Frage von Fantho, 138

Vernunft in Bezug zu Märchenfigur(en)?

Wie erklärt ein jeder - Theist wie auch A(nti)theist - für sich, dass auf der einen Seite die Vernunft eines Mündigen nicht von einem Osterhasen, Zahnfee, Rotkäppchen überzeugt ist, jedoch auf der anderen Seite dieselbe 'Vernunft' von einer höheren Intelligenz?

Führen wir als Beispiel jener Vernunft begabten Mündigen seriöse Wissenschaftler in den Bereichen Astrophysik, Neurobiologie, Biologie vor Augen (Namen können nachgereicht werden), um die Aspekte 'Vernunft' und Mündigkeit' gegenüber einem 'Ottonormalbürger' hervorzuheben. Theologen lasse ich wegen Befangenheitsverdacht außen vor,...

Danke im Voraus für eure sachlich erklärten Gedanken und Ansichten.

Gruß Fantho

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dxmklvw, 39

Das, was wir als Vernunft bezeichnen, ist lediglich der Ausdruck dafür, ob es uns gelungen ist, ein Geschehen oder eine Idee so in Argumente einzubetten, daß es innerhalb unserer Denkstruktur stimmig wirkt.

Zusätzlichlich ist "Vernunft" immer zweckbezogen, wobei der Zweck von der jeweiligen Charakterkonstellation dominiert wird. Plump ausgedrückt hält ein Bankster primär etwas ganz anderes für vernünftig als sein Kunde, der Geld anlegen möchte.

Über allem schwebt dann noch der menschliche Forschungsdrang. Forschung bedeutet, bislang Unbekanntes zu entdecken und zu ergründen. Das geht nicht ohne vorherige Spekulation ins Blaue hinein. Es wird also ein Fantasiebild erzeugt und mit Argumenten umbastelt, die im günstigen Fall genügen, um eine solche Fantasie zur Wirklichkeit werden zu lassen. Solches Vorgehen enthält im Anfang noch keine Logik, sondern diese wird erst nach und nach hinzugefügt.

Schaut man nun einmal in den Bereich des Möglichen, aber auch des scheinbar Unmöglichen und läßt das Kriterium der Machbarkeit außen vor, dann eröffnet sich dort eine eigentlich unendliche Welt, die unserer Fantasie nicht verschlossen ist. Alles zusammen hat aber auch Wechselwirkungen und durch gewonnene kindliche Erfahrungen und (oft auch logikfreie) Informationen entstehen langanhaltende Verzahnungen.

Ich sehe darin den Ansatz für die Erklärung, warum wir (scheinbar widersinnig) daß eine glauben oder für möglich halten und gleichzeitig an sich gleichartiges für unmöglich halten.

Doch am Ende solcher Denkketten steht, wenn man zu sich selbst ehrlich genug ist, stets die Erkenntnis, daß Menschen stets dann etwas für wahr halten, weil sie fest daran glauben, daß es wahr wäre. Der Faktor Logik kommt dabei gar nicht vor, sondern alles ist genau genommen immer nur Glaubenssache.

Kommentar von Fantho ,

Danke für Deine Ausführungen.

Jedoch fehlt mir hier die Erklärung, weshalb Wissenschaftler (Vernunftmenschen) an die 'Märchenfigur' Gott (höhere Intelligenz) glauben, jedoch nicht an die anderen Märchenfiguren. Das kann doch bei diesen nicht einfach mit Glaube im herkömmlichen Sinne erklärt werden...

stets die Erkenntnis, daß Menschen stets dann etwas für wahr halten, weil sie fest daran glauben, daß es wahr wäre

Das ist nicht ganz korrekt, denn echte Erkenntnisse erlangt man nur aus eigens gemachte Erfahrungen...

Alle anderen Erkenntnisse sind 'unechte'; darunter fällt auch jene 'Erkenntnis' einer 'Wahrheit' aufgrund des Glaubens, dass diese wahr ist...

Gruß Fantho

Kommentar von Dxmklvw ,

An Gott glauben oder an Märchenfiguren glauben ist zweierlei. Bei Märchenfiguren fehlt im Normalfall die Wirkung bestehender Urängste (Tod, was kommt danach, Bestrafung für Sünden usw.)

Bei kleinen Kindern bestehen noch gewisse Urängste, daher auch bis zu einem gewissen Alter der Glaube und/oder die Angst vor dem Weihnachtsmann. Auch bei manchen Völkern sind (obwohl es auch dort Wissenschaftler gibt) auch Ängste und Glauben an andere Fabelwesen verhaftet (Elfen, Feen, Gnome u. a.). Die jeweiligen Kulturkreise müssen deshalb mit bedacht werden. Weiterhin gibt es auch unter Wissenschaftlern solche, die an Ufos, Horoskope, Kartenlesen, Voodoo u. a. glauben.

Etwas nur deshalb für wahr zu halten, weil man glaubt, daß es wahr sei, trifft zu. Oder wie kommt es sonst, daß jemand etwas wie im vorherigen Absatz aufgezählt für wirklich hält, obwohl doch der Verstand etwas anderes sagen müßte? Glauben kommt aber ohne Verstand aus, weil fest Geglaubtes nicht mehr nachgeprüft wird, solange nicht aus anderen Gründen Zweifel aufkommen.

Und was ist "echte Erkenntnis"? Wer an Gespenster glaubt und nachts den Schatten eines Baumes für ein Gespenst hält, weil mal jemand gesagt hat, daß es dort spukt, der hat ja auch eine echte Erkenntnis gewonnen, wenn auch eine absurde. Auch dabei entscheidet dann einfach nur der Glaube.

Ich denke, daß ich mit meiner Auffassung richtig liege - oder besser ausgedrückt, ich glaube es ganz fest. Doch auch das kann sich ändern, wenn mir ein auf mich zugeschnittenes Argument unterkommt, das in mir Zweifel aufkommen läßt.

Mfg

Dxmklvw

Kommentar von Fantho ,

Etwas nur deshalb für wahr zu halten, weil man glaubt, daß es wahr sei, trifft zu

Wie bereits geschrieben: Das ist mir zu einfach, denn hier muss unterschieden werden, wie dieser 'Glaube' erlangt wurde...

Wer an Gespenster glaubt und nachts den Schatten eines Baumes für ein Gespenst hält, weil mal jemand gesagt hat, daß es dort spukt, der hat ja auch eine echte Erkenntnis gewonnen...

