Frage von EditaS, 67

Verrechnen der KM-Pauschale mit 1.000 € Freibetrag?

Ich habe meine Steuererklärung fertig gemacht und festgestellt, dass die KM-Pauschale mit dem 1.000 € Freibetrag verrechnet wird. War das schon immer so? Da stellt sich mir die Frage, wieso überhaupt die KM-Pauschale erwähnt wird. Ist schon ein bisschen gemein, finde ich. Viele Arbeitnehmer haben keine weite Anfahrt und kommen so in den Genuß des Freibetrages. Ich fahre weite Strecken, muss viel Geld in Benzin investieren und bekomme kaum was an Steuern zurück. Weiterhin habe ich meine Zusatzversicherungen eingetragen. Diese machen sich weder bei Lohnsteuer-Kompakt noch bei Elster in der Berechnung bemerkbar. Ich habe die Steuererklärung absichtlich noch nicht abgeschickt. Vielleicht mache ich was falsch, aber ich weiß nicht, an welcher Stelle. Kennt sich jemand aus und kann mir was dazu sagen? Freue mich auf gute Tipps bzw. Antworten.

Antwort
von Petz1900, 43

Freibeträge sind so gesehen immer ungerecht, helfen aber den Finanzämtern vor lästiger lästiger "Kleinarbeit".
Versicherungen eintragen lohnt sich bei normal verdienenden sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern meist nicht, weil die Höchstbeträge bereits durch die auf der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesenen Beträge zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung erreicht sind.
Da lohnen sich höchstens noch Riester- und Rürup-Rente.....

Antwort
von FordPrefect, 41

Selbstverständlich wird der Arbeitnehmerpauschbetrag auf sämtliche Werbungskosten ausgerechnet, die dem Arbeitnehmer im Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit entstehen. Schließlich ist das nur eine Verfahrensvereinfachung. Wer also keine höheren Werbungskosten als die € 1000.-- nachweisen kann, wird nicht besser, aber eben auch nicht schlechter gestellt.
Die Zusatzversicherungen würden sich nur auswirken, wenn der Höchstbetrag nicht bereits durch die Basiskranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft wurde.Das ist selten der Fall.

Antwort
von CarIitoBrigante, 40

Inwiefern verrechnet? Die 1000€ Pauschale ist bei jedem AN berücksichtigt. Auch wenn man 0 Werbungskosten hat. Das mit der KM-Pauschale kommt immer noch drauf. Es macht sich immer wenig bemerkbar, besser ist es sich vorher einen Freibetrag eintragen zu lassen, um monatlich weniger Steuern zu zahlen statt am Ende des Jahres bisschen zurückzubekommen

Kommentar von EditaS ,

okay, das könnte eine Maßnahme sein. Ich werde mir einen Freibetrag eintragen lassen und sehe dann gleich am Monatsende, wieviel ich einspare. danke

Kommentar von kevin1905 ,

Kann man machen, sollte dann aber 2 Dinge im Schädel haben:

  1. Besteht dann in jedem Fall Abgabepflicht bis zum 31.05., heißt für 2015 wäre der Fragesteller schon zu spät dran
  2. Wenn der Freibetrag zu hoch eingetragen wurde, muss man nachzahlen.
Kommentar von CarIitoBrigante ,

Das stimmt, auf jeden Fall erwähnenswert

Antwort
von PatrickLassan, 43

Verrechnet wird da gar nichts.

Das, was du als km-Pauschale bezeichnest, sind Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und somit Werbungskosten. Liegen die Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit unter dem Pauschbetrag von 1000 €, wird dieser berücksichtigt.

Zu den Zusatzversicherungen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderausgabe_(Steuerrecht)#Vorsorgeaufwendungen

Antwort
von kevin1905, 32

Die 1.000,- € sind beim Lohnsteuerabzug bereits berücksichtigt.

Relevant und steuermindernd werden Werbungskosten also nur dann, wenn sie in Summe > 1.000,- € sind.

Antwort
von grubenschmalz, 23

Wenn du nichts wiederbekommst, wirst du auch keinen Freibetrag eingetragen bekommen.

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