Frage von Neutralis, 144

Verstehe Atheisten nicht, die behaupten, dass die Wissenschaft für sie das einzig realistische ist und dann haben sie keine Ahnung davon?

Ich meine, religiöse Leute haben wenigstens oft Ahnung von ihrer Religion, aber Atheisten scheinen keine Ahnung vom beiden (Religion o. Wissenschaft) zu haben. Woran liegt das ?

Antwort
von Dhalwim, 11

Ich darf zitieren, du wüsstest es bei näherer Betrachtung eigentlich genauer. Man kann bei sowas nicht pauschalieren, es gibt Religiöse Fromme Menschen die keine Ahnung von Wissenschaft haben und das Gegenteil (also Ahnung von Wissenschaft).

Genauso gibt es Atheisten die zwar keine Ahnung von Religion haben, aber von der Wissenschaft und das Gegenteil (also Ahnung von Religion).

Man kann das nicht pauschalieren, zudem egal ob man Atheisten oder Religiöse Menschen verurteilt, beides ist verkehrt.

LG Dhalwim

Antwort
von Rowal, 29

Zunächst stimme ich deiner Einschätzung nicht zu. Atheisten wissen oft sehr viel über Religion. Den Unterschied zwischen Religiösen und Nicht-Religiösen hat bereits der Mönch Thomas von Kempen in seiner bedeutenden Schrift "De Imitatione Christi" im Hochmittelalter dargelegt. Danach sagen diejenigen, die unfähig sind, fromm zu leben, dass es eh keinen Gott gibt, also hat das keinen Nutzen. So machen sie aus einem Defizit auch noch eine Tugend, nämlich, dass sie eben dies erkannt haben, während die Religiösen dies nicht erkennen und erheben sich somit sogar über diese.

Thomas von Kempen legt nun aber dar, dass es darauf ankommt das Streben nach Wissen und Erkenntnis mit einem frommen Leben in Einklang zu bringen, und dass dieses von Nutzen für den einzelnen wie auch für die Gemeinschaft ist.

Antwort
von YanMeitner, 53

Wann hat jemand keine Ahnung? Wenn er die Quantentheorie nicht kennt? Wenn er Russells Teekanne nicht kennt? Also ich finde das sehr pauschalisierend ausgedrückt.

Ich kenne deutlich mehr kluge Atheisten, als kluge Relligiöse. Ein leuchtendes Beispiel für Kompetenz auf allen Bereichen ist wohl Richard Dawkins. Einen Relligösen im Institutionaliserten Sinne, der sich auf beidem auskennt habe ich noch nie getroffen.

Ich denke, man kann ein ziemlich gutes Gefühl dafür haben ob man an fliegende Einhörner, Boote voller Tier, Wiedergeburt oder Logik glaubt. Auch wenn man sich nicht gut in Wissenschaft aukennt. Ich finde es ist das gute Recht eines jeden Menschen, darauf zu Pochen, dass es Aufgabe der Dogmatiker ist, ihre alten Dogmen zu beweisen und nicht umgedreht.

Zu guter letzt möchte ich noch anmerken dass ich ein großes Relligiöses Wissen von deutlich geringerem Wert einstufe. Die Bibel ist ein buntes fiktives Buch. Sicherlich ein sehr bedeutendes, aber das sind Der Zauberberg oder Der Fremde auch. Jemand der sich mit Relligion gut auskennt ist also im Prinzip wie ein Harry Potter Nerd, der jede Seite auswendig kann, nur dass an sein Buch mehr Leute glauben.

Antwort
von blechkuebel, 48

Also etwas anmaßend finde ich, dass Du schreibst, dass Atheisten keine Ahnung von beidem hätten, als würde das auf alle Atheisten zutreffen.

Alle Kombinationen sind möglich, sowohl bei Atheisten auch als bei Gläubigen:
- Ahnung von beidem
- Ahnung von keinem
- Ahnung von einem der beiden Bereiche

Und wenn Du Dir manche Fragen von Gläubigen z.B. in diesem Forum ansiehst, weißt Du auch, dass manche Gläubige keine Ahnung von ihrer Religion haben (z.B. war hier mal ein Muslim, der eine christliche Kirche nicht betreten wollte, weil der Prophet sich dann wohl im Grab umdrehen würde...)

