Frage von Arbeitsmarkt 11.01.2010

Vermietung an Familienangehörige. Betriebskosten auch verbilligt, oder nur die Nettokaltmiete?

  • Hilfreichste Antwort von nemo13 11.01.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Stiftung Warentest hat absolut recht.
    Zur ortsüblichen Marktmiete gehören die ortsübliche Kaltmiete und die umlagefähigen Betriebskosten (Einkommensteuerrichtlinien R 21.3).
    Welche Kosten umlagefähig sind, steht in der "Zweiten Berechnungsverordnung".
    Du kannst soviel oder sowenig Miete nehmen, wie du willst. Bei mindestens 75 % und dauerhafter Vermietung geht das Finanzamt ohne weitere Prüfung von einer Gewinnerzielungsabsicht aus.
    Diese 75 % sind nur ein Rechengrenzwert. Man kann z.B. die Betriebskosten voll umlegen, dafür aber bei der Kaltmiete unter den 75 % bleiben - Hauptsache, in der Summe wird die Grenze überschritten.

  • Antwort von ErsterSchnee 11.01.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Vertrag muß einem Vergleich mit Dritten standhalten. Und da würdest Du ja auch nicht einen Teil der Nebenkosten übernehmen, oder?

  • Antwort von Rudi2009 11.01.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die bleiben bei 100%, weil es ja echte Kosten sind!

  • Antwort von Muenzenfreund 11.01.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Niemand darf dir vorschreiben, wieviel Miete du verlangst.... du kannst auch nur 5 % der ortsüblichen verlangen und sämtliche Nebenkosten selber übernehmen. Allerdings sind dann gegenüber dem Finanzamt Betriebskosten und Aufwendungen der Wohnung nicht mehr steuerlich absetzbar.

  • Antwort von DerHans 11.01.2010

    Wenn du z.B. deinem Sohn in deinem Mehrfamilienhaus eine Wohnung überlässt, kannst du ihn auch umsonst wohnen lassen. Das Finanzamt wird dir dann trotzdem die fiktive Miete al s Einkommen anrechnen. Anders ist es mit den Nebenkosten, die musst du natürlich nach dem gleichen Schlüssel auch deinem Sohn berechnen, wie den anderen Mietern. Sonst würden die ja für deinen Sohn mitzahlen. Ob der Sohn dir dann die Rechnung wirklich über weist, ist eine andere Sache. Darauf kannst du du selbstverständlich verzichten.

  • Antwort von Chianti 11.01.2010

    betriebskosten solltest du zu 100% verlangen, ansonsten riskierst du die steuerliche abzugsfähigkeit dieser kosten! am besten du orientierst dich an 75% der gesamtmiete .... sonst könnte das FA dir vorhalten, keine gewinnerzielungsabsicht zu verfolgen und das ganze als "hobby" verbuchen

  • Antwort von Obelhicks 11.01.2010

    du kannst die volle miete und natürlich auch die vollen betriebskosten verlangen.

    unabhängig davon kannst du steuerliche vorteile bei vermietung an familienangehörige in anspruch nehmen. du solltest mit dem steuerberater darüber reden. wenn du dir z.b. pflege von der vermietung verspricht, erkundige dich auch hierzu.

    so kannst du eine kleinere miete fordern, ohne den vollen verlust zu haben.

  • Antwort von Arbeitsmarkt 11.01.2010

    Klingt logisch, aber die Stiftung Warentest schreibt, die Nebenkosten gehörten dazu:

    http://www.test.de/themen/steuern-recht/meldung/-Vermietung-an-Angehoerige/12770...

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