Frage von cornichon, 59

Versichern als Beamter?

Hallo, ich habe eine Frage zu den Versicherungen, wenn man verbeamtet ist. Nehmen wir an, ich habe als Beamte einen Nettoverdienst von 1800€ (ledig, keine Kinder). Wie viel kann ich noch ca abziehen für alle notwendigen Versicherungen ? Wie viel geht da bei euch noch vom Nettogehalt drauf ? LG

Antwort
von marcussummer, 48

Kommt drauf an, was für Versicherungen du brauchst. Als Beamter wirst du häufig eine private Kranken- und Pflegeversicherung brauchen (50%-Tarif wegen Beihilfe), falls du ein Auto hast eine Kfz-Haftpflicht. Beides Versicherungen deren Preis massiv von deinem Vorleben abhängt (bei PKV Vorerkrankungen und Alter bei Versicherungsbeginn sowie Leistungsumfang, bei Kfz-HP Typeneinstufung des Fahrzeugs und Schadensfreiheitsklasse).

Der Rest ist fakultativ. Sinnvoll (und mit jährlich einem mittleren zweistelligen Betrag auch relativ günstig) ist jedenfalls eine private Haftpflichtversicherung. Ob du dann noch in private Altersvorsorge, Krankenzusatzversicherung, Zahnersatz, Rechtsschutz und weiteres investieren willst, hängt von deinen Lebensumständen ab und was du sonst zum Leben brauchst (Wohnkosten, Klamotten, Lebensmittel, Weggehen...).

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 19

Bei fast allen Arbeitnehmern besteht der größte Anteil der Abzüge für die Rentenversicherung (ca 10 % des Bruttogehalts). Diesen Betrag hast du zur freien Verfügung, da du keine Rentenbeiträge leisten musst.

Als Polizist oder Soldat hättest du außerdem noch freie Heilfürsorge. Du bräuchtest also nur eine Anwartschaftsversicherung, die nur ein paar € kostet.

Antwort
von DolphinPB, 43

Das absolute Minimum pro Monat wäre ca. 200 Euro (je nach Alter) für eine PKV und ca. 5 Euro für eine Privat-/Diensthaftpflicht. Wenn versicherungspflichtiges Kfz. vorhanden, dann zusätzlich dessen Haftpflicht.

Alles darüber hinaus hängt davon ab was Du als "notwendig" erachtest.

Antwort
von basiswissen, 18

Was „notwendig“ ist und was nicht sei einmal dahingestellt. Brauchen wirst du üblicherweise folgendes: als Ergänzung zur gewährten Beihilfe (sofern du beihilfeberechtigt bist-du könntest ja auch Heilfürsorge bekommen) eine private Krankenversicherung die je nach deinem Status 50 oder 30 % der Restkosten abdeckt. Hier einen Betrag zu nennen ist schlicht und ergreifend unmöglich da wir alle nicht wissen in welchem Bundesland du bist, welche Leistung wünsche du hast und wie jung oder alt du bist. Des weiteren solltest du (als Single) für eine privat-/Diensthaftpflicht etwa fünf Euro im Monat einkalkulieren (bei Familien dürfte es auf ungefähr 7-8 Euro hinauslaufen). Dann sollte noch eine Dienstunfähigkeitsversicherung haben, wobei sich der Beitrag wieder nach Eintrittsalter und versicherte Leistung richtet. Auch da fällt es mir sehr schwer die einen Betrag zu nennen, aber ich kenne Referendare die mit Beträgen zwischen 30 und 80 € leben.

Antwort
von tryanswer, 38

Du solltest noch dazuschreiben, was für dich "notwendige Versicherungen" sind. Da hat wohl jeder eine andere Auffassung.

Antwort
von grubenschmalz, 20

Private Krankenzusatzversicherung kostet Ca. 180-300 Euro ganz grob

Kommentar von kevin1905 ,

Beamte und KV-Zusatz ist relativ sinnfrei.

Kommentar von Apolon ,

@grubenschmalz,

als Beamter solltest du aber wissen, dass Beamte keine Krankenzusatzversicherung abschließen!

Oder hast du dich verschrieben und meintest Beihilfe-Ergänzungs-Versicherung!

Kommentar von grubenschmalz ,

Oder so, Name ist mir eigentlich Wurst. Hast natürlich Recht.

Antwort
von kevin1905, 22

Beihilfeanspruch 50%?

Es besteht aktuell eine privat Restkostenversicherung? Wenn nein, wie hoch ist das Bruttogehalt und gibt es weitere Einkünfte?

Welche privaten Versicherungen bestehen aktuell?

Wie ist der Status (BaW, BaP oder BaL)?

