Frage von healthylifex, 138

Verrückt wenn man überdurchschnittlich / nicht normal ist?

Mir ist aufgefallen das überdurschnittliche Menschen, mit hohem Intelligenz oder Logik - die andere kaum verstehen - direkt als verrückt betitelt werden. Bist du etwas anders - bist du für die Gesellschaft entweder verrückt oder etwas großartiges. Warum sind gewisse Menschen immer noch so zurückgeblieben das die mit höherem Intelligenz, mit erweitertem Wissen und Logik nicht klar kommen? Wo ist der Sinn, was denken sich Menschen dabei wenn sie einen so betiteln und selbst dann so tun als wären sie viel besser, als wären sie Götter?

Antwort
von Unsinkable2, 19

»Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.«

... dieser Satz von Descartes ist eigentlich schon die vollständige Antwort auf deine Frage.

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Wo ist der Sinn, was denken sich Menschen dabei wenn sie einen so betiteln

Der "Sinn" liegt im Herdentrieb der Menschen. Alles, was außergewöhnlich ist, birgt auch etwas Beängstigendes, etwas Unberechenbares. Deshalb neigen viele Menschen auch zum (politischen und sozialen) Konservativismus.

Beispielhaft sei "Religion" genannt, weil du "Gott" getagged hast. 

Über viele Jahrtausende hinweg war Religion ein überstaatlich-ethisches Konstrukt, das den Menschen vor allem in Zeiten, in denen "der Staat" versagte (Kriege, Hungersnöte, etc.), diente und sie zusammenhielt. 

Heute ist sie - vor allem in der gefestigten westlichen Welt - aus logischer Sicht nur noch ein Anachronismus und wird zunehmend zu einem "Freizeit-Spielzeug", das immer beliebiger genutzt und liegen gelassen wird. Alle Aufgaben, die Religion einst hatte, können heute vom Staat bzw. von der Gesellschaft übernommen werden. 

Doch der Schritt ist für die Menschen nicht als Ganzes zu schaffen. Die dafür erforderlichen geistigen Kapazitäten würden die meisten Menschen schlicht überfordern. Stattdessen nähern sie sich dem in kleinen Schritten an, indem die christliche Liturgie nach und nach aufgeweicht, ignoriert und vergessen wird, bis sie irgendwann - sukzessive - im Sumpf des Vergessens versinkt.

Dabei sind manche schon 2, 3 Schritte weiter als andere. Doch "angekommen" ist wohl noch keiner von uns, denn tatsächlich befinden wir uns in einer Übergangsphase, in der - wie bei solchen Phasen üblich - ins andere Extrem ausgeschlagen wird. (Feldexperiment: Vertausche einfach spaßeshalber mal in einer beliebigen Diskussion zwischen einem Christen und einem Atheisten die Rollen: Substituiere beim Einen den Begriff "Gott" mit "Wissenschaft" und beim Anderen den Begriff "Wissenschaft" mit "Gott". Dann bekommen solche Diskussionen oft sehr bemerkenswerte Züge.)

Deshalb waren (und sind) Menschen, die dem vorausgeeilt waren (und sind), stets "Häretiker"; obwohl wir aus heutiger Sicht kaum einen der damals "abtrünnigen Christen" wirklich so nennen können, weil sie sich - aus unserer Sicht - einfach nur "normal" verhielten, wenn sie Lösungen für Probleme nicht in Gottes Hand suchten...

... Entsprechend verhält es sich mit den "Verrückten". Im alten Griechenland und in Nordamerika galten beispielsweise Inselbegabte als besonders von den Göttern berührte Menschen. Im Zuge der Aufklärung wurden es zunehmend Kranke und Aussätzige, die man zu heilen versuchte. 

Und erst jetzt fängt man gaaaanz langsam an, sich wieder auf die "besondere Berührung durch Gott" einzulassen; auch, wenn es natürlich heute weniger theistische Bezüge hat, sondern man eher besondere Vorteile dieser Menschen herauszustreichen beginnt, um sie - ganz gemäß der Zeit - nun in Profit umzumünzen.