Echter Erkenntissgewinn aus einem Glaube heraus und weil es von außen eingesagt wurde? Na, ich weiß nicht....

Dennoch: Danke für Deine guten Argumente...

Gruß Fantho

Kommentar von berkersheim ,

@Fanto
Du musst Dein Denken doch noch etwas bereinigen. Du hast dem Kommentar von "Dxmklvw" den Stern gegeben, d.h. Dich prinzipiell hinter diese Aussage gestellt. Doch was schreibt "Dxmklvw"?

"Das, was wir als Vernunft bezeichnen, ist lediglich der Ausdruck dafür, ob es uns gelungen ist, ein Geschehen oder eine Idee so in Argumente einzubetten, daß es innerhalb unserer Denkstruktur stimmig wirkt."

"Stimmig wirkt!" Oha, da dreht sich der Vernunftexperte Kant im Grabe um und Hegel, neben seinem Weltengeist sitzend, jault laut auf. Vernunft also nicht mehr allgemeinverbindend sondern Spielball individuell empfundener Wirkung. Auf gut deutsch, wenn man wie Du mit aller Gewalt am Glauben festhalten will, dass man den Glauben der Menschen über Jahrhunderte als "Märchenfiguren" abqualifizieren kann, dann darf man das "vernünftig" nennen, weil es die eigenen Prämissen absegnet. Vernunft ist also, was den eigenen Glauben absegnet. Da bestreite ich nicht nur die Berechtigung Deiner Frage, da bestreite ich vor allem diese willkürliche Vernunftdefinition. Jetzt wissen die Leser also, woran sie sind: Herr Fanto wird sie für vernünftig halten, wenn sie das gut finden, was er als in "seiner Vernunft" als vernünftig vorgibt.

Antwort
von nobytree2, 29

Religionen sind keine Märchen. Egal ob man daran glaubt oder nicht, sind beides verschiedene Kategorien und verschiedene Begriffe mit verschiedenem Inhalt. Bitte keine Begriffsvermischung! 

Religionen gehen häufig von einem oder mehreren Göttern aus. Wenn ich mich auf die mosaischen Religionen mit dem einen Gott beschränken darf, dann ist dieser Glaube eine moralische Entscheidung und keine akademisch-wissenschaftlich-methodische Modellentwicklung.

Jetzt kommt man in die Fragestellung, was Moral ist, was Ethik ist. Man kann aber auch bei der ontologischen Fragestellung von Gott verbleiben, also ob es ein höheres Sein gibt als das unsere, oder wie von Dir angeführt, die der höheren Intelligenz. Da Gott nach dem katholischen Weltbild als notwendige Bedingung allen Seins alles auf einmal "begründet"; "sieht" und "weiß", hat Er überhaupt keine Intelligenz, weil Intelligenz auf schrittweises Verstehen bezogen ist und nicht auf das konstitutive Begründen.

Es geht aber primär nicht um das höhere, sondern darum, ob es einen Gott gibt oder nicht. Dieser Gott ist a priori nicht widerlegbar, demnach ist der Glaube an Ihn auch a priori nicht unvernünftig. Da mir jedoch keine zwingenden Argumentationsketten einfallen, die man nicht begriffsbezogen widerlegen könnte, bleibt mein Glaube an Gott meine moralische Entscheidung. In diesem Sinne ist Atheismus auch nur eine Entscheidung, die nicht mehr begründet sein kann als ein Gottesglaube. Ein Atheist glaubt auch nur, dass es keinen Gott gibt, es ist keine zwingende Ableitung eines Wissens! Damit bleibt der Glaube moralische Entscheidung.

Einen Verstoß gegen die Vernunft oder einen Verstoß eine Mündigkeit sehe ich nicht, wenn ich an eine höhere ontologische Entität glaube, welche als das Gute der moralischer Maßstab ist und notwendige Bedingung der Existenz und der Wahrheit ist.

Kommentar von Fantho ,

Religionen sind keine Märchen.

Dann befasse Dich mal mit dem Begriff 'Märchen'. Es ist ein Diminutiv (eine Verniedlichungsform) des Begriffes 'Mär', welcher mit ua Kunde, Nachricht, Erzählung übersetzt wird....

Und alle Religionen entstanden aus Erzählungen durch Propheten, Aposteln, Evangelisten etc. pp....

Dieser Gott ist a priori nicht widerlegbar, demnach ist der Glaube an Ihn auch a priori nicht unvernünftig.

D'accord...

Damit bleibt der Glaube moralische Entscheidung

Habe ich den Kern Deiner Antwort betreffend meiner Frage so verstanden, dass der 'Glaube' - auch jener Wissenschaftler - an eine höhere Intelligenz (Gott) aufgrund einer moralischen Entscheidung herrührt?

Ein Atheist glaubt auch nur, dass es keinen Gott gibt, es ist keine zwingende Ableitung eines Wissens! 

D'accord...

Gruß Fantho

Kommentar von nobytree2 ,

Moin!

Korrekt, der Glaube ist eine göttliche Tugend wie Hoffnung und Liebe, der Glaube bezieht sich daher in ihrer Aussage auf den Menschen auf die Moral (wenn auch gegenständlich/inhaltlich auf die Wahrheit) und ist - wie Hoffen und Lieben - eine moralische Handlung. So auch Augustinus und Thomas von Aquin, letzter stellt jedoch stärker auf die Zweiteilung Wahrheit + Moral ab.

Auch die Mär (wohl ähnlich zum englischen Mare) ist begrifflich und inhaltlich etwas anderes als eine Religion. Religion ist äquivok, damit ein Kult, eine Anschauung, eine Beziehung, ein Glaube, etc., aber nicht Erzählung, auch nicht Prophetie, unabhängig von der Herkunft oder Kommunikation der Religionen.

Wenn wir etymologisch vorgehen, bedeutet Religion Gottesfurcht oder Bindung oder was auch immer. Aber diese Wortbedeutung hat sich inzwischen stark gewandelt, auch die des Märchen. Demnach ist in meinen Augen eine Begriffsannährung zwischen Märchen und Religion nicht korrekt. Man mag dies vielleicht bei den ursprünglichen Worten anders sehen, aber diese Unterscheidung ist mir sehr wichtig, egal ob man Religionen für wahr oder falsch hält. Ebenso sind die Bibel oder andere Religionsbücher keine Märchenbücher - unabhängig vom Wahrheitsgehalt - , weil sie funktional komplett verschieden sind, z.B. im Wahrheits- und unmittelbaren Geltungsanspruch.

