Strullerpuppe am 22.11.2008 um 13:50 Uhr
Wenn man jahrelang kein Fleisch gegessen hat, reagiert der Körper mit Überempfinden auf eine Fleischaufnahme? Körperlich? Bauchkrämpfe oder ähnliches? Hat jemand Erfahrungen?
Das ist abhängig von der jeweilen Ernährung in der Zwischenzeit. Hatte der Körper die Chance zur vollständigen Entgiftung (!) wurde mit großer Wahrscheinlichkeit die Produktion der zur Verstoffwechselung von tierischem Protein/Fett nötigen Enzyme eingestellt. Der Wiedereinstieg in die omnivore Lebensweise kann dann zu den unterschiedlichsten physischen Reaktionen führen. In unterschiedlicher Ausprägung.

war jahrelang vegetarier und durch vermehrte lebensmittelallergien und lactoseintoleranz, die meinen essensplan immer weiter einschränkten habe ich in meiner ersten schwangerschaft beschloßen, fleisch wieder in meine ernährung aufzunehmen. war körperlich überhaupt kein problem. man sollte es halt grundsätzlich nicht übertreiben mit fleisch.

Also meine Schwester war 20 Jahre Vegetarierin und ist seit 1.1. wieder ausgewähltes Fleisch. Sie hat keine Probleme.
Strullerpuppe am 22. November 2008 13:53 Danke°
Ich habe mal das Schweinefleisch weggelassen. Beim ersten Schweinefleischgenuß hatte ich dann am nächsten Tag die Nase verstopft und Kopfweh. Heute denke ich, daß das eine Art Entgiftungsversuch meines Körpers war, keine Krankheit.
Dasselbe passiert mir auch, wenn ich Zucker, Weißmehl usw. weglasse und wieder mal was davon probiere.
klar doch
Strullerpuppe am 22. November 2008 13:52 sehr hilfreich!

ich habe über 10 Jahre kein Fleisch gegessen jetzt habe ich um meinem Freund Fleisch versucht um zusehen was passiert Es ist als ob ich schon immer Fleisch gegessen häätte
Jetzt esse ich weiter ohne Fleisch in 10 Jahre probier ichs dann nochmal
Bild/er:

Ist überhaupt kein Problem. In unserer Familie gibt es allerdings kein Schweinefleisch, seit Generationen nicht. Wenn jemand behauptet, wir bekämen ein Kalbsschnitzel, dann merken wir es sofort an Furunkeln, die wir auf Schweinefleisch bekommen. Das hat aber nichts mit vegetarischer Ernährung in der Zwischenzeit zu tun! Es ist Quatsch, dass gewisse Enzyme ihre Tätigkeit einstellen. Fleisch braucht ja keine Lactase zum Abbau!
Hängt von der Kraft des jeweiligen Darmes ab. Wenn er stark (geblieben) ist, wird Fleischverzehr nach langsamem Beginn und genügend Kauen vermutlich kein Problem machen. Lediglich Schweinefleisch ohne Biohaltung wird evtl. Probleme machen, das liegt dann aber weniger am Fleisch, eher an der Qualität desselben.

ich denke nicht das was passiert, weil der darm ja von geburt an so gebaut ist das fleisch und pflanzen verdaut werden können

nein, warum? menschen sind fleischfresser..
Strullerpuppe am 22. November 2008 13:53 Ja das stimmt wohl :-)
Stimmt "so" nicht.
es passiert nix solange sie sich nicht gleich überfressen
Strullerpuppe am 22. November 2008 13:54 Wie mit allem, nicht wahr, das Mass muss stimmen!
Ich esse seit 25 Jahren kein Fleisch... seit ich 14 war. Wenn ein Restaurant Suppe mit Fleischbrühe vorbereitet, schmecke ich sofort und mir wird es übel. (Magen hat Schwierigkeiten zu verdauen.) Aus Höflichkeit kann ich auch nicht Fleisch essen... vor 10 Jahre versuchte ich, und war dann krank und lethargisch für ein Tag... Kopfschmerzen...
Puh klingt gruselig, aber danke Dir!
Gern - aber warum gruselig?
Unter Berücksichtigung meiner rudimentären Kenntnisse über Biochemie bezweifle ich sehr, dass für pflanzliche und tierische Proteine bzw. Fette unterschiedliche Enzyme benötigt werden. Pflanzliche und tierische Proteine bestehen aus denselben 20 Aminosäuren mit exakt gleicher Peptidbindung, pflanzliche und tierische Fette unterscheiden sich nur in den Fettsäuren, die prinzipiell auch auf immer gleiche Art mit den gleichen Variationen aufgebaut sind. Insbesondere baut der Körper in jeder einzelnen Zelle ständig menschliche und damit tierische Proteine und Fette mit entsprechenden Enzymen auf und ab.
Wenn es also Probleme geben sollte, liegen diese m.E. an anderen Inhaltsstoffen oder müssten besser begründet werden.
Eine bessere Begründung kann hier tatsächlich nur der Fachmann geben, ich bin lediglich ein betroffener Laie und gebe hier nur Erfahrungen aus meinem Leben, meinem Umfeld wieder. Mit den Erklärungen, die mir von Ärzten, Ernährungsberatern und anderen medizinischen Dienstleistern, aber auch von Wissenschaftlern gegeben wurden. Da ich nicht zu diesem erlauchten Kreise gehöre, kann ich nicht beurteilen, ob diese Leute mir "Sche...." erzählt haben. Wenn ja, dann habe ich immer noch nur die Symptome und mir bleibt nur der Verzicht auf sämtliche Auslöser.
Danke für Deine Antwort. Bleibt noch zu klären weshalb es derart viele verschiedene Allergien im Proteinsektor gibt, und in derart unterschiedlicher Ausprägung??