So hat beispielsweise SAP (ein Software-Konzern) ein Programm aufgelegt, in dem nur Autisten eingestellt werden, um deren besondere Begabungen für sich zu nutzen.

Warum sind gewisse Menschen immer noch so zurückgeblieben das die mit höherem Intelligenz, mit erweitertem Wissen und Logik nicht klar kommen? 

Weil eine schnellere Entwicklung eine höhere gedankliche Eigenleistung und eine große Bandbreite an Wissen voraussetzt. Dem widerspricht aber der (sozialisierende) Herdentrieb, also der Wunsch nach Gemeinschaft; der seinerseits stets zu nivellieren versucht.

Beispielhaft seien die "Kräuterfrauen" des Mittelalters genannt, die oft allein wegen ihres - im wahrsten Sinn des Wortes: unglaublichen - Wissens verfolgt und diskreditiert wurden.

Oder nehmen wir die Judenverfolgungen aller Zeiten, in denen der Jude häufig als "gieriger Finanz-Jude" bezeichnet wurde. Das ist eine schlichte kognitive Fehlleistung, wie sie im Buche steht. Denn der "Finanz-Jude" ist ein von den Christen selbst geschaffener Jude, der daraus entstand, dass die Christen in ihrem Wahn den Juden die Ausübung zahlloser Berufe verboten. Nur die Finanzen, die lange Zeit als schmutzig und in einigen Regionen zeitweise sogar als Teufelswerk galten, wollte man den Juden freiwillig überlassen. Doch als sich sich dessen notgedrungen annahmen, war es den Christen auch wieder nicht recht...

Oder schauen wir uns in der Neuzeit um: Etwa der Hype, der aktuell um die AfD veranstaltet wird. Da findest du sehr eindeutige und klar umrissene diametrale Lager, die mit Anhängern prall gefüllt sind; doch nur wenig differenziertes Denken. Stattdessen sind die vom eigenen Rückenmark Gesteuerten eindeutig in der Überzahl; und das in allen Ebenen der Gesellschaft.

... du musst also gar nicht unbedingt in die "Hochbegabung" schauen; stattdessen kannst du ÜBERALL diese von dir beklagten Defizite feststellen. Die Hochbegabung ist dabei nur ein (winziger) Punkt, der den meisten Menschen sauer aufstößt, weil sie sich durchaus meist verstecken lässt. Kurt Tucholsky wusste es sehr gut auf den Punkt zu bringen:

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.

Beispielhaft sei etwa auf alexklusivs Einlassung verwiesen: Anstatt sich inhaltlich mit der Frage auseinanderzusetzen, versucht er im - völlig menschlichen - Reflex, dich auf sein Niveau zu ziehen, indem er dir "Fehler nachweist" und damit deine - von ihm angenommene, von dir aber nicht zwingend behauptete - "höhere Intelligenz" abzusprechen versucht. 

Das meint er nicht böse; und schon gar nicht ist es aggressiv gegen dich gerichtet. Es ist vielmehr eine einfache, reflexhafte, gedankenlose Rückenmarkssteuerung, die die Kontrolle über ihn übernommen hat. Und sie läuft immer in denselben zwei Schritten ab:

  1. Inkludiere, wenn du kannst! Also ziehe die "Sonderlinge" zurück in die Gruppe, indem du ihnen das Besondere absprichst, sie "normal" machst.
  2. Segregiere, wenn du musst! Lassen sich die "Sonderlinge" nicht umgehend in die Gruppe zurückführen, dann diskreditiere sie und schaffe einen großen Abstand zwischen ihnen und der Gruppe. So vermeidest du Schaden an der Gruppe als Ganzes, denn allzu viel "Individuelles" stört das Herdenverhalten; und "hohe Intelligenz" geht notwendigerweise mit sehr individuellen Gedanken einher; ist also in besonderem Maße schädlich. 

Nochmals: Das ist ein völlig menschliches Verhalten, das intuitiv eingesetzt wird und ein Beleg für vorhandene "emotionale Intelligenz" (auch das ist eine Begabung, die nicht jeder gleichermaßen besitzt) ist. Und da es aus der Gruppe heraus eingesetzt wird, nehmen die "Sprachrohre der Gruppe" es auch so lange nicht als "Angriff" wahr, wie kein Widerspruch aus der Gruppe kommt. Vielmehr verstehen sie es als "Verteidigung"...