Gruß Nobytree

Antwort
von Dhalwim, 2

Hallo Fantho,

Diese Frage ist schon ein weilchen her, aber dennoch habe Ich dem was beizufügen:

Wie erklärt ein jeder - Theist wie auch A(nti)theist - für sich, dass
auf der einen Seite die Vernunft eines Mündigen nicht von einem
Osterhasen, Zahnfee, Rotkäppchen überzeugt ist, jedoch auf der anderen
Seite dieselbe 'Vernunft' von einer höheren Intelligenz?

Musste erstmal nachdenken über dies, hoffe, dass Ich dich nicht missverstanden habe Fantho, aber Ich denke mal eher, dass ist rein intuitiv.

Es gibt den Unterschied zwischen der "höheren Intelligenz", und Märchenfiguren, dass Märchenfiguren eben genau das sind, Fiktion und das weiß man auch (manche vielleicht nicht, aber dort ist es offensichtlicher).

Schwieriger wird es beim zweiten Thema, dort glauben viele mit einem gewissen Ernst an diese Sache. Dennoch würde Ich nicht unbedingt sagen, dass Gott eine Märchenfigur ist, aber Ich als Atheist glaube dennoch nicht an ihn.

Führen wir als Beispiel jener Vernunft begabten Mündigen seriöse
Wissenschaftler in den Bereichen Astrophysik, Neurobiologie, Biologie
vor Augen (Namen können nachgereicht werden), um die Aspekte 'Vernunft'

und Mündigkeit' gegenüber einem 'Ottonormalbürger' hervorzuheben.
Theologen lasse ich wegen Befangenheitsverdacht außen vor,...

Also, so gesehen ist mündigkeit laut Duden mit "Reife", und "Selbstständigkeit", definiert.

http://www.duden.de/rechtschreibung/Muendigkeit

Damit möchte Ich jetzt nicht sagen, dass solche Leute unmündig oder unreif sind, dennoch es kommt mir vor (das denke Ich allerdings nur), dass sich solche Leute für jemanden unterwerfen, welcher vielleicht garnicht existiert.

Danke im Voraus für eure sachlich erklärten Gedanken und Ansichten.

Ich hoffe, du verstehst mich nicht falsch und Ich dich nicht.

Wenn du noch fragen hast, stell sie ruhig, Ich sagte nur wie Ich darüber denke.

LG Dhalwim

Antwort
von NewKemroy, 23
  1. Es gibt Überschneidungen zwischen Buddhismis, Hinduismus, Christentum, Sufismus und Daoismus sowie der Philosophie des Neoplatonismus.
  2. Es gibt Menschen in allen Kulturen und Religionen, die sehr außergewöhnliche Erfahrungen gemacht haben, welche auf diese "Intelligenz" hindeuten.
  3. Es gibt Erfahrungen, die jeder selber machen kann, welche Einblicke in eine realere Wirklichkeit erlauben und die so unglaublich sind, dass man gerne annimmt, dass es sich um etwas "göttliches", im weitesten Sinne handelt.
  4. Es gibt Theorien und vorsichtige Denkansätze, die zwar nicht in die Bereiche des Göttlichen vordringen, oder es beschreiben könnten, aber die modell-haft die Gesamtzusammenhänge ein wenig ordnen und religionsübergreifend einige Wahrheiten anerkennen.
Antwort
von berkersheim, 33

Was ist VERNUNFT? Der große Vernunftologe Kant hat mit all seiner Vernunft erklärt, dass es einen Gott geben müsse. War Descartes unvernünftig? Was - und daran hängt alles - ist Vernunft? Schau in die philosophischen Wörterbücher und Du findest sehr verschiedene Definitionen. Da ist, gelinde gesagt, Dein Ansatz etwas stammtischhaft simpel, weil Du uns eigentlich nichts fragen sondern etwas erzählen willst, wie man an Deinen Kommentaren erkennen kann. Warum also das missionarische Versteckspielt?

Und wenn es in der neueren Philosophie einen großen Zweifler gibt, dann ist es sicher Paul Feyerabend. Und doch hat er den alten Mythen Wahrheit zugesprochen! Postmodern ausgedrückt: DIe Wissenschaft heute benutzt andere Erzählformen für erfahrbare Zusammenhänge als die frühen Menschen z.B. der Steinzeit. Wäre allerdings ihre Weltauffassung falsch gewesen, würde es Dich heute nicht geben. Die Vorstellung einer einzig möglichen Vernunft ist also so falsch wie die einer einzig möglichen Wahrheit.

Wenn ich die 4 Grundfragen der Philosophie nach Kant anschaue,

1) Was können wir wissen?

2) Was sollen wir tun?

3) Was dürfen wir hoffen?

4) Was ist der Mensch?

Dann gibt es aus der wissenschafstlichen Vernunft gerade mal auf (1) und (3) einigermaßen "vernünftige" Antworten. Zu (2) und (3) kann die Wissenschaft Teilantworten liefern, aber mehr nicht. Allein im politischen Bereich führen unterschiedliche Einstellungen (konservativ, liberal, sozialistisch usw.) auch bei vernünftiger Ableitung zu sehr verschiedenen Empfehlungen. Außerdem geht es immer um Kommunikation. Und um einem Kind die Angst zu nehmen, kann eine Zahnfee wirkungsvoller sein als alle Deine wissenschaftlichen Erläuterungen. Denn Deine Darstellungen setzen voraus, dass alle, mit denen Du kommunizierst Deinen (evtl. auch nur eingebildeten) Stand dessen haben, was Du Vernunft nennst. Ich rate zu mehr Bescheidenheit. So wirst Du vielleicht ein Biertischtriumphator aber kein weiser Mensch.

Kommentar von Fantho ,

Warum also das missionarische Versteckspielt?

Wie kommst Du auf 'Versteckspiel', wenn meine Kommentare öffentlich zu lesen sind?

Über den Begriff 'Missionierung' solltest Du Dich noch einmal schlau machen...Ich will weder jemanden bestärken noch neu gewinnen...

