Vermieter hat den Strom vom Keller auf eine andere Wohnung angemeldet! Was sollen wir tun?

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4 Antworten

Das kostet ja Geld, stattdessen hat er uns eine Taschenlampe
hingestellt, wir sollen uns damit behelfen. Weil wir eine Nachzahlung
der Nebenkosten, die viel zu hoch ist noch nicht bezahlt haben, werden
wir wie Dreck behandelt.

Der Vermieter hat Euch in die Kategorie "Problemmieter" eingereiht.

Der Streit wegen der Nachzahlung ist wohl noch nicht ausgetragen und er ist der Meinung, solange ihr nicht bereit seid, das zu bezahlen, was ihr auch an Kosten verursacht habt, wird er wegen Euch keine weiteren Kosten hervor rufen. Um den Strom wieder frei zu bekommen, müßte er wohl die Stromkosten des Vormieters erst noch bezahlen. Dass er dazu keine Lust hat, kann ich gut verstehen.

Warum allerdings Euer Kellerstrom auf den anderen Zähler läuft, verschließt sich mir. Jedoch würde auch dieses Umklemmen erneut Kosten verursachen.

Ihr zahlt nicht den Strom, den ihr im Keller verbraucht. Dort verbraucht ihr nämlich derzeit gar keinen. Ihr zahlt den Strom für Eure Wohnung und habt dazu wohl auch einen eigenen Vertrag mit dem Versorger. Der Allgemeinstrom, der in den Betriebskosten enthalten ist, reicht als Licht aber offenbar im Kellerabteil nicht aus.

Das Angebot mit der Taschenlampe ist da schon recht großzügig.

Da würde ich doch mal vorschlagen, dass ihr als erstes das Thema mit der Nebenkostennachzahlung klärt. Wenn ihr der Meinung seid, dass diese viel zu hoch ist, dann könnt ihr ganz konkret beanstanden, was Euch daran nicht passt. Wenn ihr dazu noch die Belege braucht, könnt ihr diese beim Vermieter einsehen oder sie Euch gegen Bezahlung des Aufwands (ca. 50 Cent je Kopie zzgl. Porto) zuschicken lassen. Dann klärt man das und wenn es geklärt ist, weiß jeder, wo er evtl. falsch lag, bzw. einen Fehler gemacht hat.

Um wieder eine andere Behandlung durch den Vermieter zu erreichen, könntet ihr zunächst einmal den geforderten Betrag zahlen und wenn sich dann heraus stellt, dass der Vermieter tatsächlich einen Fehler in der Abrechnung gemacht hat, könnt ihr den zuviel bezahlten Betrag sofort wieder zurück fordern, bzw. von der nächsten Überweisung Miete/Nebenkosten einbehalten. Wo ist das Problem?

Meine Erfahrung als Vermieter: Leider gibt es Mieter, die in jedem Jahr was an der Betriebskostenabrechnung auszusetzen haben. Eine Erhöhung der Vorauszahlung akzeptieren sie nicht und die dann anfallende Nachzahlung ist immer zu hoch, bis es dann ggf. sogar vor Gericht ausgestritten ist. Glaubst Du, dass ein solcher Mieter auch nur einen Handgriff, eine Gefälligkeit oder auch nur eine problemlose Zustimmung zu irgendwas von uns bekommt?

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Kommentar von schelm1
25.04.2016, 17:01

müßte er wohl die Stromkosten des Vormieters erst noch bezahlen. Dass er dazu keine Lust hat, kann ich gut verstehen.

Wer sagt Ihnen, dass die Entziehung elektrischer Energie, die der Schilderung nach zweifelsfrei existiert,  mit dem anderen Mieter abgestimmt war, und es sich insoweit um eine berechtigte Weigerung des Mieters handelt den Stromverbrauch bis zu einer Klärung des Sachverhaltes in einem Strafprozess zurückzustellen, weil sich der Vermieter mit seiner Handlungsweise  strafbar gemacht haben könnte!?!

Meine Erfahrung als Vermieter: Leider gibt es Mieter, die in jedem Jahr was an der Betriebskostenabrechnung auszusetzen haben.

