mentecaptum am 13.05.2009 um 22:54 Uhr
In meinem arbeitgebenden Krankenhaus sollen innerhalb des nächsten Jahres 60 Stellen in der Pflege abgebaut werden, natürlich bei gleichem Arbeitsaufkommen.
Mittlerweile gibts ja für alles Zertifikate und Gütesiegel (Stillfreundliches, Schmerzarmes, Familienfreundliches usw. Krankenhaus) die sowieso keinen Wert haben, wenn man hinter die Kulissen blickt.
Aber solche Tatsachen sollten doch die Allgemeinheit wachrütteln.
Hättet ihr (oder eure Angehörigen) noch Vertrauen dort gut versorgt zu werden?
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ich gebe dir recht....das personal wird verheizt und die patienten gleich mit, jeder auf seine weise
wo soll das noch hinführen?

Nein, wie denn. Wie sollen immer weniger Pflegekräfte die gleiche Arbeit leisten? Irgend etwas, oder jemand wird dann auf der Strecke bleiben. Aber Geld regiert die Welt!
mentecaptum am 13. Mai 2009 23:00 zuerst hilflose Patienten ohne Angehörige, dann die Pflegenden
Lupus1960 am 13. Mai 2009 23:06 Ja, das ist ein Trauerspiel. Wenn die Pflegekräfte überfordert sind, werden sich auch öfters Fehler einschleichen. Es geht ja nicht um die Patienten oder Pflegepersonal, sondern nur um das Geld.

wird doch überall immer weniger personal
Traurig, aber wahr ... hör dir doch nur den Ärztepräsident an: 10 Euro für jeden Arztbesuch, wie teuer wird es dann im Krankenhaus werden??????


Leider ist der Personalabbau in allen Bereichen vorhanden - Altenheime, Behindertenwohnheime etc. sind da ebenfalls betroffen. Ich kanns einfach nicht verstehen, wie egal die Menschheit ist - hauptsache Geld sparen!!!
Es heißt mit einigem Grund nicht mehr Gesundheitswesen sondern Gesundheitswirtschaft. Das eigentliche(gesellschaftliche) Ziel, dem Menschen zu helfen ist längst weit in den Hintergrund gerückt vor dem Ziel der Gewinnmaximierung. Im Gesundheitsbereich sind einige Idealisten mehr, als in der übrigen Wirtschaft. Es werden aber erkennbar schnell weniger. Und sie haben nicht das Sagen. Lobbys und Verbände rangeln um dicke Pfründe. Der Patient wird durchgeschoben als notwendiges Übel. Prinzipiell ist zu sagen, dass das Gesundheitssystem überbläht ist. Mit viel zu viel Geld wird viel zu viel Kropf durch die Gegend geschleppt. Zudem besteht ein erkennbare Schieflage zwischen Forschung, Verwaltung/Strukturerhalt/Anhängsel und angewandter Medizin. Letztere steht vor dem Zusammenbruch, ist teilweise mittendrin. Dabei ist sie die wesentliche Komponente, um aus Kranken weniger Kranke zu machen.
mentecaptum am 14. Mai 2009 10:05 und wie lange noch?

mentecaptum am 14. Mai 2009 10:05 und wie lange noch?
RBMannheim am 14. Mai 2009 10:31 Das wird schon noch eine Weile reichen! Erst recht dann, wenn die Menschen auch ihre Ansprüche auf ein normales Mass zurückschrauben! Es gibt z.B. auch viel zu viele Beispiele, wo Patienten einen Krankenhausaufenthalt mit einem 5-Sterne-Luxusurlaub verwechseln!

Die Versorgung ist schon lange nicht mehr wie sie sein sollte.Medizinisch könnte es noch stimmen aber pflegetechnisch auf Grund von Personalmangel lande nicht.