Frage von 19Verena91, 122

Vermieter verlangt längere Stromanmeldung?

Folgendes: Ich werde voraussichtlich zum 31.8. meine Wohnung komplett verlassen haben, also muss dann gar nicht mehr rein. Aus zeitlichen Überschneidungen zahle ich aber noch die September-Miete. Jetzt verlangt mein Vermieter, dass ich im September den Strom in meiner alten Wohnung noch angemeldet lasse, da er Heizung, Kühlschrank und Warmwasserbereitung prüfen möchte. Ist das rechtens? Ich möchte nämlich nicht, dass ich dann für etwas zahle, das ich nicht verbraucht habe.

Wäre schön eine zeitnahe Antwort zu bekommen!

Antwort
von DerHans, 97

Wenn du für September noch die Miete zahlst, hat der Vermieter in der Wohnung gar nichts verloren.

Kommentar von 19Verena91 ,

Das ist natürlich richtig, aber wie ist das mit dem Strom jetzt?

Kommentar von Grautvornix ,

Der Stromanschluß und die Wohnung haben nichts miteinander zu tun, außer das ich ihn durch die leitungen in der Wohnung fließen lassen kann.

Muß ich aber nicht, sollte die Mietsache dadruch einen Schaden nehmen, weil z.B. mit Strom geheizt wird dann könnte das anders aussehen, aber das kommt wohl nicht vor, da der Mieter dann auch Schaden nimmt.

Kommentar von maggylein ,

das mal komplett falsch... wenn jemand eine Wohnung angemietet hat muss der Anschluss auch angemeldet sein. bei Leerstand vom Vermieter ansonsten der Mieter. Solange ein Zähler da hängt und somit die Lieferbeteitschaft gegeben ist muss mindestens die Grundgebühr gezahlt werden

Kommentar von schleudermaxe ,

... und wer bezahlt die Versicherung, die Abfallgebühren, die Steuer für die Zeit der Nichtnutzung wie Urlaub, vorzeitiger Auszug u.a.? Etwa wir Vermieter?

Antwort
von ProfDrStrom, 36

Dein Mietvertrag, dein Stromliefervertrag.

Du kündigst deine Verträge zu dem Zeitpunkt deiner Wahl (Kündigungsfristen beachten).

Dein Vermieter kann zwar Wünsche äussern, aber das ist auch schon alles.

Wenn kein Strom in der Wohnung ist und er etwas prüfen möchte, dann ist das sein ganz persönliches Vergnügen.

(Als Kinder haben wir immer gesagt: Ohne Arme, keine Kekse!)

Wer prüfen will, sollte auch Strom mitbringen.

Biete ihm an, wenn er etwas testen will, kann er das noch bis Ende August tun.

Schalte die Sicherungen aus und fotografiere den Zählerstand zum 31.08. am besten mit einem Zeugen.

Antwort
von ChristianLE, 95

Wann Du deine Wohnung verlässt, ist unerheblich.

Es zählt lediglich der Zeitpunkt des Mietendes. Solange das Mietverhältnis nicht beendet ist, zahlst Du auch noch für den Strom.

Der Vermieter wird ja kaum die Grundgebühren/Kosten des Stromzählers für dich übernehmen.

Kommentar von Grautvornix ,

Wenn ich keine Strom brauche, dann zahl ich den auch nicht!

Wie der Hans schreibt, wenn ich nicht in der Wohnung bin hat der Vermieter da nicht verloren, daran ändert auch die Kündigung nichts.

Kommentar von ChristianLE ,

Den entsprechenden Verbrauchspreis zahlst Du gar nicht. Hier geht es um die Grundgebühr (die Miete des Zählers). Solange Du Mieter/Besitzer der Wohnung bist, zahlst Du zumindest die Grundkosten. Der Zähler ist der Wohnung zugeordnet, die vermietet ist. Folglich zahlt der Mieter diese Kosten. Will er das nicht, kann er den Zähler abklemmen/ausbauen lassen. Das kostet aber.

Alle laufenden Kosten, die im Zusammenhang mit der Wohnung stehen und über die es keine vertragliche Vereinbarung gibt, hat der Mieter zu tragen.

Wie der Hans schreibt, wenn ich nicht in der Wohnung bin hat der Vermieter da nicht verloren, daran ändert auch die Kündigung nichts.

Stimmt. Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun.

Antwort
von schleudermaxe, 25

... wir Vermieter hier verlangen so etwas gar nicht, warum denn auch?

... und Miete verlangen wir auch nicht aufgrud einer Überschneidung, sondern nur aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen.

Setze ihn also auf den Topf, wenn er solche aberwitzigen Forderung stellt nach dem Ende des Vertragsverhältnisses.

Antwort
von Kathyli88, 77

Wahrscheinlich hast du keinen nachmieter gefunden?

Du musst trotz allem nicht weiterhin strom bezahlen. Selbst wenn du noch im september in der wohnung wohnen würdest, müsstest du ja nicht zwangsläufig strom beziehen. Könntest ja theoretisch auch ohne strom leben. Klar macht das niemand, aber wie gesagt, ob du in deiner wohnung strom beziehst oder nicht ist ganz alleine deine sache. 