Die Vorstellung einer einzig möglichen Vernunft ist also so falsch

Habe ich ja auch nicht behauptet. Aus diesem Grund habe ich ja die Unterschiedlichkeit angesprochen: Zwischen jenen, welche Gott als eine Märchenfigur als vernünftig erachten und jenen, welche eine Gottesexistenz (trotz 'Märchenfigur') für vernünftig halten....

wie die einer einzig möglichen Wahrheit.

Doch, die gibt es...

Und um einem Kind die Angst zu nehmen, kann eine Zahnfee wirkungsvoller sein als alle Deine wissenschaftlichen Erläuterungen

  1. Du schweifst völlig ab vom Thema: Ich schrieb von vernünftigen und mündigen Menschen
  2. Welche meine wissenschaftlichen Erklärungen?

Ich rate zu mehr Bescheidenheit.

Brauchst Du nicht, denn das bin ich schon. Du verkennst es nur...

So wirst Du vielleicht ein Biertischtriumphator aber kein weiser Mensch.

Ah, Stammtischbesucher? Ich kenne mich damit nicht aus, weil ich solche 'Etablissements' nicht aufsuche...

Weiser Mensch? Du stellst mit dieser 'Empfehlung' als vermeintlicher Philosoph selbst ein Bein: Was und wer ist ein weiser Mensch?

Ich denke, eher der, der Fragen stellt....

Gruß Fantho

Kommentar von berkersheim ,

Soll das jetzt eine gelungene Rechtfertigung sein? Mögen das die Leser entscheiden.

Kommentar von Fantho ,

Das müssen nicht die Leser entscheiden, denn ich entscheide für mich allein, dass ich keine Rechtfertigung, sondern Deinen Irrtum offenlegen wollte....

Gruß Fantho

Kommentar von berkersheim ,

@Fanto

Du musst Dein Denken doch noch etwas bereinigen. Du
hast dem Kommentar von "Dxmklvw" den Stern gegeben, d.h. Dich
prinzipiell hinter diese Aussage gestellt. Doch was schreibt "Dxmklvw"?

"Das, was wir als Vernunft bezeichnen, ist lediglich der Ausdruckdafür, ob es uns gelungen ist, ein Geschehen oder eine Idee so in Argumente einzubetten, daß es innerhalb unserer Denkstruktur stimmig wirkt."

"Stimmig wirkt!" Oha, da dreht sich der Vernunftexperte Kant im Grabe um und Hegel, neben seinem Weltengeist sitzend, jault laut auf. Vernunft also nicht mehr allgemeinverbindend sondern Spielball individuell empfundener Wirkung.

Auf gut deutsch, wenn man wie Du mit aller Gewalt am Glauben festhalten will, dass man den Glauben der Menschen über Jahrhunderte als "Märchenfiguren" abqualifizieren kann, dann darf man das "vernünftig" nennen, weil es die eigenen Prämissen absegnet. Vernunft ist also, was den eigenen Glauben absegnet. Da bestreite ich nicht nur die Berechtigung Deiner Frage, da bestreite ich vor allem diese willkürliche Vernunftdefinition.
Jetzt wissen die Leser also, woran sie sind: Herr Fanto wird sie für
vernünftig halten, wenn sie das gut finden, was er als in "seiner
Vernunft" als vernünftig vorgibt.

Jetzt wissen wir auch, was das "ich entscheide für mich allein" bedeutet. Vernünftig ist, was Fanto für vernünftig entscheidet. Die "solipsistische" Philosophie!



Antwort
von joergbauer, 15

Osterhase, Zahnfee, Rotkäppchen etc. sind Bestandteile menschlicher Geschichten zur Information und/oder Unterhaltung, die sich jemand ausgedacht hat, um für andere Menschen gleichnisartig daraus einen pädagogischen/erzieherischen Nutzen zu ziehen bzw. kindgerecht zu verpacken.

Wissenschaftliche Erkenntnisse haben ihren Wert in der Erforschung der Welt und ihrer Umstände in denen wir leben. Dazu bedarf es intelligenter/wissbegieriger Menschen, die Mittel und Wege finden, um aus ihren Forschungsergebnissen sinnvolle und praktische Hilfestellungen zu geben, um das Leben in seinen verschiedenen Bereichen einfacher, nutzbarer, effektiver, greifbarer und fortschrittlicher zu machen.

Die Annahme einer höheren Intelligenz geht darüber hinaus was Märchen oder Wissenschaft betrifft und beinhaltet. Eine solche Macht hat eben die Eigenschaft "höher" zu sein (was die Bibel in dem Zusammenhang auch klar aussagt) und entsprechend auf anderen Wegen erfahrbar sein muss, als durch menschliche Phantasie oder reine Wissenschaft. Das ist dann der geistliche Glaube.

Kommentar von Fantho ,

Es gibt noch folgendes abzuklären:

Die Bibel kann ich nicht akzeptieren als Argument, denn

  1. Es gibt nicht nur Gläubige aus dem Christentum
  2. Kein Beweis für eine Existenz Gottes

Zudem: Deine Erklärung 'geistlich'(e Glaube) bezieht sich auf Religionen und erklärt somit meiner Ansicht nach nicht ausreichend meine Frage, da zB all die von mir erwähnten Wissenschaftler nicht einer Religion angehören...

Danke für den Austausch...

Gruß Fantho

Kommentar von joergbauer ,

Das ist ja das, was eine "höhere" Intelligenz (Gott) geistlich verursacht, einen Glauben, der für die Gläubigen in jeder Weise glaubhaft und bestätigt ist. Zudem beinhaltet der biblische Glaube eine Erlösung und Befreiung, die mit keinem anderen Glaubensinhalt vergleichbar und vereinbar ist. Das geht über jede Religion hinaus, weil es sich hier um eine lebendige Person handelt, die Inhalt und Ziel des Glaubens ist: Jesus Christus! Es gibt auch gläubige Wissenschaftler, die in dieser Weise gar keine Probleme haben Glauben und Wissenschaft unter einen Hut zu bekommen oder zumindest neutral damit umgehen können, weil sie es nicht ausschliessen können, dass Gott existiert.

Kommentar von Giustolisi ,

Osterhase, Zahnfee, Rotkäppchen etc. sind Bestandteile menschlicher Geschichten zur Information und/oder Unterhaltung, die sich jemand ausgedacht hat, um für andere Menschen gleichnisartig daraus einen pädagogischen/erzieherischen Nutzen zu ziehen bzw. kindgerecht zu verpacken.

