Frage von darador81, 26

Vermieter und Mieter unter einem Dach. Vermieter stellt sich als Energieverschwender raus (Wasser/Heizverhalten)?

Moin,

ich habe von August 2010 bis September 2013 in der Dachgeschosswohnung von meinem VM gewohnt. Ich war auch der erste Mieter der Wohnung. VM wohnt mit seiner Lebensgefährtin und seinem Kind (später Kindern) in der Erdgeschosswohnung.

Meine Kaution, die ich entrichten musste hab ich bis heute noch nicht zurück erhalten. Die hat er mit einer von mir eingestandenen Beschädigung der Badewanne verrechnet und seinen vermeintlichen Nachzahlungen für 2011-2013 (Kaution 1000€, KVA Badewanne 383,78€)

Die von mir angeforderten Nebenkostenabrechnungen (innerhalb der gesetzlichen Fristen), hat er mir für die Jahre 2011-2013 übersendet. Von vornherein war mir klar, das er für 2010-2012 keine Nachzahlung mehr verlangen konnte (Nebenkostenabrechnung für 2010 fehlt immer noch, habe ich bereits 3x per Einschreiben/Rückschein angefordert. Mittlerweile zusätzlich über einen Anwalt.).

Nach erhalt der Abrechnungen kam mein VM, nach Abzug der Kaution auf einen Nachzahlungsbetrag von 7,72€ (er hatte mir gegenüber mal erwähnt, das ich pro Jahr ca. 50€ wieder bekommen würde). In der Mail teilte er mir mit: "…die Unterlagen zur Aufstellung können Sie gern bei mir einsehen".

Mein Anwalt hat um Zusendung von Belegkopien gebeten (mit Kostenerstattung), da ich das ganze genauer prüfen lassen wollte, diese Anfrage hat VM komplett ignoriert. Also habe ich einen Termin zur Belegeinsicht vereinbart (Die Termine wurden vom VM bis zum 29.10.2015 verschoben [beruflich unterwegs, wird zu spät, bin grad in Amsterdam]). Anmerkung: Verjährungsfrist ist der 31.10.2015

Belegeinsicht am 29.10.2015: Ich habe meinen Vater zur Belegeinsicht mitgenommen, zum einen als moralische Stütze zum anderen als Zeugen. Des Weiteren hab ich eine Kamera mitgenommen um die Belege abzufotografieren. Meinem Vater wurde das betreten des Hauses verwährt, ebenfalls wurde mir das abfotografieren der Belege nicht gestattet. Als ich anfing, abschriften anzufertigen hat VM immer schnell hin und her geblättert in seinem Ordner, den er nich aus der Hand gegeben hat.

Ich wollte ja auch gleich die Belege für 2010 mit einsehen, wurde mir ebenfalls nicht gestattet. Einige Belege fehlten auch, bzw. konnte er nicht vorlegen (Kabelanschluss läuft über seine Lebensgefährtin).

Im Mietvertrag steht, das ich als Mieter "Energie und Wasser nicht zuvergeuden" habe (Hausordnung im Mietvertrag), daran habe ich mich gehalten. 15-17 C° in der Wohnung bei Abwehsenheit oder Schlafenszeit (mehr geheizt hab ich nur nach Bedarf, also wenn ich morgens in der Küche/Bad bin wurde die Heizung hochgedreht oder wenn ich mich in meinem PC Zimmer oder im Wohnzimmer aufgehalten hab wurde entsprechend geheizt), geduscht hab ich meistens eh nachm Sport.

Muß ich mich wirklich anteilig daran beteiligen, wenn VM einen verschwenderischen Lebensstil hat, der weit über das hinausgeht was dem Durchschnittsverbrauch entspricht (die Wasserkosten, die mir in Rechnung gestellt wurden hatte ich vorher in einem 2 Personen Haushalt) ?

Antwort
von angy2001, 26

Du hast schon einen Anwalt, lass den das machen. Was sollen wir dir hier raten? Es kommt auf die Kosten und auf den Mietvertrag an - das kann man besser prüfen, wenn man da Unterlagen hat. Vielleicht hättest du den Anwaöt mit zu dem Termin zur Einsicht in die Belege nehmen sollen, den hätte der Ex-Vermieter nicht vor der Tür stehen lassen dürfen - nach meiner Kenntnis.

