Frage von Genesafang, 37

Vertragsstrafe bei Zeitarbeit rechtens?

Ich war bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt. Ich war in 3-Schicht angestellt und der Betrieb, bei dem ich gearbeitet hatte, war etwa 50km entfernt. Nachdem ich Sonntag zur Nachschicht losfahren wollte, merkte ich, dass ich keinen Gang reinbekomme. So, Auto kaputt, 9 Uhr abends, weder Bus noch Bahn fährt. Ich habe sofort bei dem Betrieb in der Zetrale angerufen und mitgeteilt, dass mein Auto defekt ist und ich keine Möglichkeit habe zur Arbeit zu kommen. Es wurde mir gesagt, dass er es weiterleitet. Da ich in nächster Zeit keine Möglichkeit sah ohne Auto zur Arbeit zu kommen und auch kein Geld hatte ein neues zu kaufen, habe ich am Montag die Kündigung bei der Zeitarbeitsfirma abgegeben. Die Abgabe war am 13.06 und so steht es auch in der Kündigungsbestätigung. Montag und Dienstag hatte ich sowieso frei. Dann kam das Schreiben von der Zeitarbeitsfirma, dass ich eine Vertragsstrafe für Sonntag, Mittwoch und Donnerstag über 220€ bezahlen soll wegen unentschuldigtem Fehlen. Ist das Rechtens? Ich habe Sonntags eine Stunde vor Beginn im Betrieb angerufen und kann dies auch über meinen Einzelverbindungsnachweis belegen. Danach habe ich mich nicht mehr entschuldigt. Ich weiß es, es war nicht die schöne Art. Darum geht es mir aber nicht. Dass ich für Mittwoch die 70€ zahlen muss, sehe ich ein. Aber wieso für Donnerstag? In meinem Arbeitsvertrag steht eine Kündigungsfrist von 2 Tagen. Ich habe Montags gekündigt, dann sollte doch Mittwoch der letzte Tag gewesen sein, oder habe ich eine Denkblockade? Die Frage insgesamt ist: Ist es rechtens seitens der ZAF mir für den entschuldigten Sonntag und den Donnerstag eine Vertragsstrafe zu erteilen?

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Antwort
von johnnymcmuff, 27

Ich würde es einfach darauf ankommen lassen und nicht zahlen.

Der Forderung widersprechen und und entsprechend begründen.

Sollte man es Dir Lohn vom abziehen, dann einfach zum Arbeitsgericht gehen und Klage einreichen.

In erster Instanz geht das ohne Anwalt und es würde erst mal ein Gütetermin geben.

Dort beurteilt erst mal ein Richter die Sachlage und gibt eine Empfehlung.

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