Verständnisfrage zum Veganismus und zum allgemeinen Vegetarischen Lebens Stiel - hab ich Recht damit?

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11 Antworten

Hallo,

manche Menschen machen aus ihrer Ernährungsphilosophie ganz offensichtlich eine Weltanschauung, und es wird sowohl bei den Verteidigern des Fleischkonsums, als auch bei Veganern mit Teil- und Halbwissen agiert oder man pappelt irgendetwas nach, was man im Netz von anderen gelesen hat. Das Internet, Wikipedia und insbesondere Internetforen sind keine verlässliche Quelle für Informationen. Ich muss auch nicht alles glauben, was in irgendwelchen Büchern steht, die irgendjemand mal geschrieben hat.

Und die Entwicklung meines Gehirns, mit dem ich denken und mich dadurch frei entscheiden kann, ist in der Evolution dank des Fleischkonsums meiner Urahnen zu dem geworden, was es heute ist. Also - bitte mal die Kirche im Dorf lassen :-)

Tatsache ist, dass ein Großteil des Sojas, dass hier bei uns für die menschliche Ernährung (z.B. Tofu-Produkte) verwendet wird, von deutschen Äckern kommt. Teils konventionell, teils bio. Habe ich auch erst vor Kurzem recherchiert.

Lasst euch nicht verrückt machen. Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen den Extremen. Im Prinzip bestätigen heute Ernährungswissenschaftler, dass Omas gesunde Mischkost, die früher üblich war und nicht nur in schlechten Zeiten, eine Ernährungsform darstellt, die für die menschlichen Ernährungsbedürfnisse und für unsere Gesundheit alles abdeckt.

Bei Oma (ich meine die Zeit vor dem Ernährungsboom in den 60er Jahren..) gabs nur einmal die Woche Fleisch, wenn erhältlich einmal die Woche Fisch und ansonsten viel Gemüse, Brot, Milch und auch Salat.

Wenn wir dies auf unser modernes "cross-over-cooking" übertragen, so könnten wir uns sogar noch besser ernähren, als es bei Oma der Fall war. Was bedeutet, deutsche Küche trifft mediterrane Küche, asiatische Küche usw. Wir verbinden die Vorteile der jeweiligen Ernährungsformen unterschiedlicher Kulturen und es entsteht ein gesunder Mix.

Ich werde sicherlich niemals aus reiner Überzeugung zum Veganer, toleriere diese Einstellung jedoch, solange sie nicht extrem geifernd vertreten wird und bin genau so wie viele andere Menschen der Meinung, dass wir einen dermaßen irre hohen Fleischkonsum (mit industriellen Fleisch-Produkten) auf keinen Fall brauchen und wieder zur Normalität einer gesunden Misch-Ernährung zurückfinden sollten. Damit es uns weiter gut geht und damit auch Tiere nicht unnötig leiden müssen.

LG Jürgen

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Kommentar von MLPxLuna87
16.11.2015, 12:31

Beste Antwort, die ich seit langem zu dem Thema sehen durfte. Ist eine Seltenheit.

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Kommentar von Fielkeinnameein
16.11.2015, 16:00

Dann recherchiere mal bitte genauer. Denn deine Recherche geht etwas an der Realität vorbei.

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Kommentar von juergenkrosta
18.11.2015, 11:32

Bitte lesen, was ich geschrieben habe. Ich habe nicht über Soja für  Tierfutter geschrieben, sondern über das Soja, aus dem z.B. bei uns Tofu hergestellt wird. Ich habe diese Info übrigens vom größten Tofu-Hersteller, weil mich das interessiert hat.

bitte hier lesen:

https://www.taifun-tofu.de/de/wir-bringen-die-sojabohne-nach-europa

Das Argument ist ja immer, dass Veganer auch für Flächenfraß in der Dritten Welt verantwortlich sind. Doch eigentlich sind es ja die Fleischesser?!

Das wollte ich einfach nur objektiv darstellen. Und das hat mit den WWF-Zahlen gar nix zu tun, da es dem WWF darum geht, darzustellen, dass der überwiegende Sojaanbau für Fleischproduktion verwendet wird. Das habe ich  nicht bestritten.

