ich auch so. "Gott sei Dank" zum Beispiel verwende ich bisweilen ohne nachzudenken. Wollte es mal abstellen, fand das aber nach kurzer Zeit etwas übertrieben und kümmer mich seither nicht mehr drum.
Ist halt Sprachschatz.
Grüß dich Soli!
Und wem danken dann die Gottablehner?
Auf dem Heck meines Wagens kleben zwei Aufkleber mit folgender Aufschrift: GOTT sei Dank, wem denn sonst? Und auf dem anderen: GOTT ist dir näher, als du meiner Stoßstange.
Wem soll man danken? Dem Zufall? Wenn einer als jugendlicher besofen mit dem Auto fährt und es passiert nichts, wem verdankt er sein Leben? Ein anderer trinkt keinen Alk., schließt nur kurz im Sekundenschlaf seine Augen und landet auf der Intensivstation, oder im Leichenhaus.
+++ Wenn bei einem Flugzeugabsturz alle Erwachsenen überleben, aber ein kleines Mädchen festhaltend an einem Wrackteil als einzige überlebt, ist das Glück oder was? Und wenn es Glück gewesen ist, wer bestimmt dises Glück?
GOTTES Segen und Liebe
Dank soll man sich selbst oder anderen Menschen zollen.
Was du schilderst, ist in der Tat Zufall. Nichts weiter. Es gibt Leute, wie einen Trucker hier in der Nähe, der mit 6,6 Promille noch ohne Einschränkungen am Straßenverkehr teilnehmen konnte und den man nur zufällig kontrolliert hatte, genauso wie es Menschen gibt, die sich ihr ganzes Lebens rechtschaffend und altruistisch verhalten haben, dann aber ohne Grund von frustrierten Jugendlichen beinahe zu Tode geprügelt wurden.
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Die Geschichte, die du schilderst ist in der Tat eine außergewöhnliche. Wenn jemand einen Flugzeugabsturz überlebt, ist das zwar selten, aber durchaus möglich. Daraus aber auf die Existenz eines wie auch immer gearteten Gottes schließen zu wollen, ist schlicht naiv. Glück wird ebenso wenig bestimmt, wie Gerechtigkeit.
So sehe ich das auch:
http://www.gutefrage.net/frage/goettliche-vorsehung-oder-glueck-und-pech
Das passt sehr gut. Danke für den Lesestoff!
Und wem soll man dann danken?
Wenn GOTT der falsche ist, wer ist dann der richtige?
Ach stimmt ja! Grüß Dich Salz.
Das hier hab ich ja fast völlig vergessen. Beantwort ich Dir gern bis spätestens Dienstag.
Nicht das ich beim duschen an Dich denken würde, aber just bei dieser Tätigkeit kam mir eine Argumentation zu dieser Deiner Frage, die ich Dir natürlich nicht vorenthalten kann und möchte.
Ich werd doch meinen Lieblingsträumer, den Truchsess des Wunschdenkens, die Buchstütze des Buchs der Bücher, den Ijob des GF, nicht hängen lassen.
Du bist hiermit nunmehr zu "Licht" befördert. Salz klingt so ätzend!
;) Servus,
Soli
Hallo salzundlicht.
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Und wem soll man dann danken?
Wenn GOTT der falsche ist, wer ist dann der richtige?
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Wie ich bereits schrieb, geht der Dank an deine Mitmenschen und dich selbst. ;-)
Menschen vollbringen neben vielen dummen Dingen, auch jeden Tag etwas Gutes, für das sie eines Lobes würdig sind. Einige zumindest.