Vernehmung Polizei wie Ablauf?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Was du begangen hast, ist ein Betrug (§ 263 StGB). Die Polizei hat dich jetzt also vorgeladen. Dort sollst du dich als Beschuldigter zur Sache äußern.

Die Vorladung der Polizei ist nicht verpflichtend. Du musst also nicht morgen zur Polizei gehen. Wenn du nicht erscheinst, hat das für dich keinen Nachteil (d.h. man kann dir im Gerichtsverfahren hinterher nicht vorwerfen, dass du nicht gekommen bist). Denn: Erstens ist eine Vorladung durch die Polizei nie verpflichtend (weder als Zeuge noch als Beschuldigter). Wo keine Pflicht besteht, darf es auch keine negativen Folgen haben, wenn man der Aufforderung nicht nachkommt. Zweitens gilt in Deutschland der sogenannte "nemo-tenetur-Grundsatz", der besagt, dass sich niemand selbst belasten muss. Dazu zählt, dass du als Beschuldigter nicht zur Sache aussagen musst - weder bei der Polizei, noch vor Gericht.

Solltest du allerdings irgendwann eine Vorladung von der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht erhalten, so musst du hingehen. Aussagen musst du dort aber auch nicht - und wie eben schon gesagt, kann dir dein Schweigen nicht zu deinem Nachteil ausgelegt werden, denn du hast das Recht dazu.

Ob du jetzt morgen zur Polizei gehen solltest oder nicht, ist deine Sache. Ich kann aber niemandem (erst Recht nicht, wenn man genau weiß, dass man schuldig ist) empfehlen, als Beschuldigter einer Vorladung der Polizei nachzukommen. Jedenfalls dann nicht, wenn nicht ein Anwalt dir dazu geraten hat oder dein Anwalt mit dir zusammen dort hingeht.

Die Entscheidung liegt bei dir: Das beste wäre, dir einen Anwalt zu nehmen. Dass der teuer ist, ist mir auch bewusst. Aber es ist dennoch sinnvoll. Jedenfalls ist es nicht sinnvoll, morgen zur Polizei zu gehen, wenn du ohnehin nichts zu deiner Entlastung beitragen kannst. Dann empfiehlt es sich, zuhause zu bleiben und abzuwarten, was kommt.

Was kommt jetzt auf dich zu?

Du bist 18 Jahre alt und damit eine Heranwachsende (§ 1 JGG). Das bedeutet, dass für dich noch Jugendstrafrecht gelten kann. Gerade bei 18-Jährigen (die ja gerade erst aus dem "Jugendlichen"-Begriff herausfallen, für die immer Jugendstrafrecht gilt) wird wohl in den meisten Fällen noch Jugendstrafrecht angewandt.

Ein Betrug ist kein "kleines" Delikt, keine Lapalie. Du kannst damit rechnen, dass es eine Gerichtsverhandlung gegen dich geben wird. Wieder meine Empfehlung: Ein Anwalt wäre hilfreich. Ob du dir einen nimmst, ist aber deine Sache.

Was kann jetzt passieren? Es gibt im Jugendstrafrecht mehrere mögliche Sanktionen: Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und Jugendstrafe. Es wird dir erspart bleiben, eine Jugendstrafe zu erleiden. Sie wird nur bei sehr schweren Delikten verhängt. Möglich sind meiner Ansicht nach vor allem Weisungen und Auflagen (zB Sozialstunden, kleinere Geldauflagen). Das Gesetz erlaubt auch den Jugendarrest.

Was jetzt genau auf dich zukommt, können wir dir hier nicht vorhersagen. Das wirst du wohl selbst erfahren müssen, wenn es soweit ist.

Möglich (wenn auch nicht wahrscheinlich) wäre auch, dass für dich Jugendstrafrecht nicht mehr angewandt wird. Dann wird es wohl auf eine Geldstrafe hinauslaufen (die, wenn man nicht zahlen kann, auch als Ersatzfreiheitsstrafe vollstreckt werden kann). Im Fall einer Anwendung des Erwachsenenstrafrechts wäre auch ein Strafbefehl möglich. Dann bekommst du irgendwann Post, dass du eine gewisse Strafe zahlen musst. Gegen einen solchen Strafbefehl kann man innerhalb von 2 Wochen Einspruch einlegen, dann kommt es zu einer Gerichtsverhandlung.

Was ist mit dem Geld, das du zurückzahlen musst?

