Frage von ahltkmp, 25

Verweis auf Theorie ein Zitat?

Hallo,

ich schreibe im Moment meine erste wissenschaftliche Hausarbeit. Hierbei nutzte ich eine Typologie zu Strategien des Krisenmanagements auf sozialen Medien. Hier meine Frage: wenn ich im Text schreibe: "Hierbei wird die "compensation"-Strategie nach (Autor) genutzt.", gilt dies dann als Zitat? Ich beziehe mich auf die Strategie, weil sie von der zu analysierenden Seite genutzt wird und nenne sie beim Namen, zitiere aber den Autor der Strategie weder wort- noch sinngemäß. Bin mir da jetzt sehr unsicher. Falls dies als Zitat gilt, sollte ich dann "vgl." nutzten oder nicht?

Vielen Dank im Voraus! :-)

Antwort
von Jerne79, 15

Nein. Es ist erst dann ein Zitat, wenn du auch deine Quelle nennst, also angibst, wo XY seine Strategie publiziert hat und woher du dein Wissen darum hast. Auch wenn du ihn nicht wörtlich zitierst oder paraphrasierst, beziehst du sich auf seine Ergebnisse, dann solltest du schon auch auf sie verweisen.

Anhand deines Beispiels:

Hierbei wird die "compensation"-Strategie nach XY genutzt.

Nun Fußnote oder Klammer und die Nennung der Quelle nach den für dich geltenden Zitierrichtlinien. Persönlich würde ich eine Fußnote direkt nach XY setzen. 

Antwort
von Hamburger02, 9

Das ist kein Zitat. Zitat muss immer wörtlich abgeschrieben sein. 

Da macht man häufig eine hochgestellte Nummer dran und in der Fußzeile steht die Literatur in Kurzform, z.B. "(1): Köhler, 1987"

Im Literaturverzeichnis wird das Werk dann ausführlicher genannt, wobei eindeutig sein muss, dass es von "Köhler" nur ein Werk aus 1987 gibt. Ansonsten müsste man die Fußzeile ausführlicher schreiben.

Antwort
von claushilbig, 4

Immer, wenn man nicht wörtlich zitiert, aber Bezug auf eine Quelle nimmt, gehört m. E. in die entsprechende Fußnote bzw. Quellenverweis ein "vgl." oder "siehe".

Also z. B.:

Hierbei wird die "compensation"-Strategie nach Müller-Lüdenscheidt genutzt.³

...

------------

³s. Müller-Lüdenscheidt: Krisenmanagement, Hintertupfingen 1988, S. 111-122

oder :

Hierbei wird die "compensation"-Strategie nach Müller-Lüdenscheidt genutzt.³

...

------------

³s. Müller-Lüdenscheidt, S. 111-122

und dann im Literaturverzeichnis

Müller-Lüdenscheidt: Krisenmanagement, Hintertupfingen 1988

Da man ja sowieso ein Literaturverzeichnis macht, ist m. E. die zweite Version sinnvoller, zumindest, wenn man des Öfteren irgendwas zitiert, weil man damit die Fußnoten kleiner hält.

Gibt es mehrere Einträge von gleichen Autor im Literaturverzeichnis, setzt man in der Fußnote noch die Jahreszahl hinter den Namen, das genügt in der Regel zur Identifizierung der jeweiligen Quelle.


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