Frage von Urlewas, 133

Versicherungsschutz bei Gelegneheitsreitern?

Hallo , Ich bewege öfter mal Pferde für Leute, die zu wenig Zeit für ihre Pferde haben. Ich betrachte das als reine Gefälligkeit ohne finanziellen Nutzen. Die Eigmetümer sind froh, dass ihr Pferd bewegt ist, und ich bin froh, dass ich reiten darf. Manchmal ergibt sich daraus auch eine Reglemäßigkeit über Monate oder Jahre. Was gibt es da wegen Versicherung zu beachten? Bitte um fachlich fundierte Antwort, danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 49

Du selbst brauchst eine gute Unfallversicherung die Reitunfälle mit einschließt (ist nicht immer der Fall).

Wenn das gelegentliches Fremdreiten ist, dann brauchen die Pferdehalter nix extra - weil das Pferd ist Haftpfllichtversichert und das heisst, das Pferd ist auch Haftpflichtversichert, wenn du damit umgehst.

Tierhalterhaftpflicht: Alle Schäden die vom Tier verursacht wurden sind hierrunter versichert. Der Reiter auf dem Rücken des Pferdes nicht (Reiter purzelt vom Pferd und verletzt sich das Knie - nicht versichert unter der Haftpflicht). Der Reiter auf dem Boden aber schon (Pferd schlägt aus beim Putzen und verletzt den Reiter am Oberschenkel oder Knie - ist versichert unter der Haftpflicht).

Reiterunfallversicherung (speziell für dieses Pferd) kann man abschließen und kostet bei meiner Versicherung z.B. 64 Euro im Jahr, zahlt aber im Schadensfall echt lausig.

Reiterunfallversicherung privat abgeschlossen kostet mind. 200 Euro im Jahr, hat aber alle Leistungen die man braucht und in ausreichenden Summen, man denke an Invalidität.

Es gibt immer nur diese beiden Versicherungen für diesen Fall.

Kommentar von Urlewas ,

Herzlichen Dank!

Kommentar von DolphinPB ,

Eine sogenannte "Reiterunfallversicherung" ist Unsinn, wie schon mehrfach in diesem Zusammenhang erwähnt.

Die allermeisten privaten Unfalltarife schließen Hobbyreiten (noch dazu gelegentlich) ein, da braucht es keine teure "Spezialversicherung".

"Reiterunfallversicherung privat abgeschlossen kostet mind. 200 Euro im Jahr, ..."

Auch das ist so pauschal Unsinn.

Kommentar von friesennarr ,

Lesen wäre gut -

Reiterunfallversicherung (speziell für dieses Pferd) kann man
abschließen und kostet bei meiner Versicherung z.B. 64 Euro im Jahr, zahlt aber im Schadensfall echt lausig.

siehst du?

Eine gute Sportunfallversicherung (die auch gescheit zahlt) kostet mind. 200 Euro im Jahr - wenn ich nicht recht habe, dann nenne mir mal eine die weniger kostet aber wirklich gute Leistungen hat.

Kommentar von Apolon ,

 Du selbst brauchst eine gute Unfallversicherung die Reitunfälle mit einschließt (ist nicht immer der Fall).

ich bitte um einen Hinweis, welche Unfallversicherung Reitunfälle ausschließt.

Kommentar von Apolon ,

 Reiterunfallversicherung (speziell für dieses Pferd) kann man abschließen und kostet bei meiner Versicherung z.B. 64 Euro im Jahr, zahlt aber im Schadensfall echt lausig.

Ist schon eigenartig, dass man eine Reiterunfallversicherung empfiehlt die im Schadensfall "lausig" zahlt.

 Reiterunfallversicherung privat abgeschlossen kostet mind. 200 Euro im Jahr, hat aber alle Leistungen die man braucht und in ausreichenden Summen, man denke an Invalidität.

Was ist das denn für ein Widerspruch.

Was trifft denn jetzt zu ? Antwort 1 oder Antwort 2.

Eine spezielle Unfallversicherung speziell nur für das Reiten von Pferden ist völliger Quatsch.

Eine Unfallversicherung sollte einen 24 Stundenschutz beinhalten, der für alle sportliche Tätigkeiten, wie auch für die restliche Zeit im Inland und im Ausland greift.

Was nutzt eine teure Pferde-Unfallversicherung für einen Zeitabschnitt von täglich einer Stunde, wenn man die restlichen 23 Stunden am Tag ohne Versicherungsschutz ist.

Kommentar von friesennarr ,

Lach - ich habs doch gar nicht empfohlen, ich habe nur gesagt, was es so alle s gibt. Richtig lesen ist nicht deine Stärke.

Lies mal nochmal ab dem Wort Tierhalterhaftpflicht - da habe ich aufgelistet was es alles für Pferd gibt.