Das trifft auch auf die Göttergeschichten zu. Ob man nun an Götter oder den Weihnachtsmann glaubt,ist rational betrachtet gleichermaßen irrational. 

Kommentar von joergbauer ,

Als irrational (von lat.: irrationalis, „unvernünftig“) bezeichnet man Sachverhalte oder Ideen, die der menschlichen Vernunft (lat.: ratio) widersprechen oder aber sich dieser entziehen.

Von daher hast du sicherlich recht. Gottes Wahrheit entzieht sich tatsächlich in so mancher Art und Weise der menschlichen Vernunft. Aber gerade darum ist sie auch glaubwürdig, befreiend und erfahrbar. Die Christen wissen es!

1. Korinther 1,21:

"Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der
Predigt selig zu machen, die daran glauben".

Antwort
von Giustolisi, 31

Wie erklärt ein jeder - Theist wie auch A(nti)theist - für sich, dass auf der einen Seite die Vernunft eines Mündigen nicht von einem Osterhasen, Zahnfee, Rotkäppchen überzeugt ist, jedoch auf der anderen Seite dieselbe 'Vernunft' von einer höheren Intelligenz?

Dass ein gläubiger Mensch zwar an einen Gott/Götter aber nicht an andere Fabelwesen glaubt und das vernünftig findet, hat er meistens der Indoktrinierung zu verdanken.
Das ist eine Art Gehirnwäsche, bei der Logik und Vernunft für diesen Themenbereich umgangen werden sollen. Deswegen werten einige menschen unbelegte, antike Märchen höher als die Belege vor ihren Augen.
Indoktrinierung bewirkt, dass ihnen das vernünftig vorkommt, was es logisch betrachtet aber nicht ist und nur zu Widersprüchen führt, die ein Gläubiger aber gekonnt ignoriert.

Manche Menschen sind auch so leichtgläuibig, dass sie fast alles glauben, was sie irgendwo lesen oder erzählt bekommen. Esoteriker und Alternativmediziner gehören zum beispiel zu dieser Gruppe. Die glauben auch absurdesten Blödsinn ohne einen Beleg.

Zu guter letzt sei noch die Gruppe der Ungebildeten erwähnt, also die, die es einfach nicht besser wissen. Wer nie eine Schule besucht hat, wird anfälliger für Religionen.
Unwissenheit ist auch oft genug das Resultat von Religion, da schlägt der Bestätigungsfehler zu. Der Bestätigungsfehler bewirkt, dass die Informationen bevorzugt werden, die die eigene Meinung stärken. Solche Informationen werden dann auch höher gewertet, Andere gemieden. So zum Beispiel geben sich Kreationisten zum größten Teil nicht einmal die Mühe, die Evolutionstheorie zu verstehen und die ist nun wirklich nicht besonders schwer zu verstehen.

Theologen lasse ich wegen Befangenheitsverdacht außen vor,...
Theologie ist ja auch keine Wissenschaft.

Kommentar von Fantho ,

hat er meistens der Indoktrinierung zu verdanken.

Ach herrje, mein Polemiker ist wieder da...

Lies mal zB das Werk 'Die verborgene Intelligenz hinter dem Universum' des renommierten Astrophysikers Bernard Haisch; ein von jeder Indoktrinierung gefeiter Wissenschaftler....Oder eines Eben Alexander...

Esoteriker und Alternativmediziner gehören zum beispiel zu dieser Gruppe. Die glauben auch absurdesten Blödsinn ohne einen Beleg.

Sehr starker Tobak - Polemik! Hast Du in beiden 'Disziplinen' Dich je intensiv damit auseinandergesetzt, oder

ist diese Deine Ansicht das Resultat von (Deine Aussage): 'irgendwo lesen oder erzählt bekommen' ?

So zum Beispiel geben sich Kreationisten zum größten Teil nicht einmal die Mühe, die Evolutionstheorie zu verstehen

Das ist wieder Polemik! Sie verstehen es zwar, aber können sich nicht damit anfreunden. Wenn man etwas nicht verstanden hat, kann man auch kein Urteil darüber erlauben, sondern nur nachfragen...oder schweigen...

und die ist nun wirklich nicht besonders schwer zu verstehen.

Schön für Dich!

Dennoch: Text aus biologie-schule.de: Problematisch erweisen sich bei der Rekonstruktion der Stammesgeschichte des Menschen vor allem die wenigen und schlecht erhaltenen Fossilien. So wurden Rückschlusse auf Nahrung, Lebensraum oder auch Zeitspanne der Existenz einer Art zum Teil nur aus Einzelfunden gezogen. Deshalb kann die folgende Auflistung der bekannten Hominini auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Exaktheit liefern.

Aber die meisten ET-Gläubigen sind immer noch der Meinung, dass der Mensch und der Affe von einem gemeinsamen Urahnen abstammen.

Und in diese Lücke stoßen die Kreationisten - und dies aus deren Sicht auch zurecht, da es noch keine eindeutigen Beweise gibt...

Gruß Fantho

Kommentar von Giustolisi ,

Lies mal zB das Werk 'Die verborgene Intelligenz hinter dem Universum' 
Kannst du nicht einfach ein Argument vorbringen? Ich könnte dir auch Bücher empfehlen, aber das würde uns hier nicht weiter bringen, wo Argumente zählen.

Hast Du in beiden 'Disziplinen' Dich je intensiv damit auseinandergesetzt,

Das habe ich durchaus, die Übergänge sind allerdings fließend, so dass man die beiden Glaubensrichtungen nicht von einander trennen kann. Wie auch immer, bei beiden wird etwas ohne Belege behauptet. Besonders in der Alternativmedizin ist auffällig, dass es keine Belege gibt, meistens müssen Anekdoten her halten, oder die subjektiven Erfahrungen des Behandlers, die keine besondere Aussagekraft haben.

Das ist wieder Polemik! Sie verstehen es zwar, aber können sich nicht damit anfreunden. Wenn man etwas nicht verstanden hat, kann man auch kein Urteil darüber erlauben, sondern nur nachfragen...oder schweigen...Ich hab mit einigen Kreationisten gesprochen, doch mir ist noch keiner untergekommen, der die Evolutionstheorie verstanden hat. Ausnahmen mag es allerdings geben.

Problematisch erweisen sich bei der Rekonstruktion der Stammesgeschichte des Menschen vor allem die wenigen und schlecht erhaltenen Fossilien. 
Die füllen ganze Regalwände

Aber die meisten ET-Gläubigen sind immer noch der Meinung, dass der Mensch und der Affe von einem gemeinsamen Urahnen abstammen.