Kommentar von darador81 ,

Hallo angy,

mein Anwalt ist offensichtlich nicht die richtige Wahl gewesen um meine Interessen zu vertreten.

Was ich wissen will.. ich hab mir mal die Heizkostenspiegel der Region angesehen und meinen Energieverbrauch der vergangenen Jahre verglichen (unter Berücksichtigung des Gebäudezustandes).

Die eine Wohnung war so schlecht isoliert (24er Mauerwerk, Dachgeschosswohnung... 1cm Rigipsplatte als abgehängte Decke). Gasheizung, eigener Verbrauch... Ich(wir) lagen laut Heizkostenspiegel regelmässig bei einem erhöhtem Verbrauch.

Dann bin ich in die Wohnung gezogen wo isolierung usw. vorhanden waren.

Beheizt wurde mit Öl. Da meine Nebenkostenabrechnung nicht korrekt für das Jahr berechnet worden sind, musste ich mit dem rechnen was ich hatte.

Das Ergebnis fiel um einiges höher aus, als ich gedacht hatte. Und ich möchte ungern für die Verschwendung meiner Mitmenschen aufkommen.

Allein bei den durchschnittlichen Gesamtheizkosten, die mir im laufe des Mietzeitraums berechnet wurden komme ich auf, nach Heizkostenspiegel, den Ölverbrauch eines 160m² großen Zeltes nahe (ist jetzt vielleicht ein bischen übertrieben, spiegelt aber mein empfinden nach). Ich hab ca. 63m² von diesem Zelt bewohnt.

Kommentar von angy2001 ,

Wenn im Mietvertrag eine Aufteilung der Nebenkosten nach qm vereinbart ist (und das ist in einem Haus mit nur 2 Wohnungen die Regel), dann zahlst du für die Verschwendung der anderen Partei solange du selbst sparsam bist - das ist richtig. Dagegen kannst du nichts machen. Hättest du auch "ordentlicht" geheizt, wäre es trotzdem auch für dich teurer geworden. Bedenke das.

Die wenige Dämmung trägt dann noch einiges zum hohen Verbrauch bei. Das ist auch richtig.

Du hast einen Anspruch auf eine korrekte Abrechnung und Erstattung zuviel gezahlter Abschläge. Bleibe also dran an der Abrechnung - aber überlege dir auch, wieviel Energie du da noch reinstecken willst.

Du hattest schon einen Anwalt, das hat Geld gekostet. Du musst deinen Vermieter wohl verklagen, wenn er die Abrechnung nicht ordnungsgemäß macht, dazu brauchst du wieder einen Anwalt. Du bist schon aus der Wohnung raus und hast dir hoffentlich was besseres gesucht.

Kommentar von darador81 ,

Ich tendiere momentan dazu, meinen ehemaligen Vermieter entsprechend bloß zu stellen. Verstoß gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit.

Meinen eigenen Verbrauch, den ich in den vorherigen Wohnungen hatte, kann ich entsprechend nachweisen.

Grob durchgerechnet, je nach Isolierung der Wohnung lag ich nach Heizkostenspiegel für die letzten Wohnungen bei:

1. Wohnung: für die einzelnen Jahre betrachtet (Gasheizung) verbrauch: "niedrieg"

2. Wohnung: Verbrauch erhöht (Dachgeschosswohnung, 1cm Rigips als Dämmung, 24er Mauerwerk, rest nicht isoliert... schlechter gehts kaum)

3. Wohnung des A. ca. 15-20 cm Dämmwolle zum Dachboden, ca. 10 cm Styropor an den Aussenwänden + Ytong Steine verbaut (Haus aus ca. 70er Jahre).

Durchschnittsverbrauch an Heizöl für die Jahre, mehr als überdurchschnittlich hoch (ich hab nur mit "seinen Mittelwerten rechnen können", von daher wird sich das alles weiter nach oben bewegen.

Ich will doch nich dafür zahlen, das jemand 24/7 eine Temperatur von 19-23 C° in seiner Wohnung haben muß.

Is doch reine Energieverschwendung und gilt für mich als nicht Wirtschaftlich, so wie ich erzogen wurde... Gehe sparsam mit den Resourcen um, die dir gegeben wurden.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community