Versicherung besteht nach Parkschaden auf Gutachten trotz Kostenvoranschlag?

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6 Antworten

Die Versicherung besteht nun aber darauf, ein Gutachten durchführen zu lassen (der Sachverständige ist mir überlassen).

Dann ist doch alles ok.

Wenn die Versicherung korrekterweise ein Gutachten benötigt, dann spricht doch gar nichts dagegen wenn du selber einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen deines Vertrauens damit beauftragst.

Die Kosten für das Schadensgutachten gehören zum Schaden und sind vom Verursacher bzw. dessen Versicherung zu tragen.

Du hättest auch direkt selber einen Sachverständigen beauftragen dürfen, wenn für dich kein offensichtlich erkennbarer Bagatellschaden (< 715 € ) vorliegt. Dann hättest du dir den unnötigen Zeit- und Kostenaufwand für den Kostenvoranschlag gespart.

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Das ist mir zu wirr. Die gegenerische Versicherung benötigt ein Gutachten und somit kommt mein Gutachter zu mir an mein Auto und ist incl. Fotoshooting in drei bis vier Minuten fertig. Du solltest Deinen Gutachter wechseln, wenn der weiterhin zwei Tage dein Auto Dir wegnimmt.

Viel Glück.

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Mir ist letztens eine junge Fahrerin auf dem Parkplatz ins Auto
gefahren. Nichts wildes - hat meine Stoßstange vorne links und meine
Felge vorne links erwischt.

Entgegen landläufiger Meinung hat man bei Unfällen auf Parkplätzen fast immer mindestens eine Teilschuld. Dort ist nämlich irrelevant, was auf Schildern etc. steht, es gilt immer StVO § 1, Stichwort "besondere Rücksichtnahme". Wenn einer der Beteiligten aus einer Parklücke rangiert hat, und der Unfallgegner nicht im Stillstand sich befanddürfte die Teilschuld sich bei 50% einpendeln. Siehe dazu

http://www.abc-recht.de/ratgeber/auto/faq/parkplatzunfall.php

Die Versicherung besteht nun aber darauf, ein Gutachten durchführen zu
lassen (der Sachverständige ist mir überlassen). Ist ein Gutachten
wirklich nötig bei solch einem geringen Schaden?

Fragwürdig, aber möglich.

Und da ein Gutachten gegenüber einem simplen Kostenvoranschlag erheblich teurer ist, frage ich mich, ob die gegnerische Versicherung die Kosten ebenfalls übernimmt?

Bei Teilschuld, nein. Wird anteilig umgelegt.

Müsste ich mir dafür eine Kostenübernahmegarantie o.ä. von der Versicherung einholen?

Ja. Falls RSV, wäre es jetzt an der Zeit, selbige zu kontaktieren.

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Kommentar von stamb
12.04.2016, 18:42

Danke für den Post. Ich hatte mich wohl etwas unpräzise ausgedrückt. Die Fahrerin ist in mein geparktes Auto gefahren und hat mich im Supermarkt ausrufen lassen. :)

Wegen einem simplen Parkrempler so einen Aufriss zu machen. Sinn und Nutzen des Ganzen bleibt mir etwas verborgen, aber OK. Die Kosten für einen möglichen Rechtsanwalt müsste die Versicherung ja ebenfalls übernehmen?

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Es spricht doch nichts dagegen, das von der gegnerischen Versicherung angeforderte Gutachten einzuholen. Das Gutachten wird von der gegnerischen Versicherung bezahlt, da sie es ja fordert. Es kann viele Gründe geben, auch bei dem relativ geringen Schaden ein Gutachten anzufordern - das kann Dir aber herzlich Schnuppe sein, solange Du nichts zu verbergen hast.

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Kommentar von stamb
12.04.2016, 18:44

Für ein Gutachten müsste ich sicherlich mindestens ein/zwei Tage auf mein Auto verzichten und der Schaden ist meines Erachtens kaum Wert ein Gutachten einzufordern. Daher mein Unverständnis und der Suche nach einem Ausweg. Falls es nicht anders geht, dann lasse ich eben ein Gutachten erstellen. Möchte nur nicht die Kosten tragen und das ist nun mal alles mit weiterer Zeit und Fahrerei verbunden.

