Sollte man zu einem Vertreter einer Gesellschaft gehen oder zum Makler? Habe gehört das Makler zwar unabhängiger sind dafür aber Produkte anbieten wo sie die höchste Provision bekommen bzw. immer nur 1-Jahresverträge anbieten damit sie diese dann später immer wider umdecken können. Wohin geht ihr. Vorab: Direktversicherer kommen für mich nicht in Frage da ich kein Plan von den Zeug hab!
Versicherungsmakler (§ 59 Abs.3 VVG) sind die einzigen unabhängigen Versicherungsvermittler. Der Bundesgerichtshof bezeichnet den Makler als den "treuhänderischen Sachwalter" des Versicherungsnehmers. (BGH 22.05.1985 - IVa ZR 190/83),veröffentlicht in: Versicherungsrecht 1985, S. 930f.) •
Die Analyse, Planung und Umsetzung einer privaten finanziellen Vorsorge sollte sorgfältig und möglichst weitsichtig erfolgen. Fehler die hier gemacht werden, kommen oft erst nach vielen Jahren an den Tag und können Ihre wirtschaftliche Existenz bedrohen. Der Vorsorgemarkt in Deutschland ist hochkomplex. Nicht nur aufgrund der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen – auch der Wettbewerb unter den zahlreichen Versicherungsunternehmen hat zu einer für Laien nahezu undurchschaubaren Produktlandschaft geführt.
Ein zugelassener Versicherungsmakler hat Zugang zu Angeboten die die meisten Vertreter noch nicht einmal kennen und er wird für seine Kunden/Mandanten das passende heraussuchen. Die Höhe der Courtage ist dabei unerheblich, da sich diese ohne hin nicht sehr voneinander unterscheidet. Die Auswahl nach Höhe der Courtage würde den Makler letztlich selbst treffen, da er langfristig ein großes Haftungsproblem hätte.Diese nicht beweisbaren Behauptungen zur Auswahl nach Höhe der Courtage werden von Leuten getroffen, bzw. nachgeplappert, die keine Ahnung haben von dem was sie so daherreden. Dies gilt jedenfalls bei Maklern. Bei Strukkibuden wie DVAG, AWD, OVB, HMI, Bonnfinanz öder ähnlichen, dürfte das schon zutreffen. Aber das sind ja auch keine Makler, sondern Vertreter(§ 59 Abs.2 VVG)und damit von ihren Vertriebs/Gesellschaften steuerbar.
Vorrausgesetzt man hat einen fair arbeitenden Kollegen, ist es die beste Wahl - zumindest, wenn man sich nicht selbts über alle Möglichkeiten informieren will.
1.: Makler haben in der Regel günstige Rabatte bei vielen Versicherungen, die der Kunde allein nie erhalten wird
2.: Jahresverträge sind kein Nachteil wie oben angesprochen, im Gegenteil!!! Der Makler muss nicht jedes Jahr umdecken, die Provision fließt so oder so jedes Jahr!!! - Umdecken ist mehr Arbeit und im Sinne des Kunden, wenn es das Produkt im neuen Jahr irgendwo günstiger gibt oder zum selben Preis bessere Deckungsmöglichkeiten bestehen!!!
3.: Beratung ist mittlerweile Pflicht, jeder Makler der seine Beratung nicht schriftlich protokolliert und vom Kunden unterschreiben lässt ist dumm - denn er haftet für das was er sagt. In dem Moment wo der Kunde eine schlechte Beratung erfahren hat, ist ein Makler ohne Protokoll voll in der Haftung / muss den ggf entstandenen Schaden zahlen, ohne dass seine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung dafür aufkommt. Im Protokoll sieht der Kunde was angeraten wurde und warum Produkt XYZ gewählt wurde und der Makler hat einen Nachweis, dass er zu dem jeweiligen Zeitpunkt richtig beraten hat. Liegt eine Falschberatung vor, haftet seine Versicherung für den Schaden - was diese ohne Protokoll nicht tun wird.
