Frage von Frage76mal6, 29

Vertrauen der Katze endlich gewinnen?

Hallo,

vor zwei Jahren stand bei uns einfahc eine Katze vor der Türe, soweit ich das beurteilen kann, war sie relativ ausgehungert, also die Knochen konnte man schon erkennen, wir haben ihr damals ein paar Scheiben Wurst gegeben. Wie zu erwarten kam sie dnan jeden tag wieder. Dann haben wir uns entschieden einen Styroporverschlag vor die Türe zu setzen, da sich der Winter langsam ankündigte. Wir haben das Ding noch mit alten Decken ausgepoltstert und ihr jeden Tag Milch Wasser und Futter hingestellt. Im Frühling haben wir uns dann doch entschieden die Katze ins Haus zu lassen, die ging sogar ohne größere Schwierigkeiten ins Haus, dann wollten wir sie untersuchen lassen, wir wollten wissen ob die jemanden gehört und auf Parasiten prüfen lassen.....sowas habe ich bis dahin noch nicht gesehen, wir haben es mit Futter versucht, mit Decken auf denen sie gelegen hat...aber nichts. Irgendwann kam eine befreundete Assistentin eines Tierartztes zu Besuch und hat uns eine Beruhigungstablette für die Katze gegeben, tatsächlich wurde sie auch etwas ruhiger und wir wollten sie in den Käfig setzen...Fehlanzeige. Dann hat die Gute eine Decke genommen, diese über die Katze geschmissen und sie dann samt Decke in den Käfig gesetzt. Beim Tierarzt war das Ganze dann noch viel besser, das Tier wollte einfach nicht mehr aus dem Käfig erst als wir das Teil senkrecht über einen Käfig vom Tierarzt gehalten haben, kam sie dann endlich raus. Der Tierarzt hat ihr ein paar Sachen gespritzt, gegen Parasiten und irgendwelche Impfungen, meine Mutter hat sich das alles aufgeschrieben, ich war noch völlig fertig vom Kampf mit der Katze. Das hat die uns bis heute (zwei Jahre später) nicht verziehen, sie kommt zwar noch immer ins Haus, aber nur wenn man min. 1m Abstand lässt. Ich hab sie dann immer mit ein paar Krümeln Trockenfutter begrüßt, aber nur wenn ich sie zumindest kurz streicheln durfte, ich wollte ihr zeigen, dass sie vor uns keine Angst zu haben braucht. Jetzt ist es so, dass ich sie sogar mit dem Schütteln der Futterdose anlocken kann, auch wenn sie draußen im Garten ist. Aber abgesehen von der erwähnten Fütterung gilt noch immer 1m Mindestabstand, egal ob sie auf dem alten Sessel neben dem Schuhschrank sitzt und man sich nur die Schuhe anziehen will, oder nur neben ihr die Treppe hinauflaufen will, 1m Mindestabstand. Wenn ich sehe wie andere Katzen sich von ihrem Herrchen streicheln lassen, bin ich ganz neidisch. Streicheln muss sie sich ja nicht einmal lassen, aber dass sie wie vom Hafer gestochen davonläuft wenn man nur in ihre nähe kommt, dagegen muss sich doch was tuen lassen. Ich habe schon stundenlang vor ihr gesessen, mit ihr geredet, ihr Lieblingsfutter (zumindest das Futter was immer zuerst leer ist) in der Hand gehabt...aber niete...

Antwort
von Negreira, 5

Meine letzte kleine Katze habe ich in Spanien von der Straße geklaubt, in einem unbedachten Augenblick, als sie gefressen hat. Bis ich sie im Korn hatte, war ich blutig gekratzt. In den 10 Jahren, in denen ich sie hatte, war ein Streicheln nur mit Fingerspitzen möglich, vom Auf-den-Arm-nehmen habe ich geträumt. Sie kam super mit den anderen Katzen und den Hunden aus aber um alle Menschen machte sie einen Riesenbogen.

2 Tage vor meinem Umzug im letzten Jahr ließ sie sich plötzlich auf meinem Bauch nieder und mit beiden Händen anfassen, ich war völlig platt. Inzwischen ist sie verschmust, Bauchkraulen ist täglich angesagt, hochheben läßt sie sich allerdings immer noch nicht. In all meinen Katzen-und Tierheimjahren habe ich nicht so eine ängstliche Katze erlebt.

Es gibt Tiere, die sind schon sehr Generationen verwildert oder ängstlich, sie haben mit der Muttermilch die Angst vor Menschen eingeimpft bekommen. Manche sind einfach so.

Du kannst nur mit viel Geduld und Liebe etwas erreichen, oft funktioniert aber auch das nicht. Sprich mit ihr, leise, benutze möglichst zu gleichen Gelegenheiten gleiche Wörter. Du machst das mit dem Leckerchengerappel schon ganz richtig. Schau ihr nicht in die Augen, sondern erzähl ihr die Wetterkarte, das Wort zum Sonntag oder die Bundesliga-Ergebnisse, Halte ihr Deine Hand mit den Leckerlis hin. Nimmt sie es aus Deiner Hand, ist es ok, wenn nicht, leg es ihr hin und geh weg. Versuche nicht, sie anzufassen, wenn Du es vermeiden kannst. Du kannst wirklich nur abwarten, mehr nicht. Ich wünsche Dir Glüück und Danke, daß Du Dich um die Maus kümmerst.

Antwort
von Kleckerfrau, 16

Es gibt eben Katzen die sind ein leben lang scheu. Der notwendige Tierarztbesuch hat eurer Katze wohl noch den Rest gegeben.

Katzen darf man nicht bedrängen, man muss warten bis sie freiwillig zu einem kommen. Es ist doch schon ein gewinn, dass sie überhaupt ins Haus kommt und sich auf den Sessel legt. Belasst es einfach dabei und drängt sie nicht weiter. Wenn ihr Glück habt, kommt sie doch eines Tages und streicht euch um die Beine. Das ist auch ein Zeichen von Vertrauen.

Und gebt ihr bitte nie wieder Milch ! Das ist Gift für Katzen.


Kommentar von Frage76mal6 ,

Aber zum Tierarzt mussten wir gehen, wir konnten doch nicht einfach ein Tier un unser Haus lassen, das weiß Gott was hätte haben können. Außerdem mussten wir checken, ob die jemandem gehört.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Das habe ich  mit dem Satz ja auch gemeint, den ich geschrieben habe. Hast du vielleicht falsch verstanden ? Dann tut es mir leid, sorry. Es war doch absolut richtig, mit ihr zu  TA zum gehen.

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