Haftpflicht - Reiterunfall die nichts bringt und eine Reiterunfall die teuer ist. Hast du es jetzt verstanden?

Und es gibt nur diese beiden Versicherungen - Tierhalterhaftpflicht und Reiterunfall die man in dieser Art abschließen kann.

Wenn du auch noch mal meinen ersten Satz lesen würdest:


Du selbst brauchst eine gute Unfallversicherung die Reitunfälle mit einschließt (ist nicht immer der Fall).

Wäre vielleicht klar, was ich wirklich ausgesagt habe.

Ich empfehle eine gute Unfallversicherung die Reitunfälle mit drin hat.


P.S. Bei der Suche einer guten Unfallversicherung bin ich öfter darüber gestolpert, das Skifahren, Motocross und Reiten ausgenommen waren, deshalb erwähne ich das.

Ihr Versicherungstypen könnt auch nur drübergucken und nicht gescheit lesen - ihr wisst garantiert auch nicht alles, tut aber so.


Kommentar von friesennarr ,

@DolphinPB und Norbert Uhrig

Ich muß noch etwas ausführen und zwar ist die Reiterunfallversicherung die für ein Pferd zutrifft nicht auf einen bestimmten Reiter beschrängt, sondern greift bei jedem Reiter dieses Pferdes!!! Es ist eine Versicherung, die der Halter für die Fremdreiter als Unfallversicherung abschließen kann.

Daher ist es eine ganz andere Versicherungsform als die der Unfallversicherung.

Antwort
von basiswissen, 53

Wichtig wäre in jedem Fall das bei der Haftpflichtversicherung des jeweiligen Pferdes das sogenannte „Fremdreiterrisiko“ mitversichert ist. Weiterhin kann es Sinn machen in deinem eigenen Privathaftpflichtversicherungsvertrag nach zu sehen ob die Freizeitaktivität des Reitens mitversichert ist. Dies würde ich mir an deiner Stelle in jedem Fall schriftlich bestätigen lassen. Das macht insbesondere dann Sinn wenn zum Beispiel der Eigentümer des Pferdes einmal vergisst seinen Beitrag pünktlich zu bezahlen und du dann im Schadenfall ohne Versicherungsschutz dastehen würdest oder man dir, aus welchem Grund auch immer, eine Teilschuld bei einem Schaden anlasten will

Kommentar von Urlewas ,

Danke, das klingt plausibel!

Kommentar von basiswissen ,

Das will ich doch schwer hoffen, sonst hätte ich ja meinen Beruf verfehlt.

Kommentar von friesennarr ,

Man steht nie ohne Versicherungsschutz mit dem fremden Pferd da, weil man nicht verantwortlich ist für das Tier, das ist der Halter.

Im Falle eines nicht bestehenden Versicherungsschutzes ist der Besitzer des Pferdes haftbar.

Sonst würde das mit der Versicherung ja nie funktionieren.

Fremdreiterrisiko ist mittlerweile in allen Verträgen eingeschlossen, ich kenne keinen Vertrag mehr ohne diesen Zusatz.

Eine Privathaftpflicht schließ normalerweise das Risiko von einem fremden Pferd nicht mit ein.

Kommentar von Urlewas ,

Danke!

Kommentar von Apolon ,

 Fremdreiterrisiko ist mittlerweile in allen Verträgen eingeschlossen, ich kenne keinen Vertrag mehr ohne diesen Zusatz.

Richtig - aber oft nur für max. 2 Reitbeteiligungen bzw. Fremdreiter.

Und wenn dann  mehr als 2 fremde Personen das Pferd reiten ist der Versicherungsvertrag zu ändern.

Kommentar von friesennarr ,

Fremdreiter müssen nicht namentlich aufgeführt werden, auch interessiert es die Versicherung nicht wie viele Fremdreiter abwechselnd auf dem Pferd reiten.

Wenn ein Fremdreiter das Pferd mehrmals reitet ist er kein Fremdreiter oder Gastreiter mehr, sondern eine Reitbeteiligung ohne Zahlen und gilt daher oft in der Versicherung als jemand der namentlich genannt werden muß.

Einen Fremdreiter kann man gar nicht benennen.

Kommentar von Urlewas ,

Also wenn ich einmal auf einem Pferd reite, ist es automatisch versichert, aber wenn  ich die Urlaubsvertreung für 2 Wochen übernehme, sollte man das melden - oder nur, wenn es eine Regelmäßigkeit über Monate hin ist...?

Kommentar von friesennarr ,

Sorry - den Fall hatte ich noch nicht, aber da ist es ein leichtes mal irgendeine Versicherung anzurufen und nachzufragen.