Antwort
von loema, 46

Nein. So ist das nicht.
Zur Intelligenz gehört auch, dass man in der Lage ist, sein Wissen so mit anderen zu teilen, dass man verstanden wird.
Das fällt diesen Menschen nicht so schwer wie du hier behauptest.
Du hörst dich eher so an, als würde dein Umfeld dich nicht so bewundern, wie es dir es dir zusteht. Und das ist purer Narzissmus.
Andere abzuwerten gehört da dazu.

Kommentar von healthylifex ,

Narzissmus? Ja natürlich. Bitte findet mich perfekt weil ich es bin, oh nein, ich brauche Bestätigung damit ich mein Ego pushen kann. Alles andere ist s.heisse und blöd nur ich nicht. Jap. 

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Leoma hat vollkommen Recht.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Zur Intelligenz gehört auch, dass man in der Lage ist, sein Wissen so mit anderen zu teilen, dass man verstanden wird.

Das ist schlicht Unfug.

Es gibt zahllose Gründe, warum Wissen nicht so vermittelt werden kann, "dass man verstanden wird". Leicht nachvollziehbar wird es, wenn du etwa einem Vorschul-Kind höhere Mathematik vermitteln willst. Ganz egal, wie einfach du die Erklärungsversuche zu gestalten versuchst, es wird dich die ganze Zeit nur anglotzen und auf den Moment warten, in dem es sagen kann: "Und jetzt spielen wir Verstecken, ja?!"

Du hörst dich eher so an, als würde dein Umfeld dich nicht so bewundern, wie es dir es dir zusteht.

Es mag dir nicht einleuchten, aber wenn du in deiner Schulzeit jemals den Begriff "Streber" gehört - oder gar selbst geäußert - hast, dann bist du bereits Teil der Gruppe, die healthylifex anspricht.

Der Eine sitzt nächtelang zu Hause und büffelt schwitzend für die nächste Klausur. Trotzdem schreibt er nur eine 4. Der Andere lässt Gott einen guten Mann sein, verbringt die Abende am Baggersee, stolpert in die Klausur und schreibt eine 1; einfach nur, weil ihm die Natur eine bessere Auffassungsgabe mitgegeben hat.

Ist letzterer ein Narzisst? Oder ist ersterer nicht nur einfach neidisch? Hält der "Streber" sich tatsächlich für "etwas Besseres", wie ihm dann gern unterstellt wird? Oder neidet ihm die diskreditierende Gruppe den sichtbaren Erfolg? Ist also der Streber ein Narzisst, der sich absichtlich exponieren will? Oder ist es die Gruppe, die ihre Herde zusammenhält und dazu einen äußeren Feind braucht?

Kommentar von loema ,

Das kommt auf die Art der Selbstdarstellung an.
Und diesem Fall ist die Formulierung so, dass er Bewunderung fordert und Spott erntet. Und dann beleidigt.

Höhere Mathematik im Kindergarten zu vermitteln geht durchaus.
Wenn man praktische Beispiele und Versuche dafür benutzt und nicht an einer Tafel Formeln aufschreibt und zu rechnen beginnt.
Die Kinder erleben physikalische Gesetze jeden Tag und saugen Erklärungen auf und verstehen sie in ihrem Umfang.
Ohne zu sagen, der Erklärer hätte einen Dachschaden.

Antwort
von Fantho, 21

Betrachte Dir einmal den Begriff genauer, dann wirst Du folgendes feststellen:

ver-rückt

Das bedeutet, dass derjenige, welcher so 'tituliert' wird, von den 'Normalen' abregrückt zu sein scheint. Das heißt, er verhält sich nicht der Norm bzw. dem Normalen entsprechend...

Und wer nicht der Norm und / oder dem Normalen entspricht, vor dem hat eine Gesellschaft, welche nach einer bestimmten Norm sich richtet bzw. ausgerichtet ist, eine gewisse Form von Angst, Unsicherheit, Befremden etc.