Die genetische Übereinstimmung ist ja auch sehr hoch. 

Und in diese Lücke stoßen die Kreationisten - und dies aus deren Sicht auch zurecht, da es noch keine eindeutigen Beweise gibt...

Kreationisten liefern aber weder schlüssige Erklärungen, noch Belege, sondern nur Behauptungen. 

Kommentar von Fantho ,

Kannst du nicht einfach ein Argument vorbringen?

Sorry, aber das von mir empfohlene wissenschaftliche Buch ist ein 'plastisches' Argument gegen Deine Ansicht einer Indoktrinierung...

Das habe ich durchaus

Da bin ich jetzt etwas skeptisch, denn mit intensiver Beschäftigung meine ich, darin und damit gearbeitet...

die subjektiven Erfahrungen des Behandlers, die keine besondere Aussagekraft haben

Eine sehr erstaunliche Aussage, welche Du hier kundtust. So müsste jeder Erfahrungsbericht eines Patienten (oder eines Probanden) von der Ärzteschaft in den Mülleimer geworfen werden, da sie ja keine Aussagekraft besitzen...

Die füllen ganze Regalwände

Echt? Dann schreibt die biologie-schule.de die Unwahrheit?

Die genetische Übereinstimmung ist ja auch sehr hoch.

Korrekt! Die mit einem Schwein ebenso, wenngleich nicht so hoch wie die mit einem Bonogo. Das bedeutet doch nur eines: Es gibt Ähnlichkeiten, welche jedoch keine eindeutigen Beweise für eine stammesgeschichtlich gemeinsame Abstammung sind...

Hohe Wahrscheinlichkeiten sind keine Beweise!

Kreationisten liefern aber weder schlüssige Erklärungen, noch Belege, sondern nur Behauptungen.

Mag sein, aber solange die ET zB in der Frage der Stammesgeschichte des Menschen keine eindeutigen Beweise liefern kann, braucht diese Gruppierung auch nicht an eine solche glauben und kann weiterhin eins zu eines auf ihre Bibel bauen...

Und seien wir mal ehrlich: Erklärungen und Annahmen hinsichtlich der Stammesgechichte mögen vielleicht schlüssig sein, jedoch: Sie bleiben immer noch unbewiesene Erklärungen...

Gruß Fantho

Kommentar von Giustolisi ,

Sorry, aber das von mir empfohlene wissenschaftliche Buch ist ein 'plastisches' Argument gegen Deine Ansicht einer Indoktrinierung...
Dann trage das Argument doch vor, sonst ist es ja nutzlos.

Da bin ich jetzt etwas skeptisch, denn mit intensiver Beschäftigung meine ich, darin und damit gearbeitet...
Das muss man nicht, um die Fehler, Widersprüche und Wirkungslosigkeit zu erkennen.
Man muss nicht als KFZ Mechaniker gearbeitet haben um erkennen zu können, dass ein Auto nicht erfolgreich repariert wurde, wenn der Motor immer noch stottert.
Man muss kein Elektriker sein um erkennen zu können, dass in einem nicht geschlossenen Stromkreis kein Strom fließen kann.
Man muss kein Architekt sein um wissen zu können, dass ein runder raum keine Ecken hat.

Eine sehr erstaunliche Aussage, welche Du hier kundtust. So müsste jeder Erfahrungsbericht eines Patienten (oder eines Probanden) von der Ärzteschaft in den Mülleimer geworfen werden, da sie ja keine Aussagekraft besitzen..

Der Erfahrungsbericht eines Patienten hat erst einmal eine sehr geringe Aussagekraft. Die bekommt er erst durch kontrollierte Bedingungen, systematische Auswertung und durch eine hohe Zahl von Probanden. Ein guter Mediziner weiß das. Man kann Vieles erfahren, was eigentlich gar nicht so ist, siehe Placeboeffekt. Es ist durchaus faszinierend, wie leicht und wie stark sich Menschen verschaukeln lassen. So ergaben Studien, dass depressive Patienten auf gelbe Tabletten am besten ansprachen, dass Injektionen mit mehr Volumen (einfach nur Wasser) wirksamer sind, dass Patienten auf bittere oder besonders teure Medikamente besser ansprechen.
Deswegen testet man doppelblind wenn man zuverlässige Ergebnisse haben.

Echt? Dann schreibt die biologie-schule.de die Unwahrheit?

Nein, du hast nur das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen. 
Hier die ganze Seite:
http://www.biologie-schule.de/stammesgeschichte-mensch.php
Die Funde reichten offensichtlich aus, um die Abstammung des Menschen gut zu rekonstruieren. Hätten Kreationisten jemals eine bessere Erklärung vorgebracht, wäre sie längst wissenschaftlicher Konsens

Korrekt! Die mit einem Schwein ebenso, wenngleich nicht so hoch wie die mit einem Bonogo. Das bedeutet doch nur eines: Es gibt Ähnlichkeiten, welche jedoch keine eindeutigen Beweise für eine stammesgeschichtlich gemeinsame Abstammung sind...

Hohe Wahrscheinlichkeiten sind keine Beweise

Wie sähe denn für dich ein eindeutiger Beweis aus?
Wie viele Zwischenformen müsste man noch entdecken, damit es eindeutig bewiesen wäre?
Den von dir hier zu besten gegebenen Fehlschluss nennt man "Das verschieben des Torpfostens"
https://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-6-verschieben-des-torpfostens

Nach deiner Logik könnte man nicht einmal einen Mörder überführen. Selbst wenn er bei der Tat beobachtet und gefilmt wurde, sein Auto am Tatort gesehen wurde, Fingerabdrücke und DNA Spuren von ihm sowie die Reifenspuren seines Autos am Tatort sind, man die Tatwaffe bei ihm daheim findet er geständig ist und sogar noch das Blut des Opfers auf dem Hemd hat, könnte man noch behaupten, er wäre unschuldig.

