Versicherungspflicht Krankenkasse/Rentenkasse bei Mieteinnahmen?

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1 Antwort

Wenn du inkl. Minijob mehr als 450,- € im Monat verdienst, ist eine Familienversicherung ausgeschlossen (§ 10 Abs. 1 SGB V).

Du bist freiwilliges Mitglied und damit Beitragsschuldner (§ 188 Abs. 4 SGB V). Freiwillig Versicherte zahlen ihre Beiträge auf ALLE Einkünfte (§ 240 SGB V)

Das ist auch keine steuerliche Thematik. Wenn ihr gemeinsam veranlagt seid, bleibt der Gesamtbetrag der Einkünfte in jedem Fall gleich, egal wem die Immobilie steuerlich zuzurechnen ist. Damit wäre wohl auch die Steuerbelastung unverändert.

Wenn dir jedoch die Mieteinküfte zufließen, geht die Kasse davon aus, dass es dein Einkommen ist und setzt die Beiträge entsprechend fest.

Das kann sich wiederrum steuerlich auswirken, da jetzt zwar immer noch der Gesamtbetrag der Einkünfte gleich wäre, aber aufgrund der höheren KV-Kosten, dass zu versteuernde Einkommen geringer wäre. Die Steuerbelastung sinkt.

Ihr habt trotzdem weniger Netto zur Verfügung, als wenn das Haus über ihn läuft.

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Kommentar von fcori
07.03.2016, 13:26

Hallo Kevin,

danke für Deine Ausführungen. Es geht um keine steuerliche Betrachtung, auch nicht um Zahlung einer geringeren Steuerlast. Ich versuche herauszufinden, ob ich mich selbst krankenversichern muss, oder ob es Konstellationen gibt, mit denen ich in der Familienversicherung bleiben kann.

Was ich immer noch nicht kapiere: wenn die Mieteinkünfte meinem Mann zufließen (also auf sein Konto gehen) und er als Vermieter im Mietvertrag drinsteht, ich aber im Grundbuch stehe - werden dann die Einkünfte meinem Mann zugerechnet oder mir? Solange ich  nur Einkünfte aus dem Minijob habe, könnte ich in der Fam.versicherung bleiben. Nur durch die Mieteinkünfte würde ich aus der Fam.versicherung "kippen". Und das wäre mein Ziel, also in der Fam.versicherung zu bleiben).


Hast Du in dem Link von mir auf S.3 den 3. Abschnitt mal angeschaut?  -->


Die Einkommensgrenze von 400,00 EUR (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 Halbsatz 3 SGB V) ist bei der Prüfung der Voraussetzungen der Familienversicherung immer dann zu berücksichtigen, wenn der Familienangehörige Arbeitsentgelt aus einem geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnis erzielt.  Unerheblich ist bei dieser auf den Status eines geringfügig entlohnt Beschäftigten bezogenen Betrachtungsweise ferner, ob neben dem Arbeitsentgelt aus dem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis noch weiteres anrechenbares Gesamteinkommen bezogen wird und in welchem Verhältnis das Arbeitsentgelt aus der geringfügigen Beschäftigung zum Gesamteinkommen steht. Ein Überwiegen des Arbeitsentgelts aus der geringfügigen Beschäftigung wird für die Anwendung der zweiten Einkommensgrenze nicht verlangt. Die Einkommensgrenze von 400,00 EUR gilt selbst dann, wenn im Einzelfall das sonstige anrechenbare Gesamteinkommen bereits den Betrag von 1/7 der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV übersteigt und daneben eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausgeübt wird.

Ich hoffe das macht es klarer, worauf meine Frage abzielt.


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