Frage von MSchwanenfeder,

Veruntreutes Geld zurückfordern

Hallo,

ich hoffe, es kann mir jemand helfen. Vor 4 Jahren hatte mein Vater einen Schlaganfall und ist seitdem im Rollstuhl im Pflegeheim. Mittlerweile ist es so, daß wenn man laut und deutlich mit ihm redet, kann er alles verstehen aber man versteht sehr schlecht was er sagt, weil sein Sprachzentrum gestört ist. Vor dem Schlaganfall hat er und seine Lebensgefährdin sich beim Notar eine gegenseitige Generalvollmacht erteilt. Mein Vater hatte aber nicht bedacht, daß es vielleicht gut wäre die Tochter mit in diese Vollmacht reinzunehmen. Heute haben wir erfahren, daß die Lebensgefährdin die letzten Jahre mit der Differenz zwischen meinem Vater seiner Rente und den Heimkosten für Ihre eigenen Ausgaben wie z.B. Miete, Telefon usw. benutzt hat. Deshalb meine Frage: Besteht die möglichkeit dieses Veruntreute Geld von Ihr zurückzufordern. Könnte eine Klage darauf erfolgreich sein. Für eure Antworten bedanke ich mich schon im voraus.

Gruß mschwanenfeder

Antwort von ichweisnix,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hier ist relevant, was in der Vollmacht steht. Handelt es sich nur um eine Vollmacht, oder ist mit der Vollmacht auch beabsichtigt wurden die Lebensgefährtin für den Fall zu versorgen, das eine Geschäftsunfähigkeit eintritt. War eine Versorgung der Lebenspartnerin von vorne herein gewollt, dann greift u.U. der §528 BGB

http://dejure.org/gesetze/BGB/528.html

den Heimkosten für Ihre eigenen Ausgaben wie z.B. Miete, Telefon usw. benutzt hat.

Ganz entscheidend ist hier, ob ihr Vater diese Ausgaben schon vor dem Schlaganfall getragen hat.

Könnte eine Klage darauf erfolgreich sein.

Könnte, muß aber nicht. Wenn man klagen will muß es aber ohnehin über einen Anwalt laufen. Der Vater kann, da er nun ja mittellos ist, einen Beratungsschein und später Prozesskostenhilfe beantragen.

Antwort von gansh,

Vor dem Schlaganfall hat er und seine Lebensgefährdin sich beim Notar eine gegenseitige Generalvollmacht erteilt. Mein Vater hatte aber nicht bedacht, daß es vielleicht gut wäre die Tochter mit in diese Vollmacht reinzunehmen.

das ist immer dasselbe,wenn "alten säcken der kamm schwillt"und sie hormongesteuert handeln,allerdings sollte der notar genau erklärt haben,dass eine generalvollmacht nicht grundsätzlich dazu berechtigt,eigene taschen zu füllen.

Antwort von altermann58,

Vor dem Schlaganfall haben er und seine Lebensgefährtin sich beim Notar eine gegenseitige Generalvollmacht erteilt.

Da war er im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte - was gibt es da zu beanstanden? Dann gibt es keine Veruntreuung.

Dein Vater müsste mit irgendeiner Begründung diese Vollmacht anfechten.

Antwort von Dirk001,

Hallo,

wenn jemand Vollmacht hat, kann er ja über das Geld verfügen wie er will. Ich glaube nicht, daß da was zu machen ist.

Ausserdem, wenn dein Vater im Heim ist, müsste er ja, wenn er noch selbst Geld hätte, das Heim mitbezahlen. Da hätte er jetzt vielleicht eh schon kein Geld mehr.

Es kommt ja auch darauf an, was genau dein Vater mit der Vollmacht bezwecken wollte. Vielleicht war es ihm ja recht so, daß sie ihre Ausgaben auch mit bezahlte.

Ansonsten wärs natürlich leichtsinnig gewesen, eine Vollmacht zu erteilen.

Kommentar von ichweisnix,

wenn jemand Vollmacht hat, kann er ja über das Geld verfügen wie er will. Ich glaube nicht, daß da was zu machen ist.

Das gilt im Außenverhältnis. D.h. da eine Vollmacht vorliegt, kann das Geld nicht von der Bank oder von einen Dritten zurückgefodert werden.

Über das Innenverhältnis, also was zwischen den Vater und der Lebensgefährtin ist, sagt das nichts aus.

Antwort von paul258,

"""Mein Vater hatte aber nicht bedacht, daß es vielleicht gut wäre die Tochter mit in diese Vollmacht reinzunehmen."""

was wäre daran gut? das du Zugriff auf sein Geld hättest?

hört sich alles sehr nach Eifersucht/gekränkter Eitelkeit an.

und mit dem Begriff "veruntreut" solltest du ganz vorsichtig sein.

Antwort von littlehelper50,

Ich verstehe nicht, wieso das Geld veruntreut worden sein soll. Dein Vater und die Lebensgefährtin hatten vermutlich einen gemeinsamen Haushalt? Dann haben sie wohl auch gemeinsam von dem Einkommen Deines Vaters gelebt. Soll sie jetzt mittellos dastehen? Die Generalvollmacht ist meiner Meinung nach eindeutig. Sie darf darüber verfügen. Im Zweifelsfall einen Anwalt fragen, aber mir scheint das unfair zu sein. Was hättest Du für einen Anspruch an das Geld?

Kommentar von MSchwanenfeder,

Ich habe gar keinen Anspruch darauf und das möchte ich auch gar nicht. Mir geht es darum daß mein Vater jetzt kein Geld mehr auf dem Konto für Notfälle hat. Sie hat ihm nicht mal gesagt was sie mit seinem Geld macht geschweige daß er irgendwann mal einen Kontoauszug von ihr gesehen hat. Er musste heute auf der Bank nur sehen, daß alles Weg ist. Er hat Ihr einfach blind vertraut. Außerdem steht sie nicht Mittellos da, denn sie bekommt selber eine gute Rente. Vor dem Schlaganfall hat auch jeder seinen Teil selber bezahlt. Gemeinsame Sachen wurden geteilt.

Kommentar von littlehelper50,

Wenn das so ist, sieht das natürlich moralisch anders aus. Ob Du bei einer Klage allerdings eine Chance hättest, bezweifle ich. Da wird wohl nur die Vollmacht gelten. Da hilft wohl nur, einen Anwalt zu befragen.

Antwort von holgerholger,

Hat Dein VAter vor seiner Heimunterbringung evtl. seiner Lebensgefährtin Hilfe zum Lebensunterhalt gewährt?

Keine passende Antwort gefunden?

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten