Frage von rosalita96, 75

Vertrauensübungen mit meinem Hund?

Hallo :)
Seitdem mein Hund angefahren worden ist, ist es schwierig, ihm die Angst vor fahrenden Autos wieder zu nehmen.. Ich habe bereits einmal eine Frage diesbezüglich gestellt und mit den Vorschlägen gearbeitet, allerdings kommt mir vor, er vertraut mir nicht mehr so wie vorher und deshalb lässt der Stress in der Nähe einer Straße einfach nicht nach!
Habt ihr Tipps für Vertrauensübungen, um dieses wieder zu stärken?
Ich wäre sehr dankbar wenn mir jemand helfen könnte!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von yakoshi, 31

Ist eine knifflige Frage... Es ist wie bei fast allem bei Thema Hund unterschiedlich. Es kommt darauf an was genau passiert ist, wie die Bindung war und jetzt ist, wie der Mensch in der Situation reagiert hat und am aller wichtigsten wie reagiert der Hund auf die eigendliche Bezugsperson, heisst Körpersprache im Alltag und eben in den betroffenen Situationen. Meine mittlerweile 4 Jahre alte Hündin hatte ein sehr schlimmes Trauma aufgrund ihrer erfahrungen auf der Strasse, und ja sie hat es immer noch, nur hat sie gelernt dass sie sich auf mich verlassen kann und sich auch mal hinter mir verkriechen kann. Man muss immer auf den Hund achten, es ist eine lange und intensive zeit die man mit dem Hund verbringen muss, bis man überhaupt den passenden weg für beide findet. Und dann natürlich nochmal lange zeit diesen Weg zu gehen. Ganz ganz wichtig ist aber, den Hund nicht stressen, nicht bedrängen. Man kann wie bei älteren Jugendlichen nur den Weg zeigen, zusagen muss der Hund selbst, heisst, man kann dem Hund ruhig sachen anbieten aber nicht drängen. So, soviel gefasel. Jetzt erzähle ich eine schlimme situation die ich mit derselben hündin vor ca 1-2 Jahren Erlebt habe und wie das abgelaufen ist etc. Ich war Gassi mit ihr, sie klettert gerne und springt gerne überall rauf wo sie rauf kommt. So sprang sie auf eine Bank, deren 'Sitzplatz' zu grosse schlitze hatte, sodass sie reingerutscht war mit einer ihrer Hinterpfoten, was ich nicht bemerkte. Ich vorderte sie auf runter zu springen DAMIT sie eben nicht stecken bleibt, was sie aber logischerweise dann erstrech tat. So hing sie mit verdrehtem bein auf der bank und dem oberkörper kurz vor dem Boden. Sie wurde Panisch, heulte. Ich wurde auch panisch, ich wollte sie hochheben sodass ihr bein wieder rauskonnte, vor panik biss sie mich. Da ich abseitz des dorfes stand wurde ich auch immer panischer, keiner in hörweite, dennoch schrie ich um Hilfe, und siehe da, es waren wirklich zwei leute in hörweite, sie kamen mit dem auto den berg hoch, holten eine decke um nicht gebissen zu werden und holten sie mit der Decke über sie raus.
Warum ich das alles jetzt erzählt habe? Ich spiegele jetzt das verhalten von mir und erkläre wie ich meinen Hund wieder dazu bringen konnte an dieser Bank ohne Panik vorbeilaufen zu können.
Mein Fehler in dem Verhalten, meine Panik die den Hund noch panischer machte.
Das einzigste was ich denke ich richtig gemacht habe war es wenigstens versuchen zu rufen und nicht ins dorf gerannt bin und sie nicht allein gelassen habe.
Auf dem Rückweg der natürlich sofort anstand war sie total verstört und hat mit eingezogenem schwanz mich nachhause gezogen. Ich schaute daheim sofort wie ihr Bein aussieht und hatte schon total vergessen dass ich ja gebissen wurde. Ich kümmerte mich direkt um sie und stellte mich hinten an. Es gab natürlich auch keinen Ärger für die zwei bisse, auch wenn einer ziemlich kritisch hätte enden können. Niemals einen Hund für panik schimpfen!
So nach dem ganzen drum herum gerede: ich ging ein paar tage später mit ihr zur Bank zurück und sie machte einen riesen Bogen. So machte ich die leine ab und setzte mich neben die bank auf dem Boden bis sie kam, dann streichelte ich sie und wir gingen weiter. Das wiederholte ich sooft bis sie problemlos mit mir an der bank vorbei laufen konnte.

So nach diesem riesen Text, ich glaube ich hab nochnie soviel als eine Antwort geschrieben, kommen wir jetzt solangsam zum Ende. Tut mir leid dass ich soviel geschichte und drumherumgerede geschrieben hab. Ich hoffe es hat zum nachdenken angeregt oder irgendwie eine idee gebracht. Ich habe nur aus meinen Erfahrungen berichtet deshalb ist es nichts von einem fachmann oder so.. Danke falls es ganz durchgelesen wurde... :D

Kommentar von rosalita96 ,

Danke, finde es toll dass du mir das erzählt hast.. Ich war nicht dabei als er angefahren wurde, er war ganz allein weil er aus dem Garten ausgebüchst ist, wahrscheinlich ist deshalb auch das Vertrauen in der Situation angekratzt - weil ich nicht da war 😔 ich habe schon sehr oft versucht ihn vorsichtig und ohne Drängen einer Straße näher zu bringen, aber nichts hilft er schiebt weiterhin Panik :( wahrscheinlich ist die Hundetrainerin wirklich die einzige Lösung :(

Kommentar von yakoshi ,

versuch (je nachdem wie die Panik ist) dich in der nähe einer strasse auf eine Bank oder so zu setzen, und wenn das gut klappt immer mahl eine bank weiter oder ein paar schritte weiter näher zur strasse zu gehen, jedesmal fünf minuten bzw je nachdem wie dein Hund sich verhält dort zu warten und einfach an ort und stelle mit dem hund reden, ruhig und sicher in der stimme und streicheln soweit das dem Hund recht ist (wäre meine idee dazu)

Antwort
von FancyDiamond, 42

Sowas solltest du vom Fachmann "behandeln" lassen.

Ein Hundetrainer kann die Lage wohl am besten einschätzen, und gezielt mit ihm arbeiten.

Eine Fernbehandlung von uns Usern hier, ist definitiv vom Mißerfolg gekrönt.

Kommentar von rosalita96 ,

Naja, habe bereits mit einer Hundetrainerin gesprochen, wahrscheinlich wird es eh auf ein intensiveres Training mit ihr hinauslaufen..

Kommentar von FancyDiamond ,

Die Zeit solltest du schon investieren, denn ne Spontanheilung wird bei so nem traumatischen Ereignis sicherlich nicht eintreten.

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