Frage von hitman1991, 100

Versteht ihr die Reaktion von meinem Sohn?

Mein Sohn spricht seit ein paar Wochen kein Wort mehr mit mir. Die Geschichte: Ich hatte ihm vor 2 Jahren versprochen, dass ich ihm mein Auto schenken würde, wenn ich mir ein neues kaufen würde. Das hat sich jetzt 2 Jahre hingezogen. Mein Sohn geht aber seit 3 Monaten arbeiten und ich will ihm deshalb das Auto nicht schenken sondern verkaufen. Mein Sohn ist jedoch extrem wütend, dass er jetzt für das Auto zahlen muss. Er sagt, dass ich ihm versprochen hätte ihm das Auto zu schenken, die Arbeit würde nichts daran ändern. Da ich nicht einsichtig war, hat er jetzt den Kontakt abgebrochen.

Versteht ihr meinen Sohn ? Bin ich im Unrecht.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 40

Als erstes hätte ich da die Frage, warum hast du ihm vor 2 Jahren das Auto geschenkt?

War das ein Deal, dass er etwas dafür tun musste? War das ein Geschenk zu einem bestimmten Anlass? Dann würde ich sagen: "Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen". Das ginge dann schon Richtung Diebstahl oder Betrug. Daran ändert auch die Arbeit nichts oder hast du damals dazugesagt, dass es nicht gilt, falls er Arbeit findet? Oder ist das als Strafe dafür gedacht, dass er eine Arbeit angenommen hat?

Stell dir doch mal vor: da hat sich dein Filius seit 2 Jahren darauf gefreut, ein Auto zu bekommen. Wahrscheinlich hat ihn das einiges an Geduld gekostet. Dann kam der Moment, wo du über die Neuanschaffung geredet hast. Da stieg seine Vorfreude. Und dann der Schlag ins Gesicht "Was interressieren mich Versprechen von vor 2 Jahren?". Dass er maßlos enttäuscht ist, kann ich sehr gut verstehen. Das ist womöglich der schmerzhafteste Vertrauensbruch, den er bisher erlebt hat.

Und das du wegen ein paar Kröten das Vertrauen mit einem Schlag zerstörst, das in langen Jahren aufgebaut wurde, ist echt bescheuert. Wem soll er denn noch in seinem Leben vertrauen, wenn er selbst von seinen Eltern enttäuscht wird?

Antwort
von Pudelcolada, 23

Ich kann Deinen Sohn gut verstehen:
erst kriegt er ein Geschenk in Aussicht gestellt, aber irgendwann, wenn es Dir aus persönlichen Gründen in den Kram passt.
Also ohne konkrete Terminabmachung.

Das ist ja soweit ok, denn dieses Vorgehen hast Du ja begründet:
Dein Auto wird erst frei mit dem Kauf eines neuen.
Was eine größere Anschaffung bedeutet, dafür muss eine Oma lang stricken.

Aber:
Als es soweit ist, verhandelst Du nicht einfach nach, sondern stellst ihn vor neue Bedingungen.
An seiner Stelle wäre ich auch voll angepisst, was soll das denn?

Wenn er aber jetzt längerfristig den Kontakt abbrechen sollte, stellt sich mir die Frage, ob er Dich in Deinen Zusagen und Versprechen nicht zum ersten Mal als wortbrüchig erleben musste?

Antwort
von Ifosil, 46

Du bist leider klar im Unrecht, du kannst ein Versprechen nicht einfach ändern. Dies beschädigt deine Glaubwürdigkeit. Du musst wohl oder übel, wie versprochen, ihm das Auto schenken.

Antwort
von Schuhu, 44

Schon der König im Märchen sagte "Was man versprochen hat, das muss man halten" und zwang die Prinzessin, den Frosch mit ins Bett zu nehmen. Dagegen ist dein Auto zu verschenken wohl eher eine machbare Konsequenz deines Versprechen.

