Frage von Baleriel, 193

Vertriebspartner bei mgn?

Hallo,

ich habe ein Angebot der mgn gmbh erhalten, eine Woche Probe gemacht und stehe nun vor der Auswahl, Festanstellung zum Mindestlohn oder Vertriebspartner werden. Dazu muss ich ein Nebengewerbe anmelden, mich selbst versichern, etc. Das ist mir alles bekannt. Es wurde mir sogar gesagt, dass ich in den ersten Monaten erstmal nicht viel verdienen werde, weil ich es ja noch nicht lange mache. Also es wurde alles sehr realistisch erklärt. Um die Lebenskosten etc. abzudecken gewährt die Firma einen monatlichen Vorschuss, sodass einem selbst keine Nachteile entstehen. Das vorgeschossene Geld muss NICHT zurückgezahlt werden, da man diesen Betrag selbst bei wenig geschlossenen Verträgen wieder einholt, so wurde es erklärt.

Dazu kommt am Ende des Monats noch die Provision, und man steigt mit der Zugehörigkeit und je nachdem wie erfolgreich man ist im Rang auf. Ich muss kein Geld vorschiessen oder irgendwelche Produkte einkaufen um diese zu verkaufen. Ich komme morgens einfach telefoniere 8 Stunden. Also Outbound. Ich möchte wirklich wieder Arbeit haben und nicht zuhause sitzen, aber ich habe noch wirklich Bedenken? Meine Verwandten sagen, ich werde mich verschulden und noch damit im Gefängnis landen? Ist diese Arbeit seriös? Vertriebspartner? Oder werde ich schamlos ausgebeutet und stehe am Ende noch als Sündenbock da?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wilees, 133


Dreiste Abzocke: MGN GmbH aus Dresden erhält Prellbock ...

https://www.escherhilft.de/.../dreiste-abzocke-mgn-gmbh-aus-dresden-er.



Verbraucherzentrale Sachsen mahnt MGN GmbH aus ...

www.l-iz.de/.../verbraucherzentrale-sachsen-mahnt-mgn-gmbh-

Verbraucherdienst e.V.: MGN GmbH Dresden | Wegen ...

verbraucherdienst.blogspot.com/2015/06/mgn-gmbh-dresden.html
Schlicht und einfach -- laß die Finger davon.

Pillen für über 1000 Euro -- Ein Zeitungsbericht:


Es begann mit einer Umfrage und endete fast im Fiasko - wenn sich eine Seniorin nicht gewehrt hätte.


Von Stephanie Wesely
erschienen am 21.07.2015


Edith Schreiter aus Chemnitz ist immer noch ganz aufgeregt, wenn sie
über das Telefonat und die Folgen berichtet, das sie beinahe um knapp
1200 Euro ärmer gemacht hätte.



Der Anruf: Kurz vor dem zweiten Advent sei es gewesen,
als eine nette Frauenstimme die 84-Jährige auf die Ergebnisse einer
Gesundheitsumfrage ansprach, an der sie sich einige Zeit vorher
beteiligt hatte. "Gegen Ihre Gelenkschmerzen können wir etwas tun",
versprach die Anruferin, "und zwar ganz natürlich." Frau Schreiter
wunderte sich zwar, wie sie an ihre vertraulich gegebenen Informationen
herangekommen ist, zeigte sich aber interessiert. Ein
Nahrungsergänzungsmittel "Gesund und Fit Gelenkkapseln" wolle man ihr
zum Probieren zusenden. Kosten: 19,99 Euro.



Die Lieferung: Wenige Tage später kam das Produkt
inklusive einer vorgedruckten Sepa-Überweisung, nur Kontonummer und
Unterschrift fehlten noch. Edith Schreiter wollte, bevor sie die
Rechnung bezahlt, erst ihre Ärztin fragen, was sie von dem Mittel hält.
Doch kurz nach Weihnachten hatte sie bereits die Mahnung im Briefkasten.
"Da habe ich dann bezahlt", sagt Edith Schreiter. "Schulden machen
kommt für mich nicht infrage."



Das Abo: Kurz darauf bekam sie ein
Gratulationsschreiben, welches sie herzlich zu einer "Kur" mit einer
Mindestlaufzeit von 24 Monaten begrüßte. Der monatliche Preis sollte
49,95 Euro betragen - auf die Laufzeit gerechnet also insgesamt 1198,80
Euro. Damit begann der Albtraum für die Chemnitzerin. Monatlich bekam
sie nun Päckchen mit Gelenkschutzkapseln zugeschickt, und von ihrem
Konto wurde ohne Einzugsermächtigung ein "Kurbeitrag" abgebucht.
Hilfesuchend ging sie zu ihrer Nachbarin. Sie half Frau Schreiter, die
unerwünschten Sendungen zurückzuschicken und die Beträge von ihrem Konto
zurückbuchen zu lassen. Auf einem Kurbeitrag blieb sie jedoch sitzen.



Das Dilemma: Es folgten Inkassoschreiben mit hohen
Mahn- und Rücklastschriftgebühren. Ein Widerruf wurde wegen angeblicher
Verspätung nicht akzeptiert. "Als ich in der Firma anrief, um die
Verantwortlichen aufzufordern, meine Nachbarin nicht mehr zu belästigen,
wurde auch ich unter Druck gesetzt", sagt Gerlinde Domanski. Sie würde
ihre Nachbarin durch ihre Einmischung erst richtig reinreiten, drohte
man ihr. Und ob sie wohl dann die immer höheren Rechnungen übernehmen
wolle, wurde die 65-Jährige gefragt.



