Frage von CH572, 45

Vertrag mit 16 jähriger stornierbar trotz Anzahlung?

Hallo,

Der Abschlussjahrgang meiner Tochter wollte einen Abschlussball, organisiert von den Schülern,feiern. Im Vertrag wurde eine Mindestteilnehmerzahl von 200 Personen vereinbart. Unterschrieben hat den Vertrag eine 16jährige Schülerin, kein Erwachsener.Geleistet wurde von der Kassenwartin unserer Klassenkasse eine Anzahlung von 1000,-€. Nun muss die Veranstaltung aufgrund mangelnder Anmeldungen storniert werden.

Meine Frage lautet: meines Wissens nach dürfte der Vertrag mit der 16 jährigen gar nicht rechtskräftig sein, kann es sein das die geleistete Anzahlung durch eine volljährige Person diesen Umstand aushebelt???

Viele Dank für kompetente Antworten :)

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Antwort
von peterobm, 24

muss ja auch nicht; Sowas nennt sich dann Festausschuss; da kann auch eine Schülerin einen solchen Vertrag unterzeichnen. Sie handelt für den Ausschuss. 

Anhand mangelnder Anmeldungen ist das halt ins Wasser gefallen. Auch das ist ein ganz normaler Vorgang. 

Wir kennen den Vertrag nicht, fällt eine Vertragsstrafe an?

Antwort
von asdundab, 29

Wenn die Tochter für eine Organisation gehandelt hat, und sie die Zustimmung dieser Organisation hatte, dann ist da nichts zu machen. Hat sie das privat gemacht, dann müssen nur zu einen beliebigen Zeitpunkt (kamn sowohl nach, als auch vor Vertragsschluss sein) zugestimmt haben.

Antwort
von Nordseefan, 13

Egal, wer die Anzahlung geleistet hat:

Fakt ist, das eine 16 jährige ohne Zustimmung eines ERziehungsberechtigten so einen Vertrag nicht unterschreiben darf bzw er schwebend unwirksam ist.

Allerdings kann man davon ausgehen, das wenn bis zu einer bestimmten Zeit erziehungsberechtigeter wiederspruch einlegt, der Vertrag dann eben doch wirksam wird.

Sprich: man kann zwar nach 2 oder 3 wochen noch Einspruch erheben nicht aber nach ein paar Monaten

Antwort
von Kreidler51, 22

kann es sein das die geleistete Anzahlung durch eine volljährige Person diesen Umstand aushebelt???

Verstehe deine Frage nicht möchtest du Geld zurück haben.

Kommentar von peterobm ,

so wird es aussehen, da die Schülerin diesen Vertrag nicht hätte unterschreiben dürfen; seiner Meinung nach

Kommentar von Kreidler51 ,

Ja und ??

Antwort
von berndcleve, 4

Ein minderjähriger kann ohne Einwilligung der gesetzl. Vertreter keine Rechtsgeschäfte abschliessen, die mit rechtlichen Nachteilen verbunden sein können. Hier wäre der Vertrag also unwirksam bzw. schwebend unwirksam.

Ein minderjähriger kann aber  rechtswirksame Willenserklärungen im Rahmen einer Vollmacht (stellvertretung)abgeben, wenn er dabei selber rechtlich nicht benachteiligt werden kann; sondern nur der vertretene. Es stellt sich hier aber die Frage, ob der minderjährige selber Teil der (BGB )Gesellschaft ist, die er hier vertritt.

Die geleistete Anzahlung einer erwachsenen Person könnte man als  konkludente Handlung ansehen, den Vertrag abzuschliessen. Der Vertrag wäre dann wirksam zustande gekommen. Wenn die erwachsene Person keine Vertretungsmacht hatte, würde dann der Vertrag eventuell zwischen der erwachsenen Person und dem Veranstalter zustande kommen.

Hatte die erwachsene Person Vollmacht für eine BGB Gesellschaft, wo Minderjährige Mitglied sind, stellt sich die Frage, inwieweit diese Gesellschaft entstanden ist, da minderjährige hierfür die Zustimmung der gesetzl.Vertreter brauchen.

Antwort
von CH572, 6

Vielen Dank für die Antworten, sie haben mir sehr geholfen!

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