 LG  Jürgen

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Hallo! Es ist genau umgekehrt. Der WWF sagt unter der Überschrift

 Fleisch frisst Land 

War die Sojabohne ursprünglich wegen ihres Öls und als alternative Proteinquelle für Fleisch als Lebensmittel geschätzt, ist die Ausweitung der heutigen Anbaufläche vor allem auf einen Faktor zurückzuführen: die zunehmende Nachfrage von Soja als Futtermittel für die Viehhaltung. Ungefähr 80% des importierten Sojas werden mittlerweile weltweit als Viehfutter verwendet.

Aufgrund der zunehmenden Nachfrage ist die Sojaproduktion allein zwischen 1960 und 2009 um das fast zehnfache gestiegen (von ca. 24 Mio. Tonnen auf über 230 Mio. Tonnen). Dies spiegelt sich auch in der Ausdehnung der Anbaufläche wieder: von etwa 24 Mio. Hektar 1960 auf fast 100 Mio. Hektar 2009.

Sojaanbau in Südamerika

Am rasantesten war die Ausweitung der Anbauflächen in Südamerika. In Argentinien hat sich die Soja-Anbaufläche zum Beispiel seit 2000 um über 190% auf heute etwa 17 Mio. Hektar ausgeweitet. In Brasilien um über 160% auf heute etwa 22 Mio. Hektar. Das ist mehr als die gesamte Fläche von Portugal und Ungarn zusammen. Wertvolle und oftmals einmalige Lebensräume wurden hierdurch zerstört. So zum Beispiel die Trockenwälder des Chaco oder die Nebelwälder Argentiniens, die zu den am meisten gefährdeten Landökosystemen der Erde gehören. In Brasilien sind insbesondere die Savanne – der Cerrado – sowie der tropische Regenwald des Amazonasgebiets betroffen.

Was hat das alles mit uns und unseren Fleischkonsum zu tun?

Soja wird in Deutschland bzw. Europa kaum angebaut. Das Meiste wird importiert. Über 80% des nach Deutschland importierten Sojas stammt aus Südamerika. Insgesamt werden in Deutschland in etwa 3,7 Millionen Rinder pro Jahr geschlachtet, weiterhin mehr als 58 Millionen Schweine und etwa 680 Millionen Geflügel. Für die meisten dieser Tiere, die zumeist aus intensiver Tierhaltung stammen, ist Soja mittlerweile ein zentraler Bestandteil des Futters geworden. Dies gilt vor allem für Schweine und Geflügel Und das ist gerade das Fleisch, welches von den Deutschen am stärksten nachgefragt wird. Insgesamt werden etwa 4,5 Mio. Tonnen Sojaschrot an die Tiere in Deutschland verfüttert.

http://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/soja-als-futtermittel/

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Kommentar von Omnivore08
15.11.2015, 21:13

Der WWF glaubt also, dass das deutsche Vieh mit Sojabohnen gefüttert wird? Reife Leistung um noch unglaubwürdiger zu werden!

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Viele Veganer und Vegetarier ernähren sich aus gesundheitlichen Gründen ohne Soja. Du liegst mit deinem Argument falsch

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Hallo!
Du liegst richtig damit, dass für den Anbau von Soja Plantagen Regenwälder gerodet und somit auch das 'Zuhause' vieler Tiere zerstört wird. Allerdings geschieht das nicht für die Produktion von Soja Milch sondern wird als Futter für die Tiere in Massentierhaltung verwendet, da Soja das billigste Getreide ist. Kauft man also Fleisch aus Massentierhaltung unterstützt man nicht nur die Umstände unter welchen diese Tiere leben müssen bis sie geschlachtet werden. sondern auch die Rodung der Regenwälder. 
Es ist also genau umgekehrt. 
Fleisch - Esser tendieren grundsätzlich dazu Veganern die Schuld für Problematiken wie dieser in die Schuhe zu schieben, oftmals um sich nicht selbst attackieren zu müssen.
Ich hoffe diese Antwort war hilfreich für dich, bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.
Liebe Grüße!

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Kommentar von thundercake
14.11.2015, 21:34

Inwiefern werden denn Unterschiede gezogen zwischen Soja Milch und Tierfutter?

