Frage von jokinew, 37

Verrückt sein, nennt man Evolution, was haltet ihr davon?

Also, der Satz: "Verrückt sein, nennt man Evolution! " ist mir letzens beim Nachdenken, wenn ich mal etwas Zeit habe, gekommen. Wir sind in unserer, entwicklung zum jetzigen Menschen, an einem Punkt wo alles anfing. Das war dann normal. Alles darüber, quasi die Evolution, ist dann verrückt, sowie es auch die Vergangenheit ist. Da wir es ja kaum nachvolziehen können. Früher musste man Sonntags, arbeiten also eine sieben Tage Woche. Das klingt für mich ziemlich verrückt, ich weiß nicht wirklich warum mich das jetzt so treibt, aber was haltet ihr davon? Lg! Eigentlich ist für uns ja nur die Gegenwart normal... und die nahe zukunft und nahe vergangenheit. Ich wurde 1998 geboren und kann mir niemals vorstellen einen Vokuhila zu tragen ;)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von allso, 30

Evolution entsteht ja durch abweichen von der Norm, also praktisch durch ein trial-and-error prinzip. Und irgendwo weichen wir alle von der Norm ab, sind also etwas ver-rückt. Es gibt auch das schöne wort "exzentrisch", allerdings wird es eher gebraucht um eine verbindung von abweichung von der norm kombiniert mit einem ex-trovertierten auftreten zu beschreiben. Rein wörtlich bedutet ex-zentrisch aber einfach nur "ab-von-der-Mitte".

Ab wann man verrückt dann als Krank bezeichnet hängt von unserer Kultur und unserer Philosophie und natürlich vom behandelnden Artzt oder gutachter ab ;) Natürlich kann man auch sagen, dass niemand verrückt ist, und ich würde auch sagen, das ist wahr. Denn je mehr man jemanden versteht, desto besser kann man nachvollziehen was er macht und warum er das macht, was er macht und er wird einem nicht mehr verrückt vorkommen. Wenn man ihn dann ab einem gewissen punkt nicht mehr versteht, oder nicht nachvollziehen kann, dass er sich beispielsweise nicht ändert, obwohl er auch weiss, dass es schlecht oder blöd ist, was er tut, dann kann man ärgerlich werden, aber wenn man noch mehr über ihn wüsste, würde man ihn wieder verstehen können, vor allem wenn man mitleid mit ihm zulässt.

Vielleicht ein interessanter Umschlagpunkt auf dem weg vom Gesunden oder Normalen zum mehr und mehr Verrückten ist die unfähigkeit sein eigenes leben zu führen, oder viele suizidgedanken zu haben, denke ich.

aber all das ist auch evolution, Ich selbst habe mal darüber nachgedacht, ob der mensch vielleicht immer empfindlicher wird, verrückt zu werden, wenn er in der kultur lebt, in der wir leben, in der es sehr viel wechsel von generation zu generation gibt. früher haben eltern, großeltern und kinder das gleiche leben geführt bis ans ende ihrer tage. heute ist dies nicht mehr so. deswegen glaube ich müssen wir sehr viel lernen und auch in dem lernprozess finden wir evolutionäre prinzipien, wie zum beispiel trial and error. wir alle probieren viel auf dem weg zum glück und das, was sich als wertvoll erweist überlebt, wobei wir aber nicht immer wissen was das ist, was sich als wertvoll oder hilfreich erweist, wir können den wahren grund eines bestehens von etwas nicht klar und eindeutig erkennen und wir wissen auch erst spät, was es ist, was die zeiten überdauert hat.

Kommentar von jokinew ,

Danke, tolle Antwort! :)

Antwort
von Snackpack, 30

Warum sollte die nahe Zukunft für uns verrückt sein, wenn das die zukünftige Gegenwart ist und, wie Du sagtest, die Gegenwart für uns normal ist? Somit wäre auch die Zukunft für uns normal.

Kommentar von jokinew ,

Schon, aber erst die Gegenwart nicht die Zukunft, wenn wir angenommen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit fliegen könnte, klingt doch verrückt oder nicht? Aber für die Menschen die damit aufwachsen oder damit viel zutun haben ist es wiederrum normal, würde ich sagen!

Antwort
von Eutervogel, 33

Ich kann deinen Gedankengängen nicht wirklich folgen.