Natürlich haben alle, die du betrogen hast, einen Anspruch auf Rückzahlung des Geldes. Da du das zur Zeit nicht zahlen kannst, bleibt ihnen nur die Möglichkeit, einen sogenannten Titel vor Gericht zu erwerben, mit dem sie dich noch 30 Jahre lang in Anspruch nehmen können. Sie können also in dem Fall abwarten, bis du genug Geld hast, und sich von dir dann ihr Geld zurückholen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Du dich wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 10 - 20 Fällen gem. § 263 Abs. 1 u. 3 StGB strafbar gemacht hast.

Soweit Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommen sollte, steht hierauf eine Freiheitsstrafe von nicht unter 6 Monaten. In Deinem Fall wäre eine Strafe von 8-10 Monaten wahrscheinlich. Eine derartige Strafe würde bei einem Ersttäter zur Bewährung ausgesetzt mit entsprechenden Bewährungsauflagen.

Sollte dagegen Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen weil Du bei manchen Taten noch keine 18 Jahre alt warst oder der Richter das in Deinem Fall für angebracht hält (theoretisch bis 21 Jahre möglich), kommen verschiedene Strafen (von "Sozialstunden" bis Jugendarrest) in Betracht; sehr schwer vorauszusagen.

Die Polizei wird Dich morgen zunächst einmal belehren, dass Du nicht aussagen musst und es Dir freisteht Dich zu äußern. Daher solltest Du dir - am besten in Absprache mit Deinen Eltern - einmal Gedanken darüber machen.

Da in derartigen Betrugsfällen die Sachlage meist sehr klar ist, bringt es in der Regel wenig wenn Du morgen bei der Polizei schweigst. Sinnvoll wäre es, wenn Du bei der Aufklärung der Taten hilfst und einsiehst, dass Du sch**ße gebaut hast. Dadurch stimmt man zum einen auch den Richter gnädig. Zum anderen müssen nicht alle Betrugsopfer als Zeugen geladen werden, wodurch man erheblich an Geld sparen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deine erste Vorstrafe?
Blöd gelaufen würd ich sagen.
Du wirst in die Dienststelle reingehen und durch ein Glasfenster mit einem Poliszisten reden. Derjenige wird dich fragen was du hier willst,das sagst du logischerweise schiebst dein Ausweis durch einen schlitz und wirst wahrscheinlich gebeten kurz zu warten.
Anschliesend wirst du geholt ihr geht ins Büro des für den Fall zuständigen Polizisten Er wird sowas fragen wie :'' Wollen sie aussage machen?'' Was zu empfehlen ist bei der anklage du sagst ja schon und dann musst du ihm einfach schildern was vorgefallen ist möglicherweise begründen warum er tippt alles am pc mit zwecks protokoll dann liest er alles vor was er protokollierte fragt dich obs so passt und druckt es aus und dann musst du unterschreiben und darfst nachhause gehen und auf den brief vom richter warten. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Melisaa1905
14.11.2016, 16:01

Ja meine erste Vorstrafe 

0

Du wirst Schadensersatz zahlen müssen. Alle bekommen Ihr Geld von Dir zurück. Zudem kommt eine Geldbuße hinzu.

Wenn du im Moment das Geld nicht hast, so wird von jetzt an jeder Cent, den du über der Pfämdungsgrenze verdienen wirst, direkt vom Lohn weggepfändet bis zur Begleichung Deiner Schuld.

Du bekommst auch einen Eintrag ins Führungszeugnis.

Und das finde ich auch gut so.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was Du morgen zu tun hast, wurde dir bereits im einzelnen beschrieben.

Als zu erwartende Strafe wird es vermutlich auf Sozialstunden hinauslaufen. Ein Bußgeld könnte auch verhängt werden.

Das Bußgeld plus sämtliche Gerichts- bzw. Verwaltungsgebühren mußt Du zahlen.

Den Geschädigten mußt Du natürlich Schadenersatz leisten. Da Du nach Deinen Angaben kein Geld hast, werden die Geschädigten Klage erheben und dadurch 30-Jahres-Titel erwerben. Sämtliche Gerichts- und/oder Anwaltskosten, die den Betrogenen entstehen, mußt Du natürlich auch zahlen, sowie evtl. Zinsen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Schön ist es nicht was du getan hast!

Naja die Polizei wird dich vernehmen bedenke aber je mehr du sagst desto mehr wird gegen dich verwendet werden!

Mit jedem Satz den du machst reitet man sich immer mehr rein!

Selbst die Erfahrung bei einer schlägerei gemacht nachher war ich der gelackmeierte seitdem kann ich dir nur sagen überlege gut was du sagst!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?