Frage von jacika12, 92

Versicherungen die jährlichen Beiträge werden mir zu viel.?

Hallo,

ich habe mal durchgerechnet wie viel ich für Versicherungen ausgebe jährlich. Und da kommt eine große Summe zusammen. Vor allem die Autoversicherung ist sehr teuer. Ich überlege schon einige zu kündigen. Oder lohnt es sich da bei manchen vielleicht zu wechseln? Wer hat Erfahrung damit? Wie viele Versicherungen habt ihr? Lohnen die sich überhaupt? Für mich hat sich bis jetzt nur die Zahnzusatzversicherung gelohnt

Danke und viele Grüße

Antwort
von kevin1905, 39

Wie wäre es mal mit einem Besuch bei einem Versicherungsmakler.

Der

  • schaut welche Verträge günstiger möglich sind
  • welcher Schutz so passt und kann hierfür die Betreuung übernehmen
  • steht rechtlich auf deiner Seite und haftet für die Beratung und Betreuung.

Für mich hat sich bis jetzt nur die Zahnzusatzversicherung gelohnt

Das ist der falsche Ansatz.

Eine Versicherung ist kein Investment, sondern eine Absicherung des größten anzunehmenden Unfalls. Zahnersatz kann zwar teuer sein, aber es ist bei weitem nicht die existenzsichernste Police.

Eine Versicherung die dich nur Geld kostet und die du niemals brauchst sollte dich froh machen. Frag mal Leute die versehentlich einen Personenschaden verursacht haben ob es die Haftpflicht wert war. Den Menschen der sich bei einem Unfall vielleicht eine Querschnittslähmung zugezogen hat ob die Unfallversicherung sinnvoll war, etc.

Anmerkung: Wenn du deine KFZ Versicherung (Haftpflicht) kündigst, muss der Wagen SOFORT stillgelegt werden und von der Straße verschwinden.

Antwort
von KfzSVnrw, 18

Vor allem die Autoversicherung ist sehr teuer. Ich überlege schon einige zu kündigen. Oder lohnt es sich da bei manchen vielleicht zu wechseln?

Vor einem Wechsel solltest du dich sehr genau über den bisherigen und den "neuen"Versicherungsumfang und die Leistungen im Schadensfall informieren!

Dazu gehört es auch die AKB´s wirklich komplett zu lesen, zu verstehen und dann darüber zu urteilen.

Des weiteren sollte man sich auch über Erfahrungen anderer Versicherungsnehmer mit der potentiellen neuen Versicherung informieren. Hierbei sollte man besonders darauf achten, wie oft die Versicherungsnehmer verurteilt wurden berechtigte Schadenersatzleistungen an Geschädigte zu zahlen, die ihre eigener Versicherung vorher unberechtigt verweigert hatte.

Denk dran:

Billig ist nicht immer gut!

Kommentar von Eichbaum1963 ,
Hierbei sollte man besonders darauf achten, wie oft die
Versicherungsnehmer verurteilt wurden berechtigte
Schadenersatzleistungen an Geschädigte zu zahlen, die ihre eigene Versicherung vorher unberechtigt verweigert hatte.

Ääh, wie??

Seit wann wird ein VN verurteilt, direkt Schadenersatz an den Geschädigten zu leisten, nach dem dessen Versicherung die Zahlung verweigert hat? - Außer bei Vorsatz u. dgl. natürlich - aber auch da greift der Regress, d. h. die VS zahlt, holt sich das Geld aber vom VN wieder.

Denn in so einem Fall muss ich der Geschädigte mit der Versicherung des VN rumschlagen - sprich gegen die klagen und nicht gegen den VN. ;)

Schließlich handelt es sich bei der Kfz-Haftpflicht um eine Pflichtversicherung ►Pflichtversicherungsgesetz.

Kommentar von KfzSVnrw ,

Da bist du vollkommen falsch informiert!