Kommentar von jokinew ,

Aus der Sicht von Eva zum Beispiel:   Alles darüber, quasi die Evolution, ist dann verrückt, also für Eva. (ich mein damit quasi einer der Biblischen ersten Menschen) für mich ist die Vergangenheit verrückt aber auch die Zukunft, es kann alles passieren, angenommen, wir schaffen es annähernde Lichtgeschwindigkeit zu fliegen, das wäre dann in ca 100-200 Jahren normal wenn nicht sogar weniger. Das wäre normal für die Menschen die in dem Zeitabschnitt leben. Für die die 1900 rum gelebt haben, war das Auto ja verrückt, vielleicht ist verrückt das falsche Wort, aber vllt verstehst du mich jetzt besser

Antwort
von mychrissie, 9

Was bitte hat eine bescheuerte Frisur mit der Evolution zu tun. Wirr! Wirr! Wirr!

Antwort
von allso, 20

Ja, ich denke verrückt hat mehrere Bedeutungen. Was du beschreibst ist die Sicht aus entweder 

a) einer humorvollen perspektive, einfach als Ausruf "... ist ja verrückt!" im Sinne von "... ist ja spektakulär/aussergewöhnlich!"

oder 

b) einer (unterschwelligen, schwer zu erkennenden, zur Umgangssprache gewordenen) Erz-konservativen einstellung gegenüber allem was jemand nicht kennt. Nach dem Motto "was der Bauer nicht kennt, dass frisst er nicht und noch dazu findet er es verrückt und ausserdem sch***e!". 

Gruß,

Las

Antwort
von mychrissie, 13

"Verrückt sein nennt man Evolution", mit diesem Satz wirst Du trotz des angestrengten Nachdenkens, der in hervorgebracht hat, mit Sicherheit eines nicht erreichen: Ins Verzeichnis der klügsten Philosophen einzuziehen.

Er ist ungeführ so sinnfrei wie "Klein zu sein bedeutet Ewigkeit", "Den Mond zu sehen ist ein Weg, besser zu Fuß zu sein". Solche sinnfreien Sätze bezeichnet man auch als verbale Diarrhoe.

Kommentar von allso ,

Ich denke wenn man den Kontext dieser Sätze nicht kennt, wird die Bedeutung der Sätze weniger klar, als wenn man sie im Kontext sieht. Und dann haben sie sehr wohl eine Bedeutung. Ich denke also dass eine Antwort auf die gestellte Frage sein könnte, wie man den Satz "verrückt sein, nennt man Evolution" in einen Kontext setzen könnte, oder worauf man ihn anwenden kann. Oder einfach darin, zu sagen, was einem selbst dazu einfällt, dementsprechend also Dinge, die den Gesetzen der Assoziation folgen. ODER WAS MEINST DU?

Kommentar von mychrissie ,

Ich hatte mal einen Freund, der war ein bisschen irre. Er erzählte gerne skurrile Geschichten. Eine handelte von einer Insel namens "Lucky Island" und dort wohnte ein Aschenbecherbauer, der "Er die Treppe" hieß. So wie diesr Name kommt mir deine Frage vor. denn der Satz "Verrück sein nennt man Evolution" kommt mir eben nun mal ebenso sinnfrei vor wie "Er die Treppe". Sorry!

Kommentar von allso ,

...krass.

aber O.K.

aber eins noch;) um dich zu ärgern: Sinn kommt von einem germanischen Wort, das "den weg an ein ZIEL" gehen bedeutet. Also wenn etwas irgendwo hin führt, macht es Sinn. Wenn du also garnicht siehst, wo dieser Satz hinführen kann, oder was damit gemeint sein kann, scheinst du ziemlich klare Vorstellungen zu haben, was als "Ziel" gilt. Ich habe (als Einwohner eines kleinen Dorfes :D) Erfahrungen mit Leuten gemacht, die immer schon genau wussten, was Sinn macht und was man gefälligst zu unterlassen hat - Und ich empfinde es als Makel einer Gesellschaft.

Kommentar von mychrissie ,

Du hast zum Teil recht. Aber wenn ich richtig verstanden habe, was ich gerade im "Kluge" nachgeschlagen habe, kann "sinnan" sowohl "beabsichtigen" als auch "reisen, sich begeben" heißen. Sinnfrei kann also "absichtslos" bedeuten oder "reisefrei", also eine Gesellschaft bezeichnen, die niemals verreist, sonder auf ihrem Platz verharrt. Damit könnte eigentlich nur eine Baumschule gemeint sein. Und wenn ich ein Ansinnen habe, bedeutet das nichts anderes, als dass ich irgendwo anreise. Eben bin ich in Lucky Island angereist und bin von "Er-die-Treppe" freundlichst empfangen worden. :-)))

Kommentar von allso ,

:)

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