Dass dein Sohn enttäuscht ist, ist doch nachzuvollziehen. Vater verspricht ein großes Geschenk und will dann abkassieren.

Antwort
von BerlinEastside, 48

Versprochen ist versprochen, und wird nicht gebrochen. Und das find ich jetzt auch nicht so in Ordnung von dir. Es sei denn, deine finanzielle Situation, lässt so ein Geschenk nicht zu. Da hätte ich Verständnis.

Aber das dein Sohn deswegen nicht mehr mit dir redet, und den Kontakt abgebrochen hat, find ich total daneben, und übertrieben. Das kann ich gar nicht nachvollziehen. Deswegen bricht man doch nicht den Kontakt zum Vater ab. 

Ich kann verstehen, wenn er enttäuscht ist. Aber deswegen nicht mehr mit dir zu reden, ist völlig überzogen. Vielleicht ist er dann doch, zu sehr verwöhnt worden?

Antwort
von Unicorngirl02, 27

Sagen wir mal so.
Wenn sie ihm versprechen dass sie ihm das Auto schenken und dann sagen dass sie es ihm doch nicht schenken ist dass für ihn bestimmt doof.

Allerdinhs hat das Auto auch mal Geld gekostet und es einfach wegzugeben wäre für Sie sicher blöd.
Setzt euch am besten mal zusammen und redet darüber.
Ich bin sicher ihr findet eine Lösung die für beide Parteien in Ordnung ist.

Lg

Antwort
von TimsKotStube, 36

Ja si d sie es war ein verspechen ich wäre da auch ziemlich wütend geben Sie ihm das auto doch einfach. es seihe den sie sind auch das geld wirklich angewiesen. Was ich aber nicjt glaube da sie sich ja gerade ein auto gekauft haben.

Antwort
von kieljo, 13

Wer so einen Vater hat braucht keine Feinde mehr.

Du willst doch nicht wirklich Geld von deinem Sohn nehmen für dein altes Auto ? Dann wunderst du dich über sein Verhalten ? Kann ich voll verstehen. Mein Vater schenkt mir etwas, auch wenn es noch 2 Jahre dauert, dann will er aber plötzlich dafür Geld haben. Da würde ich auch einige Zeit kein Wort mehr mit dir wechseln.

Ja, Du bist im Unrecht.

Antwort
von XC600, 20

finde ich nicht ok von dir , erst hast du es versprochen , er hat sich 2 Jahre drauf gefreut und nun auf einmal willst du doch Geld dafür haben .................. wenn ich dein Sohn wäre würde ich dir das Auto nicht abkaufen schon zum Trotz ;) ;)  ............ würde mir dann irgendwo anders was günstiges besorgen ................. du kannst deine alte Möhre ja dann anderweitig veräußern ............

Antwort
von MaggieundSue, 29

Einmal willst du es verschenken und nun willst du es doch abzocken!

Ich verstehe deinen Sohn!

Antwort
von Psylinchen23, 36

Ich versteh dich nicht. Als Mutter/Vater sollte es dir wichtig sein das du dein Versprechen nicht brichst. Ich würde es verstehen wenn du in einer Finanziellen Notlage bist aber so ist das echt unfair von dir einfach nicht dein Wort zu halten und deine Meinung ändern. 

Antwort
von Joschi2591, 25

Unrecht hat Dein Sohn nicht.

Versprochen ist versprochen.

Dennoch ist das Verhalten Deines Sohnes zwar verständlich, aber doch sehr pubertär bzw. unerwachsen und unkontrolliert.

Hier sieht man mal wieder:

bei Geld hört die Freundschaft auf, und auch ganze Familien zerbrechen an der Geldgeilheit der Menschen. Traurig, aber wahr.

Kommentar von Pudelcolada ,

Leider hast Du m.M.n. völlig recht.
Und das Schlimmste an der Sache ist:
Dein letzter Absatz scheint ja hier für beide Beteiligten zu gelten...

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