Ich könnte mir vorstellen, das bei Urlaub von zwei Wochen immer noch die Fremdreiter bzw. Gastreiterhaftung zutrifft.

Aber wenn du weist bei welcher Versicherung die Pferdebesitzerin ist, dann kannst du da mal anrufen, dann bist du ganz sicher.

Kommentar von Urlewas ,

Danke auch für diesen Hinweis!

Antwort
von Hannybunny95, 51

Das Pferd sollte für fremdreiter versichert sein. Falls ihr Plaketten habt und du ausreiten willst, dann solltest du sicher stellen, dass das Pferd eine pferdebezogene Plakette hat und keine reiterbezogene

Kommentar von Urlewas ,

Vielen Dank!

Weißt du auch, ob man da namentlich genannt sein. Muss oder ob das Pferd grundsätzlich einfach eine Fremdreiter Klausel hat?

Kommentar von dap123 ,

Das ist von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Bei meiner Versicherung ist es so, dass gelegentliches und unentgeltliches Reiten ohne persönliche Benennung möglich ist, bei einer entgeltlichen Reitbeteiligung (o.ä.) ist eine persönliche Benennung des Reiters nötig.

Antwort
von qugart, 45

Das musst du am besten mit dem jetzigen Versicherer bzw. den Pferdebesitzern abklären. Je nach Gesellschaft wird das mit Reitbeteiligung anders gehandhabt. Auch müssen manchmal Fremdreiter namentlich genannt werden. Abzuklären ist das immer über den Halter.

Antwort
von Apolon, 22

 Was gibt es da wegen Versicherung zu beachten?

Der Pferdehalter muss dafür sorgen, dass du als berechtigter Reiter als Reitbeteiligung in der Tierhalterhaftpflicht eingeschlossen wirst. Unter Umständen musst du dort namentlich erwähnt werden.

Sinnvoller weise sollte zwischen dem Pferdehalter und dem Reiter ein Vertrag mit Beschreibung der möglichen  Nutzung, wie auch über die Aufgaben des Reiters,  abgeschlossen werden.

Der Reiter selbst sollte eine Unfallversicherung haben, die bei Unfällen mit dem Pferd leistet. 

Aber auf keinen Fall eine Reiter-Unfallversicherung abschließen. Diese ist maßlos überteuert und deckt ja auch nur die Zeit auf dem Rücken des Pferdes ab.

Gruß N.U.

Kommentar von Urlewas ,

Es geht mir ja darum, dass ich eben KEINE Reitbeteiligung bin. Kein Vertrag, keine Verpflichtung. Unten stehenden Text habe ich bei den Antworten auf eine Frage zu Reitbeteiligung gefunden. Da steht ja auch deutlich, dass eine Gefälligkeit anders gesehen wird als eine zahlende Reitbeteiligung. Mir ist aber immer noch schleierhaft, wie das zuverdienen, ist. Wenn das Pferd Schaden anrichtet, haftet seine Haftpflichtversicherung. Wenn die nicht gültig wäre, der Eigentümer. Wenn etwas passiert, wenn das Pferd sich unter der Obhut eines anderen befindet, haftet dann der , der es grade betreut? Oder nur, wenn er als Reitbeteiligung eine Art Mitbesitzer ist, oder auch, wenn ich zufällig einmal  das Pferd bewege?

Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass da so unterschieden wird zwischen " nutzen" oder bloßer Gefälligkeit. 

Also hier eine Kopir aus dem Text:

Wer ist „Halter"?

Um die Frage der Haltereigenschaft einer Reitbeteiligung nun im konkreten Fall beantworten zu können, sind die individuellen Absprachen bzw. die tatsächliche Umsetzung der Reitbeteiligung zu untersuchen. Erfolgt die Überlassung des Pferdes nur gelegentlich und vor allem unentgeltlich? Oder sind an die Mitnutzung wesentliche Pflichten geknüpft, wie etwa die regelmäßige Fütterung, Pflege und Bewegung des Pferdes oder gar eine anteilige Übernahme der monatlichen (Unterhalts-)Kosten?

Während im ersten Fall eine reine Gefälligkeit anzunehmen sein dürfte, die die Rechtsstellung und alleinige Haftung des Pferdebesitzers unberührt lässt, handelt es sich mit Blick auf die dargestellte Definition des Begriffs Tierhalter im Letzteren um eine Reitbeteiligung, in der diese regelmäßig als Mithalter angesehen wird.

Bitte beachten Sie dabei, dass in der Frage des Vorliegens einer Gegenleistung die Übernahme von Pflichten, wie etwa Misten und Füttern, einer anteiligen Kostenübernahme immer dann gleichstehen kann, wenn diese ein gewisses wirtschaftliches Ausmaß erreicht, der Besitzer durch die erbrachten Leistungen also gerade finanzielle Aufwendungen erspart. Beide Fälle führen im Zweifel zur Annahme der Mithaltereigenschaft mit allen Konsequenzen der Tierhalterhaftung „auf Zeit" (vgl. OLG Nürnberg v. 27.06.2011, Az.: 8 U 510/11)!