Allerdings, wenn die rechnung des stromanbieters kommt und du laut mietvertrag zu diesem zeitpunkt gelebt hast, bist du auch für die entstandenen stromkosten verantwortlich. Du würdest quasi um eine gerichtsverhandlung nicht kommen. In der praxis schaut es so aus, dass du in der regel für diesen monat strom bezahlst. Es sind centbeträge, ich hatte das bei beiden umzügen. Und über centbeträge braucht man sich nicht streiten.

Sobald du dich bei der neuen gemeinde als wohnhaft anmeldest undeigdntlich sofort deinen stromanbieter mitnimmst wird dein strom am neuen wohnort angemeldet und am alten abgemeldet. Auch beim grundversorger. Dann geht es automatisch auf den eigentümer des objekts. Würde ich so machen, denn er wird auch nicht wegen centbeträgen vor gericht. Dann zahlt er einfach selbst, was er in dem monat in der wohnung wurschtelt.

Kommentar von 19Verena91 ,

Danke, beste Antwort bisher! :)

Kommentar von schleudermaxe ,

... wirklich? Warum sollten wir Vermieter das tun, nur weil der Mieter sich vertragwidrig verhält?

Kommentar von Kathyli88 ,

Naja, der vermieter verhält sich hier eher vertragswidrig. Solange der mieter die wohnung mietet hat der vermieter eigentlich nichts darin zu suchen. Der mieter zahlt weiterhin miete, zieht nur trotzdem früher aus. Ob sich der mieter in der wohnung physisch aufhält oder nicht, kann dem vermieter schlussendlich egal sein, denn er bekommt ja noch seine miete. Aber wie gesagt, wenn man von normalen menschen ausgeht und nicht von einem vermieter der sich für diesen monat nun eine kabelteommel nimmt und sämtliche elektrogeräte in dieser wohnung ansteckt, geht es um centbeträge. Jemand der ausgezogen ist, verbraucht ja kaum bis gar keinen strom. In der regel ist der kühlschrank leer und ausgeschaltet, keinerlei gefriertruhen- oder schränke mehr gefüllt, keine fernsehgeräte oder computer mehr an, kein durchlauferhitzer, kein herd läuft, oder sonstiges. Im prinzip nur noch, wenn jemand kommt um dinge zu prüfen/reparieren/renovieren, damit licht da ist. Und selbst wenn jemand kurz eine bohrmaschine anwirft... das sind wirklich centbeträge da lohnt sich das streiten nicht. Ob das jetzt vermieter oder mieter zahlt ist doch völlig irrelevant. Ich finde deine betonung "wir vermieter, warum sollten wir das zahlen" etwas überheblich. Ich bin auch eigentümer und ich diskutiere ganz sicher nicht mit meinen ehemaligen mieter herum wer den monat strom bezahlt. Man kommt sich auch hin und wieder mal entgegen, ganz egal was in paragraphen steht, so lebt es sich leichter und anstatt dauergast bei anwälten und gerichten zu sein, hat man zeit für die wichtigen dinge des lebens, zum beispiel für die familie

Kommentar von maggylein ,

gut und lang aber nicht ganz richtig. Bei Anmeldung einer neuen Verbraichstelle wird nicht der alte Vertrag mitgenommen sondern ein neuer zusätzlich abgeschlossen der alte Vertrag muss separat beendet werden... wenn tatsächlich ein Anbieter sagt dass man seinen alten Vertrag mitnehmen muss (was selten vorkommt da durch Auszug meistens der Vertrag vorzeitig beendet wird/werden kann) ists ne interne Umbuchung. Trotzdem können zb 2 Verträge zeitgleich laufen (was ja in der Praxis auch oft vorkommt)

Antwort
von EinGast99, 24

Auch wenn es Dir nicht passen wird, ChristianLE und Maggylein haben Recht.

Wen Du den Schlüssel für die Wohnung hast und Du damit alleiniges Nutzungsrecht für die Wohnung hast, muss der Strom auf Dich laufen. Meldest Du Dich zum 31.08. ab, kann der Vermieter nachträglich die Korrektur des Auszugsdatum und des Zählerstandes anhand des Übergabeprotokolls verlangen. Und dies erfolgt dann in der Grundversorgung ... was ggf. teurer als Dein jetziger Vertrag ist.

Antwort
von Furino, 1

Sie melden Ihren Stromverbrauch am Umzugstag ab und einen Tag Später übergeben Sie die Wohnung. Vorher hat der Vermieter darin nichts zu suchen. Alles Andere können Sie natürlich vereinbaren.

Antwort
von maggylein, 49

Ausschlaggebend ist eigentlich Datum der Schlüsselübergabe. Wenn er die Schlüsselgewalt hat und du nicht muss er sich anmelden (wobei du natürlich den Schlüssel nicht abgeben solltest wenn du noch miete zahlst)
Wenn du noch den Schlüssel hast musst du auch angemeldet bleiben...

