Verringert sich der zu zahlende unterhalt bei meinem ersten kind, wenn ich mit einer anderen frau ein kind zeuge?und für dieses ebenfalls zahlungspflichtig bin?

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10 Antworten

alle minderjährigen bzw priviligierten Kinder stehen im ersten Rang und stehen unterhaltsrechtlich gleich, egal aus welcher Ehe oder Beziehung sie stammen. Der Betrag kann sich für das erste Kind verringern wenn du nicht in der Lage bist auf Grund der  Geburt des zweiten Kindes den vollen Unterhalt zu zahlen und ein Mangelfall wirst. Auf der anderen Seite hast du alles dafür zu tun für beide Kinder den Mindestunterhalt zu zahlen. Das heißt Nebenjob, Überstunden,bis zu 48 Std pro Woche kann von dir erwartet werden, sonst drohen fiktive Einkünfte

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Nein - der Unterhaltsanspruch des ersten Kindes verringert sich nicht.

Aber:

Sollte dein "unterhaltsrelevantes Einkommen" zu gering sein, um davon sowohl dem ersten als auch den nachfolgenden Kindern den ihnen zustehenden Unterhalt zahlen zu können...

  • so würde der zur Verfügung stehende Betrag (alles oberhalb deines "Selbstbehaltes" von derzeit 1080 Euro) auf alle Kinder aufgeteilt werden - anteilig je nach Alter.
  • Dadurch könnte sich dann möglicherweise auch der Unterhalt für das älteste Kind verringern.

Ab der Geburt eines weiteren Kindes bist du ggf. auch dessen Mutter zum "Betreuungsunterhalt" verpflichtet - aber nur, wenn dir nach Abzug bzw. Anrechnung der Kindesunterhalte noch genug von deinem Einkommen zur Verfügung steht.

  • Denn der Unterhalt für die Frau wäre nachrangig nach dem Anspruch der minderjährigen Kinder - hätte also keinen Einfluss auf deren Ansprüche.....
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Das 1.te Kind  darf gegenüber den nachfolgenden  Kindern von anderen Müttern nicht benachteiligt werden.Der Unterhalt für alle Kinder
richtet sich immer nach derselben Einkommensstufe in der Düsseldorfer Tabelle.

Abhängig ist es natürlich von Deinem Einkommen , dem Selbstbehalt...

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In der Regel ja, wenn derzeit mehr als der Mindestunterhalt gezahlt wird.

In den ersten 3 Jahren kommt sogar noch die Mutter als unterhaltsberechtig hinzu, so das die Kinder dann oft nur den Mindestunterhalt erhalten. Denn nach den Unterhalt an beide Kinder und die neue Mutter darf der Bedarfskontrollbetrag der jeweiligen Einkommensgruppe nicht unterschritten werden, sonst wird zurückgestuft, ggf. bis zum Mindestunterhalt.

Sollte auch der Mindestunterhalt nicht für beide Kinder geleistet werden können, dann wird pro Rate geteilt.




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Nein.
Selbstbehalt ist bei 1080€ alles darüber muss als Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle geleistet werden.
Ich weis nur nicht ob die Differenz bis zu deinem Gehalt dann durch 2 Unterhaltspflichtige Kinder geteilt wird oder trotzdem den gleichen Unterhalt leisten musst weil das zweite Kind bei dir wohnt.
Am besten mal beim Jugendamt nachfragen.

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Nein. Warum auch?

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Nein! Ausnahme wäre nur, wenn durch den Unterhalt für beide Kinder deinen Mindesbehalt unterschritten wird.

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Trotz allem wird die Düsseldorfer Tabelle gelten.

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nein 

entscheidet es sich wohl grade ob es ein 2. geben wird ??

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JA! Denn die Düsseldorfer Tabelle gilt unmittelbar nur, wenn man gegenüber zwei Personen unterhaltspflichtig ist. ist man aber - wie Du demnächst - gegenüber drei Personen unterhaltspflichtig, so "rutscht" man in eine niedrigere Einkommensgruppe.

Wenn Du z.B. ein Einkommen nach Gruppe 4 der Düsseldorfer Tabelle hast und deshalb auch Unterhalt nach Stufe 4 zahlst, so musst Du, wenn Du drei Personen Unterhalt schuldest, trotzdem nur Unterhalt nach Gruppe 3 leisten. Sehr groß ist die Differenz aber nicht. 

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Kommentar von DFgen
14.03.2016, 08:41

ist man aber - wie Du demnächst - gegenüber drei Personen unterhaltspflichtig, so "rutscht" man in eine niedrigere Einkommensgruppe.

... nur, wenn der Fragesteller demnächst Zwillinge bekommt....

Es zählen nur die Kinder, denen man tatsächlich auch unterhaltspflichtig ist.

Der Anspruch der künftigen Kindsmutter ist nachrangig gegenüber dem minderjähriger (oder privilegierter volljähriger) Kinder.

Sie selbst ist nur unterhaltsberechtigt, wenn

  • sie aufgrund zu geringen eigenen Einkommens einen Anspruch nachweisen kann
  • und nach Anrechnung der Kindesunterhalte noch ausreichend Einkommen vorhanden ist, um auch ihr noch Unterhalt gewähren zu können 

sonst nicht.

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