EDIT: Vermutlich war es nicht Deine Absicht, das so auszudrücken, dass Atheisten generell keine Ahnung hätten. In diesem Fall wäre deine Frage etwas ungünstig formuliert.

Antwort
von Richard30, 46

Das kannst du doch so garnicht sagen, es gibt Atheisten, die kennen die Bibel besser als die meisten Christen, es gibt aber auch religiöse die sich eben mit Wissenschaft besser auskennen als die meisten Atheisten.

Kommentar von Neutralis ,

Meine Frage war nur auf die Atheisten bezogen die keine Ahnung von beiden haben. Sind meistens die, die man im Internet antrifft.

Kommentar von Richard30 ,

Viele sind halt Atheisten, weils der Zeitgeist so will.

Antwort
von Serendipity87, 3

Mit deiner Beobachtung bist du auf dem richtigen Dampfer, dasselbe stell ich auch immer wieder fest.

Viele Atheisten, ganz besonders diese sogenannten "Neuen" (man könnte sie auch Dawkinsjünger nennen), geben sich nach außen hin regelrecht wissenschaftshörig, aber bei genauem Hinsehen hapert es sogar beim Verständnis der fundamentalsten wissenschaftlichen Säulen. So haben viele von ihnen ein sehr idealistisch-naives Bild von der Wissenschaft, z. B. dass ein Wissenschaftler niemals "glauben" würde, sondern nur wissen oder nicht wissen könne. Zum einen müssen in der Wissenschaft selbstverständlich vieles geglaubt werden, zum anderen steht glauben sogar am Anfang jeder Forschung. Keine Forschung kommt ohne Vorannahmen und Vertrauen in die verfügbaren Untersuchungsmethoden aus. Oder dass es in der Wissenschaft vorrangig um das Widerlegen alter Ansichten geht, in Wirklichkeit geht es aber um die Ergänzung und Erweiterung von bestehendem Wissen, altes Wissen muss nicht notwendigerweise über Bord geworfen werden.

Ihre Kenntnisse über Religion und deren historische Umständen haben sich merklich verbessert, das muss man ihnen lassen. Früher konnten sie z. B. noch sagen: "Die Bibel ist schlecht, weil sie mit der Hölle droht". Mittlerweile ist die Tatsache, dass die Hölle eine heidnische Idee ist und in der Bibel gar nicht vorkommt, sogar zu führenden Vertretern der konservativen Bibelkritik vorgedrungen.

Mit ihren Bibelkenntnissen sieht es nach wie vor zappenduster aus, weil sie dieselben Vorurteile und Irrtümer konservieren und verbreiten wie die Christen, z. B. die junge Erde oder die globale Sintflut. Hast du jemals einen Neuen Atheisten von Präadamiten (biblisch dokumentierte Menschen vor Adam) sprechen hören, außer im Rahmen der heutigen Evolutionstheorie? Ich leider noch nie, das wäre ein neues Weltwunder. 

Antwort
von SPEZALIST, 47

Hi, Atheist zu sein bedeutet an nichts zu glauben.

Als Atheist glaubt man an gar nichts man vertraut der Wissenschaft.

Bin selber Atheist.

LG

Kommentar von ChesterKing1313 ,

Hi per Definition bedeutet Atheist zu sein, zu glauben dass es keinen Gott gibt. Dies mag zwar auf den ersten Blick das gleiche sein aber ist es nicht. Atheismus heißt wörtlich gegen gott

Kommentar von SPEZALIST ,

ja und ich bin mir sicher dass es keinen Gott gibt. Weil we´nn man mal darüber nachdenkt, der kann ja auch nicht einfach da gewesen sein. Und wenn man mal darüber nachdenkt, bzw. ich habe darüber nachgedacht und bin der festen Überzeugung dass es keinen Gott gibt

Antwort
von Arlon, 60

Das ist nur ein Modeerscheinung, der Leute hinterherhecheln, die gerne In sein möchten. Morgen hecheln sie dann rosa Pudelmützen hinterher.

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