Antwort
von Hemmi61, 24

Der Strom sollte bis zum Ende des Mietverhaeltnisses ANgemeldet bleiben und dann auf den neuen Mieter UMmgemeldet werden.

Wenn du den Strom vorzeitig ABmeldest wird der Zaehler ausgebaut und ein neuer wird fuer den neuen Mieter eingebaut. Dadurch entstehen hohe Kosten.

Nicht so hoch sind die Kosten bei einer UMmeldung auf den Vermieter, ist aber auch unnoetig.

Kaum Kosten entstehen wenn der Strom einfach auf den neuen Mieter UMgemeldet wird.

Wenn kein Nachmieter gefunden wurde sollte der Vermieter entscheiden ob der Strom auf ihn Umgemeldet oder ABgemeldet wird.

So ist es jedenfalls bei meinem Stromanbieter.

Soviel kostet der Strom zum Test auch nicht.

Kommentar von peterobm ,

Wenn du den Strom vorzeitig ABmeldest wird der Zaehler ausgebaut und ein neuer wird fuer den neuen Mieter eingebaut. Dadurch entstehen hohe Kosten.

das ist Blödsinn³ - es wird kein Zähler ausgebaut. Das kann NUR der Vermieter in die Wege leiten. 

Eine Grundgebühr bleibt immer zu zahlen. Dafür kann man schon paar Monate rumkommen. Aus-Einbau sind wesentlich teurer.

Kommentar von Hemmi61 ,

Das ist leider kein Bloedsinn. Sorry

Ich bin Vermieter und das ist mir in den letzten 25 Jahren 3 mal passiert.

Wenn nichts angemeldet ist wird auch kein Zaehler gebraucht. Das wurde mir vor 11 Monaten von der Suewag gesagt.

Daraufhin habe ich den Strom fuer einen Monat auf mich angemeldet um den Aus und Einbau nicht bezahlen zu muessen.

Ich wuerde dir gerne Recht geben aber bei diesem Anbieter ist das so.

Antwort
von peterobm, 43

lass mich mal laut lachen:

Heizung und WW-Versorgung ist im Keller, dazu braucht er nicht in die Wohnung, wo er übrigens nix zu suchen hat.

du meldest den Strom zu Ende August ab. Kühlschrank leerräumen und offen stehen lassen. 

Kommentar von Gerhart ,

Eine WW-Etagenheizung liegt nicht im Keller sondern in der Wohnung.

Kommentar von peterobm ,

WO steht was von Etagenheizung? Solange der Mietvertrag läuft, hat er  da die Pfoten von zu lassen

Kommentar von schleudermaxe ,

... genau, und der Mieter hat in seine vertraglichen Vereinbarungen zu schauen und zu wuppen. Wo bitte steht, daß das Verhältnis am 30.08 endet (und ein Vermieter die Grundgebühr und BK- zu übernehmen hat) und wo steht, daß die Anlagen im Keller sich befinden?

Antwort
von Furino, 47

Sie können jederzeit Ihren Strombezug abmelden. Da Sie zusammen mit dem Verbrauch auch die Grundgebühr zahlen, steht dem nichts im Wege.

Kommentar von schleudermaxe ,

... und wer bitte übernimmt die Kosten für den "Leerstand", nur weil ein Bewohner nicht da ist?

Wir Vermieter etwa? Lachnummer, oder?

Antwort
von Grautvornix, 80

Nein, du kannst auch ohne Strom in deiner Wohnung wohnen, das kann dir der Vermieter nicht vorschreiben.

Kommentar von J0eSpivy ,

Dann müsste aber die Leitung vor dem Zähler oder nach dem unterbrochen, und versiegelt werden, sodass kein einiges Milliwatt über den Zähler fließt. 

Ansonsten hat keine Seite einen Nachweiß darüber das nicht doch etwas verbraucht wurde

Kommentar von 19Verena91 ,

Wenn niemand in der Wohnung ist, wird doch auch nichts verbrauch, oder?

Kommentar von J0eSpivy ,

Natürlich, etwas fließt immer, ist zwar nicht die Welt, dennoch ist es so. Und nur weil er sagt, er sei nichtmehr in der Wohnung, muss es nicht so sein. 

Außerdem bekommt er das Geld mit der Abrechnung wieder zurück.

Kommentar von Grautvornix ,

Ich gebe den Zählerstand bei der Abmeldung an, was danach passiert ist nicht meine Sache.

Kommentar von Grautvornix ,

Wenn zwischen ab und anmeldung 50 Watt mehr auf dem Zähler sind, dann machen nichtmal die gierigen Stromanbieter deswegen Zirkus.

Kommentar von schleudermaxe ,

... damit haben wir Vermieter doch kein Problem. Merke, was wir schon lange wissen, Streit gibt es nicht beim Einzug und warum soll ich als Vermieter mein Geld hinbringen, nur weil ein Mieter glaubt? Also bitte!

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