Da sich die beiden Frauen unsicher waren, ob sie sich richtig verhalten
hatten, gingen sie in die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale
Sachsen. "Uns wurde eine große Zahl solcher Fälle aus vielen Teilen von
Sachsen gemeldet", sagt Michael Hummel, Rechtsexperte der
Verbraucherzentrale Sachsen. "Manchmal geht es auch um Mobilfunkverträge
mit der Firma Regio Plus, Energielieferungsverträge mit der Firma
Sparenergie oder Gewinnspielanmeldungsverträge unter der Bezeichnung
Garantie Plus. In allen Fällen betrifft es ältere Menschen, die schamlos
abgezockt werden."



Der Einzug von Geldbeträgen ohne ein entsprechendes Mandat von Frau
Schreiter ist kein Einzelfall. Denn wie Frau Schreiter haben viele
Verbraucher berichtet, dass kein Einverständnis zum Bankeinzug des
"Kurbeitrags" erteilt wurde.



Die Verbraucherzentrale Sachsen hat

die MGN GmbH am 8. Juni abgemahnt.

"Das Unternehmen wurde aufgefordert, hinsichtlich der abgemahnten
Praktiken bis zum 22. Juni eine Unterlassungserklärung abzugeben. Das
ist nicht erfolgt." Der Geschäftsführer der MGN GmbH wollte sich auch
der "Freien Presse" gegenüber dazu nicht äußern. Die Verbraucherzentrale
hat nach Information von Michael Hummel nun Klage beim Landgericht
Leipzig eingereicht. "Erfahrungsgemäß dauern solche Verfahren sechs bis
sieben Monate. Geht MGN in Berufung, entscheidet das Oberlandesgericht.
Wir hoffen auf ein Urteil noch im Jahr 2016. Verbietet das Gericht die
Geschäftspraktiken, haben wir bei Verstößen die Möglichkeit,
Ordnungsmittel, zum Beispiel Bußgelder, zu verhängen. Betroffene bitten
wir, sich bei uns zu melden. Wir suchen noch Zeugen", sagt Michael
Hummel.



Das Ergebnis: Frau Schreiter hat jetzt Ruhe vor der
Firma MGN. "Darüber bin ich sehr froh. Ohne meine Nachbarin hätte ich
das nicht geschafft. Ich hätte wahrscheinlich lieber gezahlt. Im Januar
und Februar bekam ich noch Päckchen, im März und April wurde nur noch
abgebucht, ohne dass ich Ware erhielt", sagt sie. Akribisch prüft sie
jetzt jeden Kontoauszug, um nicht den Termin für eine eventuelle
Rückbuchung zu verpassen. "Bei Sepa-Überweisungen hat man acht Wochen
Zeit", sagt Daniela Hofmann.








Antwort
von pschaf, 102

Hallo,

ich hatte auch überlegt mir das anzuschauen. Hatte die Ausschreibungen gelesen. Wollte mich mal nach deinen Erfahrungen erkundigen. Wie hast du dich entschieden und lohnt es sich da zu bewerben?

Gruß

Kommentar von Baleriel ,

Nein es lohnt überhaupt nicht. Du wirst in ein viel zu kleines Zimmer mit über 10 Leuten gesteckt den ganzen Tag über ist es stickig. Die Headsets sind solche riesigen altmodischen Dinger Verbindung ist total schlecht, du tust nur schreien. Du liest einen Text ab, die Leute legen ab meist sofort wieder auf. Du wirst richtig heiser. Bezahlt wirst du nur nach den Briefen die auch ausgefüllt zurückgekommen sind, nicht nach der Anzahl die du versendet hast. Du versendest pro tag wenn du gut bist 40-60 Briefe, also 1200 Briefe im Monat. Die Leute schmeißen die Briefe aber meistens in den Müll. Zurückkommen ca. 80 oder 100 wenn man Glück hat. Also 1200 bis 1500 brutto. Du bist nun aber selbstständig und musst  Versicherung und alles selbst bezahlen. Dann bleiben ca 600 bis 800 Euro für dich übrig. Bei 40 Stunden Woche wie bei normalen Job. Wenn du Geld brauchst schießt der Chef was vor, wird später abgezogen. Wenn Pech hast dann stehst am Ende in der Kreise.  Habe wieder aufgehört, machs besser nicht. 

Kommentar von pschaf ,

Okay, vielen Dank für die Antwort. Ich hab da von mehreren Leuten schon einige Sachen gehört. Könnte ich dich denn eventuell mal persönlich zu der Sache befragen? Mir brennen da einige Fragen noch, die ich nicht unbedingt im Forum klären wollte.
Danke dir!

Antwort
von Messkreisfehler, 120

Diese "Selbstständigkeit" klingt nachdem wie Du es beschreibst verdammt stark nach einer Scheinselbstständigkeit.

Antwort
von Schnulli00, 99

Unbekannten Leuten am Telefon irgendwelche Produkte zu unverschämten Konditionen unter Zuhilfenahme von Lügenmärchen aufschwatzen.

wenn du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst: willkommen in der Welt der Telefondrückerkolonne.

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