Frage von soccergirl2801, 80

Vertrag von Ponthion?

In welcher Weise profitieren beide Beteiligten vom Vertrag von Ponthion? Und warum gab es einen Konflikt zwischen dem Papsttum und dem Kaisertum ? Danke

Antwort
von lkrues, 47

Das wird doch in dem Wikipedia-Artikel ziemlich deutlich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_II._%28Papst%29

"Stephan und Pippin trafen am 6. Januar 754 bei Ponthion aufeinander. Dort warf der Papst sich Pippin in Büßerkleidern zu Füßen und bat ihn, dem Volk von Rom im Kampf gegen die Langobarden beizustehen. Bis zum 14. April verhandelten Stephan und Pippin, unter anderem in Quierzy und Laon. Pippin und seine Söhne verpflichteten sich zur Sicherung Roms und einiger weiterer Gebiete und bestätigten diese als Eigentum des Heiligen Petrus. In Anlehnung an die Konstantinische Schenkung wurde der daraus folgende Vertrag Pippinsche Schenkung genannt. Mit dieser Schenkung wurde der Kirchenstaat begründet, dessen letzter Rest bis heute als Staat der Vatikanstadt fortbesteht. Die Verhandlungen hatten dabei sehr an Stephans Gesundheit gezehrt. So musste er große Teile des Frühlings 754 in der Abtei Saint-Denis bei Paris zubringen.

Als Gegenleistung salbte Stephan am 28. Juli 754 den König und seine Familie und verlieh ihm und seinen Nachkommen den Titel „patricius romanorum“. Damit war die Basis für die enge Verbindung des römischen Papsttums mit dem fränkischen Königshaus gelegt. Auf diesem Fundament wurde später das römisch-deutsche Kaiserreich errichtet. Am 25. Dezember 800 krönte einer von Stephans Nachfolgern, Leo III., Pippins Sohn, Karl den Großen, zum römischen Kaiser."

Dem Papst fehlten Soldaten - Pippin dagegen fehlte das Recht, König zu sein. Außerdem bekommt der Papst dafür, dass er Pippin zum König macht, auch noch Gebiete in Italien.

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