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Vermieter will von uns dubiose Stromnachzahlung. Was tun?!

gefragt von Dhora am 18.11.2008 um 1:35 Uhr

Also, grundsätzlich zahlen wir unseren Strom direkt ans Stromwerk, er ist kein Bestandteil unserer Nebenkosten. Wir wohnen in einem ehemaligen Ein-Familienhaus, das auf zwei Parteien aufgeteilt wurde, wir wohnen unterm Dach. Die ganze Installation und Verlegung der Leitungen hat unser Vermieter selbst gelegt und der ist wahrhaftig kein Experte darin (in unserem ganzen Keller hängen abenteuerlich Strippen herum). Als wir einzogen haben wir darauf bestanden, dass alles vernünftig getrennt wird und angeblich ist das auch geschehen. Nun sind Ende 2006 unsere alten Nachbarn unten ausgezogen und Anfang 2007 bekamen wir neue Nachbarn, die unten erstmal renovierten. In der Zeit zwischen Auszug und Einzug bekamen unsere Vermieter eine Nachforderung für Stromverbrauch aus der unteren Wohnung von ca 700 €. Danach ließen sie die Stromanschlüsse von einer Firma prüfen und es kam heraus, dass natürlich nichts richtig getrennt war und unsere Waschmaschine und unser Trockner über den Stromzähler unserer Nachbarn gelaufen ist. Nun wollen wir ausziehen und unsere Vermieter wollen das Geld der Nachzahlung von uns bezahlt bekommen, da wir ja angeblich den Strom auch verbraucht hätten. Aber wir können doch nicht in 2-3 Monaten 700€ durch die Waschmaschine gejagt haben! Wir sind ein 2-Personenhaushalt und ich wasche auch nicht jeden Tag und den Trockner nutzen wir kaum! Was können wir tun?!

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Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 18. November 2008 01:41
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Unter Hinweis auf die Nichtzuständigkeit wegen der nicht fachgerechten Installation würde ich keinen Cent zahlen.

Das ist eindeutig Sache des Vermieters.

Ihr habt ja auch einen Liefervertrag mit den Stromwerken, nicht mit dem Vermieter.

Und der Betrag ist abenteuerlich.

Sag ihm dass du bereit bist, vielleicht 10, 20 oder 25 € zu zahlen , wenn damit alles abgegolten ist. Ansonsten muss er klagen.

Er hat auch kein Recht, dafür was aus der Kaution einzubehalten, weil der Strom nicht Gegenstand des Mietvertrages ist.


zickenalarm86
beantwortet von zickenalarm86 am 18. November 2008 01:40
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aufjeden fall zum mieterverein das bewirkt wunder


wolle59
beantwortet von wolle59 am 18. November 2008 01:42
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Da wird der Verm. aber Pech haben. Er hat doch die Verkabelung nicht ordnungsgemaß angeschlossen. Ist also sein Fehler gewesen. Natürlich habt ihr Strom verbraucht, nur wieviel weiß keiner. Ich würde ihm vorschlagen pro Monat maximal 40€ zu bezahlen. Er liegt in der Beweispflicht und nicht ihr.


saudo2000
beantwortet von saudo2000 am 20. November 2008 13:11
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Ich sage es nur ungern, da ich diese Art der Beantwortung HASSE, aber in diesem für mich eindeutigen Fall. VERMIETER DIE LANGE NASE ZEIGEN UND AUSZIEHEN. Hält er die Kaution zurück, SOFORT mit Anwalt klagen.


albatros
beantwortet von albatros am 18. November 2008 18:15
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für die lieferung des stroms hast du mit den stadtwerken einen liefervertrag abgeschlossen. mit dem vermieter besteht dazu kein vertragsverhältnis, zumal dieser stromverbrauch auch nicht über betriebskosten abgerechnet und bezahlt wird. also: forderung konsequent zurückweisen, er hat dir/euch gegenüber keinerlei handhabe, zum beispiel die kosten von der kaution abzuziehen. falls er mahnbescheid erwirkt, diesen zurückweisen. dann müsste er klagen, wenn er drauf besteht, würde aber kein recht bekommen. außerdem hat er den mist selbst verursacht, sich u. u. sogar strafbar gemacht, da er sicher kein zugelassener elektroinstallateur ist.


anonym
beantwortet von Obelhicks am 18. November 2008 09:11
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maßgeblich ist in erster linie immer der mietvertrag. sicher ist da nicht die rede von privatstrom, damit ist er zunächst mal nicht umlagefähig.

jetzt ist der verbrauch nach anschluß der waschmaschine fast unverändert. das läßt darauf schließen, daß an anderer stelle euer strom für fremde zwecke verwendet wurde. auch aus diesem grunde würde ich die zahlung ablehnen.

für die zukungt würde ich häufig (ca. monatlich) den strom ablesen und bei plötzlichen spitzen die anschlüsse checken lassen.

nehmen wir einmal an, eine waschmaschine verbraucht im mittel 1.000 watt. das ist viel, weil ruhephasen kaum strom kosten und nur der heizvorgang den zähler rappeln läßt. dann muss aber praktisch schon immer kochwäsche gewaschen werden. bei 20 ct/Kwh könnt ihr dann 3500 stunden waschen, um 700 euro zu verbrauchen. das entspricht 145 tagen oder 5 monaten. somit ist die forderung auch wegen unmöglichkeit abzulehnen.


