Frage von AndyLima, 111

Versicherung mit lebenslanger Preisgarantie?

Ständig werden alle Versicherungen erhöht. Es ist meiner Meinung nach unzumutbar. Die Versicherer erhöhen die Preise auf Grund von Spekulationen über Mehrausgaben. Nachvollziehbar ist dies jedoch nicht, da Zahlen über Ausgaben und Einkünfte der Versicherungen nicht öffentlich gemacht werden. So kann keiner nachvollziehen, ob die Erhöhung der Beiträge gerechtfertigt war oder nicht. Sollte sich jemand auf Seitens der Versicherung "verspekuliert/verrechnet" haben, ist dies für niemanden nachvollziehbar, außer der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Da ich es bisher erst einmal erlebt habe, das zuviel eingenommene Versicherungsbeiträge an die Versicherungsnehmer zurück erstattet wurden, gehe ich nicht davon aus das die BaFin, die Interessen der Versicherungsnehmer ausreichend berücksichtigt und auf den guten Willen der Versicherung, zuviel eingenommene Beiträge zurück zu erstatten, möchte ich mich nicht verlassen.

Antwort
von kevin1905, 45

Ständig werden alle Versicherungen erhöht.

Wenn die Anzahl der zu bezahlenden Schäden zu hoch waren, passiert das schon mal.

Es ist meiner Meinung nach unzumutbar.

Wäre es deiner Meinung nach zumutbar, dass Versicherungen Verluste machen?

Die Versicherer erhöhen die Preise auf Grund von Spekulationen über Mehrausgaben.

Mit Spekulation hast das nichts zu tun sondern mit der Schaden-Kosten-Quote und einer sinnvollen Margin of Safety.

Nachvollziehbar ist dies jedoch nicht, da Zahlen über Ausgaben und Einkünfte der Versicherungen nicht öffentlich gemacht werden.

Jede Kapitalgesellschaft (die meisten Versicherer sind Aktiengesellschaften) sind verpflichtet ihre Zahlen/Bilanzen zu veröffentlichen (siehe Bundesanzeiger).

Beitragsanpassungen müssen begründet werden und in einigen Sparten sind sie genehmigungspfichtig. Beitragserhöhungen ohne äquivalente Leistungssteigerung führen immer zu einem Sonderkündigungsrecht (§ 40 Abs. 1 VVG).

Sollte sich jemand auf Seitens der Versicherung "verspekuliert/verrechnet" haben, ist dies für niemanden nachvollziehbar, außer der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht.

Gute Versicherer planen ehr konservativ, allerdings müssen sie die Preise auch so gestalten, dass diese konkurrenzfähig bleiben. Werden weniger Leistungen bezahlt, als kalkuliert, so entstehen Risikoüberschüsse, die direkt oder indirekt auch an die Kunden und Aktionäre weitergegeben werden.

Um auf deine Frage zurück zu kommen (deine Überschrift, der Rest war aus Halbwissen abgeleitetes substanzloses Blabla):

Nein es gibt keine Versicherung mit lebenslanger Preisgarantie, da

  1. Niemand die Zukunft vorhersehen kann und
  2. Die inflationsgeschuldete Geldentwertung dafür sorgt, dass 100,- € heute in 20 Jahren weit weniger Kaufkraft haben.
Kommentar von AndyLima ,

Vorab einen herzlichen Dank für die satzgenaue Beurteilung. Welche gewinne sind denn, bei Versicherungen im Gesundheitsbereich, vertretbar?

Kommentar von kevin1905 ,

Du warst nie Unternehmer, oder?

Man kann nicht zu viel Geld verdienen, genau so wie man auch nicht zu glücklich sein kann.

Versicherungen sind genau so, daher gibt es keine Obergrenze. Reguliert wird der Markt hier u.A. durch die Mitbewerber, die auch Geld verdienen wollen.

Es gibt aber Gesetze wie viel vom erwirtschafteten Überschuss Versicherer ausschütten müssen.

Nun entnehme ich deinem Beitrag, dass wir im Gesundheitsbereich sind und frage ob du eine private Krankenvollversicherung hast oder eine Eränzungsversicherung. Bei wem und für welchen Bereich?

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 45

Ein Versicherungsunternehmen ist ein privater Betrieb, der selbstverständlich auch Gewinn machen will.

Dass die Preise nicht ins unermessliche steigen, liegt ausschließlich daran, dass es Konkurrenz gibt.