4.: freier Versicherungsmakler darf man sich nur nennen, wenn man einen guten Marktüberblick hat und aus einer Vielzahl von Versicherungen das genau passende Produkt für den Kunden wählen kann. Keine Versicherung ist in allen Produkten gut, auch kein Direktversicherer! Der Makler schnürt das passende Paket zusammen und ist in der Regel für den Kunden der Ansprechpartner. Also kein rumärgern mehr mit Versicherern --> Aufgabe eines (guten) Maklers!
5.: Ähnlich wie ein Steuerberater auf Seiten des Kunden und nicht auf Seiten der Versicherung steht, verhält es sich auch bei Versicherungsmaklern. Sie gelten als "auf Kundenseite stehend" - ihr Interesse ist nicht das wohl des Versicherers, sondern das des Kunden. Den, mal ganz ehrlich, ob ich (selbst Makler) meine Provision von der Allianz, der Axa oder der VHV erhalte ist mir egal, selbst wenn es einen geringen Provisionsunterschied gibt. In dem Moment, wo ich meinem Kunden das beste anbiete, was es aus meiner Sicht für ihn gibt, habe ich meine Aufgabe getan und kann LANGFRISTIG sicherlich viel mehr (und mit reinem Gewissen) verdienen, als jeder Provisionsorientierte Vermittler, der vielleicht im ersten Jahr mehr verdient als ich ;)
Jademuschel am 3. November 2009 15:35 Gefährliches Leben.
schwarz weiß macht das leben doch keinen spass ;-) nicht für alles sind versicherungen eine gute lösung aber für einiges die einzige.
weil dieser verpflichtet ist für seinen Kunden das Beste Produkt zum besten Preis zu suchen - ansonsten muss der Makler auch dafür haften!
Nur wenn Du die seine Beratung schriftlich protokollierst. Und von Ihm gegenzeichnen lässt. Ein Makler ist für seine Aussagen durchaus haftbar zu machen, solange man seine Aussagen beweisen kann.
Nicht nur der Makler ist verpflichtet seine Beratung nachvollziehbar zu protokollieren und Ihnen eine Kopie auszuhändigen.

Der Makler kommt zu mir. Gerade erst habe ich über einen Makler meine ganzen Versicherungen checken lassen. Ich bin jetzt viel viel besser versichert und spare im Jahr fast 1500 Euro. (Bin selbstständig)
nur der Makler dem Kunden verpflichtet ist, der Vertreter seinem Unternehmen
die meißtens günstiger sind und ich in der Lage sein würde mich mit dem ggf. anfallendem Papierkram allein herumzuschlagen.
bis dato hab ich die Vertreter zu mir nach Hause kommen lassen...Heimvorteil nennt man das... keine Telefonate stören, keine anderen Ohren hören mit auch wenn man mal 'ne ganz blöde Frage stellt, weil man irgendetwas nicht begriffen hat...so kann man einfach ganz entspannt alles Wichtige diskutieren...
Die Kostenstruktur ob Makler oder Versicherungsvertreter ist ähnlich ! Bei vielen Kosten eines Vertreters kommt die Gesellschaft auf. Wie zum Beispiel: Bürozuschuss,Vermögensschadenshaftpflichtversicherung etc. Dazu kommt, dass neben dem Vertreter noch die zuständige Bezirksdirektion verdient. Dies fällt beim Makler alles weg (Direktanbindung an die Gesellschaft) Bei einem Makler wird man unabhängig beraten, was ein Vertriebsmitarbeiter gar nicht darf.
Bin selbst als Makler tätig. Generell muss man aber auch hier unterscheiden, nicht jeder Makler = Makler. Manche stehen im Dienste des Kunden und beraten unabhängig und bedarfsgerecht, andere haben einige wenige Anbindungen mit Versicherungen (auch Rahmenverträge genannt) und vermitteln ihre Kunde nur zu solchen Anbindungen. Wenn du deine Versicherungen von einen Maakler prüfen lässt und er dir nur Angebote von ein, zwei Versicherern vorlegt, sollte dir das spanisch vorkommen und du solltest hinterfragen, warum!