Ist Soja nicht Soja?

Bei der Produktion von Veganen oder Vegetarischen Produkten arbeiten sicherlich auch nicht nur Gut Menschen. Die Chefetage ist bei denen schließlich ebenso Gewinn Orientiert wie bei der Fleisch Industrie und Rodungen des Regenwaldes sind sicherlich nicht teuer im Vergleich zum Gewinn.

Oder?

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Kommentar von AppleTea
14.11.2015, 22:31

super bell :) hätt ich nicht besser formulieren können. dh

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Hi! Informiere Dich über WWF und Umwelt.

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Man töte Tiere und unterstütze Massentierhaltung sowie die Massentötung, auf brutalste Art und Weise.

Ja diese emotionale Übertreibung kenn ich!

Aber werden für den Abbau sprich - die Gewinnung der Soja Pflanzen nicht riesige Flächen des Urwalds abgeholzt? - Würde das nicht bedeuten das durch die Gewinnung einer Pflanze für Veganer und Vegetarier der Lebensraum unfassbar vieler Tiere zerstört wird und somit ebenfalls Tiere auf eine ebenfalls ziemlich grausame Art und Weise getötet werden.

Naja, Das Soja kommt ja meist aus Europa oder teilweise aus Asien. Woher es kommt ist aber eigentlich trotzdem egal, weil für Ackerbau IMMER Tiere sterben. Das kann keiner Verhindern

Inwiefern kann ich ein solches Argument der PETA & Co ernst nehmen wenn durch den verzehr von Tofu und Soja ebenfalls Tiere, wenn auch nur indirekt getötet werden?

PeTA kann man gar nicht ernst nehmen. Die übertreiben maßlos!

Bin ich völlig fehl Informiert? Oder hab' ich Recht damit?

teils teils

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Kommentar von kami1a
16.11.2015, 01:28

PeTA kann man gar nicht ernst nehmen. Die übertreiben maßlos!

Nein Du untertreibst maßlos. 

"Für die Produktion von Fleisch und Milch wird mehr Soja und Getreide gebraucht als für die Produktion pflanzlicher Alternativen", erklärt Rieke Petter von der Albert-Schweitzer-Stiftung. "Die Tiere wandeln nur einen Bruchteil der ihnen zugeführten Kalorien und Nährstoffe in Fleisch und Milch um. Den Rest verwenden sie für den Skelettaufbau, die Körperfunktionen und so weiter." Als Rechenbeispiel: Um ein Kilo Schweinefleisch zu produzieren, werden fünf Kilo Futter benötigt – Nahrung, die theoretisch auch viele hungernde Menschen ernähren könnte.

Fleisch frisst Land

Sagt wwf, der und für Naturschutz, ARD, ZDF, WDR, Ministerien, Fleischatlas und viele mehr. Und stören damit natürlich das Geschäft

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Nicht böse gemeint, aber du scheinst mir bzgl. der veganen bzw. vegetarischen Lebensweise sowohl uninformiert als auch indoktriniert zu sein von der Tierleidlobby - irgendwie ist das auch menschlich verständlich und nachvollziehbar... Vorweg: Wenn du wirklich wissen willst, WER - vor allem hier im Net (und auf GF) - aufdringlich reagiert, schau hier bei den spezifischen Veggiefragen (meist ausdrücklich von Vegs und solchen in Spe an erfahrene Vegs gerichtet)... Du wirst diesbezüglich sehr schnell eines Besseren belehrt ! Zum leidigen Soja-Argument: Wie hier bereits geschrieben wurde, geht der Großteil des genmanipulierten Sojas, für das Wälder in Südamerika abgeholzt werden und die dortigen Kleinbauern verarmen, in die Tiermast - auch nach Deutschland ! Zugeben will das aber kaum ein Landwirt - die Lobby schon gar nicht... Sojaprodukte sind mitnichten die Ernährungs"grundlage" für Veggies - wie kommst du nur darauf ? Glaub doch bitte nicht alles, was man dir so erzählt... Auf "Peta" wird viel herumgehackt und eingedroschen, weil viele Menschen einfach nicht bereit sind, deren Arbeit zu hinterfragen - übrigens teilen viele Tierrechts-Organisationen und Privatleute deren grundsätzliche Auffassung, auch wenn nicht alle ihre Aktionen gutheißen... Peta rüttelt in erster Linie auf - das erreicht die Menschen und das ist erstmal wichtig ! Ich finde gut, dass du bereit bist, zu hinterfragen und zum Schluss möchte ich sagen, dass es unmöglich ist, als Mensch zu 100 % zu leben, ohne irgendjemandem zu schaden, denn dann bliebe nur der Suizid, und der würde einem wiederum selbst schaden... Nein, der Sinn und die Intention hinter dem Vegetarismus/Veganismus besteht darin, Leid so gut als möglich und so weit es geht in unserem individuellen Leben und Umfeld, zu vermindern und zu verringern... Ich empfehle dir zur Vertiefung bei echtem Interesse deinerseits die Bücher:

