Frage von Arbeitsmarkt,

Vermietung an Familienangehörige. Betriebskosten auch verbilligt, oder nur die Nettokaltmiete?

Bei einer Vermietung an Familienangehörige darf man wohl mind. 75% der Nettokaltmiete verlangen. Wären die Betriebskosten dann auch verbilligt, oder muss man da 100% der umlagefähigen Kosten verlangen?

Hilfreichste Antwort von nemo13,
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Die Stiftung Warentest hat absolut recht.
Zur ortsüblichen Marktmiete gehören die ortsübliche Kaltmiete und die umlagefähigen Betriebskosten (Einkommensteuerrichtlinien R 21.3).
Welche Kosten umlagefähig sind, steht in der "Zweiten Berechnungsverordnung".
Du kannst soviel oder sowenig Miete nehmen, wie du willst. Bei mindestens 75 % und dauerhafter Vermietung geht das Finanzamt ohne weitere Prüfung von einer Gewinnerzielungsabsicht aus.
Diese 75 % sind nur ein Rechengrenzwert. Man kann z.B. die Betriebskosten voll umlegen, dafür aber bei der Kaltmiete unter den 75 % bleiben - Hauptsache, in der Summe wird die Grenze überschritten.

Antwort von ErsterSchnee,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Vertrag muß einem Vergleich mit Dritten standhalten. Und da würdest Du ja auch nicht einen Teil der Nebenkosten übernehmen, oder?

Kommentar von Arbeitsmarkt,

Klar, würde ich nicht. Aber bei Fremden würde ich ja auch die volle Miete verlangen!

Laut Stiftung Warentest gehören die NK dazu. Die rechnen vor: "Nicht nur die Kaltmiete zählt, sondern auch die umlagefähigen Nebenkosten, zum Beispiel für Heizung und Wasser."

http://www.test.de/themen/steuern-recht/meldung/-Vermietung-an-Angehoerige/12770...

Kommentar von Obelhicks,

jaja die stiftung warentest... es bleibt dir überlassen, wie du betriebswirtschaftlich deine miete kalkulierst. ob betriebskosten im sinne II.BV enthalten sind oder abgerechnet werden. so komme ich noch einmal auf meine eigene antwort zurück: sprich mit dem steuerberater.

Kommentar von Arbeitsmarkt,

Bei der Miete würde ich von Fremden aber auch 100% verlangen. Von Verwandten verlange ich 75% bei Miete. Wieso nicht auch bei NK. So sieht es Stiftung Warentest. Leider nur sie allein.

Kommentar von ErsterSchnee,

100 % von was? Du hast ja höchstens die ortsübliche Vergleichsmiete - und je nach Wohnungsausstattung kann man das nur als Anhaltspunkt nehmen - so daß Du auch bei Fremden vielleicht nur auf 75% der "normalen" Miete kommst.

Kommentar von Obelhicks,

verwandte haben eine eigene, rosa brille auf. für die gelten eigene zahlen. aber das finanzamt rechnet auf den "einheitswert" zurück.

Kommentar von Arbeitsmarkt,
Antwort von Rudi2009,
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Die bleiben bei 100%, weil es ja echte Kosten sind!

Antwort von Muenzenfreund,
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Niemand darf dir vorschreiben, wieviel Miete du verlangst.... du kannst auch nur 5 % der ortsüblichen verlangen und sämtliche Nebenkosten selber übernehmen. Allerdings sind dann gegenüber dem Finanzamt Betriebskosten und Aufwendungen der Wohnung nicht mehr steuerlich absetzbar.

Antwort von DerHans,

Wenn du z.B. deinem Sohn in deinem Mehrfamilienhaus eine Wohnung überlässt, kannst du ihn auch umsonst wohnen lassen. Das Finanzamt wird dir dann trotzdem die fiktive Miete al s Einkommen anrechnen. Anders ist es mit den Nebenkosten, die musst du natürlich nach dem gleichen Schlüssel auch deinem Sohn berechnen, wie den anderen Mietern. Sonst würden die ja für deinen Sohn mitzahlen. Ob der Sohn dir dann die Rechnung wirklich über weist, ist eine andere Sache. Darauf kannst du du selbstverständlich verzichten.

Antwort von Chianti,

betriebskosten solltest du zu 100% verlangen, ansonsten riskierst du die steuerliche abzugsfähigkeit dieser kosten! am besten du orientierst dich an 75% der gesamtmiete .... sonst könnte das FA dir vorhalten, keine gewinnerzielungsabsicht zu verfolgen und das ganze als "hobby" verbuchen

Antwort von Obelhicks,

du kannst die volle miete und natürlich auch die vollen betriebskosten verlangen.

unabhängig davon kannst du steuerliche vorteile bei vermietung an familienangehörige in anspruch nehmen. du solltest mit dem steuerberater darüber reden. wenn du dir z.b. pflege von der vermietung verspricht, erkundige dich auch hierzu.

so kannst du eine kleinere miete fordern, ohne den vollen verlust zu haben.

Antwort von Arbeitsmarkt,

Klingt logisch, aber die Stiftung Warentest schreibt, die Nebenkosten gehörten dazu:

http://www.test.de/themen/steuern-recht/meldung/-Vermietung-an-Angehoerige/12770...

Kommentar von Obelhicks,

frag mich nicht was ich von der kompetenz der stiftung halte...

Kommentar von nemo13,

Es fragt dich auch keiner, sonst würde wieder nur gequirlte K.cke rauskommen.
Zitat von Dieter Nuhr : "Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten".
Tut mir leid (aber eigentlich nicht wirklich) - er hat's nun mal so formuliert.

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