Aus diesem Grund hat der Begriff 'verrückt' eine negative Konnotation erhalten...

Für mich war und ist dies immer ein Kompliment gewesen, weil es mich zu verstehen gab, dass ich nicht immer mit dem Strom schwimme, sondern von dem Strom ab-gerückt, ver-rückt bin...

denn nicht immer beinhaltet eine Norm auch eine Positivität, nur weil die Masse sich danach richtet...

Es ist eine Betrachtungsweise, welche eine gewisse Bewusstseinsreife voraussetzt, um dies zu verstehen...

Gruß Fantho

Antwort
von Grimwulf78, 37

Große Menschen reden über Ideen

Durchschnittliche Menschen reden über Dinge

Kleine Menschen reden über andere Menschen

Kommentar von healthylifex ,

Das hast du sehr schön geschrieben :-) Aber leider können diese kleinen Menschen ziemlich viel zerstören, da sie nichts anderes im Kopf haben den anderen Dinge zu zerstören. 

Kommentar von Grimwulf78 ,

Das ist wohl wahr :/ Für Viele ist es nicht akzeptabel, wenn Andere mehr von Etwas haben. Mehr Besitz, mehr Anerkennung, mehr positives Feedback aufgrund intelligenten Verhaltens (denn Intelligenz bedeutet gar nichts. An ihren Taten sollt ihr sie messen)

Das Ziel besagter Menschen ist es nicht unbedingt, Dir etwas kaputt zu machen sondern sich selbst in eine Position zu bringen, in der sie sich selbst als "über Dir" empfinden.

Der Schwierige Weg dahin ist, mehr zu erreichen als der Andere, der Einfache, dem Anderen das Erreichte kaputt zu machen.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Also wenn du schon zitierst, solltest du schon richtig zitieren denn deine Sätze ergeben keinen Sinn. Der Spruch den du meinst allerdings schon.

Antwort
von einfachichseinn, 31

Worauf willst du hinaus?

Die Menschen mit ihrer niedrigen Intelligenz noch weiter nieder reden?

Mir ist das in der Form nich nie aufgefallen.
Das, was du beschreibst ist ein Klischee, dass super gerne in den Medien genutzt wird, aber leider kaum etwas mit der Realität zu tun hat.

Antwort
von TheRisen, 64

Ich denke das geht teilweise auf der Verständnis der Personen zurück. Menschen die nicht sehr intelligent sind, halten Dinge die sie nicht kennen für unbekannt, und damit kommt auch das Misstrauen/die Angst.

Antwort
von Peripher, 2

"The thing about smart mother fuckers is that sometimes, they sound like crazy mother fuckers to stupid mother fuckers...” ;)

Scheiß auf die Dummen, leb für dich. ;) 

Antwort
von OlliBjoern, 27

Ist mir nun noch nicht aufgefallen. Um mal ein Beispiel zu nennen: die Leute, die ich kenne, würden Stephen Hawking als intelligent bezeichnen, kämen aber nicht auf die Idee, ihn als "verrückt" zu bezeichnen. Warum auch?

Es gibt freilich Menschen (das trifft aber mit Sicherheit nicht auf alle "Hochintelligenten" zu), die hohe Intelligenz mit psychischen Defiziten kombinieren. Ich denke da an Bobby Fischer (ehemaliger Schachweltmeister), er war - was Schach angeht - sicher einer der Besten aller Zeiten. Er hatte jedoch paranoide Wahnvorstellungen (er fühlte sich verfolgt, beobachtet, abgehört, auch dann, wenn keine rational nachvollziehbaren Gründe vorlagen) und pathologische politische Vorstellungen (u.a. Antisemitismus). 

Man sagt oft, dass "Genie und Wahnsinn nahe beieinander liegen" würden, aber so pauschal würde ich das nicht sagen.

Stalin (eigentl. hieß er Dschugaschwili) war ein sehr guter Schüler, und galt als sehr intelligent. Änderte freilich nichts daran, dass er als einer der rücksichtslosesten Politiker aller Zeiten bekannt wurde. Meines Erachtens war auch er nicht "verrückt" (das ist so ein Begriff, der umgangssprachlich gerne mal gesagt wird bei Personen, die einem nicht "geheuer" sind, dabei ist die Psychologie im Grunde wesentlich komplexer).