"Kein Fleisch macht glücklich" von Andreas Grabolle,

"Vegan" von Alexandra Kuchenbaur und

"Veganismus" von Christian Koeder

und ich wünsche dir viel Erkenntnis bei der Lektüre...:)

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Wusstest du das der Großteil des Sojas(80%) für die Fleischproduktion angebaut wird ? Hier ein Video:

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Kommentar von Omnivore08
16.11.2015, 14:31

Wusstest du, dass das totaler Unsinn ist?

Wusstest du, dass du suggerierst, dass 80% der Sojapflanzen NUR für Tierfutter angebaut wird?

Wusstest du, dass der Artgenosse hier falsch schlussfolgert? Einerseits unterscheidet er hier zwischen Sojaschrot UND Sojaöl und benennt die parallele Nutzung der Pflanze (was völlig korrekt ist); Und dann sagt er wieder, dass "80% der Sojaproduktion...blaa". Der Typ ist Veganer, hat studiert und tut auf Schlau. Das ist er aber nicht, wenn er solch unsinnige Thesen vertritt! Dem Artgenossen kann man gar nichts abkaufen. Seine Videos sind durch die Bank unnütz!

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Kommentar von frontflop
16.11.2015, 17:37

Trotzdem wird es eher für die Tiere angebaut als für den Menschen ;)

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Kommentar von frontflop
16.11.2015, 17:37

Und er hat Recht

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Doppelmoral eben.

PETA tötet 97% der Tiere, die in ihrer Obhut sind. Aber da sind die lieben Gutmenschen ruhig.

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Kommentar von AppleTea
14.11.2015, 22:33

Das ist nur in Amerika. Und wo sollen die millionen Tiere denn hin? Die Tierheime sind überfüllt. Klar, sie könnten sie auch auf der Straße verhungern lassen, nachdem die Tiere unkastriert weitere todgeweihte kinder auf die Welt gebracht haben.

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Kommentar von EmptyCages
15.11.2015, 09:29

Ich empfinde es immer wieder sowohl als erschreckend wie auch arrogant, wie leicht sich manche tun, (die im Übrigen gar nichts tun, außer, ihre eigene Lebensweise zu rechtfertigen) mit dem Finger auf andere zu zeigen, anstatt deren Handeln zu hinterfragen... Peta sind wie immer der Buhmann, die Heuchler - die verantwortungs- und skrupellosen Halter und Züchter dagegen, die Tiere einfach aussetzen und sinnlos nachzüchten, um sie wie Ware auf den Markt zu werfen, stehen natürlich in keiner Schuld... Solches Denken und Verurteilen ist einfach armselig !:(

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PETA-eine "Tierschutzorganisation" die kriminell agiert: Da wurden Pelztiere einer Zuchtanlage im Osten Deutschlands rücksichtslos aus ihren Käfigen "befreit", was zur Folge hatte, dass das vorher halbwegs vorhandene ökologische Gleichgewicht in der Gegend nachhaltig zerstört wurde.

SOLCHE Leute kann ich nicht ernst nehmen. Übrigens wird Soja nicht AB- sondern Angebaut. Die Abholzung von Wäldern dient in erster Linie der Schaffung von Weideflächen für Großvieh (Rinder).

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Soja ist nicht wirklich die nahrungsgrundlage der veganer, von daher ist dein Argument haltlos.

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