Anders wäre es nur wie in der DDR mit einer Einheitsversicherung.

Selbstverständlich sind Prämienerhöhungen gerechtfertigt. Der gleiche Schaden der heute 1000 € kostet kann im nächsten Jahr mit 1.200 € zu Buche schlagen.

Auch ein Personenschaden wird jedes Jahr erheblich teurer.

Kommentar von AndyLima ,

Danke für die freundliche Antwort.

Antwort
von Apolon, 41

@andyLima,

um welche Versicherungssparte geht es dir denn überhaupt.

Informiere dich einmal über die Baukosten eines Einfamilienhauses, dann kannst du mal unabhängig von dem Bauplatz so mit ca. 200.000 € rechnen.

Das gleiche Haus hast du z.B. im Jahr 1970 für ca. 60.000 DM erhalten.

Hätte das Versicherungsunternehmen immer noch die gleichen Beiträge für eine Wohngebäudeversicherung wie in 1970 üblich, könntest du aber auch nur bei einem Totalverlust (Brandschaden) mit einer Erstattung von 60.000 DM rechnen.

Wäre dies in deinem Sinne ?

Gruß N.U.

Kommentar von AndyLima ,

Es dreht sich um eine Zahnzusatzversicherung. Die kosten und wachsenden Löhne Gehälter sind meiner Meinung nach vorhersehbar. Dies könnte in den Verträgen aufgenommen werden, das sich der Versicherungsbeitrag jährlich um x% erhöht.

Kommentar von Apolon ,

Es geht hier nicht nur um die Kosten für den Zahnersatz, sondern auch um neue Hilfsmittel wie Prothesen die besser werden und damit auch haltbarer sind. Auch die Einkünfte der Ärzte nehmen zu.

Die Löhne und Gehälter der Kunden können also hier nicht berücksichtigt werden.

Außerdem müsste man noch wissen, ob es in dem Zahnzusatztarif Altersrückstellungen gibt, denn auch dies ist wichtig.

Manche Versicherungstarifen haben keine Altersrückstellungen und erhöhen gemäß Tarif die Beiträge immer nach Altersgruppen. Bedeutet man fängt zu einem niedrigen Beitrag an und mit der Zeit geht es dann nach oben.

 das sich der Versicherungsbeitrag jährlich um x% erhöht.

Und gerade dies ist nicht erlaubt.

Informationen dazu findet man auch hier:

http://www.bafin.de/SiteGlobals/Forms/Suche/DE/Servicesuche_Formular.html?nn=269...

Kommentar von AndyLima ,

Dies stellt einen nicht ganz unerheblichen Teil meines Mißmutes da. Bei Vertragsabschluss wurde mir mitgeteilt, die Kosten berechnen sich am Eintrittsalter und bleiben konstant. Was für mich logisch ist, wenn man früh anfängt einzubezahlen, ist der Beitrag niedriger als wenn man mit 60 auf die Idee kommt, noch schnell eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, da die dritten ja bald fällig werden könnten. Gibt es denn eine Regelung, über die Zweckgebundenheit von Einnahmen?

Kommentar von Apolon ,

  Gibt es denn eine Regelung, über die Zweckgebundenheit von Einnahmen?

Nein - wie sollte dies auch möglich sein. Hier fallen z.B. auch Personalkosten drunter, denn wie soll man die Leistungen ohne Personal abrechnen, bzw. bearbeiten können. Und natürlich auch entsprechende Gebäudekosten.

Kommentar von AndyLima ,

Um die von Ihnen angesprochenen laufenden Kosten der Versicherung geht es mir nicht, zumal diese keinen gravierenden Schwankungen unterliegen sollten. Es geht darum, das die Beiträge erhöht wurden und ich stark bezweifle, das diese Beiträge meiner Altersgruppe zuzuordnen sind. Mit verlaub, möchte ich keinen Generationenvertrag mit meinem Versicherer schließen. Wie mir leider immer deutlicher wird, scheint es keine Möglichkeit zu geben, der Versicherungsdiktatur auszuweichen, außer man verzichtet auf einen Versicherungsschutz.

Kommentar von Apolon ,

Eine Gegenfrage:

welchen Beruf haben denn Sie ?

Ergänzend haben Sie seit Beginn an, das gleiche mtl. Einkommen ohne ständige Erhöhungen ?

Dies glaube ich mal nicht.

Also warum soll es bei ihnen anders sein, als alle sonstigen Kosten und Gehälter.