Na da bleibt doch wohl allen Lesern die berechtigte Hoffnung, dass Sie ein "guter" Vermieter sind und für das Treppenhaus Ihrer jeweiligen Mietsache, die Keller uns ggfs. noch sonstige Gemneinscxhaftbereiche Ihrer Mieter einen Allgemeinstromzähler zur Verfügung stellen!?!

Wenn Sie es nun noch schaffen, eine für die Mieter nachvollziehbare Abrechnung zu erstellen, dann klappt es auch mit dem gegenseitigen beseren Verständis unter gleichberechtigten Vertragspartnern aus einem jeweiligen Mietverhältnis!

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Kommentar von schelm1
25.04.2016, 19:03

Verständnisfrage:

Das Angebot mit der Taschenlampe ist da schon recht großzügig.

Wiegt der vom Vermieter zu verantwortende Entzug elektrischer Enrgie als Straftatbestand da nicht weniger "großzügig"!?!

Der Mieter macht zurecht Bedenken hinsichtlich der Stromversorgung im Allgemeinbereich und damit auch seiner Nebenkostenabrechnung geltend; schließlich hat er einen Anspruch auf eine solche Versorgung!

Eine zur Verfügung gestellte Taschenlampe nimmt sich da eher als ein boshafter Scherz aus.

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Kommentar von johnnymcmuff
27.04.2016, 11:36

Warum allerdings Euer Kellerstrom auf den anderen Zähler läuft, verschließt sich mir

Weil man wohl einfach einen Keller bekommen hat, z.B. weil irgendwann ein Mieter gefragt hat ob er tauschen kann.

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Für Ihre Ordnung gim Keller könen Sie den Vermeiter nicht verwantwortlich machen.

Der hat aber für eine angemessenen elektrische Beleutung der allegmein nutzubaren Bereiche des Hauses, dazu gehören in jedem Falle das Treppenhaus und der zu Ihrer Wohnung mitvermietete Keller zu sorgen.

Dass der andere Mieter sich geweigert hat, die entziehung elektrischer Energie (§ 248c StGB)  durch den Vermeiter auch noch durch eine unberechtigte Zahlungsforderung zu belgeichen, versteht sich von selber; da hat der Vermieter sich bereits strafbar gemacht, falls diese Entziehung von Mieterstrom für den Allgemeinbereich, der einen eigenen Stromzähler erfordert, nicht vorher einvernehmlich abgestimmt hatte.

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Nein, wir gehören nicht zu diesen Mietern die nur meckern, im Gegenteil. Wir haben eigentlich ein gutes Verhältnis. Die Abrechnung macht der Vermieter schon Jahre auf einem Rechenblatt, sehr unübersichtlich und?

nicht nachvollziehbar. Für 2015 indem zweimaliger Mieterwechsel stattfand, hat er noch gar keine gemacht, wahrscheinlich blickt er nicht mehr durch.

Dass ich den Hundedreck vom Waldspaziergang  wegmache sagt ja wohl aus, dass ich kein Problemmieter bin. Auch ansonsten halten wir die Wohnung auf dem Laufenden und renovieren bei Bedarf. Aber gar nichts machen geht auch nicht für soviel Miete. Als die Kamintür kaputtging, wollte er dass wir eine neue kaufen. Können wir den  Kamin mitnehmen wenn wir ausziehen? Ist es unser Kamin? Der Toilettendeckel( Marke schwierig) kann nur ausgewechselt werden, wenn das gesamte Klo abmontiert wird.

Sollen wir das zahlen? Wie gesagt, irgendwo hört der Spaß auf.

Und klar Vermieter sind wohl immer im Recht wie man hier wieder sieht.

Ich werde mir auf jeden Fall notieren, seit wann wir kein Licht mehr im

Keller haben, und ich diesen n icht mehr nutzen kann. Für alle Fälle um bei

Auszug Mietminderung abzuziehen.

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was ihr auf alle fälle erst einmal braucht ist beistand... also hin zum mieterschutzbund, einen jahresbeitrag im vorraus bezahlt, und dann könnt ihr euch helfen lassen.

lg, Anna

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