Versteht jemand Noam Chomskys Begründung für das Konzept der Universalgrammatik?

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1 Antwort

Grundannahme der Universalgrammatik besteht darin, dass Kinder mit einem grammatischen Wissen geboren werden, das durch Sprachäußerungen anderer verifiziert (und damit bestätigt) oder falsifiziert (und damit verworfen) wird, selbst wenn diese Äußerungen linguistisch fehlerhaft sind. Denn die Spontansprache, die das Kind wahrnimmt, ist bei allen Sprechern immer fragmentarisch und sprachlich unvollkommen - sowohl quantitativ als auch qualitativ: Auf der Grammatikebene ist sie bspw. geprägt von Satzabbrüchen, Satzverschränkungen (kurz und vereinfacht: Satzende passt nicht zum Satzanfang) oder Fehlern bei der Wortbildung/-beugung, und sie repräsentiert auch nicht die Bandbreite grammatischer Möglichkeiten. Dennoch nehme diese Unvollkommenheit laut Chomsky keinen Einfluss auf die Entwicklung der Syntax, vielmehr entwickele sich die Sprache bei allen Kindern in einer bestimmten Reihenfolge, was für ihn seine Theorie stützt.

Nehmt Ihr nur den nativistischen Ansatz durch oder auch den behavioristischen?

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