Der Geschädigte bei einem Verkehrsunfall kann seinen berechtigten Schadenersatz, vom Verursacher (Fahrer), vom Fahrzeughalter oder von der Versicherung des verursachenden Fahrzeugs fordern. An wen von diesen zwei bzw. drei Zahlungspflichtigen er sich wendet, bleibt dem Geschädigten überlassen.

Da immer mehr Versicherungen berechtigte Ansprüche kürzen, ist es inzwischen an der Tagesordnung, das in solchen Fällen direkt der eigentliche Verursacher, Fahrer bzw. Halter verklagt werden. Diese werden auch regelmäßig von deutschen Gerichten entsprechend verurteilt, den Schadenersatz zu zahlen , den ihre Versicherung vorher unberechtigt verweigert hat. Wie z.B.:

  • LG Koblenz Urteil 12 S 59/15 vom 2.12.2015
  • AG Halle Urteil 104 C 2293/15 vom 14.10.2015
  • AG Köln Urteil 269 C 97/15 vom 13.10.2015
  • AG HH-St. Georg Urteil 918 C 173/15 vom 18.12.2015

Das waren jetzt nur 4 mir bekannte Urteile aus den letzten drei Monaten, es wird aber wesentlich mehr solcher Urteile geben.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Nun, bei all den genannten Urteilen handelt es sich rein um die Sachverständigenkosten. ;)

Auch sind das alles keine Grundsatzurteile - andere Gerichte könnten wieder ganz anders entscheiden.

Kommentar von KfzSVnrw ,

Es gibt auch durchaus Urteile in denen es nicht (nur) um die Sachverständigenkosten geht. Für den Versicherungsnehmer ist es aber egal welche berechtigte Position "seine eigene" Versicherung nicht vollständig gezahlt hat. Für ihn ist entscheidend, dass er jetzt erst einmal zahlen muss und dann das von ihm gezahlte Geld wieder von seiner Versicherung zurück haben möchte.

Glaub mir eins, die Versicherungsnehmer sind nicht begeistert, wenn auf einmal ein Gerichtsvollzieher vor ihrer Tür steht, nur weil ihre eigene Versicherung berechtigte Ansprüche gekürzt hat.

Hier noch zwei Urteile für dich, in denen es auch um wesentlich höhere Beträge und auch andere Positionen geht :

  • Amtsgericht Dieburg Urteil 20 C 301/15 vom 24.08.15
  • Amtsgericht Erklenz Urteil 14 C 35/13 vom 18.09.2015

Das du am häufigsten Urteile über das Sachverständigenhonorar findest wird daran liegen, dass den meisten Laien das Recht auch den Halter und / oder Fahrer auf Schadenersatz zu verklagen nicht bekannt ist bzw. dort das Risiko einen zahlungsunfähigen zu erwischen größer ist.

 andere Gerichte könnten wieder ganz anders entscheiden.

Ob eine Position gerechtfertigt ist oder nicht, darüber können Gerichte unterschiedlich entscheiden. Das der Geschädigte sich nicht an die Versicherung halten muss sondern auch Fahrer bzw. Halter direkt zum Schadenersatz auffordern und anschließend verklagen kann ist gesetzlich geregelt und daher für alle Gerichte bindend.

Antwort
von Apolon, 27

Vor allem die Autoversicherung ist sehr teuer. Ich überlege schon einige zu kündigen.

Nun, wenn man auf ein Auto nicht angewiesen ist, könnte man ja den Vertrag kündigen.

Bei den restlichen Versicherungen, kann ich nicht antworten, da mir die Versicherungssparten, wie auch die Tarife nicht bekannt sind.

Sinnvoll wäre es, wenn du dich mal vor Ort von einem Versicherungsvermittler zu dem du Vertrauen hast beraten lässt.

