Frage von mronextra, 134

Vermittlungsvorschlag der Agentur für Arbeit, massive Zweifel an der Kompetenz?

Hallo zusammen,

ich betreibe aktuell eine Umschulung (Einzelbetrieblich, also läuft wie eine normale Ausbildung), welche ich Ende Mai beenden werde. Hab aktuell knapp über 30 Bewerbungen versendet, Absagen sind bereits dabei, aber eben auch noch einige bei welchen ein Ergebnis aussteht.

Heute kam der erste "Vermittlungsvorschlag" der Agentur für Arbeit, welcher schlicht ein schlechter Scherz war.

Nicht dass ich mir für irgendwas zu schade bin, darum geht es nicht (bevor ich zum 1.6. nix habe mach ich alles), aber in meinem Bereich gibt es echt ne Menge Stellen (Marketing), und ich bekomme einen Vermittlungsvorschlag für eine Stelle wo ich in meiner Ausbildung nichts mit zu tun hatte, Des Weiteren ist die Stelle befristet bis 30.9. diesen Jahres (also kaum angefangen kannst dich schon auf was neues bewerben).

Aber die Pointe zum Schluss, nun ist die Stelle nicht mehr Online HA HA HA

Also ich weiß die Mitarbeiter dort haben viel zu tun und und und, aber ich versteh es einfach nicht, sorry.

Antwort
von Parhalia, 91

Versuchen wir hier lediglich eine Antwort zum offensichtlichsten Punkt :

 - viele eingetragene Arbeitgeber geben der Agentur für Arbeit keine Rückmeldung, wenn eine eingetragene Stellenausschreibung in der Jobbörse inzwischen nicht mehr vakant ist. Die Arbeitsvermittler selbst sehen in der "Jobbörse" dann auch nur das selbe, wie Du auch.

Und was manch ein Arbeitsvermittler dann "blind" an die Arbeitsuchenden raushaut, das steht teilweise wirklich auf einem anderen Blatt Papier. Manche "Aushilfsvermittler" oder selbst stark überlastete Vermittler schauen entweder ( mangels Kompetenz ) nicht in die Profile ihrer "Schützlinge", oder sie haben schlicht und einfach nicht die Zeit / viel Stress und machen ggf. mal Fehler. 

Die bekommen letztlich auch "Druck von oben" und werden teilweise rein nach Vermittlungsquoten beurteilt. Oft sind sie dann nur befristet eingestellt. Und wenn die Quote nicht stimmt, so gibt es u.U. keine Vertragsverlängerung.😕

Kommentar von mronextra ,

ja ist mir auch klar und bewusst. Mich hat es einfach nur extrem überrascht, da ich eben über alle Kanäle nach dem Job suche, Stepstone usw. und von daher weiß es gibt einige Stellen in meiner Branche und das erste was dann kommt ist dann eben was wo null damit zu tun hat :-)

Kommentar von Parhalia ,

Noch hast Du den angestrebten Berufsabschluss der Umschulung ja nicht in der Tasche. Und somit ist dieses Detail auch noch nicht in Deinem Bewerberprofil als berufliche Qualifikation eingepflegt.

Wie gesagt, hinter den Rechnern sitzen auch nur Menschen. Manchmal gehen solche Schreiben / Vermittlungsvorschläge sogar automatisiert mit dem Hinweis raus :

( " dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und bedarf keiner Unterschrift...." )

Antwort
von newcomer, 87

die Mitarbeiter haben erstens viel zu tun zweitens sind es meisst berufsfremde Sachbearbeiter. Da wurden ehemalige Arbeitslose eingesetzt die zwar ein paar Infos über das Sozialrecht haben aber sie kennen nicht alle Berufsbilder und was Sinn macht.
Wenn du sie mit den Fakten konfrontierst dass dies mit deinem Lernziel nichts zu tun hat sind sie auch einsichtig.
Am besten ist natürlich du findest selbst was.

Antwort
von herakles3000, 49

1 Das jobcenter selbst gibt zu das sie im netz nach jobs fischt da kaum noch ein arbeitger was mit denen zu tun haben will  ist wahrscheinlich bei deinem Genauso.

2 Es st normal das jobangebote durch das Jobcenter so gut wie immer fast Ausgelaufen sind zb am 19-20 bekommt man bescheid und das Angebot gilt nur bis zum zb 22.

Antwort
von Appelmus, 50

Und was genau ist deine Frage? Auch wenn der Vermittlungsvorschlag nichts mit deiner Stelle zu tun hat, kann er doch trotzdem interessant sein oder als Notanker dienen. Diese Vermittlungsvorschläge sind in der Regel ein Zusatzangebot für dich.

Kommentar von mronextra ,

naja, klar ist es nett dass man überhaupt etwas bekommt, aber gerade zu Beginn wäre es evtl. nicht so verkehrt in dem Beruf zu arbeiten, welchen man gerade erlernt hat oder? Und klar sollte man diesen dann nicht finden, dann macht man egal was kommt.

Kommentar von Appelmus ,

Natürlich ist es wichtig, dass man gerade zu Beginn in de  Beruf bleibt, um Berufserfahrung zu sammeln. Die Antwort von Parhalia fasst es aber sehr gut zusammen. Ich habe 2 Freunde, die in jeweils 2 unterschiedlichen Bundesländern einmal beim Jobcenter und einmal bei der Agentur für Arbeit arbeiten. Den Stress und den Druck, den die beiden von oben bekommen, ist teilweise nicht normal und absolut grenzwertig.

Auch wenn kaum jemand die Arbeit des "Arbeitsamtes" zu schätzen weiß, sollte man zusätzlich auch beachten, dass dort ebenfalls Menschen arbeiten. Menschen, die Arbeit benötigen. Menschen, die menschliche Fehler machen. Menschen wie du und ich.

Antwort
von mronextra, 49

Ich versteh alles, Druck von Oben usw. und sofort. Aber mal ehrlich, da beginnt man mit 40 eine Ausbildung, legt sich wirklich ins Zeug dass man auch gute Noten bekommt und einen guten Abschluss macht, und im Endeffekt wenn das Ende naht ist es denen eh wieder scheissegal – Hauptsache man macht irgendeinen Xbeliebigen Job! Und dann ist es auch klar dass man als angehender Kaufmann für Marketingkommunikation 

Die Tätigkeit im Überblick

Kaufleute für Marketingkommunikation entwickeln zielgruppengerechte Marketing- und Werbemaßnahmen, koordinieren und überwachen deren Umsetzung und kontrollieren die Ergebnisse.

Typische Branchen

Kaufleute für Marketingkommunikation finden Beschäftigung in erster Linie

in Agenturen und Beratungsfirmen, z.B. Werbe-, PR- und Eventagenturen

Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung

in Marketing- und Kommunikationsabteilungen von größeren Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche

zum Gruppentermin eingeladen wird bei dem Unternehmen aus der Systemgastronomie da sind(ah McDonalds/Burger King), Einzelhändler und natürlich meine heiss geliebten Personaldienstleister/Zeitarbeitsfirmen.

Sei es drum, ich werd bis zum 1.6. was finden und dann hoffentlich nie wieder abhängig von diesem Verein.

Antwort
von MonikaDodo, 57

Ich weiß von Bekannten, dass dies wohl häufig so ist! Kompetenz ist was anderes. Hauptsache man hat mal was geschickt vom Amt aus.;))

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community