Frage von Tengelchen, 135

Vertrauen zum neuen Pferd?

Hallöle liebe Community, ich werde mir in naher Zukunft eine Stute (6 jährig) kaufen. Wie habt ihr das Vertrauen eines Pferdes aufgebaut? Meinst kommt es ja im Laufe der Jahre allmählich, wenn man "durch dick und dünn geht". Ich möchte diesen Vertrauensprozess auch nicht beschleunigen, nur ein bisschen unterstützen. Weil es ja irgendwie auch wichtig ist, dass ein Tier, das aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wurde, eine Bezugsperson hat. Also meine Frage, wie habt ihr Vertrauen aufgebaut? Kennt ihr irgendwelche "Übungen"? Würde mich über Antworten freuen! :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DCKLFMBL, 70

ich habe bei meinem Pferd nichts besonderes machen müssen, 

im mache Parelli mit meinem Pferd, behandle es immer Gut und Reite ohne Gebiss und auch manchmal ohne Sattel. 

Ich habe auch eine RB die (momentan) auch mehr als 5mal in der Woche mit meinem Pferd Arbeitet, die Behandelt es aber anders! wenn er mal die Hufe nicht gibt kriegt er einen Klaps in den Bauch, und sie Reitet ihn mit Gebiss! 

bei ihr ist er immer Bockig, gibt die Hufe nicht usw. bei mir Überhaupt nicht! ich gehe einfach Gut mit meinem Pferd um Sprich : kein Gebiss und nicht Schlagen! 

Kommentar von friesennarr ,

Wieso darf deine Reitbeteiligung dein Pferd anders behandeln, als du. Du gibst vor wie das Pferd geritten und behandelt wird, eine RB dürfte das bei mir niemal machen, die würde mir ja meine ganze Erziehung versauen.

Kommentar von DCKLFMBL ,

hab ich auch schon mehrmals gesagt, sie sieht das nicht als Schlagen und sie denkt das ein Pferd das Gebiss mag…ich such auch gerade eine neue RB.

Kommentar von Boxerfrau ,

ah ja bestimmt. ich glaube kein Pferdebesitzer würde jemanden an seinem Pferd dulden der die Dinge komplett anders in die Hand nimmt. Gerade wenn man sein Pferd Pat Parelli mäßig arbeitet.

Kommentar von DCKLFMBL ,

ich suche schon nach einer RB weil ich nicht will das mein Pferd ein Gebiss ins Maul bekommt oder Geschlagen wird! 

Kommentar von JaneDoe18 ,

Ich würde nicht nur suchen, ich würde ihr direkt kündigen.
Bzw. es garnicht so weit kommen lassen. ;)
Meine Reitbeteiligung hat zu fragen, bevor sie einen Ausrüstungsgegenstand ans Pferd packt, der von mir nicht ausdrücklich genehmigt wurde.

Kommentar von ReterFan ,

Okay, ich verstehe dass dein Pferd mit der Ausrüstung geritten werden sollte, die du vorgibst. Das kann ich verstehen (auch wenn ich diese Wendy-Phase à la "Gebisse sind Tierquälerei" einfach nur affig finde) aber wenn ein Pferd mir die Hufe nicht gibt (vorausgesetzt natürlich es hat es gelernt und keine Schmerzen und diesen ganzen Kram halt), dann ist ein "Klaps" keineswegs ein "Schlagen"! Das sollte man wohl unterscheiden können.

Kommentar von DCKLFMBL ,

mir gibt er den Huf, ich Schlage ihn auch nie! aber meine Noch RB gibt er den Huf nicht ohne nach Vorne zu treten, weil sie auch mal einen Klaps verteilt!

bei solchen Reagiert er mit Gegendruck.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 54

jedes pferd hat in der ersten zehntelsekunde vertrauen.

danach hat es alles erfasst, was einen menschen ausmacht. wenn du dem pferd sympathisch bist, kannst du das vertrauen pflegen und eine innere verbindung aufbauen.

das pferd entscheidet innerhalb dieser zehntel sekunde, ob ihr freunde werdet oder eine zweckgemeinschaft bildet.

ich selber tue mich gegenüber stuten ein bisschen schwer - ausnahmen bestätigen die regel.  bei einem wallach oder hengst weiss ich in der regel sofort, ob ich den "dreh" kriege oder nicht.

horche beim umgang mit deinem pferd in dich selber hinein. sei du selbst. nur dann hörst du dein pferd "flüstern". pferde reden eindeutig - aber meist leise.

das ist das, was ich dir für die zeit mit deinem pferd mit auf den weg geben kann.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 56

Ich habe noch nie Vertrauen aufbauen müssen, meine sind mir in die Arme geboren. Da gibt es nix zum aufbauen.

Pferde wenden sich demjehnigen Menschen zu, dem sie Führungsqualitäten zutrauen. Eine Bezugsperson ist was anderes, das ist die Person, die sich immer um dieses Tier kümmert.

Es gibt m.M.n. keine Übungen dafür - es gibt nur Charakter.

Antwort
von sukueh, 55

Du kannst eigentlich komplett auf irgendwelche "Übungen" verzichten, wenn du dich dem Pferd gegenüber IMMER konsequent und klar einschätzbar gegenüber verhältst. Schlechte Laune oder Ärger gibt es beim Pferd nicht. Die Konsequenz ist wichtig. Egal vom Boden als auch vom Sattel aus. 

Ist meiner Meinung nach nicht ganz so einfach, denn oftmals merkt man ja gar nicht, dass man sich inkonsequent verhält, aber solche Sachen merken Pferde halt sehr schnell. 

Ansonsten kommt das Vertrauen mit der Zeit. 

Ich hab eigentlich keine speziellen Übungen mit meinen Pferden gemacht, sondern es hauptsächlich über den ganz normalen Umgang erarbeitet. Da ich meine Pferde in der Anfangszeit noch nicht Reiten konnte, war ich sehr viel am Stall, hab bei der Versorgung geholfen, war im Sommer einfach da und hab ihnen auf der Koppel zugesehen, sodass auch die Pferde gewusst haben "die gehört zur Herde"....

Antwort
von Leolynn14, 66

Wie du schon richtig gesagt hast dauert es Vertrauen auf zu bauen. Zu viel knuddeln und tüddeln würde ich nicht, sondern ganz "normal" ausgiebig putzen, Bodenarbeit machen etc. Wichtig ist vor allem das man immer fair bleibt :).

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 30

Vertrauen bedeutet Beziehung. Und das braucht Zeit. Ein Jahr mindestens.

Was hilfreich ist, ist, sich mit dem Pferd zu beschäftigen. Putzen, misten, füttern (vor allem). Spazierengehen, auf die Weide bringen, von der Weide holen, reiten.

Eigentlich reicht das bereits.

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