Auf dem Video könnte jemand gewesen sein, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht, vielleicht wurde das Video auch manipuliert und der Zeuge hat sich geirrt oder wurde gekauft. Seine DNA und Fingerabdrücke könnte der eigentliche Täter gezielt am Tatort untergebracht haben, um von sich selbst abzulenken. Deswegen hat er auch unbemerkt die Waffe beim Angeklagten versteckt und das Blut auf seinem Hemd verteilt. Die Reifenspuren müssen nicht vom Auto des Täters stammen, es gibt viele solche Autos mit solchen Reifen und gestanden hat er ja nur, weil er unter Druck gesetzt wurde.
Das ist zwar alles sehr unwahrscheinlich und es sind ja auch nur unbelegte Behauptungen, aber auch hohe Wahrscheinlichkeiten sind keine Beweise, deswegen ist der Angeklagte frei zu sprechen, wenn keine eindeutigen Beweise gegen ihn vorliegen.

Da wären wir wieder bei der Frage, wie ein wirklich eindeutiger beweis auszusehen hätte.

Mag sein, aber solange die ET zB in der Frage der Stammesgeschichte des Menschen keine eindeutigen Beweise liefern kann, braucht diese Gruppierung auch nicht an eine solche glauben und kann weiterhin eins zu eines auf ihre Bibel bauen...

Niemand braucht daran zu glauben. Es reicht schon, aus den vorhandenen Fakten logische Schlüsse zu ziehen. Die Bibel liefert dagegen keine Fakten, sondern nur Widersprüche. Deswegen ist es nur logisch, das darin vorgestellte Modell zu verwerfen.

Und seien wir mal ehrlich: Erklärungen und Annahmen hinsichtlich der Stammesgechichte mögen vielleicht schlüssig sein, jedoch: Sie bleiben immer noch unbewiesene Erklärungen...

So wie nach deinem Maßstab alle Erklärungen unbewiesen sind.

Kommentar von Fantho ,

Dann trage das Argument doch vor, sonst ist es ja nutzlos.

Zu faul zum lesen? War mir klar....

Man muss nicht als KFZ Mechaniker gearbeitet haben um....

Sorry, aber gegen diese Naivität kommt man nicht an! Nach Deiner unsinnigen Logik brauche ich ja nicht mehr zum Arzt gehen, denn dass ich krank bin, weiß und fühle ich ja selber...

Der Erfahrungsbericht eines Patienten hat erst einmal eine sehr geringe Aussagekraft

Ja klar, Du bist ja Mediziner und weißt somit, dass zB jede Tablette dieselben Reaktionen bei allen Menschen, welche diese Tablette einnahmen, hervorrufen....

Aus diesem Grund wählt man ja viele Probanden, weil jeder seine eigene Wertung zu einem Produkt abgeben kann und soll, welche alle unterschiedlich ausfallen können und man somit eine Palette an möglichen Nebenerscheinungen und / oder Wirkeffekten bekommen kann...

Danach ist auch der Erfahrunsgbericht eines Patienten beim Arzt von Wichtigkeit, um die Verträglichkeit einer Behandlunsgmethode bei diesem zu erfahren...

Stammesgeschichte - Die Zusammenfassung lautet wie folgt:

Die Rekonstruktion der Hominisation erweißt sich aufgrund weniger Funde als schwierig

Wie sähe denn für dich ein eindeutiger Beweis aus?

Die Zwischenformen stellen für mich keine Beweiskraft dar, denn daraus lassen sich keine direkten Verbindungen herleiten...Es stellt auch kein 'Verscheiben des Torpfostens' dar, da ich aus diesen Zwischenformen keine direkten Verbindungen erkennen kann...

Dein Mörder-Beispiel ist ja sehr hanebüchen...

Mal ein Auszug aus Wiki zum Homo sapien sapiens:

Die Entwicklung des Menschen führte vermutlich über Arten, die den nachfolgend aufgeführten Arten zumindest ähnlich gewesen sein dürften, zu Homo sapiens: Ardipithecus ramidus, Australopithecus afarensis, Homo rudolfensis / Homo habilis und Homo ergaster / Homo erectus.

Kannst Du hier die Konjunktivform erkennen? Früher behauptete man, der homo sapiens entstamme aus dem homo erectus. Nach neuesten Erkenntisse auf molekulargenetischer Grundlage ist man davon abgekommen...

Vermute mal, dass Du die frühere Theorie ebenso vehement gegenüber Andersdenkender verteidigt hattest...

Es reicht schon, aus den vorhandenen Fakten logische Schlüsse zu ziehen

Es gibt aber keine Fakten für einen gemeinsamen Ur-Ahnen, sondern Annahmen und Wahrscheinlichkeiten. Wann versteht man das endlich einmal?

Die Bibel liefert dagegen keine Fakten

Mit der Bibel brauchst Du mir nicht kommen. Aber: Wenn es für Dich als logisch erscheint, die Bibel aufgrund fehlender Fakten zu verwerfen, weshalb wendest Du dieselbe Logik nicht auch in der Stammesgeschichte an, denn auch hier fehlen die Fakten für einen gemeinsamen Ur-Ahnen?

Ein Mörder, um zu Deinem hanebüchenen Beispiel zurück zu kommen, wird auch nicht aufgrund von Wahrscheinlichkeiten verurteilt, da Wahrscheinlichkeiten keine Beweiskraft besitzen...

So wie nach deinem Maßstab alle Erklärungen unbewiesen sind.

Erklärungen besitzen solange keine Beweiskraft, bis diese durch Beobachtung, Analyse, Experiment, Reproduzierung usw. usf. bestätigt werden (können)...Solange bleiben sie unbewiesen...

Gruß Fantho

Kommentar von Giustolisi ,

Zu faul zum lesen? War mir klar....
Kein Grund unhöflich zu werden. Ich habe das Buch nicht und du bist offensichtlich zu faul, das Argument vorzutragen, willst aber, dass ich ein ganzes Buch lese. Schon klar. Ich muss doch dir nicht deine Argumente zusammen tragen.
Also trag dein Argument vor, wenn du dazu nicht zu faul bist.

Sorry, aber gegen diese Naivität kommt man nicht an! Nach Deiner unsinnigen Logik brauche ich ja nicht mehr zum Arzt gehen, denn dass ich krank bin, weiß und fühle ich ja selber..

Du verstehst es nicht.
Ich greife mal das Beispiel mit dem Arzt auf.
Um Patienten behandeln zu können, sollte man Arzt sein, denn der hat das nötige Fachwissen. Um festzustellen dass ein Verband am Finger nicht gegen ein gebrochenes bein hilft, muss man kein Arzt sein. Man muss auch nicht Theologe sein um Widersprüche in Glaubensüberzeugungen zu finden. 
Man muss eben auch kein Homöopath sein um wissen zu können, dass die Grundlagen, Lehren und die Wirksamkeit von Homöopathischen Mitteln unbelegt sind.

