Frage von linus34, 47

Vermieter will Aufräumdienst holen und Bewohner sollen zahlen, ist das erlaubt?

Offenbar haben einige meiner Nachbarn ihr Zeug in einem Freien Kellerabteil abgeladen obwohl eigentlich jeder eines haben sollte. Da das natürlich nicht erlaubt ist will fordert der Vermieter schriftlich dazu auf dass alle die dort etwas gelassen haben das Abteil aufzuräumen. Ich bezweifle allerdings dass dies geschieht und dann holt der Vermieter einen Dienst der dass erledigt und ALLE Bewohner im Haus sollen dann dafür zahlen. Meine Frage ist nun darf der Vermieter alle Bewohner im Haus zur Rechnung bitten, unabhängig davon ob man seinen Schrott dort abgeladen hat oder nicht?

Antwort
von Colombo1999, 5

Das haben wir regelmäßig einmal im Jahr, meist wegen alten Fahrrädern in den Gemeinschaftsflächen im Hof, kürzlich wegen eines alten Motorrades (ohne Sitz :-)). Mit der Vermessenheit mich - wie auch jeden anderen - aufzufordern, es zu entsorgen.

Ich habe bei der Verwaltung freundlich angefragt, ob bei ihnen im Hause der Anstand abhanden gekommen sei, und sie daran erinnert, dass ich in dem Objekt eine Gewerbefläche gemietet habe, aber keinen Schrotthandel oder Handel mit Altmotorrädern betreibe.

Ganz offensichtlich hatten sie nicht einmal die leiseste Erkundigung eingeholt, wem das Motorrad gehören möge.

Ich habe ihnen mitgeteilt, dass ich selbstverständlich NICHT für die Entsorgung eines alten Motorrades aufkomme, allerdings auch den Mieter benannt, dem die Motorräder gehören.

Montag früh kurz nach 8 h Email von der Verwaltung: "Entschuldigung, wir wollten Ihnen nicht zu nahe treten ..."

Ich denke, der Live-Bericht beantwortet Deine Frage zum Teil. Grundsätzlich sind aber die Kosten der Reinigung der Gemeinschaftsflächen unlagefähig.

Bleibt noch die Frage: Wem oder zu welcher Wohnung gehört das freie Kellerabteil. Gemeinschaftsfläche ist es sicher nicht.


Antwort
von albatros, 4

In diesem Fall neige ich dazu, die Frage zu verneinen. Der V. bräuchte nur nicht vermietete Keller verschließen wie es allgemein üblich ist. Dann kann sowas nicht geschehen. Es war seine Fahrlässigkeit die er nun auf seine Kosten abstelln muss.

Antwort
von Teeliesel, 28

da es so etwas bei uns auch mal vor vielen Jahren gab, weiß ich, dass wir Hausbewohner nichts bezahlen mussten. Es waren auch noch andere Häuser an dieser Aufräumaktion beteiligt. Es waren auch viele Dinge dabei, die von Bewohnern, die bereits ausgezogen waren, liegen gelassen wurden.

Antwort
von onidagori, 21

Ja, das darf er. Aber sollen doch die Mieter miteinander reden und miteinander das Zeug wegräumen. Sonst wird es teuer, wenn der Vermieter eine Firma beauftragt. Abstreiten wird es jeder, deshalb legt der Vermieter es auf alle um. 

Antwort
von DerHans, 18

Das kann er nicht.

Das wäre ja einfach das Kostenrisiko des Vermieters auf Mieter umzulegen, nur weil er nicht den richtigen Müllverursacher feststellen kann.

Da hilft ihm nur, den Müll durchzusuchen ob da irgendwelche Briefumschläge oder sonstige Beweise sind, wem das Zeug gehört.

Antwort
von Falkenpost, 7

Hi,

Ohne Urteile zu wühlen denke ich, dass derartigen Kosten nicht auf unbeteiligte Parteien übertragen werden können.

Gruß
Falke

Antwort
von derhandkuss, 20

Der Vermieter kann alle Mieter auffordern, ihren Unrat selbst zu entsorgen. Hierzu setzt er allen Mietern eine angemessene Frist (zum Beispiel 4 Wochen). Passiert innerhalb dieses Zeitraums nichts, kann er - meiner Meinung nach - die Kosten auf alle Mieter umlegen.

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