Maximus40
beantwortet von Maximus40 am 18. November 2008 07:47
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Es ist immer wieder abenteuerlich, was es doch für Vermieter gibt. Keinen Cent würde der von mir bekommen.


maiki01
beantwortet von maiki01 am 18. November 2008 05:59
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Du Bezahlst Deinen Strom ans Stromwerk. An den Vermieter brauchst Du somit gar nichts zu bezahlen.


DerTroll
beantwortet von DerTroll am 18. November 2008 04:56
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Ich denke schon, daß ihr das Geld zahlen müßt, denn ihr habt den STrom ja verbraucht. Und wenn es korrekt angeschlossen wäre, dann hättet ihr es ja auch bezahlt, nur halt gleich. Allerdings müßt ihr nur das nachzahlen, was man euch nachweisen kann, was ihr wirklich verbraucht habt. Und wenn ihr knallhart sagt, daß 700 Euro zu hochgegriffen sind für gelegentliches Wäschewaschen, dann habt ihr gute Chancen, daß ihr den Preis drücken könnt. Anders wäre es, wenn ihr von euch aus in betrügerischer Absicht den Strom angezapft hättet. Aber das ist ja laut deiner Beschreibung nicht der Fall.


anonym
beantwortet von Dhora am 18. November 2008 02:09
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Danke für die schnellen Antworten! WOW! ;) Also, wir waren heute schon bei der Verbraucherzentrale, haben uns einen Termin für eine Rechtsberatung geben lassen, leider erst in drei Wochen, da der Anwalt vorher keine Termine mehr hatte. Einen anderen Anwalt können wir uns nicht erlauben, daher habe ich auch ehrlich gesagt Angst vor einer Verhandlung. Ich habe leider auch bis jetzt nichts schriftliches von unseren Vermietern, das mit der Nachzahlung haben sie uns heute so nebenbei am Telefon erzählt. Ich schätze das Haus wäre wirklich ein Fall fürs Bauamt, aber ich will keinen unnötigen Ärger provozieren, sondern einfach hier raus ohne diese verrückte Summe bezahlen zu müssen. Seitdem jetzt unsere Anschlüsse getrennt sind hat sich unser monatlicher Verbrauch übrigens nicht verändert obwohl sich das seitdem doch eigentlich hätte bemerkbar machen müssen, oder?!

Kommentar von 4f19440479ddcdbaecc688e5d7021208smallaline1507 am 18. November 2008 02:21

Ist doch gut, dass du noch nichts Schriftliches hast, denn das sollte erstmal kommen, bevor ihr zum Anwalt geht. Und das gibt dir Zeit mit dem Anwalt zu besprechen, wie ihr darauf reagiert. Mündliches gilt nicht, sagen kann man viel! Warte erstmal in Ruhe auf die Forderung!


Imbecillitas
beantwortet von Imbecillitas am 18. November 2008 01:50
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700 Euro???

Klingt als hätt da jemand ne Canabis-Plantage im Keller gehabt oder den Strom weiterverkauft...


critter
beantwortet von critter am 18. November 2008 01:44
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Fürs ganze Jahr zahle ich an Waschmaschinenstrom (eigener Zähler für Waschmaschine) immer zwischen 20 und 30 Euro. Dann kannst Du Dir ausrechnen, was Du für eine bestimmte Monatsanzahl zahlen müsstest. Geh auf jeden Fall zum Mieterverein und lass Dich beraten. So gehts ja nicht, wie sich der Vermieter das vorstellt.


Pianoman81
beantwortet von Pianoman81 am 18. November 2008 01:43
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um gottes willen!

1) anwalt nehmen 2) Mieterschutz anrufen 3) der vermieter hat dafür sorge zu tragen, dass sämtliche elektrik, leitungen, eben alles, was innerhalb der wände (also im regelfall) verläuft, gewissen standards entspricht. Nachdem er das aber selbst verpfuscht hat, trifft ihn auch die schuld, und eine ordnungsgemäße abrechnung von strom und co ist nicht möglich.

deshalb der dringende rat: anwalt nehmen und die behörden einschalten (bauaufsicht, etc).

hab das gefühl, der vm merkt, dass er mist gebaut hat und ihr müsst das jetzt ausbaden. aber das gesetz ist auf eurer seite!

es kann zwar sein, dass ihr mit einer nachzahlung zu rechnen habt, aber sicher nicht 700. im besten fall wird das vor einem gericht einfach gesamt dem vm auferlegt (mitsamt der kosten für neue professionelle elektrik)

Kommentar von Cee2db04bcf915878f896dd417a8e761smallzickenalarm86 am 18. November 2008 01:44

deine antworten zu lesen macht einfach spass weiter so;)


Atrajanus
beantwortet von Atrajanus am 18. November 2008 01:40
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sehr schwierige frage.da hast du recht.700euro können echt nicht sein.ich meine,wenn das vorher so abgesprochen war,dass getrennte stromabrechnungen verlangt werden,dann hat der vermieter dessen auch nachzukommen.


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