Ja klar, Du bist ja Mediziner und weißt somit, dass zB jede Tablette dieselben Reaktionen bei allen Menschen, welche diese Tablette einnahmen, hervorrufen....
Eben nicht! Du stellst dich wohl absichtlich dumm. Gerade weil es von mensch zu mensch Unterschiede gibt, braucht man große Gruppen und Placebogruppen, um Aussagen über die Wirksamkeit machen zu können.
Bei einem einzelnen Patienten kann man aber nicht sagen, ob das Mittel wirkt oder nur der Placeboeffekt zugeschlagen hat.

Die Zwischenformen stellen für mich keine Beweiskraft dar, denn daraus lassen sich keine direkten Verbindungen herleiten.
Ich konnte nicht lesen, was du als beweis akzeptieren würdest, also gehe ich davon aus, dass du nichts als Beweis akzeptieren würdest.

Es gibt aber keine Fakten für einen gemeinsamen Ur-Ahnen, sondern Annahmen und Wahrscheinlichkeiten. Wann versteht man das endlich einmal

Dass du Fakten nicht akzeptierst, bedeutet nicht, dass es keine gibt. Man könnte noch so viele Zwischenformen finden und du würdest keine Verbindung erkennen. 

Mit der Bibel brauchst Du mir nicht kommen. Aber: Wenn es für Dich als logisch erscheint, die Bibel aufgrund fehlender Fakten zu verwerfen, weshalb wendest Du dieselbe Logik nicht auch in der Stammesgeschichte an, denn auch hier fehlen die Fakten für einen gemeinsamen Ur-Ahnen?

Die gefundenen Skelettteile kann man als Fakten ansehen, das Genom auch. Fakten existieren auch wenn du sie nicht akzeptierst.

Ein Mörder, um zu Deinem hanebüchenen Beispiel zurück zu kommen, wird auch nicht aufgrund von Wahrscheinlichkeiten verurteilt, da Wahrscheinlichkeiten keine Beweiskraft besitzen..

Statt nur mit Dreck zu werfen könntest du auch mal erklären, was du an meinem Beispiel hanebüchen findest?
Mein Beispiel zeigt eigentlich nur das was du hier vorführst. Du glaubst dass nichts ein Beweis ist und selbst eine 99,99999%ige Wahrscheinlichkeit ließe sich noch anzweifeln, weswegen du eine Theorie nicht akzeptierst, aber keine Bessere parat hast.

Erklärungen besitzen solange keine Beweiskraft, bis diese durch Beobachtung, Analyse, Experiment, Reproduzierung usw. usf. bestätigt werden (können)...Solange bleiben sie unbewiesen...

Die Vergangenheit lässt sich nicht reproduzieren, aber wir können aus Funden unsere Schlüsse ziehen. Je mehr Funde wir haben und je besser sie zusammen passen, desto sicherer ist der Schluss. 

Was würdest du aus einigen Skeletten schließen, die immer mehr dem heutigen Menschen ähneln, je jünger sie sind?
Hast du vielleicht eine bessere Altrnativtheorie?

Kommentar von Fantho ,

Ich vergaß noch folgendes:

Theologie ist ja auch keine Wissenschaft.

Doch, die Theologie ist eine wissenschaftliche Disziplin. Wenn es Dir aber nicht gefällt, dann nehme ich halt die Wissenschaft der Religionen, sprich die Religionswissenschaften.

Bei Abschluss dieses Studiums erhält ein erfolgreicher Promovend die Doktorwürde mit dem Titel 'Dr. theol.' (Dr. theologicae)...

Gruß Fantho

Kommentar von Giustolisi ,

Theologie ist so sehr eine Wissenschaft wie Einhornforschung oder Weihnachtsmannkunde.

Antwort
von Nicodemus0815, 19

So wie ich dich verstehe, verbindest du "Vernunft eines Mündigen" mit Wissenschaft. Da Wissenschaft sich auf das Zähl- bzw. Messbare beschränkt, schließt es alles nicht Zähl- und Meßbare aus ihrer Betrachtung aus.

Die Würde des Menschen z.B. steht in der deutschen Verfassung. Sie ist etwas sehr Vernünftiges jedoch nicht meßbar. Sie ist dennoch wahrnehmbar. Sie ist das, was man eine Qualität nennen könnte.

Selbst der beste Physiker kann nicht erklären, woher eine neue Idee kommt.

Interessanter Weise ist die Physik selbst ein Geist, hat also keine meßbaren Eigenschaften und kann so nicht Gegenstand physikalischer Betrachtungen sein. Unvernünftig ist sie deshalb keineswegs.

Kommentar von Fantho ,

verbindest du "Vernunft eines Mündigen" mit Wissenschaft.

Nein!

Meine Frage ging dahin, weshalb mündige Menschen mit Vernunft einerseits nicht an die uns bekannten Märchenfiguren OH, ZF, RK glauben, jedoch an die 'Märchenfigur' Gott bzw. an eine höhere Intelligenz.....

Um mögliche Argumentationen von 'Dummheit', 'Wissenslücke', 'Unwissenschaftlichkeit' etc. pp. vorzubeugen, habe ich jene aufgeführt, von denen man das alles eher nicht erwartet bzw.erwarten würde...

Danke für den Austausch

Gruß Fantho

Kommentar von Nicodemus0815 ,

Ich verstehe. Ich denke es ist eine Entscheidung, bzw. es könnte eine sein. Man gibt etwas einen Namen und erschaft damit einen Geist. Der Schwarzwald ist der Name für eine Ansammlung von Bäumen.

Gott bzw. eine höhere Intelligenz ist der Name für eine bemerkenswerte Stimmigkeit der natürlichen Welt. Da es keinen Menschen gibt, der in der Lage ist etwas derart fein Abgestimmtes zu erschaffen, liegt der Gedanke an eine höhere Intelligenz nicht so fern.

Heutzutage kann man erkennen, daß sich (nur?) aus spontanen natürlichem Zusammenwirken vieler kleinster Teile, grosse feinabgestimmte Strukturen entstehen können. Da gibt es noch viel zu entdecken, denke ich.

Antwort
von nowka20, 18

es ist in jedem menschen viel mehr drinnen, als nur vernunft!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community