Frage von MarkoRService, 21

Vermarktung ohne Startkapital?

Hi. Ich habe eine Idee. Die im Tectilbereich noch nichts existiert, sich sber sehr gut verkaufen würde. Ich möchte Leine fragen was es ist oder sonstige Kritik. Ich würde gerne wissen an wen man sich wenden kann, wenn man nicht ausreichend Kapital besitzt. Ich möchte aber die Rechte am Produkt behalten. Wie müsste ich vorgehen um es im großen Stiel vertreiben zu können und was würde das kosten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von herja, 20

... und was würde das kosten?

Das ist das Erste, was du ermitteln musst.

Dann kannst du dir einen Investor suchen, der dir das nötige Geld dafür gibt.

Antwort
von lohne, 21

Um deine Rechte zu sichern solltest du ein Patent oder mindestens ein gutes Gebrauchsmuster oder Designschutz besitzen. Dann suchst du dir Kunden, die Interesse an deinem Produkt haben. Die IHK wird dich auch bei der Finanzierung beraten und stellt dir Verbindungen zu Banken und Herstellern her die dir evtl. ein "Risikokapital" zur Verfügung stellen werden (wenn sie von deinem Produkt überzeugt sind) und bei der Produktion behilflich sind. Je nachdem wer für dein Produkt in Betracht kommt, den solltest du erst nach!! der Sicherung deiner Idee ansprechen. Vorteilhaft ist es wenn du Muster zeigen könntest. Verhandele mit den Kunden/ Herstellern über eine Lizenzgebühr.

Kommentar von MarkoRService ,

Danke. Sehr hilfreich. Jetzt ist meine Denkweise da um einiges gestiegen

Kommentar von lohne ,

Freut mich. Viel Erfolg.

Antwort
von AEnglschalkFiY, 13

Für eine Finanzierung kommen mehrere Optionen in Frage. Einige Beispiele sind:

  • Kreditfinanzierung
  • Verkauf von Anteilen einer zu gründenden Unternehmung
  • Strategische Partnerschaften
  • Venture Capital

Für eine erfolgreiche Kreditfinanzierung muss die Entwicklung der Idee abgeschlossen und ein außerordentlich erfolgversprechender Businessplan im Raum stehen. Kosten für Gutachten und Erhebungen erfordern jedoch entsprechende Vorleistung. Die Chancen einer Kreditfinanzierung steigen, sobald das Unternehmen erfolgreich am Markt etabliert und belastbare Zahlen vorlegen kann. In der Vor-Gründungsphase und selbst in der Seedphase sind Kreditfinanzierungen tendenziell selten. Berücksichtigt werden sollte außerdem die Belastung durch die Rückzahlung des Kredits.

Anteile am zu gründenden Unternehmen zu verkaufen, wäre eine weitere gangbare Option. Jedoch sinkt mit jedem abgegebenen Prozentpunkt der Einfluss und die Partizipation am Unternehmen. Im Gegenzug kann ein weiterer Partner zu einer wertvollen Bereicherung, nicht nur in finanzieller Hinsicht werden. Ein Tausch Anteile gegen Kapital erfolgt erst wieder mit dem Exit des Partners.

Mit einer strategischen Partnerschaft können weitere und attraktive Synergien entstehen. Als Strategische Partner sollten insbesondere Unternehmen bzw. Personen betrachtet werden, die mit ihren Dienstleistungen oder ihrer Angebotspalette der eigenen Unternehmung ähneln oder in anderer Form zuträglich sind. Im Fokus sollte ein beidseitiger Mehrwert stehen. Strategische Partner müssen jedoch selbst von dieser Partnerschaft profitieren, was im Vorfeld von Gesprächen eingehend recherchiert und anschließend überzeugend dargelegt werden muss.

Venture Capital oder sogenanntes Wagniskapital stellt eine weitere Option dar. Kapitalgeber sind in dieser Phase und je nach Entwicklungsstand der Idee sogenannte Business Angels oder Inkubatoren. Auch hier findet der Tausch Anteile gegen Kapital statt. Es gelten daher die selben Parameter wie vorgenannt. Das Interesse des Kapitalgebers ist ein entsprechender Ertrag im Rahmen des Exit (Bsp.: Verkauf der Anteile). Damit hat der Kapitalgeber natürlich auch ein gesteigertes Interesse im Hinblick auf den Erfolg des Unternehmens.

In allen Fällen ist ein ausgefeilter Businessplan der Weg zum Erfolg. Wer in diese Idee investiert oder sich an ihr beteiligt, möchte für seine Investition eine Sicherheit sehen. Da diese Sicherheit vorerst in Papierform (Businessplan) vorliegt, gehen Kapitalgeber ein vergleichsweise hohes Risiko ein. Dementsprechend wird Engagement auf der Gegenseite vorausgesetzt. Ich möchte nochmals mit Nachdruck auf dieses Engagement verweisen. Insbesondere Kapitalgeber aus dem Venture Capital-Segment sind ausgesprochen gut vernetzt. Dies kann Fluch und Segen zugleich darstellen. Positiv ist es, wenn ein Kapitalgeber überzeugt werden konnte und dieses Netzwerk zu seinen Gunsten genutzt werden kann. Negativ wird es, wenn man sich einen weitreichenden Fauxpas erlaubt hat.

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