Kommentar von Unsinkable2 ,

Ist mir nun noch nicht aufgefallen.

Fehlende Beobachtungsgabe? Oder einfach nur Desinteresse?

Um mal ein Beispiel zu nennen

... Einstein: Über seine Intelligenz brauchen wir nicht diskutieren, oder?! Im zwischenmenschlichen Bereich galt er jedoch als ausgesprochen schwierig. So schwierig, dass seine Haushälterin und seine Frau schier an ihm verzweifelten und man, wenn möglich, Small Talk mit ihm mied. Darüber hinaus pflegte er einen bemerkenswerten Kleidungsstil: Er hatte eine Hand voll Anzüge im Schrank, die allesamt identisch waren. Seine Begründung? Das erspare ihm die unsinnigen Gedanken über die richtige Kleidung. Er könne nun einfach in den Schrank greifen und wäre immer passend gekleidet, so dass er den Kopf für die wichtigen Dinge frei habe.

So ist denn auch die folgende Anekdote überliefert:

Als die amerikanische Barnard-Medaille, die nur alle 5 Jahre verliehen wird, 1925 an Niels Bohr vergeben wurde, stand in der Zeitung, dass Bohr einen würdigen Vorgänger hatte: Einstein. Darauf soll Einstein, der Bohr stets als Konkurrenten sah, seiner Frau die Zeitung unter die Nase gehalten und "Stimmt denn das?!" gefragt haben. 

(Einstein hatte sie knapp 5 Jahre zuvor tatsächlich erhalten, allerdings längst vergessen; obwohl es - natürlich nach dem Nobel-Preis ;) - vor allem wegen der Seltenheit eine der größeren wissenschaftlichen Auszeichnungen ist, die man erhalten kann.)

Es gibt freilich Menschen (das trifft aber mit Sicherheit nicht auf alle "Hochintelligenten" zu), die hohe Intelligenz mit psychischen Defiziten kombinieren. 

Ich würde es nicht "psychisch", sondern "sozial" nennen. 

Darüber hinaus ist es so sehr "die Regel, und nicht die Ausnahme", dass der gesamte Intelligenz-Begriff bis heute hochgradig umstritten ist, denn genau das, was du nicht zu beobachten glaubst, trifft allzu häufig zu: Extreme Begabung auf der einen Seite trifft auf gravierende Defizite auf der anderen Seite; viel häufiger aber von beidem ein bisschen. Und beides vereint sich in einem Menschen.

... jeder Student kennt mindestens einen schrulligen Professor an seiner Uni, der im Hörsaal ein regelrechter Hai ist und auf alles eine Antwort hat, aber außerhalb des Hörsaals wie ein Fisch auf dem Trockenen, völlig unbeholfen, tapsig und geradezu weltfremd wirkt.

Tatsächlich ist diese Paarung (hoher IQ bzw. hohes Achievement + soziale Defizite) so häufig, dass mir in der Mensa (ich meine hier den Verein: www.mensa.de ) noch keiner begegnet ist, der nicht irgendeinen ordentlichen Schuss hatte, wovon du dich übrigens jederzeit gern selbst überzeugen kannst... ;) Nicht zuletzt deshalb wurde der Club einst gegründet: Man wollte entspannen, sich nicht den permanenten Sozialisierungsanforderungen der Gesellschaft ausgesetzt sehen, unter "Gleich-Betroffenen", die wegen des Wissens um ihren eigenen Schuss kein Aufheben über die Defizite der anderen machen, sein, ...

Kommentar von OlliBjoern ,

Danke für die ausführliche Schilderung. Dass ich das im Alltag (!) nicht so sehr beobachte, liegt vermutlich daran, dass ich nicht so viele Hochbegabte kenne (aus dem Alltag). Dass es diese Kombination gibt, die du ja auch beschreibst, hatte ich ja auch geschrieben, der Unterschied zu meinem Posting ist also lediglich in der Quantität, weniger in der Qualität zu sehen.

