Hallo, laut Medien kürzen die Versicherung die Zahlungen wenn für die Schadensverhütung und Schadensbegrenzung zu wenig getan wurde. Es sollen neuerdings viele Beschwerden vorliegen. ZB. wenn in einem Haus mit Eigentumswohnungen der Raum in dem die Hauptabsperrschieber für die Wasser- Heizungs- und Gas-Versorgung abgeschlossen ist und der Hausverwalter-der den Schlüssel hat- weiter weg wohnt und nicht rund um die Uhr ereichbar ist. In der Zeit bis ein Schlüssel bei gebracht wird kann viel Wasser die Etagen durchfliessen. Angeblich verlangen Versicherungen, dass eine Art Feuermeldekasten mit einschlagbarer Glasscheibe für den Schlüssel angebracht wird. Wer weiss mehr ?
Immer wenn die Medien nicht viele zu schreiben haben kommt man mir merkwürdigen Themen heraus. Nicht nur bei Versicherungen. Das zieht sich querbeet.
Richtig ist das im Schadenfall bei unabhängigen Befragungen die Versicherung die höchste Zufriedenheit aufweist. Noch vor allen Handwerksbereichen und vor anderen Dienstleistungen.
Allerdings gibt es natürlich immer wieder mal Streitigkeiten. Zu ca. 80%, habe ich in Untersuchungen festgestellt, liegt hier mangelnde Kenntnis der eigenen Tarife zugrunde. In den anderen Fällen kann man tlw. nur den Kopf schütteln. Wobei viele Fälle hier geklärt werden können. Denn oft ist ein voreiliger Sachbearbeiter am Werk gewesen der sich sturr stellt.
Es gibt aber auch ein paar Gesellschaften die des öfteren negativ auffallen. Das habe ich auch festgestellt.
In solchen Fällen hilft meist der Versicherungs Ombudsmann.
Alles in allem aber hat sich gerade in den genannten Bereichen nicht viel geändert. Die meisten Menschen sind noch immer schlecht informiert weil sie meistens einfach irgend eine Gesellschaft wählen die sie vom Namen oder aus der Familie her kennen oder weil (weniger) sie sich selber was raussuchen - was dann noch öfter in die Hose geht.
Wenn jetzt also die Menschen mehr Eigenverantwortung übernehmen und sich mehr kümmern und Banken endlich Versicherungskaufleute einsetzen würden (und keine Bankkauffleute die nicht im Ansatz genügend Kenntnisse haben) dann liesse sich die Zufriedenheitsskala sicherlich noch höher schrauben.
Wie gesagt: Schwere Ausnahmen gibt es immer wird es immer geben (wie überall). Und das Thema wird immer wieder mal irgendwo hochgekocht werden.

Aus Deiner Frage wird nicht ganz deutlich, ob Du das wissen willst, weil es Dich ganz allgemein interessiert (dann lies nach im Versicherungsvertragsgesetz, das zum vorletzten Jahrewechsel geändert wurde) oder ob es Dir um die praktische Beantwortung der Frage geht, ob in Deiner Eigentumswohnanlage jetzt ein gläserner Schlüsselkasten mit Notschlüsseln eingesetzt werden muß: In letzterem Falle kann ich "IchSchauMal" nur beipflichten; denn:
1. regulieren viele Versicherungsgesellschaften gar nicht so furchtbar penibel und kundenunfreundlich, wie immer wieder behauptet wird (von wem eigentlich???)
2. kannst Du solche konkreten Fragen am besten klären, indem Du sie an denjenigen richtest, bei dem der Vertrag abgeschlossen wurde. Warum das nicht selbstverständlich ist, verstehe ich überhaupt nicht. Wenn mein neuer Toaster oder mein Auto Macken hat und ich nicht weiß, wie ich das Problem abstellen soll, gehe ich doch sofort zum Händler und frage ihn, ob er mir helfen und das Problem beseitigen kann (Stichwort: Gewährleistung) oder ob er mir Mist verkauft hat. Bei Versicherungen scheint es manchmal an der Vertrauensbasis zum Anbieter zu fehlen, oder?
Und das ist nun wieder spannend: Wenn ich meinem Anbieter von Sicherheit nicht vertraue, darf ich dann verlangen, daß er mir (und meinen Maßnahmen zur Schadenvorsorge) vertraut?
:-)