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 Mir ist letztens eine junge Fahrerin auf dem Parkplatz ins Auto gefahren. Nichts wildes - hat meine Stoßstange vorne links und meine Felge vorne links erwischt.

Wobei man beachten sollte, dass nicht auf allen Parkplätzen die STVO gilt. Und oft auch nicht die Regelung rechts vor links.

 Daraufhin habe ich mich mit der Fahrerin bzw. dem Halter des Fahrzeugs geeinigt, einen Kostenvoranschlag für den entstandenen Schaden durchführen zu lassen.

Grob sind es jetzt 1000€ inkl. Steuern

Ab einem Schaden von über 750 € ist ein Gutachten sinnvoll und meist auch erforderlich.

 Und da ein Gutachten gegenüber einem simplen Kostenvoranschlag erheblich teurer ist, frage ich mich, ob die gegnerische Versicherung die Kosten ebenfalls übernimmt?

Wenn die Schuldfrage geklärt ist und die junge Fahrerin allen dafür verantwortlich ist -  ja.

 Müsste ich mir dafür eine Kostenübernahmegarantie o.ä. von der Versicherung einholen?

Weshalb - die gegnerische Versicherung hat das Recht ein Gutachten anzufordern.

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Hä? Ich verstehe es so, dass Du eindeutig unschuldig bist. Du hast das Recht, Dir zur Geltendmachung Deiner Ansprüche einen Rechtsanwalt zu nehmen, den die gegnerische Versicherung bezahlen muss.

Ich würde mich an die gegnerische Versicherung wenden und darum bitten, dass der Schaden auf Basis des Gutachtens geregelt wird, anderenfalls würdest Du einen Rechtsanwalt beauftragen.

Ich kann das Verhalten der gegnerischen Versicherung nur so deuten: Sie hat einen starken Verdacht (veilleicht aufgrund der Vorgeschichte Deiner Unfallgegnerin), dass es sich um einen manipulierten Unfall und eine betrügerisch ermittelte Schadenshöhe handelt, und ist bereit, zusätzliche Kosten zur Aufklärung zu riskieren, anstatt den Schaden eben schnell zu begleichen (was bei der Schadenshöhe normal wäre). Falls der Verdacht der Versicherung richtig wäre, hättest Du ein ziemlich dickes Problem am Hals - ohne Vorstrafe würde Versicherungsbetrug nicht ausgehen.

Wie auch immer: Wenn von Deiner Seite alles koscher ist, kannst Du selbstbewusst vorgehen und Deine Rechte geltend machen.

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Kommentar von stamb
12.04.2016, 17:43

Meine Unfallgegnerin ist Fahranfängerin und hat erst seit wenigen Wochen ihren Führerschein. Auch wohnen wir geografisch weit auseinander (NRW und Niedersachsen). Daher denke ich zumindest, dass die Versicherung nicht von einem möglichen Betrug ausgeht. Das wäre definitiv extrem weit hergeholt.

Mich wundert das Verhalten bei der geringen Schadenshöhe ebenfalls. Ich will nur nicht auf den Kosten des Gutachtens sitzen bleiben und frage daher, ob ich eine Kostenübernahmegarantie der gegnerischen Versicherung einholen müsste o.ä.? Den entsprechenden Kostenvoranschlag inkl. Fotos des Schadens und Auflistung aller Kosten habe ich ja und würde ich genau so einfach der Versicherung einreichen - fertig. 

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Kommentar von Apolon
12.04.2016, 19:51

Ich versteh den Hinweis nicht!

 Ich würde mich an die gegnerische Versicherung wenden und darum bitten, dass der Schaden auf Basis des Gutachtens geregelt wird, anderenfalls würdest Du einen Rechtsanwalt beauftragen.

die gegnerische Versicherung hat doch ein Gutachten angefordert!

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