Ja, dass Einstein etwas speziell war, ist mir bekannt.

Antwort
von herja, 38

Hi,

das war schon immer so, weil alles was nicht ins "Normale" passt und man daher nicht versteht, ist als "Magie" zu bezeichnen und wer glaubt schon an Magie?

Antwort
von alexklusiv, 53

*...zurückgeblieben, dass die mit höherer Intelligenz... ;D

Ausgegangen davon, dass du nicht dich selbst meinst: Wenn jemand in irgendeiner Weise "besser", aber gleichzeitig nicht hierarchisch übergeordnet ist, neigen viele Menschen dazu, zu versuchen, denjenigen zu verunsichern, man kann es auch als "Mobbing aus versteckter Ehrfurcht" bezeichnen, wenn man so will;) Wenn dir so etwas widerfährt, dann freu dich einfach, dass du krasser bist als dein Gegenüber, lächel einfach darüber, damit präsentierst du noch mehr Überlegenheit, ohne arrogant zu wirken;)

Kommentar von healthylifex ,

Wir sind hier nicht in der Schule .. Aber okay, danke für deine Antwort. 

Kommentar von alexklusiv ,

Es ist nur merkwürdig, über Intelligenz zu sprechen, ohne vernünftig schreiben zu können, weißt du;)

Kommentar von healthylifex ,

Ich wüsste nicht wo ich über mich selbst geschrieben habe, meine Intelligenz war mit der Frage definitiv nicht gemeint. 

Außerdem, traurig dass du zwischen Intelligenz und der Schreibweise einen ziemlich großen(!) Zusammenhang siehst. 

Kommentar von alexklusiv ,

Ich glaube, ab hier kann ich dir wirklich nicht mehr weiterhelfen. Sieh dir lieber die anderen Antworten an, steht sicher mehr für dich passende Information drin;)

Kommentar von healthylifex ,

Deine Aussage ergibt einfach keinen Sinn. 

Ein Mensch kann auch eine Schwäche haben, zum Beispiel mit der Rechtschreibung oder Grammatik. Das macht aber nichts an der Intelligenz aus! 

Außerdem, dann könnte man ja jeden als unintelligent bezeichnen, weil er zum Beispiel eine Sprache nicht sprechen kann, oder weil er stottert. Einfach sinnfrei, merkst du hoffentlich selbst gerade. 

Kommentar von alexklusiv ,

Oh man, lies dir es doch selbst nochmal durch...

Kommentar von JanfoxDE ,

healthylifex... Ich glaub du und ich haben was gemeinsam: Wir tragen hohe Intelligenz. Ich kann deine Logik wirklich verstehen... Die meisten verstehen nicht mal meinen Mathelösungsweg (- Punkte in der Mathearbeit) oder andere Lösungsansätze... Die spielen nur Fußball... während ich das verabscheue... gibt sehr viele Beispiele, schön einen wie mich wiederzuerkennen auf gutefrage.net

Dankeschön.

Antwort
von eMBie, 57

Damit möbeln sie ihr eigenes Selbstbild auf. Man kann nur größer wirken, wenn man andere klein macht.

Wirklich große Intelligenzen haben so etwas nicht nötig.

Antwort
von Fielkeinnameein, 37

Ist mir noch nie aufgefallen und nun?

Kommentar von Grimwulf78 ,

nun ist es auffällig warum Du Dich zu einer Frage äußerst zu der Dir nichts auffällt ... Laserbrain!

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Das Problem ist das die Frage beknackt ist .. überdurchschnittliche intelligente Menschen werden nicht als "verrückt" bezeichnet. Menschen die anders sind werden öfter mal als verrückt bezeichnet aber mehr auch nicht.

Von einer Logik die "normale" Menschen nicht verstehen habe ich auch noch nie gehört außer vllt mathematischer Logik.


Antwort
von halbsowichtig, 28

Sie sind eben nicht klug genug, um intelligente Menschen zu verstehen. Deshalb reden die Intelligenten aus Sicht der Dummen nur unverständliches Zeug. Das dürfte der Hauptgrund sein, weshalb Dumme die Klugen für dumm halten.

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