Antwort
von apfel1000, 26

Erstmal nach dem GAU-Prinzip vorgehen. Mit der Frage, was ist für mich existenziell? Privathaftpflicht Berufsunfähigkeitsabsicherung Risikolebensversicherung Wohngebäude / Hausrat etc. In der Regel ist es ratsam Versicherungen von Sparverträgen zu trennen! Immer Fragen : Was zahle ich ein? Was bekomme ich garantiert ausgezahlt? Sinnvoll ist ein unabhängiger Berater. Für Versicherungen ist das ein Versicherungsberater. Niemand der in irgendeiner Form vermittelt! Unabhängige Berater gibt es beim Bundesverband der Versicherungsberater! Sie sind nicht wie Makler und Versicherungsvertreter provisionsabhängig, sondern beraten ausschließlich gegen Honorar.

Antwort
von NomiiAnn, 47

Beim Auto kann ich nur die HUK24 empfehlen. Ich bin gewechselt jetzt zum neuen Jahr und spare mal eben 160€.

Kommentar von kevin1905 ,

Das freut mich für dich, aber um KFZ Versicherungen effektiv vergleichen zu können braucht man eine Unmenge an Daten (Fahrzeug, Fahrleistung, Abstellort, Wohnort, SF-Klasse, etc.)

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Ähm, über diese Daten sollte der VN des Kfz in der Regel aber problemlos verfügen (können), @kevin1905. ;))

Kommentar von NomiiAnn ,

Gar keine Frage und es hindert ja auch niemanden den Fragesteller daran, genau das zu tun.

Kommentar von KfzSVnrw ,

Um eine Versicherung wirklich zu beurteilen und zu vergleichen, muss man zunächst einmal den genauen Versicherungsumfang und die Leistungen im Schadensfall vergleichen. Dazu gehört auch die AKB´s wirklich komplett zu lesen, zu verstehen und dann darüber zu urteilen. Des weiteren sollte man sich auch über Erfahrungen anderer Versicherungsnehmer informieren. Hierbei sollte man besonders darauf achten, wie oft die Versicherungsnehmer verurteilt wurden berechtigte Schadenersatzleistungen an Geschädigte zu zahlen, die ihre eigener Versicherung vorher unberechtigt verweigert hatte.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Hierbei sollte man besonders darauf achten, ...

Wenn dem so wäre, wie du hier schreibst, liefe die Kfz-Haftpflicht unter ad adsurdum: jede VS würde die Zahlung verweigern und dem VN die A-Karte zustecken.

Wie kommst du denn darauf??

Kommentar von KfzSVnrw ,

Die gesetzliche Grundlage dazu findest du:

  • Fahrerhaftung BGB §823, § 18 StVG
  • Halterhaftung § 7 StVG
  • Vers.-Haftung § 3 PfVG

Schau dir mal diese Urteile aus den letzten drei Monaten an:

  • LG Koblenz Urteil 12 S 59/15 vom 2.12.2015
  • AG Halle Urteil 104 C 2293/15 vom 14.10.2015
  • AG Köln Urteil 269 C 97/15 vom 13.10.2015
  • AG HH-St. Georg Urteil 918 C 173/15 vom 18.12.2015
Antwort
von Falkenpost, 39

Hallo!

Ohne zu wissen, welche Versicherungen du hast, kann man nicht sagen, ob du zuviel hast. Zähle doch einfach mal auf.

Gruß
Falke

Antwort
von WosIsLos, 37

Welche Versicherungen hast du?

Antwort
von basiswissen, 25

Da wir nicht wissen welche Verträge Du hast kann man da schwer urteilen. Warum gehst Du nicht zu einem versicherungsmakler und lässt Dir mal zeigen wo Sparpotential ist?

Antwort
von Hermeshimself, 48

Du kannst auch monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich zahlen. Sprich mit Deinem Versicherungsmakler.

Kommentar von Falkenpost ,

Was aber oft noch teurer ist als jährliche Zahlweise!

Kommentar von Hermeshimself ,

Das ist richtig. Aber man hat insgesamt mehr Kontrolle und es kommt nicht immer alles auf einmal. Viel, nicht alle, nehmen sogar Kredite auf um zahlen zu können. Das wird dann noch teurer.

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