Ist die Reitbeteiligung nun als Tierhalter anzusehen, so bedeutet das zum einen, dass auch diese gegenüber Dritten grundsätzlich verschuldensunabhängig für die vom Pferd verursachten Schäden einzustehen hat. Zum anderen sind eigene Schäden der Reitbeteiligung, d. h. Ansprüche gegenüber dem Pferdebesitzer ausgeschlossen. Diese werden weder durch die Tierhalterhaftpflicht des Pferdebesitzers noch (sofern das Risiko „Reiten" nicht ausdrücklich einbezogen wurde) durch die private Haftpflicht abgedeckt. Ein Umstand, den es bei der Risikoabsicherung zu bedenken und etwa durch eine private Unfall-/Haftpflichtversicherung aufzufangen gilt!

Wie Sie sicherlich bemerkt haben, gibt es neben den recht eindeutig als Reitbeteiligung oder Gefälligkeit zu wertenden Vereinbarungen auch „Grenzfälle". Ist die gelegentliche Übernahme des Mistens oder Fütterns im Rahmen meiner unentgeltlichen Reitbeteiligung nun von solchem Ausmaß, dass ich als Mithalter anzusehen bin? Oder anders herum: Muss ich bei einem Reitunfall für den Schaden aufkommen, weil meine Reitbeteiligung - z. B. nach den Versicherungsbedingungen - eben nicht als solche gewertet wird und ich alleiniger Tierhalter bin?

Kommentar von Apolon ,

 Es geht mir ja darum, dass ich eben KEINE Reitbeteiligung bin.

Doch du beteiligst dich beim Reiten des Pferdes, unter Umständen zu einem kleinen Beitrag.

Anders wäre es, wenn man dir gegen Entgelt das Pferd vermieten würde.

 Wenn das Pferd Schaden anrichtet, haftet seine Haftpflichtversicherung.

Kann man so pauschal nicht beantworten. Kommt immer auf den Einzelfall an und durch welchen Umstand der Schaden entstanden ist.

Beispiel: wenn du vorsätzlich einen Schaden mit dem Pferd verursachst, bist du alleine in der Haftung und darfst den Schaden entrichten. Wenn dabei das Pferd zu Schaden kommt, zahlst du auch dessen Tierarztkosten und evt. Schadenersatz an den Pferdehalter.

Dafür gibt es auch keine Versicherung.

 Oder nur, wenn er als Reitbeteiligung eine Art Mitbesitzer ist, oder auch, wenn ich zufällig einmal  das Pferd bewege?

Ich habe den Eindruck, dir sind die Unterschiede zwischen Eigentümer und Besitzer nicht bekannt.

Einem Eigentümer gehört das Pferd.

Der Besitzer ist der Reiter der mit dem Pferd unterwegs ist.

Ergänzend entscheidet immer die Absprache/Vertrag zwischen dem Pferdehalter und dem Reiter, welche Aufgaben der Reiter hat und was er darf.

Daher empfehle ich grundsätzlich immer einen schriftlichen Vertrag zwischen beiden Parteien.

Kommentar von friesennarr ,

Ich kann deine Ausführungen absolut nicht nachvollziehen.

Sie ist definitiv keine Reitbeteiligung, da die Kriterien nicht zutreffen.

Vorsätzliche Schäden kann man hier mal außen vor lassen, die treffen ja wohl nicht zu.

Eigentümer ist der der die Papiere in Händen hält, Besitzer ist der dem das Pferd gehört, das kann keine Reitbeteiligung sein, sonst wäre sie Mitbesitzer und somit sowiso mithaftend. Ein Halter ist der der ein Pferd hält, also in den meisten Fällen der Stallbetreiber - oder Stallbesitzer. Dieser hat aber ja auch eine Stallhaftpflichtversicherung als Halter.

Ist genau wie beim Auto auch.

Ein mündlicher Vertrag gilt genauso wie ein schriftlicher, man braucht halt Zeugen im Notfall.

Kommentar von Apolon ,

 Ist genau wie beim Auto auch.

Richtig - und deshalb solltest Du dich mal über den Unterschied der Begriffe Eigentümer und Besitzer kundig machen.

 Ein mündlicher Vertrag gilt genauso wie ein schriftlicher, man braucht halt Zeugen im Notfall.

Auch dies ist richtig - nur meistens hat man keine Zeugen zur Verfügung die bereit sind, vor Gericht auszusagen.

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