Frage von marnan, 98

Versicherung wird doch nicht den Jungen in Regress ziehen?

Hallo Am Montag war mein 13 jähriger Sohn mit seinem Gleichaltrigen Freund auf einem öffentlichen Fußballplatz fußball spielen. Keine 10 min später kam er mit gebrochenem Handgelenk wieder. Es folgte eine kleine OP und 3 Tage KH. Heute bekomme ich von der Krankenversicherung einen Brief. Ich solle den Hergang beschreiben und auch den "Täter" nennen. Meiner Meinung nach war das einfach ein Unfall. Natürlich hat der andere Junge den Ball ins Tor schießen wollen und mein Sohn wollte ihn halten. Das dabei das Handgelenk gebrochen wurde war halt einfach ein Unglück. Ich weiß jetzt nicht genau warum die jetzt alle Namen von den Kindern haben wollen die da waren. Abgesehen davon waren viele Kinder auf dem Platz und haben zusammen gespielt. Das ist doch jetzt nicht normal einem Kind jetzt die Schuld zuzuschieben. Also ich hab entschieden diese Frage nicht zu beantworten. Was sagt ihr dazu?

Antwort
von autmsen, 17

http://www.jura-schemata.de/schuld.html

Da kannst Du bezüglich Schulfähigkeit nachlesen. 

Nicht in jedem Fall ist die Krankenkasse verpflichtet die Kosten zu übernehmen. Es kann sich auch um einen Haftpflichtfall handeln. Es kann auch sein dass ein Verbrechen vorliegt. - Denke nur nicht! Es werden in diesem Staat sehr viele Kinder misshandelt. Und viele Ärzte decken solche anzeigepflichtigen Straftaten durch falsche Diagnosen. - 

Sobald wir arbeiten kann es auch ein sogenannter BG-Fall sein. Berufsgenossenschaft ist dann zuständig. 

Es ist nachvollziehbar dass Du Dich an dieser Sesselpfurxersprache störst. Tatsächlich war der Junge aber tätig. Er hat also im Sprachsinn eine Tat begangen. 

Die Krankenkasse ist kein Organ der öffentlichen Ordnung. Sie ermittelt also nicht wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft in einer Strafsache die aufgrund einer begangenen Tat entstanden ist. 

Zwei mal das gleiche Wort aber durchaus sehr unterschiedliche Bedeutungen. 

Fülle bitte wahrheitsgemäß aus. 

Sollte nun der sesselsitzende Empfänger eine von Dir vermutete Interpretationsstörung haben 

und auf die Idee kommen den Freund Deines Sohnes als sogenannten Verursacher für den Schaden aufkommen zu lassen

dann muss er die entsprechenden Paragraphen welche ihm da so als Grundlage vorschweben nennen. 

So. Dann findest Du Urteile online und Rechtskommentare zu diesen §§. Nutze die Suchmaske des Browsers dann entsprechend. Mancher Anwalt hat gute Informationen auf seiner Seite es gibt juraforum, juris dot online....

und es gibt lexetius. = Recht und Gesetz

Gib diese lateinische Wortkombi in die Suchmaske des Browsers, klicke Entscheidungen an und dann nutze auf der sich öffnenden Seite die Suchmaske. 

Aber keine Panik. Sollte bei der Krankenkasse jeglicher menschlicher Verstand auf Reisen sein so startest Du im Bedarfsfall eine Petition auf change dot org. Fälle deren Grundlage fehlende Hirnmasse ist haben schnell viele Unterschriften zusammen. 

Denn machst Du falsche Angaben kann der Kesselflicker vorbei geschickt werden. Der ist gerne mal teuer. 

Ich hoffe Du hast mich verstanden trotz meiner doch etwas besonderen Ausdrucksweise. :)))

Antwort
von CamelWolf, 48

Die Krankenversicherung ist bei einem Unfallereignis verpflichtet zu prüfen, ob ein  Fremd- (Dritt-) verschulden vorliegt. Nach dem von Dir beschriebenen Vorfall wird da weder für den Spielkameraden, noch für Deinen Sohn irgend eine Konsequenz draus folgen.

Antwort
von Haemiler, 51

Auf alle Fälle antworten bzw. über einen Anwalt antworten lassen. 

Hernach gibt es Schwierigkeiten wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht. 

Sowas kann passieren und darum musst du dir keinen Kopf machen!  

Kommentar von Halbammi ,

Ein Anwalt? Warum? Das kostet Berge Geld und ist absolut unsinnig, da nicht die Fragestellerin belangt werden soll und ihr Sohn auch nicht.

Kommentar von Miramar1234 ,

Quatsch ein solches Beratungsgespräch oder auch die Antwort durch den Anwalt kostet sehr wenig,im Verhältnis dazu,wenn ein Faß aufgemacht wird,und Dinge wie Aufsichtspflicht oder gar Schadenersatz überhaupt aufgemacht werden.Gerade unter Freunden in dem Alter soltte da alles "sauber" bleiben.

Kommentar von Haemiler ,

Richtig, das kostet kaum was, wenn man ein Rechtschutzversicherung hat auch gar nichts. 

Ich habe eine zeitlang Schadensregulierungen gemacht und man kann sich nicht vorstellen, wie schnell man eine Ablehnung bzw. andere Unannehmlichkeiten hat, nur wegen zB. einem kleinen Fehler in der Formulierung!  

Kommentar von Haemiler ,

Wer weiß das schon!?! Wer wann für was belangt wird, kann sich durch diverse Details schnell ändern. 

Wie oft hat man das schon gesehen, wie schnell Opfer zu Tätern wurden! ;-)

Antwort
von Goodnight, 30

Nein dem anderen Jungen wird nicht die Schuld zugeschoben. Es geht lediglich um den Unfallhergang. Ist einfach unglückliche Versicherungssprache. 

Schuld wäre der andere Junge nur, wenn er absichtlich auf dein Kind gezielt hätte um ihm weh zu tun. Dann wäre es ein Haftpflichtfall.

Hier ist es aber einfach ein Unfall. LG

Kommentar von Haemiler ,

Das stimmt nicht ganz. 

Es geht eben um eine Überprüfung, eine/n evtl. Mutwilligkeit/Vorsatz ausschließen zu können. Denn sollte sich ein solcher herausstellen, wird der Junge theoretisch in Regress genommen und die Haftpflicht wird einen Teufel tun, einen vorsätzlich herbeigeführte/n Schaden/Verletzung zu bezahlen. 

Antwort
von Halbammi, 41

Bei Sportunfällen in der Freizeit ist es normal, dass die Versicherung prüft ob ggf irgendwo eine Fahrlässigkeit vorliegt. Am besten schreibst du es so, wie du es hier schreibst, ruhig mit dem Namen des Kindes. Dann passiert nichts. Ich würde es beantworten

Mein Sohn stand beim spielen im Tor, der ...... hat geschossen und beim Abwehrversuch hat sich mein Sohn.... das Handgelenk gebrochen.

Weitere Personen waren nicht beteiligt.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort
von Steffile, 42

Ich wuerde auch "unbekannt" schreiben. 

Kommentar von Goodnight ,

Warum lügen? Das sind ganz normale Abklärungen der Versicherungen die untereinander regeln wer für den Schaden zuständig ist. 

Hier ist es die Kranken oder Unfallversicherung des verletzten Kindes. Weil es ein Unfall war den man in Kauf nimmt, wenn man Fussball spielt.

Anders wäre es, wenn einer dem anderen einen Fussball absichtlich so andonnert mit dem Ziel den anderen zu verletzen.

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