Frage von Josch0687, 109

Vermieter will das wir sämtliche Nebenkosten sofort an die Versorger zahlen und nicht erst monatlich an ihn. Darf er das?

Hallo, unser Vermieter möchte das wir sämtliche Nebenkosten sofort an die Versorger Zahlen und nicht monatlich an ihn. Was zu r folge hat das er am Jahresende keine Abrechnung machen muss und somit damit auch keine Arbeit hat. Für uns ist das sehr ungewohnt und wir fragen uns ob er das so überhaupt machen darf, die ganze Sache hat schon fast Mietkaufcharakter. Vorab schonmal vielen Dank für hilfreiche Antworten.

Die Verträge bei den Versorgern / Gemeinden ( Müll/ Grundsteuer/ Wasser/ Abwasser  etc) . laufen allerdings auf seinen Namen. Habe das komische Gefühl das er dadurch Steuerliche Vorteile erlangen will bzw das dass Miethaus nicht angemeldet ist.

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 36

Wenn ihr ein ganzes Haus gemietet habt, ist das durchaus üblich. Der Vermieter spart sich die Abrechnung und vor allem muss er für Euch kein Geld vorstrecken.

Ihr müßt es sowieso zahlen und habt den Vorteil, dass ihr nicht in jedem Monat womöglich überhöht zur Kasse gebeten werdet, um dann vielleicht nach knapp 2 Jahren mal eine Rückzahlung zu bekommen.

Steuerlich hat das für den Vermieter keinerlei Auswirkung.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 63

Natürlich darf der Vermieter das.

Sofern möglich kann jeder Mieter selbst Verträge mit den entsprechenden Ver- und Entsorgern abschließen.

Das spart die Abrechnung.

Ist doch für beide Seiten eine feine Sache.

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 59

Darf er, darf er nicht, er darf, wenn die Vertragspartner mit dieser Abwicklung einverstanden sind. Schwierig wird es wohl mit der Grundsteuer, weil die dem jeweiligen Eigentümer durch die Kommune auferlegt wird. Allerdings ist es der Kommune egal, wer die Steuer bezahlt. Der Grundsteuerbescheid wird  generell an den Eigentümer ausgestellt. Bei den Versicherungen kann es auch Probleme geben, wenn der Mietvertrag vor Ablauf der Versicherungslaufzeit gekündigt wird. Die Stadtwerke (Müll, Wasser) spielen auch nicht in jeder Kommune dieses Spiel mit, aber man kann es ja mal versuchen.

Kommentar von Josch0687 ,

Okay, vielen Dank ! Das erklärt natürlich auch warum wir schnellstmöglich einziehen und Unterschreiben sollten.

Kommentar von Gerhart ,

Erst unterschreiben und dann einziehen - was soll denn unterschrieben werden?

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 40

Wenn ihr lt. Mietvertrag monatliche Vorauszahlungen für mietvertraglich vereinbarte Betriebskosten an den Vermieter leistet, muss er über eure Vorauszahlungen nach 12 Monaten innert 12 Folgemonaten abrechnen, zumal  er ja Vertragsprtner der Versorger bzw. Institutionen ist und nicht ihr. Keiner dieser wird euch die gesetzlich zustehende Abrechnung ohne vertragliche Grundlage leisten. Es ist also Aufgabe des Vermieters die frist- und formgerechte Abrechnung inhaltlich korrekt zuzustellen. Ist die Abrechnungsfrist überschritten, ist die Abrechnung verfristet und Nachzahlungen nicht  mehr einforderbar. Dazu kommt, dass ihr dann den Vermieter abmahnen dürft und nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist (4 Wochen) berechtigt seid, bis zur Vorlage der korrekten Abrechnung die Vorauszahlungen zurückzubehalten. Erst danach ist der Zurückbehalt nachzuzahlen.

Antwort
von frodobeutlin100, 46

das mache ich bei Strom und Gas schon immer so .... wenn Du einen eigenen Zähler hast gibt es doch keinen Grund, dass der Vermieter in Vorlage treten muss ...

es kann sogar vorteilhaft und billiger sein, weil Du dann die Anbieter selbst wählen kannst ...

Antwort
von Josch0687, 62

Die Verträge bei den Versorgern / Gemeinden ( Müll/ Grundsteuer/ Wasser/ Abwasser  etc) . laufen allerdings auf seinen Namen. Habe das komische Gefühl das er dadurch Steuerliche Vorteile erlangen will bzw das dass Miethaus nicht angemeldet ist.


Kommentar von anitari ,

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Bis auf die Grundsteuer ist es möglich das Mieter selbst Verträge mit den Ver- und Entsorgern abschließen können.

Steuerliche Vorteile hat das für den Vermieter nicht. Nur den Vorteil sich die Abrechnung zu ersparen.

bzw das dass Miethaus nicht angemeldet ist.

Angemeldet wo oder zu was?

Vermietung muß man nirgends anmelden.

Kommentar von Josch0687 ,

Muss man das nicht Anmelden ? (Finanzamt / Gewerbe o.ä.) Es handelt sich bei der Miete die er von uns bekommt ja um eine Nebeneinkunft.

Kommentar von anitari ,

Lediglich das Einkommen aus Vermietung muß man bei der Steuererklärung angeben.

Aber das geht, mit Verlaub, den Mieter nichts an ob der Vermieter das macht oder nicht.

Antwort
von derbas, 33

So mach ich das auch mit meiner Vermieterin. Schont auf jeden Fall meinen Geldbeutel und spart der Vermieterin Arbeit.

Antwort
von schleudermaxe, 14

... und wie bitte soll dies denn praktisch gehen, bei einem Mietshaus, mit vielleicht vielen Wohnungen? Die Frage ist mir etwas zudünn. ... oder wurde ein EFH angemietet?

Antwort
von brido, 53

Es geht nur wenn jeder  die Zähler hat. Ja darf er. 

Antwort
von Grammatikus, 21

Es gilt, was im Mietvertrag steht. Falls dort Formulierungen vorkommen, die nicht dem Gesetz entsprechen, sind diese ungültig. Sie müssen aber nicht angefochten werden.

Antwort
von kokomi, 33

ja, darf er,

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