Frage von sara0815, 14

Vertragsbeginn, Unterbrechnung und Laufzeit?

Halo zusammen,

angenommen jemand beginn zum 01.01. einen Job als Aushilfe auf 450,- Basis, keine geregelten Arbeitszeiten, nur zwei, drei Mal pro Monat ein Tag am Wochenende. Zum 01.07. wird das Arbeitsverhältnis in eine unbefristete Vollzeitstelle umgewandelt.

Ab wann besteht das Arbeitsverhältnis? Wie viel Urlaub steht demjenigen für das Jahr zu?

Weiter angenommender AG kündigt zum 30.09. wegen nötigem Personalabbau, muss kurz nach der Kündigung aber feststellen, dass er aufgrund neuer Auftragslagen wieder Personal einstellen muss und stellt den Arbeitnehmer zum 15.10. wieder ein.

Ist es in dem Fall noch einer Weiterbeschäftigung? Oder ist es nur eine Weiterbeschäftigung, wenn das neue Arbeitsverhältnis an das alte direkt anschließt?

Und was würde der AN am 31.12. richtigerweise sagen können? Dass er seit dem 01.01. in einem Arbeitsverhältnis steht oder erst seit dem 15.10.?

So viele Fragen, die uns gestern im Freundeskreis durch den Kopf gegangen sind,aber für die wir keine Antwort finden konnten, außer Aussagen wie :"Logisch wäre wenn..."

Ich hoffe mir kann jemand richtig Antworten, am liebsten mit Hinweis auf Gesetze oder so, geben.

Danke Euch im Voraus Sara

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Kündigung, 13

Ich habe hier eine andere Meinung als @angy2001 und @DerHans was die Betriebszugehörigkeit betrifft.

Zum Urlaub: Den Urlaubsanspruch für Deinen Minijob kann ich Dir nicht ausrechnen, da kommt es darauf an, wie viele Tage/Woche Du durchschnittlich in den sechs Monaten gearbeitet hast und wie viel Urlaub bei Dir im Betrieb gewährt wird.

Für die Vollzeitstelle steht Dir für jeden vollen Monat des Beschäftigungsverhältnisses 1/12 des vereinbarten oder tariflichen Urlaubsanspruchs zu.

Die Betriebszugehörigkeit beginnt am 1. Januar 2015 und besteht trotz der Unterbrechung von 14 Tagen seit diesem Datum.

Bei kurzen Unterbrechungen des Arbeitsverhältnisses hat das BAG in der Vergangenheit bei Berechnungen der Wartezeit, der Kündigungsfrist oder auch des Urlaubsanspruchs schon entschieden, dass man Unterbrechungen von mehr als drei Wochen als problematisch ansehen kann.

Hier handelt es sich um deutlich weniger als drei Wochen, deshalb gehe ich von einer ununterbrochener Betriebszugehörigkeit aus.

http://de.paperblog.com/kurzzeitige-unterbrechungen-des-arbeitsverhaltnisses-war...

Antwort
von DerHans, 14

Betriebszugehörigkeit begann am 1.1. Für das erste Halbjahr entstand ein Urlaubsanspruch analog zu der bis dahin tatsächlichen Arbeitszeit. Am 30. 9. war das Arbeitsverhältnis beendet und wurde so sicher auch an die Sozialversicherung gemeldet.

Ab dem 15.10 besteht dann ein neues Arbeitsverhältnis

Antwort
von angy2001, 13

1. Der Urlaub in der Zeit des Minijobs ist schwer zu berechnen. Dazu muss man genau wissen, wieviel Arbeitstage der AN im Monat gearbeitet hat. Das nur am WE gearbeitet wurde, macht es noch komplizierter. Ich kann das nicht berechnen.

2. Das Arbeitsverhältnis begann am 01.01., die Umwandlung in einen Vollzeitvertrag zum 01.07. ist eben eine Umwandlung. Der Vertrag endete dann am 30.09.

3. Ab 15.10. beginnt ein neuer Vertrag.  Das ist keine Weiterbeschäftigung mehr, in der Zeit vom 01.10. bis 14.10. hat der AN vermutlich auch Arbeitslosengeld erhalten. Jetzt ist der AN also in einem Arbeitsverhältnis ab dem 15.10.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community