Und noch was zum Fragesteller. Das ein Makler im Sachversicherungsbereich nur Jahresverträge vereinbart, ist zum Vorteil des Mananten/Kunden. Wieso sollte der Kunde sich mit langfristigen Verträgen knebeln lassen? Das "umdecken" bringt übrigens - falls zum Wohle des Kunden erforderlich - nur Arbeit für den Makler und keine höhere Courtage. Die Unterstellung vom Fragesteller beweist immerhin seine Unwissenheit. Auch eine Erkenntnis.
Deswegen imformiere ich mich ja hier (Wegen der Unwissenheit)! Frage 1: Ich dachte, wenn der Makler den Vertrag bei Versicherung A kündigt und zum wohle des Kunden den selben Vertrag bei Versicherung B umdeckt bekommt er keine Provision von Versicherung B? Frage 2: Bekommt man nicht bei Jahresverträgen vom Versicherer ein 10 % Laufzeitnachlass? Oder ist das auch nur Irrglaube?
zu 1: der Makler bekommt in beiden Fällen die Provision/Courtage (anderes Wort mit dem selben drinn ^^). Lässt er den Vertrag stehen wo er ist, bekommt er Bestandspflegeprovision, deckt er um, bekommt er von der neuen Gesellschaft für den Abschluss und danach auch wieder Bestandspflege... Die Höhe ist dabei identisch, dem entsprechend ists egal, ob er umdeckt oder nich. Es macht eigentlich wirklich nur Sinn sich die Arbeit zu machen, wenn der Kunde einen Vorteil davon hat. zu 2: den Laufzeitnachlass haben einige Versicherer bei 3jährigen Verträgen (alt: bei 5Jahresverträgen, die jetzt aber auch nach 3 Jahren kündbar sind). Fakt ist aber: diese Rabatte kann ich in der Regel unterbieten. Ich denke fast jeder Makler würde es vermeiden, 3Jahresverträge zu unterschreiben, da dann auch bei einer Verbesserung der Preise/Leistung auf dem Markt nicht mehr zum Wohle des Kunden reagiert werden kann.
"Zum Wohl des Kunden" klingt etwas hochtrabend, aber, wenn Dein Vers.makler wirklich gut arbeitet, sollte eben genau das im Fokus stehen - das kannst Du auch verlangen / einfordern, schließlich ist das sein Job! ;)
Also ist der Versicherungsvertreter sinnlos da hier naheliegt das diese Betrügen!? Ohne etwas unterstellen zu wollen!
Der Versicherungsvertreter vertritt seine Versicherung, das ist seine Aufgabe. Wer dies versteht und sich trotzdem dorthin gezogen fühlt ist dort richtig.
Ein Makler vereinbart Jahresverträge, dafür gibt es keinen "Laufzeitnachlass". Aber der Zahlbeitrag des Jahresvertrages wird trotzdem geringer sein - durch Maklernachlass. Merke: Die Gier nach Laufzeitnachlass führt in die Irre und vermutlich auch zur Erblindung.
Außerdem wollt ich nie was unterstellen! Wenn das so rüber gekommen ist, tut mir das Leid!
Der Spruch "dass Versicherungsmakler immer nur 1-Jahresverträge anbieten damit sie diese dann später immer wider umdecken können" unterstellt doch ganz offensichtlich, dass durch ein jährliches "umdecken" immer wieder neue Provision generiert werden soll - das ist zwar falsch, aber trotzdem eine Unterstellung. Im Übrigen ist es richtig, dass nur Jahresverträge gemacht werden, aber aus einem ganz anderen Grund - gerade weil damit eine Umdeckung möglich wird, weil zum Beispiel ein anderer Anbieter was besseres zu bieten hat.