Als ich mein erstes neues  Auto kaufte kostete dies 3.500 DM. Was bekomme ich heute noch dafür ? wenn ich Glück habe ein Fahrrad mit Hilfsmotor.

Antwort
von suzisorglos, 33

Versicherungen mit lebenslanger Preisgarantie sind ein wunderbarer Traum, genau wie der vom lebenslang preisstabilen  Bier. Genau wie beim Bier wird es auch bei den Versicherungen, den Energiepreisen, den Preisen für Steak, Whiskey, Zigarren etc. ein Traum bleiben. Macht es Sinn, sich darüber zu ärgern? - Wohl kaum. Da muss man halt die Gesetze des Marktes nutzen und zusehen, dass das eigene Einkommen mit den steigenden Ausgaben Schritt hält...

Kommentar von AndyLima ,

Die angegebenen Konsumgüter wie Steaks, Whisky oder Tabak stellen aus meiner Sicht Luxusgüter da, wer sie will sollte dafür bezahlen. Ich rauche nicht mehr aus genau diesem Grund, nagut vllt. auch wegen der Gesundheit. Währe der Staat nicht so unverschämt, würde ich wahrscheinlich noch rauchen. Das gleiche möchte ich nicht mit 70 Jahren von der Versicherung und meinen Zähnen sagen.

Kommentar von kevin1905 ,

Eigentlich müsste die Tabaksteuer doppelt so hoch sein, wie sie ist. ;-)

Antwort
von Halbammi, 45

Sowas gibt es nicht und kann es auch nicht geben.

Kommentar von AndyLima ,

Sollten Firmen dazu gezwungen werden die Zahlen offen zulegen, so hätte man die Möglichkeit der Kontrolle. So, wie dies momentan läuft, ähnelt dies einer bundesweiten Abzocke mit staatlicher Genehmigung bzw. Aufsicht.

Kommentar von Halbammi ,

Das ist absoluter Unsinn. Versicherungen sind Wirtschaftsunternehmen ( Wenn wir die staatliche Rentenversicherung und die GKV da mal herausnehmen). Und sie legen die Zahlen offen. Du kannst sie z.B. auf der Aktionärsversammlung einsehen. Aber was hilft dir das? Die Versicherungen stehen im Wettbewerb und können freie preisgestaltung betreiben. Es steht dir frei, dich nicht dort zu versichern. Also worüber beschwerst du dich?

Kommentar von AndyLima ,

Worüber ich mich beschwere?

1. Geldgeile Versicherungen.

Falls es dich auch noch interessiert, worüber ich mich aufrege...

1. Siehe Punkt 1. in der Rubrik "Worüber ich mich beschwere?"

2. ... Leute wie dich.

Selbstverständlich steht es mir frei, die Versicherung zu wechseln. Bei der Versicherung, um die es sich konkret handelt ist das Eintrittsalter entscheidend. Sprich wenn ich alle fünf Jahre die Versicherung wechsel kommt es mich wahrscheinlich teurer als die laufenden Preiserhöhungen stillschweigend zu dulden. Zu guter letzt wollte ich mich noch für den allgemein hilfreichen Rat, das es mir freigestellt sei, mich dort zu versichern bedanken. Dies war wahrlich hilfreich, um nicht zusagen der gesamte Beitrag. Das ist der Spirit, den diese Community braucht, um schwierige Fragen sachlich zu klären.

Kommentar von Halbammi ,

abgesehen davon das ich hier beim besten WIllen keine "schwierige Frage" erkennen kann verstehe ich, dass es immer Gutmenschen gibt die meinen Versicherungen sollten Ertragsfreie sozialvereine sein und am besten jedem das eingezahlte Geld zurückgeben und den Leuten mit Schaden Unsummen erstatten. 

Mich würde interessieren in welchem Beruf du arbeitest ?

Kommentar von kevin1905 ,
Antwort
von kenibora, 58

Nicht nur die Versicherungsprämien steigen fast jährlich, auch die Löhne und Gehälter usw....Wird sich auch nichts daran ändern!

Kommentar von AndyLima ,

Offensichtlich bin ich in der falschen Branche tätig, mein Gehalt steigt nicht jährlich.

Kommentar von kenibora ,

Liegt an Dir! Ja!

Kommentar von kevin1905 ,

Nich gewerkschaftlich vertreten?

Kommentar von AndyLima ,

Nein.

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