Antwort
von Ronox, 19

Du musst dich mit 50% privat versichern (ledig). Als junger Beamter kostet das im Schnitt 150-200 Euro, wobei Frauen immer etwas mehr bezahlen.

Kommentar von kevin1905 ,

Du musst dich mit 50% privat versichern (ledig).

Er/Sie kann auch zu 100% gesetzlich versichert sein. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

wobei Frauen immer etwas mehr bezahlen

Geschlecht ist kein Risikomerkmal. Der Vertrieb von Bi-Sex-Tarifen ist seit dem 21.12.2012 EU-weit verboten!

Antwort
von Apolon, 12

Hallo Cornichon,

ein paar mehr Informationen wären schon sinnvoll.

Bei welcher Behörde bist du denn tätig? Als Verwaltungsbeamter?, oder bei der Polizei, Berufsfeuerwehr, Zoll oder Vollzugsdienst?  (also im Sicherheitsbereich)?

Beim Bund oder in welchem Bundesland?

Bist du in einem Berufsverband oder Gewerkschaft Mitglied? Wenn ja - in welcher?

Um welche Versicherungen geht es dir denn?

Private Krankenversicherung,  Dienstunfähigkeitsrente, Diensthaftpflicht, Privathaftpflicht, Unfallversicherung, Kfz-Versicherung, Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherung?

Bitte um entsprechende Informationen!

Gruß N.U.

Antwort
von NochWasFrei, 23

Wie soll man eine solch allgemein gestellte Frage sinnvoll beantworten?

Kommentar von kevin1905 ,

Hast du etwa keine Glaskugel?

Schlecht ausgerüstet, Herr Kollege! ;-)

Kommentar von NochWasFrei ,

Naja, zumindest eine Sportbootkasko kann man guten Gewissens immer empfehlen, da war ich nicht ausführlich genug ;-)

Kommentar von Apolon ,

Gut gekontert!

Hier im Forum sollte man sich tatsächlich eine Glaskugel zulegen!

Antwort
von wolfenstein, 48

Es kommt immer drauf an. Ob man eine Zusatz Rente, Zahnersatz Versicherung und und und abschließt. Da hat wohl jeder verschiedene Ausgaben

Antwort
von akkurat01, 30

Dort wo Beamte ausgebildet werden gibt wird auch immer eine Beratung dazu angeboten.

Das ist auch gar nicht zu schwer, ist aber von Fall zu Fall unterschiedlich.

Wenn man dann weis was man will, sollte man im Internet Angebote einholen und vergleichen. Da man den Verbeamtungstermin rechtzeitig weis kann man sich immer noch aktuell und in Ruhe informieren.

Alles andere im Vorfeld ist nur Kaffeesatzleserei.

Kommentar von Apolon ,

Dort wo Beamte ausgebildet werden gibt wird auch immer eine Beratung dazu angeboten.

Dies wäre mir neu, dass Ausbilder in der Verwaltung eine Beratung zu Versicherungsprodukte anbieten!

Außerdem ist dies noch nicht einmal erlaubt!

Kommentar von NochWasFrei ,

Die Ausbilder machen bestimmt keine Beratung aber es ist nicht unüblich, dass dort ein Herr oder eine Dame von einer Versicherung vor Ort sitzen und die Beamtenanwärter direkt beraten. Da gibt es ja auch genug Kooperationen mit diversen Versicherungen. Wenn bei mir z.B. ein Polizeibeamter im Büro sitzt muss ich in der Regel nur einmal raten, wo der seine Anwartschaft hat ;-) 

Kommentar von akkurat01 ,

Ich habe auch nicht ausgesagt das Ausbilder beraten. Aus eigener Erfahrung weis ich aber, dass im Umfeld genügend Angebote und Beratungen angeboten werden.

Ich sehe darin auch nichts schlimmes. Beraten darf jeder, was der Einzelnen daraus macht bleibt seine freie Entscheidung.

Ich habe mich auch einmal beraten lassen. Mein erster Abschluss für eine private Krankenkasse waren damals (1990): ich 50 DM und 50 DM Beihilfe des Arbeitgebers pro Monat. Einfach genial, wie gesagt damals.

Kommentar von Apolon ,

Dies war mal so.... noch vor einigen Jahren, bevor ein Versicherungsunternehmen aus Koblenz es maßlos übertrieb.

Seit dieser Zeit, gibt es spezielle Anweisungen in allen Behörden.

Bedeutet, es dürfen zwar noch  Vorträge mit Absprache der Behörde gehalten werden, aber Beratungen einzelner Mitarbeiter in der Behörde ist nicht mehr erlaubt. 

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